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Veranstaltungen

Austrolatin Orchester im Konzerthaus

02. Septiembre 2017 19:30

Das Austrolatin Orchester spielt im Konzerthaus, Großer Saal am Samstag 2. September 2017 um19:30 Uhr. Programm: Arráncame la vida, Sin Palabras, Quicho Martín Palmeri: Misa A Buenos Ai ...




Doppelkonzert: La Vida Loca (Venezuela, Rumänien) / Garufa! (Uruguay, Venezuela)

21. Septiembre 2017 19:30

Die Formationen Garufa! und @La Vida Loca stehen für Virtuosität und eine erfrischend neue Interpretation lateinamerikanischer Musik.
Das Duo La Vida Loca, bestehend aus zwei hervorragenden Inst ...




Premiere von “Carmen Tango” in der Wiener Votivkirche

28. Septiembre 2017 - 30. Septiembre 2017, 20:00 - 20:00

Vom 28. bis 30. September 2017 feiert die Inszenierung “Carmen Tango” in der Wiener Votivkirche ihre Premiere. „Carmen Tango“ wird eine elektrisierende, spektakuläre Tanzvorführung, die ...




Espacio femenino / Frauen machen Kino: Dokumentarfilme

14. Noviembre 2017 - 17. Noviembre 2017, 19:00 - 19:00

Das Filmprogramm Frauen machen Kino ist eine permanente Programmreihe des Instituto Cervantes in Kooperation mit dem Admiral Kino in Wien, um die Kinokultur des Landes zu präsentieren. In dieser ...




Miércoles, 15 Mayo 2013 08:15

Sieben Jahre Grafenegg: Vorgaben und Nachlässe

Escrito por
Open Air-Bühne Wolkenturm - Musik-Festival Grafenegg Foto: academic.ru

Von Herbert Hiess. Der Musiksommer beim Kamptaler Schloß ist längst ein etablierter Fixpunkt für Musikinteressierte und Künstler. Intendant Rudolf Buchbinder hat auch 2013 wieder ein budgetsprengendes Programm geplant, das die Elite der Musikwelt nach Grafenegg lockt. Festival-Gäste erwartet also alles andere als ein verflixtes siebentes Jahr...

Die jährlichen Musikveranstaltungen im Kamptal setzen sich traditionsgemäß aus den Sommerkonzerten und dem Grafenegg-Festival zusammen, wobei erst das Festival mit der internationalen Orchester- und Dirigentenelite aufwartet. Natürlich gibt es auch 2013 wieder einen "Composer in Residence"; diesmal ist es der Australier Brett Dean, dessen Werke in einigen Konzerten zu hören sein werden.

Die Sommerkonzerte beginnen am 29. Juni 2013 mit "The Girl from Ipanema". Der Titel des brasilianischen Musikstücks ist Programm - Besucher dürfte ein cooler Samba-Abend erwarten. Auch die folgenden drei Konzerte haben ein Thema, und bei "America Latina" wird natürlich der Chef des Hausorchesters (der Tonkünstler) am Pult stehen - für ihn als Kolumbianer ein echtes Heimspiel. Abgeschlossen wird die Sommerkonzertreihe mit dem European Union Youth Orchestra und am 10. August 2013 mit dem Australian Youth Orchestra unter Christoph Eschenbach.

Das Grafenegg-Festival ist leider vom überraschenden Tod des Stardirigenten Sir Colin Davis überschattet; für das Konzert am 26. August 2013 mit dem London Symphony Orchestra wird nach aktuellen Informationen der als Geiger bekannte Nikolaj Znaider - der auch "Principal Conductor" des Mariinsky-Orchesters ist - dirigieren. Am 25. August wird Andrés Orozca-Estrada, Chefdirigent der niederösterreischen Tonkünstler, vor dem Londoner Spitzenorchester den Taktstock schwingen; man darf gespannt sein, wie der Südamerikaner und die Briten miteinander harmonieren werden. Ein Wiedersehen gibt es mit dem russischen Stardirigenten Valery Gergiev, der übrigens am 2. Mai 2013 seinen 60. Geburtstag feierte. Mit seiner enormen Energie wird er am 1. September sein Mariinsky-Orchester dirigieren, das Schostakowitschs 11. Symphonie ("Das Jahr 1905") spielen soll. Zuvor bringen die St. Petersburger die Paganini-Variationen zu Gehör, bei denen Intendant Buchbinder selbst am Klavier sitzen wird.

