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Freitag, 01 Juli 2022 10:21

Empfang zu Ehren der Jungen Kolumbianischen Philharmoniker

Von
V.l.n.r.: Nicolás Echeverri, Manuela Vergara, maestro Dirigent Andrés Orozco-Estrada, Luis Fernando Cardona und Luis Alejandro Gallo Quintero. Foto: Eva Messerer

Am 29. Juni 2022 wird die Filarmónica Joven de Colombia (LA JOVEN) im Wiener Konzerthaus unter der Leitung der großen Maestro Andrés Orozco-Estrada auftreten. Das Konzert wird außerdem von den Labeque-Sisters (Klavier) und Martin Buczko (Choreograph) begleitet, und es wird eine Überraschung geben: eine Aufführung mit einer innovativen Performance aller Musiker:innen. Am Dienstag fand in der Residenz des kolumbianischen Botschafters S.E. Miguel Camilo Ruíz Blanco ein Empfang statt, bei dem Maestro Andrés Orozco-Estrada für seine künstlerische Arbeit und die Förderung der kolumbianischen Kultur ausgezeichnet wurde. Auch Nicolás Echeverri, Manuela Vergara, Luis Fernando Cardona und Luis Alejandro Gallo Quintero, vier Mitglieder von LA JOVEN, zeigten in einer Ouvertüre ihr großes Talent.

Die Jungen Philharmoniker von Kolumbien (LA JOVEN) sind auf Tournee und morgen ist Wien an der Reihe. Die Mitglieder repräsentieren die kulturelle und künstlerische Vielfalt der verschiedenen Gemeinden des Landes auf den renommiertesten Bühnen Europas. LA JOVEN ist bereits für sein Charisma und sein Talent bekannt. Fast 100 junge Menschen bilden die Philharmoniker, die in ganz Europa ihre Saat der Freude und Perfektion verbreiten.

LA JOVEN basiert auf der Arbeit des russischen Komponisten Igor Strawinsky zur Ausarbeitung eines musikalischen Entwicklungsplans. Bei Le Sacre du Printemps war es die Verbindung zur Legende von El Dorado und jetzt bei Petruschka, das vom Karneval von Barranquilla inspiriert ist. Das Werk stellt Parallelen zwischen den Figuren „Petruschka und Marimonda“, „Die Tänzerin und die Karnevalskönigin“ her. La Filarmónica Joven ist ein kulturelles und soziales Projekt, das 2010 von der Bolivar-Davivienda-Stiftung gegründet wurde, um der kolumbianischen Jugend ein künstlerisches Leben zu ermöglichen, das sich stark auf die ganzheitliche Entwicklung des Talents jedes einzelnen Mitglieds konzentriert.

Beim Empfang sagte Botschafter Miguel Camilo Ruíz Blanco, dass es eine Ehre sei, die Kolumbianische Jugendphilharmonie willkommen zu heißen und sagte einen großartigen Auftritt im Wiener Konzerthaus am 29. Juni voraus. Ebenfalls anwesend war ein Teil des Diplomatischen Corps von Wien.

Anerkennung für den Maestro

Maestro Orozco-Estrada erhielt am Dienstag eine Urkunde und eine Medaille in Anerkennung seiner Verdienste um die Förderung der kolumbianischen Kultur und für seine großartige Arbeit als internationale Führungskraft. Die Auszeichnung wurde vom kolumbianischen Senat verliehen und von Botschafter S. E. Miguel Camilo Ruíz Blanco überreicht.

„Diese Anerkennung gehört uns allen, denn wenn wir unser Land verlassen, um das, was wir tun, zu teilen, sei es kolumbianische oder klassische Musik oder jede andere Form der Kunst, tun wir dasselbe: Wir versuchen, den Namen Kolumbiens hochleben zu lassen“, erklärte Maestro Orozco-Estrada.

El maestro Orozco-Estrada recibió este martes de las manos del Sr. Embajador Miguel Camilo Ruíz Blanco un certificado y una medalla: un reconocimiento al mérito por apotar en el desarrollo de la cultura colombiana y por su gran trabajo como dirigente internacional. Foto: Eva Messerer.
Maestro Orozco-Estrada erhielt an diesem Dienstag aus den Händen von Botschafter Miguel Camilo Ruíz Blanco eine Urkunde und eine Medaille: eine Anerkennung für seinen Beitrag zur Entwicklung der kolumbianischen Kultur und für seine großartige Arbeit als internationale Dirigent. Foto: Eva Messerer.
De izq. a der: Nicolás Echeverri y Luis Alejandro Gallo Quintero. Foto: Eva Messerer.
Nicolás Echeverri (links) und Luis Alejandro Gallo Quintero. Foto: Eva Messerer.
 Manuela Vergara y Luis Fernando Cardona. Foto: Eva Messerer.
Manuela Vergara und Luis Fernando Cardona. Foto: Eva Messerer.
Maria Taramona, directora de la revista CulturaLatina entrevista a los músicos: Nicolás Echeverri, Luis Alejandro Gallo Quintero, Manuela Vergara y Luis Fernando Cardona. Foto: Eva Messerer.
María Taramona, Direktorin der Zeitschrift CulturaLatina, interviewt die Musiker:innen Nicolás Echeverri, Luis Alejandro Gallo Quintero, Manuela Vergara und Luis Fernando Cardona. Foto: Eva Messerer.

