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Sonntag, 11 April 2021 18:32

Der Wiener Zentralfriedhof: beliebtes Ziel während der Quarantäne

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Das Grabmal des großen Wiener August Zang (2.9.1807 - † 4.3.1888), Gründer der Zeitung DIE PRESSE. Ein Kunstwerk: zwei Gnome als Grabwächter mit Schildern und Laternen. Stufen, die zum Eingang der Krypta führen. Ein Mann sitzt auf den Stufen und hält siegreich in einer Hand gebrochene Ketten und in der anderen eine Schrifttafel, wo steht: "Gleiche Rechte für alle". DIE PRESSE, gegründet von August Zang. "Die Gedenktafel wird als Sieg von 1848 interpretiert. © Taramona Werbeagentur

Der Wiener Zentralfriedhof ist ein magischer Ort. Hier befindet sich die Gruft für die verstorbenen österreichischen Bundespräsidenten und viele Ehrengräber berühmter Persönlichkeiten wie Ludwig van Beethoven, Johann Strauss (Sohn), Udo Jürgens, Friedrich Schmidt, Bruno Kreisky, Julius Raab, Leopold Figl und vieler anderer bekannter Frauen und Männer Österreichs. Seine modernistische Architektur und das weitläufige Areal, in dem er sich befindet, bietet auch Lebensraum für Wildtiere und machen ihn zu einem touristischen Anziehungspunkt.

Die Wiener haben schon immer eine besondere Beziehung zum Tod und in Zeiten der Pandemie wird dies erneut bestätigt. Der Zentralfriedhof erweist sich während des Lockdowns als beliebtes Ziel. Darin befindet sich neben der katholischen Abteilung auch ein evangelischer Bereich (Tor IV), der alte israelitische Friedhof (Tor I) und der neue (Tor V). Die russisch-orthodoxe Abteilung erreicht man über das Tor II, wo sich auch eine Kirche im Stil des "Jugendstils" befindet.
Er liegt in Simmering, in der Simmeringer Hauptstraße.

Entrada principal del cementerio (Puerta 2). Foto: ©Taramona Werbeagentur
Haupteingang des Friedhofs, Tor 2. (Foto: ©Taramona Werbeagentur).

Der Gedanke, dass ein Friedhof traurig macht, weil dort unsere Lieben begraben sind und wir sie nie wieder sehen, sprechen und umarmen können und dass der Besuch eines Friedhofs und das Anbringen von Blumen oder das Anzünden einer Kerze für einen Verstorbenen eine religiöse Handlung darstellt, nun diese Vorstellungen zählen für diesen fast "touristischen" Friedhof nicht.

Der Wiener Zentralfriedhof wird auch von Leuten besucht, deren Verwandte hier nicht begraben sind. 1874 wurde er eingeweiht und misst derzeit eine Fläche von mehr als 2 Quadratkilometern mit etwa 330.000 Gräbern und 3 Millionen Todesfällen. Damals war er der größte in Europa.

Fotografía aérea del cementerio central. Mayo de 1956. (Foto: © Bilderdienst der Stadt Wien / www.geschichtewiki.wien.gv.at/Zentralfriedhof
Luftaufnahme des zentralen Friedhofs. Mai 1956. (Foto: © Bilderdienst der Stadt Wien / www.geschichtewiki.wien.gv.at/Zentralfriedhof).
Vista interna del cementerio (Foto: © Toxi85/Pixabay)
Flora und Fauna sind ein Ort der Entspannung und Besinnung auf dem Wiener Zentralfriedhof. (Foto: © Toxi85/Pixabay).
Cementerio central, al fondo la iglesia de Karl-Borromäus. (Foto: © Taramona Werbeagengtur)
Zentralfriedhof, im Hintergrund die Karl-Borromäus-Kirche. (Foto: © Taramona Werbeagentur).
Los rincones hermosos del cementerio. (Foto: © Taramona Werbeagentur).
Die schönen und mysteriösen Ecken des Friedhofs. (Foto: © Taramona Werbeagentur).
Pasear por el cementerio y ver las tumbas es más que un paseo por la muerte. (Foto: © Taramona Werbeagentur).
Ein Spaziergang durch den Friedhof und die Besichtigung der Gräber, insbesondere der Säulengänge, ist mehr als ein Spaziergang durch den Tod. (Foto: © Taramona Werbeagentur).
La tumba porticada del gran vienes August Zang (2.9.1807 - † 4.3.1888). Fue un empresario, inventor, editor de periódicos y político y fundó el periódico DIE PRESSE. (Foto: © Taramona Werbeagentur).
Das Arkadengrab oder Grabdenkmal des Wiener August Zang (2.9.1807 - † 4.3.1888). Er war ein österreichischer Unternehmer, Erfinder, Zeitungsherausgeber, Politiker und Gründer der Zeitung DIE PRESSE. Bildhauer: Heinrich Natter. Material: blauer Serpentinenedelstein. (Foto: © Taramona Werbeagentur). 
Un par de ciervos fueron fotografiados por la cámara de Uoaei1. (Foto: © Uoaei1 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54762359)
Ein Paar Rehe wurde von fotografiert von Uoaei1. (Foto: © Uoaei1 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, www.commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54762359) 

Nach der Zahl der Gräber ist der Wiener Zentralfriedhof bis heute der größte in Europa. Der flächenmäßig größte ist der vier Quadratkilometer große Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg (Deutschland), gefolgt vom Brookwood Cemetery in London mit mehr als 2,2 Quadratkilometern.