Eine Referenz zum Wagner-Jahr werden die Wiener Philharmoniker mit einem reinen Wagner-Programm am 2. September 2013 bringen. Unter dem Stardirigenten Lorin Maazel wird neben dem "Siegfried-Idyll" der erste Akt aus der "Walküre" zu hören sein - da ist garantiertes Sternstundenmaterial zu erwarten. Im Festivalreigen gibt es auch noch das Amsterdamer Concertgebouw-Orchester, das Philharmonia Orchestra London, die Münchner Philharmoniker usw. zu erleben.

Damit ist das Kamptaler Kulturfest auch heuer wieder eine sowohl musikalisch als auch preislich empfehlenswerte Alternative zu den Salzburger Festspielen; schon  die Anfahrt und der Anblick des Schlosses machen Freude.

Colin Davis war und ist ein echter Grandseigneur der Musikwelt. Auch wenn für die Grafenegg-Konzerte bereits Ersatz gefunden wurde - der große Dirigent wird immer unersetzlich bleiben. Das London Symphony Orchestra hat seine letzten Jahre in London hervorragend dokumentiert; so entstand erst im vergangenen Jahr ein bahnbrechender "Freischütz" von Weber. Es ist einfach großartig, wie perfekt Davis hier das deutsche Idiom in der Musik hören läßt. Die Aufnahme ist zumindest gleichwertig mit der legendären von Carlos Kleiber. Absolut hörenswert sind auch die Symphonien von Jean Sibelius; 2009 war die 5. Symphonie mit den Briten ja als Meilenstein in Grafenegg zu hören. Die Box mit allen Symphonien legt für den Dirigenten des Konzerts am 26. August 2013 die Latte fast unerreichbar hoch; doch nicht nur die zweite Symphonie des finnischen Komponisten ist auf diesen Tonträgern hervorragend dirigiert und gespielt. Sollte man unbedingt haben.

Modificado por última vez en Miércoles, 15 Mayo 2013 08:23
Redaktion

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    Weitere Informationen: www.festspielhaus.at

  • Popfest 2016 am Kunstplatz Karlsplatz

    Ankathie Koi und Gerhard Stöger präsentieren über 50 Live-Acts von 28. bis 31. Juli.

    „Wien hat in den letzten Jahren mit der Pop-Szene vergleichbarer Metropolen gleichgezogen, ohne dass dabei das unverwechselbare Kolorit lokaler Musikschaffender internationalem Kommerzdenken geopfert wurde. Das beweist die Erfolgsbilanz des Popfest Wien hier im Zentrum der Stadt, genauso wie die Nachfrage nach Auftritten heimischer Bands im Ausland. Wien war immer Nährboden für innovative Popmusik. Eine Tradition, die das Popfest als Impulsgeber aufgreift und fortsetzt. Die Klassikstadt darf sich somit durchaus auch als Pop-Stadt begreifen“, so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

    „Der Karlsplatz ist durch seine Open Air Bühnen und den Spielstätten in den Kunst- und Kulturhäusern beim Popfest erneut zu einem pulsierenden Festivalgelände verbunden. Im Programm Line-Up selbst finden sich ausgetüftelte Verbindungen der unterschiedlichsten heimischen Pop-Szenen“,  sagt Festivalleiter Christoph Möderndorfer. „Kollektivische Groß-projekte, insbesondere die eigens eingespielte, spektakuläre Eröffnungsshow der 55-köpfigen MusikarbeiterInnenkapelle oder die orchestralen  Schlussaufführungen vom Black  Palms Orchestra und Johann Sebastian Bass in der Karlskirche versuchen sich hier heuer an neuen Maßstäben. Zu verdanken ist dieses opulente und ideenreiche 7. Popfest-Programm der Sängerin Ankathie  Koi  („Fijuka“) und dem Journalisten und Musikexperten  Gerhard Stöger („Falter“, „WienPop“).