Präludium in der Residenz

Nicolás Echeverri, Manuela Vergara, Luis Fernando Cardona und Luis Alejandro Gallo Quintero gaben eine kleine musikalische Kostprobe, die drei Stücke umfasste.

Am Ende der Show konnten wir mit ihnen sprechen:

Die junge Manuela Vergara (Municipio Don Matías, Antioquia) war bereits 2019 in Wien, als die Residenz des kolumbianischen Botschafters eingeweiht wurde und sagte, dass sie von der Musikgeschichte Österreichs fasziniert ist. Ihr nächstes Ziel hat Manuela bereits fest im Blick: ein Masterstudium in Europa zu machen. Manuela sendet Grüße an ihre Eltern in Kolumbien, ihre Schwester und ihre Familie in Tapatías.

Luis Alejandro Gallo Quintero (Cartagena, Bolivar) freute sich über die Teilnahme an dieser Europatournee und seinen ersten Besuch in Wien, der Hauptstadt der klassischen Musik. "Seit unserer Kindheit haben wir gehört, dass Wien wichtig ist, dass Mozart und Beethoven hier gelebt haben, und wenn man hier spazieren geht und diese Atmosphäre spürt, dann kann man sehen, was sie inspiriert hat. Luis Alejandro sendet Grüße an seine Familie in Kolumbien, an seine Freundin und an alle an der Küste.

Luis Fernando Cardona (Gemeinde Agüadas, Caldas) ist zum ersten Mal in Wien und freut sich seit Beginn der Tournee, also seit etwa 15 Tagen, darauf, die österreichische Hauptstadt betreten zu können. Luis sagte, dass Wien für ihn seit Anfang seiner Musikkarriere immer von großer Bedeutung war und dass es ein wahrgewordener Traum ist, Wien besuchen zu können. Luis Fernando sendet einen besonderen Gruß an seine Heimatstadt Juárez, an seine Eltern und seine Familie, die ihn in seiner musikalischen Karriere immer unterstützt haben.

Auch Nicolás Echeverri (Gemeinde Manizales, Caldas) betonte, wie wichtig es für einen Musiker ist, in der Musikhauptstadt ein Konzert geben zu können. Für Nicolás war die Freude umso größer, weil er nicht damit gerechnet hatte, an dieser Europatournee teilnehmen zu können. Nicolás sandte Grüße an seine Familie und Freunde, die immer für ihn da waren.

De izq. a der.: Luis Alejandro Gallo Quintero, Nicolás Echeverri, Manuela Vergara y Luis Fernando Cardona encantaron con su presentación en la recepción de bienvenida. Foto: Eva Messerer.
Von links nach rechts: Luis Alejandro Gallo Quintero, Nicolás Echeverri, Manuela Vergara und Luis Fernando Cardona verzauberten mit ihrem Auftritt beim Willkommensempfang. Foto: Eva Messerer.

Was bedeutet diese Chance für euch?

Luis Fernando Cardona: „Die Wahrheit ist, dass wir nicht einfach nur hierher gekommen sind, denn wir arbeiten seit langem, nicht nur seit Monaten, sondern seit Jahren, seit wir Kinder waren und beschlossen, Musik zu studieren. Von diesem Zeitpunkt an haben wir tatsächlich dafür hart gearbeitet. Auch alle unsere Verwandte, die zu Hause sind, unsere Eltern, die uns unterstützen, und wir, die hart an der Universität studieren, tun ein bisschen mehr als andere, um dorthin zu gelangen, wo wir heute sind“.

Luis Alejandro Gallo Quintero: „Wir haben das Glück, in unserem Land geboren worden zu sein, in dem es dieses Projekt der Jungen Philharmoniker gibt. Wir haben viele Freunde in der Musikbranche, darunter auch Professoren, die auch den Traum hatten, in Wien oder Hamburg zu spielen, aber sie wissen nicht, ob sich dieser Traum je erfüllen wird. Wir jungen Leute sind bereits hier, und wir sind sehr froh darüber“.

De izq. a der.: Luis Alejandro Gallo Quintero, Nicolás Echeverri, Megan Victoria Rodríguez Taramona (Junior Designerin Magazin CulturaLatina), Manuela Vergara y Luis Fernando Cardona. Foto: Eva Messerer.
Von links nach rechts: Luis Alejandro Gallo Quintero, Nicolás Echeverri, Megan Victoria Rodríguez Taramona (Junior Designerin Magazin CulturaLatina), Manuela Vergara und Luis Fernando Cardona. Foto: Eva Messerer.

