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Donnerstag, 15 Dezember 2016 00:10

Weihnachten und Silvester: So feiert man in Lateinamerika

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Die Menschen Lateinamerikas sind nicht nur wegen ihrem fröhlichen und offenem Gemüt bekannt, sondern schlicht weg, weil sie wahre Lebensgenießer sind. Jeder einzelne Tag soll im Leben zelebriert werden. Und dass fast täglich die Sonne scheint, ist natürlich von großem Vorteil.

Im Dezember und auch schon viel früher, ab November, steigt die Freude noch mehr das Leben zu feiern, dann wenn die Weihnachtszeit anfängt!

Text: Redaktion | Übersetzung: Soraya Sahli 

Die Feierlichkeiten zu dieser Jahreszeit stehen für die Liebe, die Solidarität und Vergebung. Man sagt, dass diese Zeit genutzt werden soll um sich zu besinnen, um etwas ruhiger zu werden, nachdem man 365 Tage, puren Alltagsstress, überstanden hat und gute wie schlechte Erfahrungen sammeln durfte.

Es ist die Zeit der Vergebung und der Reflexion, weil ein Marathon namens Jahr, zu Ende geht. Es ist die Zeit des Friedens und die Möglichkeit uns mehr Zeit für unsere Liebsten, das wirklich Wesentliche, zu nehmen.

Weihnachten a lo latino

Schon in der vorweihnachtlichen Zeit, in Europa bekanntlich Advent genannt, beginnen die Feierlichkeiten. Zwar gibt es keine Weihnachtsmärkte wie Hierzulande, aber der Handel profitiert von der Einkaufsfreude der Menschen zu dieser Jahreszeit. Viele Lateinamerikaner kaufen ihre Geschenke in letzter Minute ein, nicht, weil sie so desorganisiert sind, sondern einfach nur, weil sie die Hektik des Alltagslebens maximal genießen.

Am 24. um Mitternacht, also Heiligabend erwarten die Kinder von katholischen Familien sehnsüchtig das Christkind um dann ihre zahlreichen Geschenke auszupacken. Familien, und die sind ja in Lateinamerika groß – sehr groß – die Meisten haben 3 oder mehr Kinder, und so treffen am Weihnachtsabend mehrere Generationen aufeinander. Und die Großeltern erfreuen sich beim Anblick des gemeinsamen Feierns der gesamten Familie.
Die Häuser werden im Vorhinein von innen und außen geschmückt und der schön dekorierte Esstisch reichlich mit typischen und leckeren Gerichten und Getränken befüllt.

Jedes lateinamerikanische Land hat seine eigenen traditionellen Speisen für die Weihnachtstage. So wird in Peru ein Ferkel oder Truthahn mit Champagner serviert. Natürlich darf als Nachtisch die Panettone mit heißer Schokolade nicht fehlen. In Mexiko wird zu Heiligabend Guajolote serviert, ein gefüllter Truthahn aus dem Ofen, der mit Chili verfeinert wird. Einige Mexikaner bevorzugen für Weihnachten jedoch den geschmackvollen Bacalao, ein Fischgericht. Das populärste Getränk ist Ponche, ähnlich dem Glühwein oder Punsch. In Kolumbien gibt es traditionell gefülltes Schwein oder Truthahn aus dem Ofen. Auch werden oft Maispasteten oder Schweinekeulen mit Wein und Chicha, einem speziellen Bier aus dem Andenraum, serviert. Zum Nachtisch gibt es Pudding, Buñuelos und Plätzchen. In Chile gibt es Hähnchen oder Truthahn vom Grill mit Pan de Pascua und Colo de Mono, einem typischen weihnachtlichen Likör auf Milchbasis. In Argentinien isst man Ferkel, Huhn oder Rind. Eine besondere Spezialität ist Vitel Toné, ein Kalbfilet in Tuhnfischsoße, Eiern, Anschovis und einer Milchcreme. Aber es darf auch nicht das Matambre Arrollado vergessen werden, ein Rindfilet umwickelt um Eier und mit unterschiedlichen Gewürzen verfeinert. Serviert wird beides mit Kartoffelsalat, Gemüse und einem Ensalada Rusa. Der Nachtisch besteht aus Turrones, Pudding oder einem leckeren süßen Brot (Panettone). In Puerto Rico gibt es Ferkel mit Reis zusammen mit kleinen Bällchen aus Bananen und Schweinfleisch. Das traditionelle Getränk ist Coqutio, dass aus Kokosmilch, Vanille, Eigelb, Zucker, Zimt und Rum besteht. In Ecuador wird ebenfalls Truthahn mit Ensalada Rusa serviert und als Nachtisch gibt es heiße Schokolade und Sekt. In Brasilien isst man Bolinho de bacalhau (ähnlich den spanischen Kroketten), Perú de Natal (Truthahn gefüllt mit den unterschiedlichsten Dingen), Salpicao (ähnlich dem spanischen Salpicón) oder Tender de Natal (Schweinelende). Als Nachtisch gibt es Panettone und Rebanada. In Nicaragua wird meist ein gefülltes Hühnchen zubereitet, aber es gibt auch Reis a la valencia, Truthahn oder ein weihnachtliches Ferkel. Als Nachtisch gibt es in Brasilien ebenfalls Buñuelos gefüllt mit Ananas und zum Trinken wird Ananassaft mit Reis und der typische Punche serviert.

