Ausstellung in Gmunden "Die Zukunft ist passé"
DIE ZUKUNFT IST PASSÉ - Einladung zur Ausstellung in Gmunden
Die Ausstellung "Die Zukunft ist passé" mit Werken von Adriana Torres Topaga, Lab on Stage und Gästen in den K-Hof Museen zeigt Assemblagen, Skulpturen, eine Fotoserie, Archive und Videos und macht mit einer Ausstellungsführung, einem Workshop und Performances zum Thema, wie wir in Österreich üblicherweise mit altem Kram umgehen.
GMUNDEN. Mit Fragen, die dazu einladen, sich mit bestehenden Paradigmen, dem Fürwahr nehmen, auseinander zu setzen, ist sie eine Reflexion über die eigene Beziehung zur Konsumgesellschaft und der Umwelt sowie eine Übung der Gegenerinnerung, in welcher menschliche Körper und Cacharros (Col. ugs. ausrangierte Objekte) an foto-utopischen Horizonten interagieren, um die Vorstellung und Kreation neuer Welten anzuregen.
“Passé” sein bezogen auf Mode und Trends spricht einerseits von der Faszination für Retro- und Vintage-Artikel und widersetzt sich andererseits der Tendenz, das futuristische Bild des menschlichen Körpers als durch Technologie erweitert oder vervollständigt, verbessert, übermenschlich, transhuman, überlebensfähig oder übermäßig (dis)funktional darzustellen.
Nachdem die Künstlerin Adriana Torres zuvor aus einer Überfülle an Materialspenden, die von der Zahnprothese über die selbst geformte Keramiktasse bis zum Marien-Radio reichten, ein Haus errichtete und ein Spenden-Archiv der Sammlung (mit Bildergeschichten aus Vergangenheit und Zukunft) anlegte, stellt nun “die Zukunft ist passé” in Gmunden die Weiterentwicklung des vorangegangenen Prozesses zur Aktion Skulptur-Assemblage und Foto-utopischen Serie aus.
In einer Workshop-Labour-Residency waren Teile der gesammelten Objekte in queer-feministische Assemblagen verwandelt worden, aus denen ihrerseits eine Foto-utopische Serie entstand.
Die Termine
So., 19.6., 11 Uhr: Ausstellungsgeröffnung mit Begrüßung durch die Kunsthistorikerin und Kuratorin Marlene Elvira Steinz
So., 19.6., 11.15 Uhr: PLASTICPHONIA MUSIK-PERFORMANCE zur Ausstellungseröffnung: Crystn Hunt Akron lässt ein Sammelsurium angeschwemmten Plastikmülls in einer elektroakustischen Komposition, der Plastik Trash Symphony, erklingen.
Sa., 25.6., 14 bis 17 Uhr: WORKSHOP “Ressourcen in Körper und Imagination“ von LAB ON STAGE
Anmeldung: labonstagecollective@gmail.com. Der Workshop beschäftigt sich mit der Selbstwahrnehmung, der Plastizität von Bildern und dem Körperempfinden. Seine Methodik entstammt einer Schnittmenge aus Tanz und Kognitionswissenschaften und greift die Idee des “erweiterten Körpers” oder der “Objektassimilation”auf, um der wechselseitigen Verschränkung von Empfindung und Imagination als Prinzip in einem Konzept des menschlichen Körpers nachzugehen.
Sa., 2.7.: PERFORMANCE “Spiralartig” im öffentlichen Raum: LAB ON STAGE und Gastkünstler Luis Gonzaga Hoyos. Die Durchquerung des öffentlichen Raumes in Gestalt einer unartigen Text-Spirale nutzt die aktuelle Porosität einer globalen Situation der Ungewissheit, um den Prozess der Loslösung von konventionellen Sicht- und Umgangsweisen zu fördern.
Sa., 17.7., 11.30 bis 12.10 Uhr: FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG mit Adriana Torres Topaga
In diesem Parcours geht es nicht um eine frontale Beschreibung lebloser Kunstwerke. Die Cacharros kommen selbst zu Wort.

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Foto: „Broad weaver“ aus Hausrat wird ein künstlerisches Abbild unserer Konsumwelt. Performerin: Martyna Lorenc, 2022. (c) LAB ON STAGE
Alle Daten
- Sonntag, 19. Juni 2022 11:00 - 20:00
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