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Sonntag, 26 April 2026 11:56

VieSFF: Jaime Lorente ist mit „Reversión“ in Wien zu Gast und spricht über Ruhm und Film

Von María Andrea Múñoz
Jaime Lorente im Interview mit Cultura Latina in Wien. Foto: Ivett Ángeles Litano

Die Zeitschrift „CulturaLatina & Österreich“ traf sich in Wien mit dem Hauptdarsteller des Films „Reversión“, Jaime Lorente, der durch die Erfolgsserie La casa de papel (Haus des Geldes) bekannt wurde. Der Film war Teil des Programms im Cine Artis International im Rahmen der ersten Ausgabe des Spanish Film Festival Vienna. Der Schauspieler war nur einen Tag in Wien, da er derzeit in Kolumbien einen Film dreht.

Was ist das Erste, das dir in den Sinn kommt, wenn ich sage:

Stille?

Mein Zuhause.

Kaffee?

Ich bin … kaffeesüchtig. Ich kann 4 oder 5 am Tag trinken.

Fans?

Sehr dankbar.

Ruhm?

Naja, vielleicht der Teil meines Berufs, den ich am wenigsten genieße.

Abseits des Sets: Wie schaltest du ab, nachdem du intensive Rollen gespielt hast?

Ich kann die Energie vom Dreh und die Energie meines Alltags sehr gut voneinander trennen. Deshalb schalte ich ziemlich leicht ab.
Ich ziehe die Rolle quasi aus, sobald ich mich umziehe – und das war’s.

Jaime Lorente. Foto: Ivett Ángeles Litano
Jaime Lorente. Foto: Ivett Ángeles Litano
Jaime Lorente. Foto: Ivett Ángeles Litano
Die Autorin María Andrea Muñoz führte das Interview mit Jaime Lorente. Foto: Ivett Ángeles Litano
Jaime Lorente. Foto: Ivett Ángeles Litano
Jaime Lorente mit María Andrea Muñoz und Ivett Ángeles Litano aus dem Team der Zeitschrift „CulturaLatina & Österreich“.

Erinnerst du dich an den genauen Moment, in dem du beschlossen hast, Schauspieler zu werden?

Ja, das war mir eigentlich immer klar. Ich hatte schon als ganz kleines Kind die Möglichkeit, Theater zu spielen, und so hat alles angefangen – und es hat mich sofort fasziniert. Eigentlich wollte ich mich nur dem Theater widmen. Von Kameraarbeit hatte ich keine Ahnung, bis ich nach Madrid gekommen bin, weil ich ursprünglich aus der Theaterszene in Murcia komme. Aber es hat mich einfach immer total begeistert.

Was ist das Unerwartetste, das du als Schauspieler über dich selbst gelernt hast?

Das Unerwartetste? Naja, letztlich merkt man immer wieder, an welche persönlichen Grenzen man durch verschiedene Rollen stößt – und dass man dabei manchmal auch seine eigenen Prinzipien hinterfragt, je nach Situation, die man spielen muss.

Wovor hast du in deinem Beruf mehr Angst: dich in einer Szene zu irren oder immer wieder ähnliche Rollen zu spielen?

Vor beidem nicht. Ich finde, keine Rolle ist wirklich gleich. Und ich habe generell wenig Angst davor, etwas falsch zu machen, weil ich beim Arbeiten nicht an das Ergebnis denke. Ich konzentriere mich mehr auf das, was ich gerade tun muss, als darauf, dass es perfekt wird.

Was hältst du vom Filmfestival? Es ist ja das erste Mal – wie ist dein Eindruck?

Bis jetzt ist alles, was ich erlebe, einfach großartig. Alles, was mit Kino und Festivals zu tun hat, Kultur zu unterstützen und sichtbar zu machen, finde ich fantastisch. Ich empfinde große Dankbarkeit dafür.

An welchen Projekten arbeitest du gerade?

Jetzt erst mal den Dreh fertig machen, dann ausruhen und Zeit mit meiner Familie verbringen.

Und was planst du für die Zukunft?

Ich arbeite gerade an meinem zweiten Film als Regisseur, den ich im Moment schreibe. Darauf bin ich sehr fokussiert.

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Spanish Vienna Film Festival 
www.viennaspanishfilmfestival.com

 

Letzte Änderung am Sonntag, 26 April 2026 12:24
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