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Samstag, 20 Juni 2020 10:49

Mexikanisches Kulturinstitut Wien (ICM) und die Kunst als eine Art der kreativen Lösungsfindung

Von
S.E. Alicia Buenrostro Massieu: „Menschenrechte als kultureller Schwerpunkt im ICM. (Foto: Helmut Miklas)

Verstärkung der Anerkennung und der Aufwertung mexikanischer Wurzeln durch kulturelle Interaktionen des Mexikanischen Kulturinstituts in Wien (ICM), ist eines seiner Ziele für das Programm 2020. Es ist einen Besuch wert! S.E. Alicia Buenrostro Massieu, Botschafterin von Mexiko in Österreich, erzählt uns die Details.

Seit seiner Gründung 1996 hat das Mexikanische Kulturinstitut in Wien (ICM) die Hauptaufgabe, als Plattform für den Ausdruck und die Arbeit von Künstler*innen und Kulturschaffenden zu dienen, die sich der Verbreitung der mexikanischen Kultur widmen.

Derzeit verfolgt das Mexikanische Kulturinstitut in Wien zwei Ansätze: Erstens werden dauerhafte und temporäre Workshops angeboten und Veranstaltungen abgehalten, die in den traditionellen Festlichkeiten Mexikos im Einklang mit dem Zyklus der Natur, wie den Jahreszeiten, verankert sind.

„Unser Verhalten, unsere Sensibilität und Fähigkeit, uns durch diesen Zyklus der Natur Wissen anzueignen, sind ein uraltes Erbe, welches an Bedeutung verloren hat und angesichts des Klimawandels auf unserem Planeten wieder aufgewertet werden muss. Aus unserem Kalender, der eine Vielzahl an Feiertagen sowie Gedenktagen enthält, wählen wir emblematische Tage aus, die im kollektiven Unterbewusstsein der Mexikaner*innen zyklisch wiederkehren und synkretistisch vorrangig sind“, sagte Alicia Buenrostro Massieu, Botschafterin Mexikos in Österreich.

Der zweite Ansatz besteht darin, dass die Räumlichkeiten des ICM für temporäre Ausstellungen, Konzerte, Theater, Buchpräsentationen und andere im Haus realisierbare kulturelle Veranstaltungen genutzt werden, mit dem Ziel, die mexikanische Kultur dem breiten österreichischen Publikum bestmöglich zu vermitteln.

Die vier Themenkreise des neuen Kulturprogramms 2020 sind:
Menschenrechte: Zu diesem Thema möchte die Botschaft von Mexiko ein neues Narrativ finden, um besonders bedeutende Anliegen im globalen Kontext anzusprechen, insbesondere bei der Wiederkehr zu einer von der Pandemie Covid-19 stark veränderten Welt. Das Menschenrechtsthema wird aus der Perspektive der Frauenrechte, Nein zur Gewalt, Kinderrechte, etc. beleuchtet und mithilfe kreativer Formen mehr Bewusstsein geschaffen.

Kunst, Wissenschaft und Technologie: In diesen Bereichen verfolgt das Mexikanische Kulturinstitut die Idee, dass Kunst nicht getrennt von Wissenschaft und Technologie stattfindet. Kunst wird immer häufiger durch digitale Medien zum Ausdruck gebracht, wie in den Monaten des Rückzugs in die eigenen vier Wände während der Pandemie ersichtlich wurde.
Ökologie und nachhaltige Entwicklung: Es steht außer Frage, dass unser Planet eine schwere, ökologische Krise erleidet und deshalb sind wir der Ansicht, dass wir die dringend nötigen Veränderungen für die Beschränkung des Schadens, den wir unserer Umwelt zugefügt haben, schleunigst herbeiführen müssen. Die Kunst ist eine Art der kreativen Lösungsfindung und führt vor allem zu einer veränderten Mentalität der kommenden Generationen, um die Bedeutung zu erkennen, dass unser Überleben als Spezies untrennbar mit der Natur verbunden ist.

