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Samstag, 11 März 2017 21:24

Restaurant lima56 Gründer Marco Antonio Vera Bustamante tot

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Großer Freund Marco Antonio Vera Bustamante, Träumer, Unternehmer und ein großartiges Vorbild für viele. Foto: Taramona Werbeagentur

Der bekannte, in Wien lebende, Gastronom aus Peru, Marco Antonio Vera Bustamante starb am 8. März unerwartet in Peru.

Der renommierte Küchenchef und österreichisch-peruanischen Geschäftsmann ist aus natürlichen Ursachen plötzlich und unerwartet verstorben. Sein Tod hinterlässt einen großen Schmerz in der lateinamerikanischen Community in Österreich.

Marco Antonio, Neffe von dem auch aus Peru stammenden Carlos "Pacho" Bustamante, wurde letzten Freitag tot in einem Hotel in San Isidro – einem Stadtteil von Lima, Peru - gefunden. Laut Behördenangaben war er zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Tage tot.

Der Geschäftsmann reiste nach Peru um die Auszeichnung PREMIO MIRADAS 2016 des internationalen digitalen Magazins MIRADAS am 3. Februar 2017 entgegen zu nehmen: Dem Anerkennungspreis für die Förderung der peruanischen Kultur im Ausland für Unternehmer aus der ganzen Welt. Vera Bustamante hatte geplant am Sonntag nach Österreich zurückzukehren.

"Preis Miradas 2016" für den peruanischen Gastronom Marco Antonio Vera Bustamante. (Foto des Onlinemagazins Miradas. Link: http://joom.ag/hf3W/p62)

 

Der Abstand zwischen Leben und Tod ist sehr klein, wir können im Geschäft sehr erfolgreich sein, in der Liebe, allgemein, aber wenn wir das Leben verlieren, nur das, was wir im Leben tun könnten, bleibt in Erinnerung an diejenigen, die uns kannten.

Der österreichisch-peruanische Geschäftsmann lebte seit mehr als 20 Jahren in Wien und hatte großen Erfolg mit dem am 14. Juni 2014 im 4. Wiener Bezirk (Favoritenstraße 56) eröffneten Restaurant lima56.

In einem Interview Marco Antonio Vera Bustamante sagte: „Wir haben die österreichische Wirtschaft mit unserem Erfolg verbessert, unsere Lieferanten sind mehr gefragt und ich schaffe mehr Arbeitsplätze“. Für seine Mitarbeiter war er ein anerkannter Chef, aber auch persönlich beliebt. Das vollständige Interview können Sie hier lesen: Interview

Anerkannt von Kollegen, Bekannten, Partnern und Freunden als umgänglich, zäh, enthusiastisch und bedingungslose Liebe zu Peru. Marco Antonio Vera Bustamante zeichnete sich nicht nur durch seinen Erfolg in der herausfordernden Wiener Gastro-Szene, sondern auch durch seine Freundlichkeit, humane Persönlichkeit, der Liebe zu seiner Familie und Offenheit, aus.

Die Frage ist immer die gleiche, warum so gute Leute so schnell weggehen? Für seine Familie, seine Mitarbeiter, Freunde und Bekannten unser tiefstes Beileid.

 

Gedenkgottesdienst für Marco

Das Team von Restaurant lima56 lädt zur eine Messe um unseren großen Freund zu verabschieden und für seine ewige Ruhe zu bitten. Die Messe wird morgen, Sonntag 12.03.2017 um 11:30 Uhr in der Kirche von St. Florian Pfarre, Wiedner Hauptstraße 97, 1050 Wien stattfinden.


Restaurant lima56

Das lima56 Restaurant ist nicht nur als Pionier der original peruanischen Küche in Österreich bekannt, sondern ist auch Treffpunkt der internationalen Prominenz.

Der Tenor Juan Diego Florez, Fußbäller wie Carlos Zambrano und Jefferson Farfán, -um nur einige zu nennen-, waren häufige Besucher des lima56, wenn sie in der Stadt Wien waren.

Marco Vera Bustamante geöffnet das Lokal im 2014 mit dem Ziel, authentische peruanische Küche in Österreich bekannt zu machen.

Schon einige Tage nach der Eröffnung schrieben mehrere wichtige österreichische Zeitungen hervorragende Kritiken. Plötzlich blüht Wien mit der überquellenden Aromen, Farbe und Vielfalt der typischen peruanischen Speisen und mit einer ausgezeichneten Qualität.

Einige Berichte in österreichischen Zeitungen über lima56:
http://derstandard.at/2000002547271/Lauschigissimo-in-Wieden 
http://diepresse.com/home/leben/ausgehen/3841275/Lima-56 

Die Redaktion von CulturaLatina äußert seiner Familie, Freunden, Partner und Mitarbeitern unser tiefstes Beileid für den Verlust. Er wird als gute Mensch, Vorbild als Unternehmer, Kämpfer, Visionär für die lateinamerikanische Community in Österreich in Erinnerung bleiben.


Letzte Änderung am Montag, 13 März 2017 01:13
Redaktion

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