    Dazu das KuratorInnen-Duo Koi/Stöger: „Mit unserem Programm versuchen wir, die Qualität heimischer  Popmusik gleichzeitig facettenreich und doch in sich stimmig abzubilden und dabei möglichst viele Acts zu präsentieren, die bisher noch nicht beim Popfest zu hören waren. Unser Programm soll wie ein Wildstyle-DJ-Set oder ein Mixtape funktionieren, bei dem sich ein Song aus dem anderen ergibt. Im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren geht der Elektronik-Anteil beim Popfest heuer tendenziell etwas zurück, während wir die Gitarrenmusik wieder vergleichsweise stärker berücksichtigen.“ 

    Link zum Programm

  • Concierto a beneficio de Sinfonía por el Perú con Juan Diego Flórez y amigos en el Musikverein de Viena

    El próximo 23 de abril a las 19:30 horas tendrá lugar en la célebre sala del Musikverein de Viena la segunda edición de la gala “Juan Diego Flórez and Friends" a beneficio de Sinfonía por el Perú, fundada por el propio tenor y que tiene como objetivo la integración social de menores en riesgo de exclusión o en situación de pobreza a través de la música y el canto, mediante el Sistema de Orquestas Juveniles e Infantiles del Perú.  

    Un gran elenco de artistas solidarios

    El concierto de este año, denominado ‘Gala Latina’, volverá a reunir a cantantes de reconocido prestigio, en esta ocasión de origen mayoritariamente español o latinoamericano. 

    Junto a Juan Diego Flórez, nacido en Lima y uno de los tenores con mayor reconocimiento a nivel mundial, actuarán las sopranos María Katzarava y Nadine Sierra, las mezzosopranos Elisabeth Kulman, Elena Maximova y Silvia Tro Santafé, las barítonos Adrian Eröd y Erwin Schrott y el bajo Simón Orfila, junto a la Orquesta Sinfónica de las Islas Baleares, bajo la dirección de Pablo Mielgo.

    Estos artistas ofrecerán al público su talento y su arte de forma altruista, colaborando generosamente con el ambicioso proyecto social que está desarrollando ‘Sinfonía por el Perú’ junto a los niños y jóvenes de ese país.

    El programa del concierto —que será retransmitido en diferido por ORF III el próximo 22 de mayo— está compuesto por una selección de arias de ópera (Rossini, Verdi, Bizet, etc.), arias de zarzuela, canciones latinoamericanas y temas de musicales con inspiración latina como West Side Story o Man of La Mancha.

    Recaudación por una buena causa

    La recaudación de esta gala benéfica se destinará a ‘Sinfonía por el Perú’, fundación creada por Juan Diego Flórez e inspirada en ‘El Sistema’ de Venezuela, que utiliza la práctica musical en coros y orquestas para la integración social de niños y jóvenes en situación vulnerable y la transmisión de valores éticos y educativos, como explica el tenor:

    “Este concierto contribuirá para el desarrollo de las múltiples actividades de ‘Sinfonía por el Perú’, organización que hemos creado en 2011 y que tiene como objetivo dar dignidad y sentido a la vida de miles de niños y jóvenes a través del poder de la música, tanto por su capacidad de emocionar, como por su exigencia de disciplina y por la práctica del trabajo en equipo.

    Los niños que integran los coros y orquestas tutelados por la fundación desarrollan una nueva forma de vida responsable, participativa y llena de desafíos y emociones que cambian su manera de pensar y de actuar. Adquieren una nueva percepción de sí mismos, mejoran su auto-estima, se sienten útiles, se disponen a luchar por objetivos, metas y sueños, en una atmósfera de compañerismo y espíritu de equipo. 

    Estoy profundamente agradecido a mis compañeros cantantes, a la orquesta, a su director y a todos los que hacen posible este concierto, y quisiera compartir con todos ellos la enorme emoción y alegría de poder ayudar, con nuestro arte, a construir un mundo más justo y mejor.”

