Bei den LOOK Magazin Business Awards, die am 26. September im Hotel Imperial Riding School stattfanden, hielt Doris Kiefhaber, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe, den Vortrag „Brustkrebsvorsorge - Aus Liebe zum Leben“.
Aufklärung und Unterstützung - Ein gemeinsamer Weg
Uschi Pöttler-Fellner, Herausgeberin des LOOK Magazins und langjährige Unterstützerin der Pink Ribbon Aktion, eröffnete den PINK RIBBON TALK: „Das LOOK Magazin ist seit Anbeginn Medienpartner der Pink Ribbon Aktion, und wir sind stolz darauf, weiterhin an vorderster Front zu stehen, um dieses wichtige Thema zu unterstützen. Doris Kiefhaber steht nicht nur für Aufklärung, sondern auch für Beistand und Hilfe durch die zahlreichen Beratungsstellen der Österreichischen Krebshilfe.“
Doris Kiefhaber betonte in ihrer Rede, dass Früherkennung Leben retten kann. „Frauen ab 40 Jahren sollten alle zwei Jahre eine Mammografie in Anspruch nehmen, um sicherzustellen, dass eventuelle Auffälligkeiten früh erkannt und entsprechend behandelt werden können“, sagte Kiefhaber. Das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm in Österreich ist kostenlos und erinnert Frauen zwischen 45 und 74 per Brief an die Mammografie. Leider erhalten Frauen zwischen 40 und 44 und ab 75 keinen Brief, können aber auf Wunsch an dem Programm teilnehmen. Dazu ist es leider – bedauert Kiefhaber – notwendig, sich telefonisch oder online anzumelden (Infos unter www.frueh-erkennen.at).
Informationen zur Brustkrebsvorsorge
Das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm in Österreich bietet Frauen ab 40 alle 2 Jahre eine kostenlose Mammografie. Eine Überweisung vom Hausarzt ist nicht notwendig – jede Frau erhält eine schriftliche Einladung, um einen Termin zu vereinbaren. Dies erleichtert den Zugang zur Vorsorge und unterstützt Frauen dabei, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.
Kiefhaber erklärte auch die Bedeutung der sogenannten BI-RADS-Kriterien, die Laien helfen können, die Ergebnisse der Mammografie zu interpretieren. und das Risiko einer Krebserkrankung einzuschätzen. „Von einem unklaren Befund (BI-RADS 0) bis hin zu einem hohen Verdacht auf Brustkrebs (BI-RADS 5), bietet dieses System eine standardisierte Methode, um die nächsten Schritte festzulegen. So können Frauen beruhigt sein, wenn keine Auffälligkeiten gefunden werden, und schnell handeln, wenn weitere Untersuchungen nötig sind“, erklärte Kiefhaber. „Die Interpretation der BI-RADS-Kriterien durch die Frau ersetzt aber nie das Befundgespräch mit dem Arzt/der Ärztin,“ so Kiefhaber.
Entstehung der Pink Ribbon Aktion in Österreich
Doris Kiefhaber berichtete auch über die Anfänge der Pink Ribbon Bewegung in Österreich. Im Jahr 2001 hatte sie die Vision, das Pink Ribbon, das Symbol für den Kampf gegen Brustkrebs, nach Österreich zu bringen. Inspiriert von Evelyn Lauder und Alexandra Penney, die die rosa Schleife in den USA initiierten, war es Kiefhabers Ziel, ein Bewusstsein für Brustkrebs in Österreich zu schaffen und Frauen zu ermutigen, regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen.
„Um eine so ernsthafte Initiative wie das Pink Ribbon erfolgreich zu etablieren, braucht man starke Partner – und die Unterstützung durch Medien wie die von Uschi Pöttler-Fellner war von Anfang an entscheidend“, erzählte Kiefhaber. Diese Zusammenarbeit hat nicht nur dazu beigetragen, das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, sondern auch viele Frauen zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen motiviert.
Emotionale Unterstützung und praktische Hilfe
Ein weiterer Schwerpunkt der Österreichischen Krebshilfe ist die Unterstützung von Betroffenen und deren Familien. Kiefhaber unterstrich die Bedeutung der 63 Krebshilfe-Beratungsstellen, die jährlich rund 30.000 Menschen in ganz Österreich betreuen. „Unser Ziel ist es, in den schwierigsten Zeiten Beistand zu leisten, sowohl emotional als auch praktisch. Diese Unterstützung ist ein essenzieller Teil unseres Engagements, und sie hilft Menschen, mit den Herausforderungen einer Krebserkrankung besser umzugehen“, so Kiefhaber.
Das Symbol des Pink Ribbon
Auch dieses Jahr wird das Pink Ribbon die Fassade des Wiener Parlaments schmücken – ein sichtbares Zeichen der Solidarität und ein Aufruf an alle Frauen, ihre Gesundheit ernst zu nehmen und regelmäßige Untersuchungen nicht zu vernachlässigen. "Jeder Untersuchungstermin kann die entscheidende Rolle spielen, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und damit die Heilungschancen erheblich zu verbessern", sagte Kiefhaber abschließend.
Spenden
Die Österreichische Krebshilfe freut sich über jede Spende, die hilft, weiterhin lebenswichtige Beratungsdienste anzubieten und Betroffene zu unterstützen. Jeder Beitrag trägt dazu bei, Menschen in Not zu helfen und die wichtige Arbeit im Bereich der Krebsvorsorge und -aufklärung zu sichern.
Eckdaten:
Österreichische Krebshilfe
Tuchlauben 19/10, 1010 Wien
Tel: 01/7966450
E-Mail: service(at)krebshilfe.net
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