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Mittwoch, 18 März 2026 15:45

Generationen im Dialog: Das YOUTH CHANGEMAKERS FORUM stärkt die generationenübergreifende Zusammenarbeit für die SDGs in Wien

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Teilnehmende und Organisatoren des Youth Changemakers Forum (YCF) 2.0 kommen in den Vereinten Nationen in Wien zusammen, um über generationenübergreifende Zusammenarbeit und innovative Lösungen für die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu diskutieren. Foto: Tim Adrian Berger / Youth and Students for Peace – Europe & Middle East

Das Youth Changemakers Forum (YCF) 2.0 verwandelte das Büro der Vereinten Nationen in Wien in ein Labor für generationenübergreifende Innovation und brachte rund 160 junge Führungskräfte, Fachleute, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Aktivistinnen und Aktivisten aus 32 Ländern zusammen, um zu erörtern, wie die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Generationen die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Agenda 2030 beschleunigen kann.

Unter dem Motto „Generations in Dialogue“ förderte die Veranstaltung, die in einem hybriden Format organisiert wurde, den Austausch von Perspektiven zwischen Teilnehmenden mit unterschiedlichen Hintergründen und hob die Bedeutung von Zusammenarbeit als Motor für Maßnahmen zur Bewältigung globaler Herausforderungen hervor. Die Veranstaltung fand am 27. Februar statt.

„YCF 2.0 hat einen gemeinsamen Raum geschaffen, in dem junge Führungskräfte und erfahrene Fachleute zusammenarbeiteten, um praktische Antworten auf globale Herausforderungen zu entwickeln“, sagte Aieshah Balmori, Co-Leiterin des Projekts. Die philippinische Forscherin betonte, dass diese Form der Zusammenarbeit „nicht optional, sondern entscheidend ist, um von der Diskussion zum Handeln zu gelangen“.

De izq. a der.: Dr Nael Elagabani, Mag. Usama Abdelhameed, DI Abdalla Sharief, Ms. Shadya Ismail Abdelaal, Mr Ahmed Osman y Ms. Maria Rojas. Foto: UNCAV
Von links nach rechts: Dr Nael Elagabani, Mr Ahmed Osman, DI Abdalla Sharief, Ms. Shadya Ismail Abdelaal, Mag. Usama Abdelhameed und Ms. Maria Rojas. Foto: UNCAV

Ein globaler Raum für Austausch

Das Forum, organisiert vom European Network of Filipino Diaspora (ENFiD), brachte Teilnehmende aus Europa, Asien, Afrika und Amerika zusammen. Die Initiative wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Organisationen durchgeführt und erhielt finanzielle Unterstützung von der Europäischen Union im Rahmen des Projekts  Innov8peace.

Während der Eröffnung betonte DI Abdallah Sharief, Präsident der United Nations Correspondents Association Vienna (UNCAV), den Wert, aufstrebende und etablierte Akteure in einem gemeinsamen Raum zusammenzubringen. Er hob hervor, dass fast zwei Drittel der Teilnehmenden zwischen 15 und 34 Jahre alt waren.

Periodista Andy Peñafuerte junto al UNCAV-Presidente, DI Abdalla Sharief. Foto: UNCAV.
Journalist Andy Peñafuerte zusammen mit dem UNCAV-Präsidenten, DI Abdalla Sharief. Foto: UNCAV.
Youth Changemakers Forum (YCF) 2.0. © Tim Adrian Berger / Youth and Students for Peace – Europe & Middle East
Youth Changemakers Forum (YCF) 2.0. © Tim Adrian Berger / Youth and Students for Peace – Europe & Middle East
Youth Changemakers Forum (YCF) 2.0. © Tim Adrian Berger / Youth and Students for Peace – Europe & Middle East
Ein junger Teilnehmer im Gespräch mit dem UNCAV-Präsidenten, DI Abdalla Sharief. Foto: © Tim Adrian Berger / Youth and Students for Peace – Europe & Middle East
Youth Changemakers Forum (YCF) 2.0. © Tim Adrian Berger / Youth and Students for Peace – Europe & Middle East
Teilnehmende des Youth Changemakers Forum (YCF) 2.0 erarbeiten gemeinsame Lösungsansätze für globale Herausforderungen. Foto: © Tim Adrian Berger / Youth and Students for Peace – Europe & Middle East. 
Youth Changemakers Forum (YCF) 2.0. © Tim Adrian Berger / Youth and Students for Peace – Europe & Middle East
v.l.n.r.: UNCAV-Präsident DI Abdalla Sharief, Frau Haider, Renate Amesbauer (Frauen für Weltfrieden, Wien) sowie der Journalist Andy Peñafuerte und weitere Teilnehmende. Foto: © Tim Adrian Berger / Youth and Students for Peace – Europe & Middle East.

