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Mittwoch, 25 März 2020 00:57

Klaus Brandhofer: „Akquise in der Krise“

Geschrieben von
Klaus Brandhofer, Obmann der Landstraßer Kaufleute & „WKOimBezirk“. (Foto: WKO Wien)

Während der globalen Wirtschaftskrise haben Unternehmen zwei Möglichkeiten: sich über die Fakten zu beklagen oder sich an Veränderungen anzupassen. Klaus Brandhofer, Obmann der Landstraßer Kaufleute & „WKOimBezirk“ gibt uns seine Meinung dazu.

„Ich habe die vergangenen Tage sehr viel Unsicherheit und Zukunftsängste am Telefon gespürt und trotz immenser Anstrengungen der Wirtschaftskammer und der Bundes- wie Landesregierung vermag dieser Kraftakt die vielen kleinen Unternehmer kaum dauerhaft zu beruhigen“, sagt Brandhofer.

Positives Beispiel: die Regelung der Kurzarbeit
Für meinen Betrieb habe ich die Kurzarbeit Maßnahme sofort als spürbare Entlastung gesehen und beantragt. Das Modell wurde zu Beginn nur von wenigen begeistert aufgenommen, aber die schrittweise Verbesserung von Tag zu Tag und das Beispiel der Strabag doch nicht zu kündigen, sondern für nahezu 11.000 Mitarbeiter die Kurzarbeit zu wählen hat einige zum konstruktiven Nachdenken gebracht.

Wieder andere freuten sich zuerst, dass auch sie offen halten dürfen (Bsp. Osterware) und sind wieder enttäuscht, da nur ganz vereinzelt Kunden kommen. Nunmehr fürchten einige wiederum sie würden fürs Aufsperren bestraft, weil sie dadurch umfallen die Miete reduzieren zu dürfen (Empfehlung der Justizministerin).
Dieser Hinweis, dass womöglich der § 1104 ABGB extremen Druck auf die fixen Kosten der Unternehmer nehmen könnte, hat bei einigen EPU-lern aus Krokodilstränen, Hoffnungsschmunzeln hervorgezaubert.

„Was mich wirklich freut, ist der Umstand, dass es doch einige Unternehmer gibt, die versuchen aus der Krise das Beste zu machen und nach dem Prinzip „Akquise in der Krise“ auf sich und ihre Dienstleistungen aufmerksam zu machen.
Wir Landstraßer Kaufleute unterstützen das und bringen eine eigene Auflistung auf unserer Webseite www.einkaufenimdritten.at über genau diese Betriebe, die online Bestellungen entgegennehmen oder telefonisch erreichbar bleiben um Waren zu liefern, oder ein Abholservice einzurichten“, betonte Brandhofer.

Was ist der Faktor, der manche Unternehmer davon abhält, ihre wirtschaftliche Situation zu stabilisieren? Warum sich auf den Lorbeeren ausruhen? Wenn in jeder Krise auch eine Chance steckt.
Also warum sich manche Unternehmer mehr auf sich verlassen und andere wiederum nur warten bis sie gerettet werden oder eben untergehen ist wirklich ein interessantes Phänomen. Mir scheint es so zu sein wie bei der Sichtweise auf das halb leere oder halb volle Glas. Obwohl es sich immer um dasselbe Volumen dreht macht die Sicht auf die Dinge den ganz großen Unterschied. 
Wahrscheinlich liegt die positive Einstellung in der Erziehung auch in der Genetik und vor allem im festen Willen das Schicksal wenden zu können, also das genaue Gegenteil von Fatalismus.

Wenn die Corona-Krise vorbei ist, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Die Digitalisierung ist keine Alternative mehr, sondern ein Muss. Nachdem wir gesehen haben, wie bequem die Telearbeit und die Onlineschule sind, werden wir diesen Trend nicht so einfach gehen lassen. Welchen Tipp würden Sie Unternehmern geben, die noch nicht in der digitalen Welt sind?
Mein Tipp für Unternehmer die noch nicht in der digitalen Welt angekommen sind ist, in einem ersten Schritt das Zulassen von Hilfe / Innovationen die von jüngeren Mitarbeitern kommen kann (so wie bei mir) oder das Einlassen auf Neues, auch wenn es einem schwer fällt.
Ich war lange ein absoluter Dau (=„dümmst anzunehmender User“) und die Ausrede, dass ich eben kein „Digital Native“ bin, begleitete mich schon einige Jahre. Jetzt habe ich mir aus Überzeugung vorgenommen diese Ausreden vor mir selbst nicht mehr gelten zu lassen. Denn es ist eine Tatsache, dass gerade in schlechten Zeiten einige Unternehmer ganz große Schritte nach vorne gemacht haben. Der Erfolg kam durch anderes Denken über die eigene Arbeit und Strategieänderung was oft zu entscheidender Verbesserung geführt hat.

Fazit: Letztendlich kommen nur die Scharfsinnigen ans Licht, die die Kundenbedürfnisse priorisieren. Der Kunde bleibt trotz Krise der König.

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