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Dienstag, 30 Juni 2020 17:53

Der Weiterbestand des Österreichischen Lateinamerika-Instituts (LAI) ist gesichert

Von red/Rafael Donadio
Herbert Schweiger, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen und Andrea Eberl, Leiterin des Österreichischen Lateinamerika-Institut (LAI). (Foto: CulturaLatina)

Das von der Insolvenz bedrohte Österreichische Lateinamerika-Institut (LAI) wird mit 1. Juli eine spezialisierte Einrichtung des Volkshochschulen Verbandes (VHS).

„Das LAI ist eine wichtige Anlaufstelle für mehr als 8.700 Latinas und Latinos in Wien und für alle Österreicher*innen, die lateinamerikanische Kunst, Kultur und Sprachen lieben“, betont Andrea Eberl, Leiterin des Österreichischen Lateinamerika-Instituts.

Das LAI ist schlechthin das Kompetenzzentrum für Lateinamerika in Österreich und steht für qualitätsvolle Erwachsenenbildung. Die traditionsreiche Institution wurde 1965 als Erwachsenenbildungseinrichtung gegründet und ist mit ihrem Fokus auf Lateinamerika mit keiner anderen Institution in Österreich vergleichbar. In einer einzigartigen Verbindung aus Informations-, Bildungs- und Kulturzentrum versteht sich das LAI als Brückenbauerin zwischen Lateinamerika, Österreich und der EU. Darüber hinaus leistet das LAI einen wichtigen Beitrag zur sogenannten Third Mission, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu aktuellen Trends und Entwicklungen aus der Region in Wien und darüber hinaus zu verbreiten.

 

 

Bildung und ein gutes Leben für alle

„Als Wiener Volkshochschulen war es uns ein Anliegen, diese traditionsreiche Einrichtung, die ein wichtiger Faktor in der Bildungslandschaft in dieser Stadt ist, beim Fortbestand zu unterstützen. Als spezialisierte Einrichtung der Wiener Volkshochschulen kann das LAI in Zukunft sein Programm weiterführen und dabei wertvolle Synergien mit der VHS nutzen“, meint Herbert Schweiger, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen.

Die Wiener Volkshochschulen treten für eine offene und sozial gerechte Gesellschaft ein, in der alle Menschen die gleichen Bildungschancen erhalten, um ihre Potenziale voll entfalten und aktiv an der Gesellschaft teilhaben zu können. Das Leitbild hält fest: „Wir leisten einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität und das Zusammenleben aller Menschen in Wien und treten gegen Diskriminierung und Ausgrenzung auf. Die Integration des LAI in die Wiener Volkshochschulen stellt eine Erweiterung unseres Portfolios dar. Ebenso wichtig ist jedoch, dass wir gemeinsame Wertvorstellungen teilen. Gemeinsam verfolgen wir ab 1. Juli 2020 das Ziel, durch leistbare Bildung zu einem guten Leben für alle beizutragen“, so Schweiger.

Das LAI steht für eine gelebte Interaktion und Integration beider Kulturräume. Interkulturalität ist hier kein Schlagwort, sondern gelebte Realität. „Es ist uns wichtig, mit den Sprachkursen auch die Vielfalt Lateinamerikas zu vermitteln und so zur kulturellen Integration in Wien beizutragen“, betont Andrea Eberl.

Vorgeschichte und wirtschaftliche Situation des LAI

Anfang des Jahres musste ein Konkursverfahren eingeleitet werden, weil bis Ende 2019 geführte Verhandlungen um öffentliche Fördergelder ergebnislos verlaufen waren. Das LAI war jedoch schon Jahre davor vom sukzessiven Rückgang an öffentlichen Förderungen betroffen. Schon Ende 2016 musste ein Sanierungsverfahren eingeleitet werden, da sich die prekäre Einnahmesituation zugespitzt hatte. Durch den Abbau von Personal und einem rigiden Sparkurs konnte der Betrieb noch drei Jahre lang aufrechterhalten werden.
Die Insolvenzeröffnung im Jänner 2020 erreichte ein sehr großes öffentliches Echo und hatte tausende Solidaritätsbekundungen zur Folge: Insgesamt wurden mehr als 2.000 schriftliche Unterstützungserklärungen mit dem Appell – die Schließung des LAI zu verhindern – signiert. Medial wurde quer durch Printmedien sowie Radio & Fernsehen von der drohenden Schließung des LAI berichtet. Eine Spendenkampagne unterstützte die kurzfristige Zielsetzung, den Betrieb bis Ende Juni zu gewährleisten, um eine Lösung für das LAI zu erreichen.

Über Andrea Eberl

Andrea Eberl ist Politikwissenschafterin und eine erfahrene Non-Profit-Managerin. Nach ihrem Studium in Österreich, Spanien und Guatemala hat sie mehrere Jahre in Lateinamerika, Afrika und Zentralasien im Bereich der Humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit gearbeitet. Ihre Kernkompetenzen liegen in den Bereichen strategische Planung, Programmentwicklung, Wissensmanagement und institutioneller Kapazitätenaufbau. Seit der Übernahme der Leitung des LAI im Jahr 2015 hat Eberl zur sukzessiven Qualitätssicherung des Sprachkursangebotes sowie des Ausbaus der Angebote im Bereich Gesellschaftspolitik und Kunst und Kultur aus Lateinamerika beigetragen.


Die Redaktion der Zeitschrift "CulturaLatina & Österreichische Kultur" gratuliert Andrea Eberl und dem Team des Österreichischen Lateinamerika-Institut (LAI) und freut sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

Website des Österreichisches Lateinamerika-Institut: www.lai.at 
Adresse: Schlickgasse 1, 1090 Wien
Tel: +43 1 310 74 65
E-Mail: office@lai.at 

Das Österreichische Lateinamerika-Institut ist Teil der VHS. (Foto: LAI).
Das Österreichische Lateinamerika-Institut ist ab 1.7.2020 Teil der Wiener Volkshochschulen (Foto: LAI).
Letzte Änderung am Dienstag, 30 Juni 2020 19:32

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