Billy Batware, Programmbeauftragter beim Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), erläuterte seinerseits, wie generationenübergreifende Zusammenarbeit dazu beitragen kann, aufkommende Herausforderungen wie Cyberkriminalität zu bewältigen. Dabei betonte er die Notwendigkeit, digitale Verantwortung zu stärken und die Resilienz gegenüber Online-Bedrohungen zu erhöhen.

Technologie mit menschlichem Fokus

Die thematischen Sitzungen und Workshops legten besonderen Wert auf eine kritische Auseinandersetzung mit neuen Technologien, insbesondere mit künstlicher Intelligenz (KI). Adriana Dergam, Projektdirektorin des  Prague Centre for Media Skills, warnte, dass KI nicht neutral sei und verantwortungsvoll gesteuert werden müsse, um eine Vertiefung von Ungleichheiten oder eine Schwächung von Institutionen zu vermeiden.

„AI impacts you directly“, erinnerte sie und forderte die Teilnehmenden auf, bei der Entwicklung und Anwendung dieser Technologien einen menschenzentrierten Ansatz zu verfolgen.

Die Kurzpräsentationen von Studierenden unterstrichen diese Perspektive und behandelten Themen wie die Rolle von Bildung in der generationenübergreifenden Zusammenarbeit sowie die Auswirkungen von KI auf die Zukunft europäischer Gesellschaften.

Jugend und Handeln mit institutioneller Unterstützung

Das Forum legte zudem einen Schwerpunkt auf Inklusion und den Kampf gegen Diskriminierung. Linda Tinio-Le Douarin aus dem Sektor für Sozial- und Humanwissenschaften der UNESCO hob globale Initiativen gegen Rassismus hervor und betonte, wie wichtig es ist, Maßnahmen an lokale Kontexte anzupassen.

Parallel dazu bekräftigte der Generalkonsul der Philippinen in Österreich, Zoilo Velasco, das Engagement für Jugendbeteiligung und internationale Zusammenarbeit.

Von der Reflexion zum Handeln

Die Arbeitssitzungen umfassten Diskussionen über die Rolle von Technologie im Friedensaufbau sowie interaktive Workshops, die darauf abzielten, den Austausch von Ideen in konkrete Lösungen zu überführen. Im Skill Exchange Marketplace arbeiteten Teilnehmende unterschiedlichen Alters gemeinsam an der Entwicklung von Initiativen zur Bewältigung globaler Herausforderungen.

Ein weiterer zentraler Aspekt war die persönliche Entwicklung als Grundlage für Führung. „Innere Transformation ist es, die uns die Stabilität gibt, zu echten Changemakern zu werden“, erklärte Valentin Pfaffenwimmer in einer der parallelen Sitzungen.

Aufbau nachhaltiger Partnerschaften

Das Forum endete mit einem Aufruf, die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen in den lokalen Gemeinschaften umzusetzen. Die Organisatoren unterstrichen, dass die Wirkung des YCF über die Veranstaltung hinausgeht, indem nachhaltige Partnerschaften gefördert werden. „Beim YCF geht es nicht nur um die Gespräche, die wir hier beginnen, sondern um die Partnerschaften, die wir weit über das Forum hinaus weiter aufbauen“, sagte Programmleiter Andy Peñafuerte III.

In ihren abschließenden Worten hob Maria Riehl von der Frauenföderation für Weltfrieden in Österreich die wachsende Rolle junger Menschen als treibende Kräfte des Wandels hervor und rief dazu auf, die Erfahrungen älterer Generationen einzubeziehen, um die gemeinsame Wirkung zu maximieren.

Die generationenübergreifende Zusammenarbeit bereichert nicht nur den Dialog, sondern ist entscheidend für die Entwicklung inklusiver, nachhaltiger und zukunftsorientierter Lösungen, so lautete die zentrale Botschaft des Youth Changemakers Forum 2.0.

 

 

Letzte Änderung am Montag, 27 April 2026 11:06
Maria Taramona

María Elena Taramona de Rodríguez ist Journalistin, Grafikdesignerin sowie Chefredakteurin und Herausgeberin des zweisprachigen Magazins CulturaLatina & Österreich. Seit 2005 lebt sie in Österreich und gründete 2009 in Wien ihre eigene Werbeagentur, aus der später das Magazin entstand. Mit viel Engagement setzt sie sich dafür ein, kulturelle Verbindungen zwischen Österreich und der lateinamerikanischen Community zu stärken und den interkulturellen Austausch zu fördern.

 

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