„Das vierte Thema ist die Anerkennung und Aufwertung unserer Wurzeln; von der Vergangenheit Mesoamerikas über das koloniale Mestizentum bis hin zu dem bedeutenden Einfluss der afro-karibischen Kulturen auf die mexikanische Identität“, so Alicia Buenrostro Massieu.

Nächste Veranstaltungen

Die Veranstaltungen des Mexikanischen Kulturinstituts in Wien (ICM) für den Rest dieses Jahres finden unter strengen Vorsichts- und Hygienemaßnahmen für Besucher statt.

Das ICM präsentiert die Ausstellung „Legal Aliens“ des kalifornischen Künstlers Florian Raditsch, der das Phänomen der Meteoriten dem Thema der illegalen Migration gegenüberstellt. Anhand einer eleganten und tiefgehenden plastischen Arbeit stellt er eine exzellente Kritik an dem politischen Umgang mit diesem Thema an. Diese Ausstellung wird von niemand anderem als Oscarito Sánchez kuratiert, dessen Vision unverzichtbar für die zeitgenössische Kunst ist.

 ICM presenta la exposición „Legal Aliens“ de Florian Raditsch. (Foto: cortesía ICM)
CM präsentiert die Ausstellung „Legal Aliens“ von Florian Raditsch. (Foto: mit freundlicher Genehmigung von ICM)

Des Weiteren stellt das ICM die Arbeit der mexikanischen Performance- und visuellen Künstlerin Guadalupe Aldrete vor. „Antes de la oxitocina“ heißt das Werk, das Guadalupe mithilfe ihres Körpers geschaffen hat und die Erfahrung der Schwangerschaft vor und nach der Entbindung darstellt. Es spiegelt die Realität wider, eine Ausländerin zu sein, die von Frauen gegen andere Frauen gerichtete Gewalt und die Objektifizierung der schwangeren Frau in ihrer Eigenschaft als Trägerin des menschlichen Lebens.

„Antes de la oxitocina“ de Guadalupe Aldrete
„Antes de la oxitocina“ von Guadalupe Aldrete (Foto: mit freundlicher Genehmigung von ICM)

Frau Botschaftertin Alicia Buenrostro Massieu sagte auch, dass es für das ICM eine große Freude ist, die österreichische Künstlerin Doris Steinbichler und ihre Retrospective “Ondas en expansión” willkommen zu heißen, eine bedeutende Vertreterin von Performance und akustischer Kunst, sowie anderen „nicht konformen“ Ausdrucksformen, wie sie selbst sagt. Sie ist hauptsächlich in Mexiko tätig und hat dort in bedeutenden Häusern ausgestellt.

Doris Steinbichler (Foto: Screen)
Doris Steinbichler (Foto: Screen)

Zum Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit zeigt das ICM eine besondere Ausstellung: „Utopía de una transformación“ mit der Mexikanerin Luciana Esqueda als Hauptmitwirkende, kuratiert von Denise Parizek, Eigentümerin und Kuratorin der Galerie 12-14 Contemporary in Wien. Diese Ausstellung zeigt die Arbeiten von zehn mexikanischen Künster*innen und von Luciana Esqueda, deren Werk sich auf das Thema Gewalt gegen Frauen konzentriert. 

Exposición „Utopía de una transformación“. Foto „Muniello“ de Maribel Portela. (Foto: cortesía ICM)
Ausstellung „Utopía de una transformación“. Bild: „Muniello“ von Maribel Portela. (Foto: mit freundlicher Genehmigung von ICM)


Das ICM bietet auch Workshops an, die von regionalen Volkstänzen über Zeichnen, Pappmaché und aztekischen Tänzen bis zu Raumordnung reichen. Das ICM ist eine Plattform für Mexikaner*innen und Österreicher*innen und für alle künstlerischen Ausdrucksformen, die den kulturellen Reichtum unseres Landes würdigen und erweitern.

„Unsere Tür steht für jeden und jede offen. Das genaue Datum der Veranstaltungen ist in unserem Kulturkalender auf der Webseite der Botschaft von Mexiko in Österreich nachzulesen: www.embamex.sre.gob.mx. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!“, so Alicia Buenrostro Massieu.

Letzte Änderung am Samstag, 20 Juni 2020 14:36
Redaktion

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