In einer herzlichen und festlichen Atmosphäre begrüßten der Botschafter der Arabischen Republik Ägypten in Österreich und Ständige Vertreter bei den Vereinten Nationen und den internationalen Organisationen in Wien, S.E. Mohamed Ibrahim Nasr Salem, gemeinsam mit seiner Ehefrau Marwa Elmosslemany persönlich die Gäste Feier des 74. Jahrestags der Revolution vom 23. Juli.
In seiner Rede betonte Botschafter Nasr Salem, dass der Nationalfeiertag an die Revolution vom 23. Juli 1952 erinnert, ein historisches Ereignis, das die moderne Entwicklung Ägyptens nachhaltig geprägt hat. Zugleich betonte er, dass dieser Tag eine Gelegenheit sei, das Engagement Ägyptens für Frieden, internationalen Dialog, die Achtung des Völkerrechts sowie den Multilateralismus zu bekräftigen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die positive Entwicklung der Beziehungen zwischen Ägypten und Österreich. Die bilaterale Partnerschaft, so der Botschafter, stütze sich auf gegenseitiges Vertrauen und eine enge Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
Darüber hinaus verwies S.E. Mohamed Ibrahim Nasr Salem auf Ägyptens strategische Rolle als zweitgrößte Volkswirtschaft Afrikas und als Brücke zwischen Afrika, dem Nahen Osten und Europa. Er sprach sich für einen Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit aus und unterstrich die Bedeutung des kulturellen Erbes sowie des zwischenmenschlichen Austauschs als Grundlage für gegenseitiges Verständnis. Zugleich bekräftigte er Ägyptens Engagement für nachhaltige Entwicklung, internationale Zusammenarbeit und friedliche Lösungen globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Konflikte und technologische Transformationen.
Zum Abschluss sprach Botschafter Nasr Salem seiner Ehefrau Marwa Elmosslemany, dem Botschaftsteam und allen Unterstützerinnen und Unterstützern seinen Dank aus. Der Nationalfeiertag, so der Botschafter, stehe vor allem für die Freundschaft zwischen Ägypten, Österreich und der internationalen Gemeinschaft in Wien.
Seitens der Republik Österreich übermittelte Botschafter Mag. Maximilian Hennig vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten die Glückwünsche der Bundesministerin Beate Meinl-Reisinger zum ägyptischen Nationalfeiertag. Er würdigte die engen bilateralen Beziehungen und hob den wichtigen Beitrag der mehr als 30.000 Menschen ägyptischer Herkunft hervor, die in Bereichen wie Wissenschaft, Gesundheitswesen, Tourismus und Wirtschaft das gesellschaftliche Leben in Österreich mitgestalten.
Botschafter Hennig lobte außerdem die Arbeit der Ägyptischen Botschaft in Wien bei der Pflege der bilateralen Beziehungen und bekräftigte das gemeinsame Bekenntnis Österreichs und Ägyptens zu einem regelbasierten multilateralen System sowie zur engen Zusammenarbeit innerhalb der Vereinten Nationen.
Ehrung verdienter Persönlichkeiten
Ein weiterer Höhepunkt des Empfangs war die Ehrung von fünf Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die ägyptisch-österreichischen Beziehungen verdient gemacht haben. Ausgezeichnet wurden Mrs. Barbara Dhawan für ihren langjährigen Einsatz an der ägyptischen Botschaft in Wien, die ägyptische Sopranistin Ms. Maryam Tahon, Dr. Samir Chenouda für sein Engagement innerhalb der ägyptischen Gemeinschaft in Österreich, Mr. Zouhdi El-Sayed als Mitbegründer des Egyptian Club in Wien sowie Dr. Agnes Stillfried, Generalsekretärin des Kunsthistorischen Museums Wien.
Das Kulturprogramm umfasste die feierliche Darbietung der ägyptischen und österreichischen Nationalhymnen durch die Sopranistin Ms. Maryam Tahon, musikalische Beiträge internationaler Künstlerinnen und Künstler, die Eröffnung der Ausstellung der Malerin Noura M. El-Kordy sowie ein Buffet mit traditionellen Spezialitäten der ägyptischen Küche.
Kunst als Brücke zwischen Ägypten und Österreich
Ein weiterer Programmpunkt war die Eröffnung der Ausstellung „Pharaonen – von klein bis groß“ der Künstlerin Noura M. El-Kordy durch Botschafter S.E. Mohamed Ibrahim Nasr Salem. Die von der altägyptischen Kultur inspirierten Werke schlagen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und unterstreichen die verbindende Kraft der Kunst im interkulturellen Dialog.