An diesem magischen Ort kommen auch einige Wildtiere wie Rehe, Füchse, Hasen, Eichhörnchen, Igel und Feldhamster vor. Wenn Sie ruhig und leise sind, können Sie auf eines dieser Tiere stoßen.

La lápida del gran August Zang dice:
Auf dem Grabstein von August Zang steht: "Gleiche Rechte für alle." Ein Satz, der für alle Zeiten und Epochen gültig war. (Foto: © Taramona Werbeagentur).

Bestattungsmuseum Wien

Auf dem Wiener Zentralfriedhof gibt es auch ein Museum. Das Trauermuseum befindet sich 100 m vom Haupteingang des Friedhofs (Tor II) entfernt auf der rechten Seite. Es zeigt einige Merkmale der Kultur der Friedhöfe der letzten Jahrhunderte. Im 300 m² großes interaktives modernes Museum erfahren Sie mehr über die Geschichte der Wiener Friedhöfe und die Merkmale des Wiener Todeskults (wie „die schöne Leich“ und die „Bumpfinebara“), der vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart reicht.

Bumpfinebara ist ein uniformierter Leichenträger, Bestattungsangestellter und wurde in Wien um die Jahrhundertwende nach dem Bestattungsunternehmen Entreprise des pompes funèbres benannt.

Es verfügt über mehr als 250 Originalobjekte und grafisches Material, darunter ein originales "Fourgon" (Wagen zum Transport von Leichen).

Die Ausstellung besteht aus zahlreichen interaktiven und multimedialen Inhalten, darunter 13 Monitore mit Videos von Beerdigungen wie von Kaisern Franz Joseph I im Jahr 1916. Es gibt einen Audiosender, auf dem Sie einige beliebte Bestattungslieder hören können.

Ataúd de la comunidad de Josephine en el antiguo museo funerario en Viena. (Foto: © Ekehnel, de.wikipedia.org/wiki/Bestattungsmuseum_Wien#/media/Datei:Josephinischer_Gemeindesarg_Bestattungsmuseum.jpg)
Sarg der Josephine-Gemeinde im Wiener Grabmuseum. (Foto: © Ekehnel, de.wikipedia.org/wiki/ Bestattungsmuseum_Wien#/media/Datei:Josephinischer_Gemeindesarg_Bestattungsmuseum.jpg)

"Es lebe der Zentralfriedhof"

Ein Lied von Wolfgang Ambros, einem österreichischen Musikstar, zum 100. Geburtstag des Friedhofs machte das Lied „Es lebe der Zentralfriedhof“ 1975 zum Kultsong. Sein etwas makabere Text zog viel Aufmerksamkeit auf sich. Sätze wie: „Die Pfarrer tanzen mit den Huren und die Juden mit Arabern“, oder „Am Zentralfriedhof ist Stimmung, wie es seit Lebtagen nicht mehr war, weil alle Toten feiern heute ihre ersten hundert Jahr“ und „Es lebe der zentrale Friedhof mit all seinen Toten“..., es war und ist ein Lied, das zum Nachdenken anregt, weil der Tod Teil des Lebens und das Lebens Teil des Todes ist.

Um die österreichische Kultur zu kennen, muss man auch ihre Interpreten verstehen und Wolfgang Ambros und seine Kollegen sind Voraussetzung für dieses Verständnis.

Unten sehen Sie das Video des Wieners Wolfgang Ambros "Es lebe der Zentralfriedhof". Dies war im Jahr 1996, der Text ist im Wiener Dialekt.

 

Welcher ist der größte Friedhof der Welt?

Der größte Friedhof der Welt befindet sich im Irak, im Großraum der für Schiiten heiligen Stadt Nadschaf im „Wadi as-Salaam“ (auf Deutsch: Tal des Friedens). Hier wurden seit dem siebten Jahrhundert die Gläubigen, Könige, Sultane, Propheten, Führer usw. begraben. Er wird von Millionen von Muslimen aus verschiedenen Teilen der Welt besucht. Auf ihm sind fünf Millionen Menschen begraben. Er hat eine Fläche von mehr als 9 Quadratkilometern und ist der einzige auf der Welt, bei dem der Bestattungsprozess seit mehr als 1400 Jahren bis jetzt stattfindet. Die UNESCO erwägt, Wadi as-Salam zum Weltkulturerbe zu machen.

Aquí abajo puede ver el video del vienes Wolfgang Ambros "Es lebe der Zentralfriedhof" (Viva el cementerio central). Esto fue en el año 1975, la letra está en dialecto de Viena.

Letzte Änderung am Freitag, 16 April 2021 14:31
Redaktion

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