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Montag, 11 Mai 2020 19:49

Was machen wir ohne Kultur?

Von
Kabarettist Lukas Resetarits (Foto: Screen)

Die Situation ist klar: Künstler und Kunstschaffende sind die Letzten auf der Liste der Corona-Krise. Aber Österreich ist bekannt als ein Kultur Land und das seit Jahrhunderten. Was passiert da?

In wenigen Tagen wird die Regierung mehr Informationen über neue Maßnahmen für den Kulturbereich geben. Bis dahin leiden Künstler weiterhin unter einer Hilfspolitik, die nicht wirklich ankommt.

180.000 Kunstschaffende gibt es in ganz Österreich, ein ganz schöner Wirtschaftsfaktor, der im Moment ganz vernachlässigt ist. Künstler und Kunstschaffende wollen auch berücksichtigt werden.

Maßnahmen wie das Tragen von Schutzmasken und den 20 Quadrat Meter Abstand halten sind Pflicht in Österreich und die Bevölkerung haltet diese Regeln brav ein. Aber wie lange dauert es noch? Die Kultur ist gefragt, weil der Österreicher ohne sie nicht leben kann.

Lunacek Maßnahmen 

Angesichts der Krise ist der Kabarettist Lukas Resetarits stark gegen diese Behandlung von Künstlern durch die Regierung.

„Geigen wir die ganze Grüne Kulturpartie ham - unter die 4 Prozent, wo sie hingehören", so Resetarits in einem Video (siehe unten).

„Die Staatssekretärin für Kultur, Ulrike Lunacek, ist ein "schwarzer Mond", eine "schwarze Perspektive" für alle Künstler, die an, hinter und neben der Bühne arbeiten. Für diejenigen, die uns beleuchten und sich um den Klang kümmern“, so Resetarits.

Der Künstler ruft und bittet um Hilfe und gegenseitige Unterstützung für den künstlerischen Sektor.
Weitere Informationen auf der Website: https://ohne-uns.at 

Weniger Publikum

Auch der Kabarettist Josef Hader äußert sich: „Ich kann mir vorstellen, dass ich für die eine Hälfte von sieben bis neun und für die andere von neun bis elf spiele“, sagte Hader der Süddeutschen Zeitung.

"Das Lachen hat keinen anderen Sinn, als den Menschen vorübergehend von Stress zu befreien." (H. Rubinstein). Bitte - wir wollen so bald wie möglich wieder beim Stressabbau helfen - in der Zwischenzeit muss man uns helfen". -Bernhard Murg.

IG Kabarett fordert Anerkennung

Das österreichische Kabarett ist die einzige Kunstsparte Österreichs, die ohne Basissubvention wirtschaftet. Obwohl die Kabarettbranche mit jährlich rund 7.500 Veranstaltungen und über 1,6 Millionen BesucherInnen einen Brutto-Karten-Umsatz von 43 Millionen Euro erwirtschaftet, gibt es für die im Kabarettbereich Beschäftigten faktisch kein wirtschaftliches Sicherheitsnetz. Daher fordert die IG Kabarett von der öffentlichen Hand eine Anerkennung des Österreichischen Kabaretts als eigenständige, identitätsstiftende und publikumswirksame Kunstsparte und im Fall einer Krise, wie beispielsweise Covid-19, rasche und unbürokratische finanzielle Unterstützung.

Veranstaltungstechniker

Die TechnikerInnen hinter und vor der Bühne sind ebenfalls betroffen, wie es der Fall von Romana Spitzbart-Kleewein zeigt.

„Wir in der Veranstaltungstechnik werden komplett vergessen! Wenn es keine Veranstaltungen gibt, haben wir auch keine Aufträge. Sehr viele von uns fallen nicht in den Härtefonds, da wir nicht jedes Monat gleich viel Umsatz haben. Ohne uns wird es sehr finster und leise bei ihren Veranstaltungen!“, sagt Romana Spitzbart-Kleewein.

Überlegung

An der Uni werden bald Vorlesungen mit einer großen Anzahl Studenten stattfinden. Wo ist da der Unterschied zum Kino oder Theater? Bei allen sind die Anzahl von Personen in geschlossenen Räumen etwa gleich. Warum wird im Kultursektor mit anderem Mass gemessen?

Letzte Änderung am Dienstag, 12 Mai 2020 13:19
Redaktion

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