Ein Leben für Kultur und Verständigung
Prof. Dr. Theodor Kanitzer zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des österreichischen Kulturlebens. Als Präsident der Österreichisch-Polnischen Gesellschaft, Seniorpräsident der Internationalen Chopin-Gesellschaft in Wien sowie Mitbegründer der Internationalen Föderation der Chopin-Gesellschaften in Warschau widmete er sein Leben der Musik, dem kulturellen Dialog und dem Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung.
Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, darunter das Große Ehrenzeichen der Republik Österreich, den polnischen Kulturorden Gloria Artis sowie den französischen Orden Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres.
Würdigungen im Wiener Rathaus
Im Rahmen des Festaktes würdigten Vertreter der Stadt Wien, der Republik Polen sowie der veranstaltenden Organisationen das Lebenswerk des Jubilars. Gemeinderat Omar Al-Rawi überbrachte die Grüße von Bürgermeister Michael Ludwig. Der Botschafter der Republik Polen in Österreich, Mag. Zenon Kosiniak-Kamysz, hob die jahrzehntelangen Verdienste Kanitzers um die österreichisch-polnischen Beziehungen hervor.
PaN-Präsident Univ.-Prof. Dr. Hermann Mückler erinnerte an die entscheidende Rolle Kanitzers als Mitbegründer des Dachverbandes und betonte dessen Einsatz für Dialog und Verständigung.
„Die Werte, für die Theodor Kanitzer seit Jahrzehnten eintritt, sind heute aktueller denn je: Verständigung, Respekt und die Überzeugung, dass Begegnung Frieden schafft“, betonte Mückler.
Mag. Walter J. Gerbautz, Generalsekretär von PaN, würdigte den Jubilar als einen prägenden Gestalter der österreichischen Freundschaftsgesellschaften.
„Prof. Dr. Kanitzer hat über Jahrzehnte Brücken zwischen Menschen, Ländern und Generationen gebaut und damit PaN nachhaltig geprägt“, sagte Gerbautz.
Den bewegenden Abschluss des offiziellen Teils bildeten die Worte des Jubilars selbst. Er erinnerte an die verbindende Kraft von Musik und Kultur und sprach allen Wegbegleitern, Freunden und Gästen seinen herzlichen Dank aus.
Musik als verbindende Kraft
Anschließend begeisterte ein hochkarätiges Konzert mit Werken von Frédéric Chopin und Fritz Kreisler das Publikum. Unter der Moderation von ORF-Moderatorin Silvia Schneider musizierten unter anderem Filip Trifu, Zoryana Kushpler, Natalia Rehling, Manfred Wagner-Artzt, Lidia Baich, Donka Angatscheva und Sandra Pires.
Der anschließende Empfang bot Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen und Gesprächen und bildete den stimmungsvollen Ausklang des Abends.––