Potenzial in Kolumbien

Auf dem Empfang sprachen auch Juan Andrés Rojas, Geschäftsführer der Filarmónica Joven de Colombia und Fernando Cortés, Geschäftsführer der Fundación Bolívar Davivienda.

Juan Andrés Rojas dankte allen für ihre Unterstützung und sagte, LA JOVEN sei ein Spiegelbild dessen, was Kolumbien für die Musik tue. „Alle Musiker, die dabei sind, repräsentieren den Traum von Hunderten von Institutionen im Land, Musikschulen und -lehrern, Akademien, Universitäten und Familien, die dafür kämpfen, dass ihre Kinder eine Karriere in der Kunst und Musik machen können. Es ist eine Anstrengung des Landes, Kolumbien auf solch wichtigen Bühnen zu vertreten und zu zeigen, was das Land tut. Kolumbien verfügt in diesem Sektor über ein wertvolles Entwicklungspotenzial für die kommenden Jahre.

LA JOVEN stellt ein innovatives Werk dar, in dem nicht nur der orchestrale und szenische Teil, sondern auch Aspekte der Ausbildung eines Musikers in diesem Jahrhundert und die Entwicklung von Fähigkeiten für eine erfolgreiche Karriere in der Musikindustrie kontinuierlich erprobt werden. „Es ist eine Freude und eine Ehre, dass wir seit Beginn der Pandemie mehr als 5.000 Kinder in 77 Gemeinden Kolumbiens in virtuellen Instrumenten unterrichtet haben, wobei unsere jungen Orchestermitglieder als Freiwillige mitwirkten“, so Juan Andrés Rojas.

Fernando Cortés erklärte, dass sie die nächsten Schritte vorbereiten, um das seit 12 Jahren bestehende Projekt LA JOVEN zu stärken und weiterhin so viele junge Menschen zu inspirieren.
Er sagte auch, dass die Stiftung Bolivar Davivienda den Anstoß gab, die "Fundación Nacional Batuta" (Musikalisches Bildungssystem) nach Kolumbien zu bringen, um ein Orchestersystem nach dem Vorbild Venezuelas unter der Leitung von Maestro José Antonio Abreu zu schaffen. Damals gab es in Kolumbien zwei oder drei Musikfakultäten, heute sind es etwas mehr als 40.

LA JOVEN hat seinen Lehrplan um Themen wie Unternehmertum, Innovation, Musikpädagogik und die Begleitung verschiedener symphonischer Musikausbildungsinitiativen im Lande erweitert. Es hat auch eine internationale Zusammenarbeit mit der European Federation of National Youth Orchestras, dem Global Leaders Program, dem Orchestra of the Americas, Classical Next, dem Kronos Quartet und anderen begonnen.

Ziel von LA JOVEN ist es nun, die Talente der besten jungen Musiker des Landes weiterzuentwickeln, um großartige Interpreten auszubilden, die den musikalischen Bereich erneuern können und die als Künstler Botschafter des Wandels und der kulturellen Bereicherung auf internationaler Ebene sein werden.

El Sr. Embajador S.E. Miguel Camilo Ruíz Blanco al lado de su hija y la Sra. Embajadora S.E. Foto: Eva Messerer.
Botschafter S.E. Miguel Camilo Ruíz Blanco mit seiner Tochter und Botschafterin von El Salvador S.E. Julia Emma Villatoro Tario. Foto: Eva Messerer.
De izq. a der.: Juan Andrés Rojas director ejecutivo de la Filarmónica Joven de Colombia, Fernando Cortés director ejecutivo de la Fundación Bolívar Davivienda y Dr. Renate Böckm General Manager de la Wiener Jeunesse Orchester. Foto: Eva Messerer.
Von links nach rechts: Juan Andrés Rojas, Geschäftsführer der Filarmónica Joven de Colombia, Fernando Cortés, Geschäftsführer der Fundación Bolívar Davivienda und Dr. Renate Böckm, Geschäftsführerin des Wiener Jeunesse Orchesters. Foto: Eva Messerer.

Siehe Fotoalbum hier: www.facebook.com/CulturaLatina.at

Lesen Sie diesen Artikel auf Spanisch: Bienvenida a la Filarmónica Joven de Colombia en Viena 

Weitere Informationen zum Konzert und Tickets:

konzerthaus.at/concert/eventid/59354 

Weitere Links:

www.orozco-estrada.com

www.fundacionbolivardavivienda.org

www.jeunesse.at

www.rbartists.at/music-matters/filarmonica-joven-de-colombia

 

Letzte Änderung am Samstag, 02 Juli 2022 08:14
Redaktion

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