Eine Demonstration mit dem Motto "ARTSAKH - Stoppt die genozidale Politik Aserbaidschans" fand am 1. Oktober vor der Wiener Staatsoper statt. Die Veranstaltung wurde von Europeans for Artsakh organisiert und zog viele Menschen aus verschiedenen Gemeinschaften an, die ihre Solidarität mit Armenien und Artsakh ausdrückten.
Die Demonstranten versammelten sich, um auf die anhaltende Krise in der Region hinzuweisen und Maßnahmen gegen die aggressive Politik Aserbaidschans zu fordern. Redner aus der armenischen Gemeinschaft sowie Unterstützer anderer ethnischer Gruppen sprachen über die dringende Notwendigkeit einer internationalen Intervention und Sanktionen gegen Aserbaidschan.
Die Demonstranten betonten, dass Aserbaidschan nach einer neunmonatigen, verheerenden Blockade, die die armenische Bevölkerung in die Hungersnot trieb, nun das Gebiet von Artsakh annektiert. Ein Redner betonte, dass sich das Narrativ der internationalen Gemeinschaft in den letzten Jahren gewandelt habe, denn während zuvor die Idee der Autonomie und eines fairen Deals im Vordergrund stand, gehe es nun darum, die Vertriebenen und Flüchtlinge zu unterstützen.
Eine andere Rednerin machte auf die Diskriminierung und den Hass gegen Armenier in Aserbaidschan aufmerksam, der durch Schulbücher und staatliche Rhetorik gefördert werde. Sie forderte, dass die internationale Gemeinschaft die Augen nicht vor den Kriegsverbrechen verschließen dürfe, die gegen die armenische Bevölkerung begangen würden.
Eine besondere Erwähnung fand die Stadt Shushi, die 2020 von Aserbaidschan eingenommen wurde. Die Bedeutung von historischen Denkmälern und religiösen Stätten wurden zerstört.
Die Demonstranten forderten Sanktionen gegen Aserbaidschan und den Abbruch von Gasdeals mit dem Land. Sie verurteilten die internationale Gemeinschaft dafür, die Augen vor dem Leid der armenischen Bevölkerung in Artsakh zu verschließen und sagten, dass dieser Konflikt als Völkermord bezeichnet werden müsse.
Die Manifestation umfasste eine bewegende Schweigeminute zur Ehrung der gefallenen Soldaten und Opfer der Krise in Artsakh. Die Demonstranten versprachen, weiterhin für Gerechtigkeit und Frieden in der Region zu kämpfen und kündigten an, in Zukunft noch zahlreicher zu erscheinen, um auf die Situation aufmerksam zu machen und Druck auf Aserbaidschan auszuüben.
Die Demonstration zeigte die Entschlossenheit der Teilnehmer:innen, sich für ihre Heimat und ihre Gemeinschaft einzusetzen und die Welt auf die anhaltende Krise in Artsakh aufmerksam zu machen.