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Donnerstag, 08 November 2018 13:07

Hundertjahresfeier der Gründung der Ersten Republik Österreich Empfehlung

geschrieben von Rosa Euler-Rolle
Das österreichische Parlament. Foto: DomecKopol

Zeiten von Wirtschaftskrisen, politischen Unruhen, sozialer Instabilität, können ein Vorspiel für schlimme geschichtliche Szenarien sein, wie die beiden Weltkriege.

Vor genau hundert Jahren, nach dem ersten großen Krieg, wurde 1918, die Erste Republik in Österreich ausgerufen.

Es war nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie, die über ein Konglomerat von Völkern regierte, die in Wirklichkeit nichts anderes Gemeinsames hatten, als ihren Herrscher. Und so kam es, dass sich nach den politischen Aufständen im Januar 1918, ab November „das sich langsam ankündigende Ereignis“ eingetroffen war: die Zersplitterung der Völker, die bisher unter der Macht der Habsburger standen.

Der letzte österreichische Kaiser Karl I. unternahm im Oktober 1918 einen letzten Versuch, die Einheit der Völker, aus denen das Imperium bestand, aufrechtzuerhalten und die Monarchie als Vielvölkerföderation zu planen und vorzuschlagen. Er tat dies in Form eines sogenannten "Völkermanifest", in dem festgelegt wurde, dass Österreich „dem Willen seiner Völker gemäß“ nach entsprechenden Änderungen zu einem Bundesstaat umfunktioniert werden sollte. Jede Nation hätte das Recht, ihr eigenes staatliches Gemeinwesen umsetzen zu können.

Ein Versuch, den die betroffenen Völker ignorierten. Sie reagierten mit der Implementierung der notwendigen Mechanismen, um ihre Unabhängigkeit und Souveränität zu erreichen.

Der spätere Präsident der Tschechoslowakei, Thomas Masaryk, rief am 18. Oktober 1918 aus seinem Exil in Paris, die Unabhängigkeit seines Landes aus. Am selben Tag wurde in der Ukraine ein Nationalrat gebildet. In der damaligen kroatischen Hauptstadt Agram, dem heutigen Zagreb, wurde eine Demonstration von mehr als 50.000 Menschen abgehalten, die die Gründung einer "südslawischen Republik" forderte, welche das kroatische Nationalparlament als einzige Autorität anerkennt. All dies war "der Anfang vom Ende" des Vielvölkerstaates der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Die Erste Republik Österreich wurde am 12. November 1918 offiziell proklamiert und war die Regierungsform des Landes bis 1938, als Österreich an Nazi-Deutschland angeschlossen wurde. Einige Historiker behaupten, dass die Erste Republik Österreich schon 1934 zu Ende war, als der Austrofaschismus an die Macht kam, und eine neue Verfassung ausgerufen wurde. Österreich war keine Republik mehr, sondern ein Ständestaat.

Die Hauptschwierigkeit für das einwandfreie Funktionieren der Ersten Republik war die schlechte wirtschaftliche Entwicklung. Daher waren vielen Bürger der Meinung, dass die Zukunft Österreichs in Verbindung mit einer mächtigeren Wirtschaft, wie der von Deutschland, - die gleiche sprachliche, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte hatte -, besser wäre. Diese Absichten wurden von der "Triple Entente", den siegreichen Verbündeten des 1. Weltkrieges nicht zugelassen. Das Veto Frankreichs war ausschlaggebend, und dieses Verbot über eine Vereinigung zweier Staaten ohne Zustimmung der „Gesellschaft der Nationen“ wurde 1919 im Friedensvertrag von Versailles eingetragen.

Nach der Ausrufung der Republik Österreich und nach den ersten Wahlen im Februar 1919 wurde die österreichische Regierung von einer Koalition zwischen Sozialisten und Christlich Sozialen gebildet, deren Vorsitz der Sozialist Karl Renner innehatte. Bei den darauffolgenden Parlamentswahlen zwischen den beiden Kriegen wechselten immer wieder die Machtverhältnisse. Nur ein gemeinsamer Gedanke schien in einem Teil der österreichischen Bevölkerung zu bestehen. Die Idee, dass eine Union mit Deutschland eine Lösung für alle Probleme sein könnte. Und so war es, dass 1934 Österreich in eine politische Ära eintrat, die wie schon erwähnt, als „Austrofaschismus“ bezeichnet wurde und bis 1938 dauerte. Die Einmischung der Nationalsozialisten in Österreich setzte ihren Weg fort und gipfelte in der Annexion an das nationalsozialistische Deutschland 1938. Die folgenden Jahre, die Zeit des 2. Weltkrieges, sind das dunkelste Kapitel in der Geschichte Österreichs.

Die Zweite Republik Österreich wurde im November 1945 gegründet. Aber erst zehn Jahre nach Ende des 2.Weltkriegs, nachdem die Besatzungsmächte USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion, endgültig das Land verlassen hatten, wurde Österreich im Jahr 1955, ein freies, neutrales Land.

Austrofaschismus: war ein autoritäres Herrschaftssystem in ÖsterreichAustrofaschismus: war ein autoritäres Herrschaftssystem in Österreich. (Foto: Wien-Globus-Bildarchiv)

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 November 2018 13:22
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