Es wird etwas Besonderes aufgetischt um den Abend zu einem runden Fest zu machen. Jedoch geht es nicht darum eine große kulinarische Varietät anzubieten, sondern um die Liebe und Harmonie,  die diesen Anlass begleitet.

Einige Bräuche sind nicht nur in Lateinamerika, sondern auch hierzulande bekannt: wie zum Beispiel das Dekorieren eines Christbaums, das Aufstellen einer Weihnachtskrippe, das Singen und Hören von Weihnachtsliedern, das Wichteln, das Tragen neuer Kleidung und das gemeinsame Feiern und Tanzen (so wie fast jedes Wochenende in Südamerika). Selbstverständlich dürfen auch
Heilige Nikolaus, Santa Claus, Papa Noel oder Warini (in Honduras) nicht fehlen.

Traditionen und Aberglaube

Um das “alte Jahr” würdig zu verabschieden, gibt es, verteilt auf all die Ecken des lateinamerikanischen Gebiets, die unterschiedlichsten und außergewöhnlichsten Sitten und Bräuche, und auch abergläubische Traditionen finden ihren Platz.

In Argentinien wird eine Strohpuppe gebastelt und „Altes Jahr“ ("Año viejo") getauft, die in der Silvesternacht verbrannt wird. Dies symbolisiert das Herauslösen von all den negativen Geschehnissen. Außerdem verschenkt man rosa Unterwäsche, welche Liebe anlocken soll.    

Die Venezolaner und Ecuadorianer schreiten mit einem leeren Koffer aus ihren Haustüren heraus und gehen dann wieder rein, - es soll einem Glück bringen, im kommenden Jahr mehr zu verreisen.

In Brasilien trägt man weiße Kleidung um negative Schwingungen zu vermeiden.

In Peru, Kolumbien und Venezuela werden um Mitternacht Linsen, für ein Leben in Wohlstand, verspeist. Ebenso werden Häuser von innen nach außen gefegt um schlechte Energien zu beseitigen.
Des Weiteren sollen die Taschen, beim Start ins neue Jahr, reichlich mit Geld gefüllt sein, dies soll für die Zukunft mehr Geld bringen.

In El Salvador wird ein Ei in einem Glas Wasser zerbrochen und dann über Nacht unter freiem Himmel (Innenhof, vor der Tür oder dem Fenster) stehen gelassen. Man sagt, dass am Morgen danach das Ei eine bestimmte Form bzw. Figur annimmt, und diese wiederum soll einem Glück bringen

Die Kubaner besprühen ihre Häuser, Türen, Fenster und Balkone mit Wasser um nach afrokubanischer Tradition das Haus von schlechten Schwingungen zu säubern.  
 
In Venezuela trägt man gelbe Unterwäsche, denn Gelb ist die Farbe, die einem Reichtum bringen soll.

Eines haben aber so gut wie alle Länder gemein: Das Essen von 12 Trauben. Erstaunlicherweise ist das eine Tradition aus Spanien.
Die 12 Trauben repräsentieren die 12 Monate eines Jahres; die vergangenen 12, und die kommenden 12. Um 23:59, somit in 60 Sekunden, müssen die Trauben verschlungen und Wünsche gemacht werden; zweifellos dem Glückes wegen.

Das Ende des “Alten Jahres”

Der entscheidende Augenblick für jeden Latino ist jener, in der wir uns vom alten Jahr verabschieden. Zusammen mit Familie und Freunden wird das neue Jahr sehnsüchtig erwartet. Während mit Speiß und Trank groß aufgetischt wird, werden schon die Sekunden bis Mitternacht gezählt.
Ist es dann endlich Mitternacht fallen sich alle in die Arme und wünschen sich gegenseitig ein frohes neues Jahr, und bitten Gott, dem Universum oder wem auch immer, dass einem das neue Jahr viel Glück und (noch) bessere Perspektiven bringen möge. Diejenigen, die ein tolles Jahr hatten, wünschen sich, dass das neue genau so toll werden soll. Andere wiederum bitten um Besseres, um mehr Erfolg und um mehr Glück.
Doch letztendlich bedanken sich alle und weinen vor lauter Emotionen, weil sie sich an das letzte Jahr erinnern, an die schönen und unvergesslichen Momente. Der Lateinamerikaner ist in seinem Sein sehr emotional und dies zeigt sich an einem Tag wie Silvester besonders stark.
In Erinnerung schwelgend wird dann das letzte Jahr verabschiedet und das neue Jahr voller Hoffnung und Erwartung willkommen geheißen.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das gesamte "CulturaLatina & Österreische Kultur" Team ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Liebsten und einen guten Start ins neue Jahr.
Möge Ihnen das Jahr 2017 viel Liebe, Erfolg, Glück und vor allem Gesundheit bringen! Wir wünschen all den lateinamerikanischen Ländern, die durch viele Schwierigkeiten gehen müssen, viel Kraft und dass sich baldigst Lösungen für Ihre Sozialpolitik auftun werden. 

Letzte Änderung am Freitag, 23 Dezember 2016 19:19
Redaktion

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