    Más información sobre el proyecto Sinfonía por el Perú y la Gala benéfica está disponible en la web del tenor:

    http://juandiegoflorez.com/es/

     

    Gala Latina: Juan Diego Flórez y amigos

    Fecha: sábado, 23 de abril de 2016.

    Hora: 19:30 horas.

    Lugar: Musik Verein de Viena.

              Musikvereinsplatz, 1. 1010. Wien.

    Compra de entradas: https://www.musikverein.at/konzerte/konzertprogramm.php?idx=196969

             

     

  • Tonträger-Neuheiten: Freudiges Wiederhören

    Ein Blick auf die Neuerscheinungslisten lohnt sich - auch wenn die Zahl der tatsächlich interessanten Produktionen immer spärlicher wird. Diesmal können sich Musikfreunde aber tatsächlich freuen, da nach langjähriger Abstinenz eine Neuaufnahme mit Seiji Ozawa erschien.

    Text: Herbert Hiess

    "Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart ist bei aller vordergründigen Leichtigkeit eines der schwierigsten Werke der Musikliteratur. Und das gilt nicht nur inhaltlich und musikalisch - das Singspiel stellt an Orchester, Dirigenten und die fünf Solisten höchste technische Anforderungen. Da nützt es nichts, wenn ein hervorragendes Chamber Orchestra of Europe unter dem brillanten Yannick Nézet-Séguin erstklassig musiziert, wenn die Hauptrollen fragwürdig bis falsch besetzt sind. Diana Damrau mag sicher einmal ein hervorragender Koloratursopran fürs lyrische Fach gewesen sein; die Ausflüge ins Mittel- bis ins dramatische Fach haben ihr aber hörbar nicht gut getan. Die wirklich lyrischen Passagen klingen bei ihr gut und interessant, während die schwierigen Koloraturteile (vor allem in der "Martern"-Arie) dem Hörer nur brutale Anstrengung vermitteln. Da ist Rolando Villazon als Belmonte schon besser, obwohl das auch nicht sein Fach ist. Anna Prohaska ist ein braves Blondchen; auf der vorliegenden Aufnahme können jedoch nur Paul Schweinester als Pedrillo und Franz-Josef Selig als Osmin überzeugen. Thomas Quasthoff in der Sprechrolle des Selim Bassa ist eine nette Draufgabe, mehr nicht. Leider gibt es auf CD keine wirklich guten Produktionen der "Entführung" ... und es ist schade, daß diese Neuaufnahme Lichtjahre von der grandiosen Solti-Produktion aus Wien entfernt ist.

    Valery Gergiev ist mit seinem Londoner Orchester und dem Mariinski-Orchester sehr umtriebig. Immer wieder erfreut er Musikfreunde mit interessanten Neuerscheinungen. Mit den Londonern setzte er den Rachmaninow-Zyklus fort (Symphonie Nr. 3 und ein Werk von Balakirew), während er mit dem St. Petersburger Orchester drei interessante Werke für Klavier und Orchester für die Nachwelt festhielt.

    Denis Matsuev, ein Freund von Masetro Gergiev, führt auf "Russische Klavierwerke für Klavier und Orchester" an drei äußerst schwierigen Werken vor, daß für ihn Technik und Geläufigkeit offenbar das Normalste auf der Welt sind. Bei Rachmaninow und Strawinsky hört man neben dem brillanten Mariinski-Orchester russische Musik auf Weltklasseniveau. Daß Gergiev ein absoluter Schtschedrin-Fan ist, sieht man schon daran, daß der Name regelmäßig bei seinen Konzertprogrammen und auch Aufnahmen vorkommt - also auch auf dieser CD. Ob man die Musik des Komponisten mag, muß jeder selber beurteilen.

    Ein langersehntes Wiederhören gibt es mit dem Dirigenten Seiji Ozawa, der am 1. September 2015 seinen 80. Geburtstag feierte - und eine schwierige Krebserkrankung anscheinend (und hoffentlich) überstanden hat. Für Universal hat er mit seinem geliebten Saito-Kinen-Orchester die Ravel-Einakter (mit vielen jazzigen Elementen) "L´Enfant et les Sortilèges", "Shéhérazade" und "Alborada del gracioso" eingespielt. Ravel war schon immer ein Lieblingskomponist Ozawas; besser hätte er seinen Wiedereinstieg in die Musikwelt also gar nicht zelebrieren können. Eine Aufnahme vom Allerfeinsten und hoffentlich die erste von noch vielen.

    Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle die Ozawa-25-CD-Box von Warner (vormals EMI), die viele Referenzaufnahmen des berühmten Dirigenten beinhaltet, zum Beispiel Leoš Janáčeks "Sinfonietta", Strawinskys "Feuervogel" usw. Hier kommen die wichtigsten Orchester und Solisten vor, mit denen der japanische Maestro je zusammengearbeitet hat; daher ist die Box für seine Fans eigentlich ein Muß!

    John Eliot Gardiner setzt mit dem London Symphony Orchestra seinen Mendelssohn-Zyklus fort. Nach der 3. Symphonie ("Schottische") liegt nun die "Reformationssymphonie" vor, die 5. in D-Dur. Der Rest der CD wurde mit anderen Orchesterwerken wie etwa "Meeresstille und glückliche Fahrt" gefüllt. Damit kann der britische Maestro nahtlos an seinen Erfolg mit dem Vorgänger anknüpfen - und wir erwarten gespannt seine Neuaufnahmen der restlichen drei Symphonien.

  • ELiNANA: die Leidenschaft zur brasilianischen Musik

    ELiNANA schon das zweite Mal im Aera. Tolle Musik sehr gut interpretiert!

    Text T.A. Tacer

    Die einzelnen Nummern waren perfekt arrangiert. Dass die einzelnen Stücke auch in unterschiedlicher Besetzung gespielt wurden, war eine gute Idee. Ninas hat eine sehr schöne kräftige Stimme. Eliana beherrscht Ihr Saxophon perfekt. Manch mal zu perfekt.

    So gut die Darbietung in Ihrer Ausführung auch war, so fehlte das was Latin Musik ausmacht. Die Lockerheit, das spontane, das freie ungezwungene Spiel. Unterstütz wurde dieser Eindruck dadurch das immer wieder vom Platt gespielt wurde.

    Hier zeigt sich der grundsätzliche Unterschied zwischen Europa und Lateinamerika, bei uns das Streben nach Perfektion vom ersten bis zum letzten Tackt, elegant und verhalten. Dort, mehr improvisiert, da und dort nicht der richtige Ton aber mit Feuer und Lebenslust.

  • Jazz Fest Wien 2014: Al Di Meola, Al Jarreau, Cody Chesnutt, Pet Shop Boys, Buika, Sinéad O´Connor, Natalie Cole und mehr

    Mit der Bekanntgabe von Al Di Meola/ Cody Chesnutt (06. Juli) und den Pet Shop Boys  (04. Juli) in der Wiener Staatsoper ist die Programmierung des 24. JAZZ FEST WIEN 2014 (26. Juni bis 08. Juli) bekanntlich abgeschlossen - das Programm komplett.

    Speziell was Stilistik und Vielfalt angeht sollten in diesem Jahr kaum Wünsche offen bleiben - von Soul, Jazz, R&B, Latin bis Pop ist hier heuer Vieles enthalten -  und sollte sowohl einen Blick über den „Tellerrand“, als auch vergnügliches Delektieren an Hochkarätigem und Außergewöhnlichem möglich machen. Nicht nur in musikalischer Hinsicht erscheint ein „Näherrücken“ von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen notwendiger denn je.

    Sieben Wochen bleiben noch bis das „Mutterschiff aller österreichischen Jazz- und Musikinteressierten“ seine Fahrt aufnimmt und seine Passagiere auf eine musikalische Reise ausgehend von den USA, Jamaica über Brasilien, Indien bis zu den Britischen Inseln mit sich nimmt. Im Gegensatz zu manch anderem Unterfangen in der Geschichte der Seefahrt ist hier die Rückkehr „sicher“ und „gewiss“!  

    Unter den Höhepunkten 2014: Konzerte mit Gitarrenlegende AL DI MEOLA  & US-Soul-Star CODY CHESNUTT - Publikumsliebling und R&B-Legende AL JARREAU –  die faszinierende, afro-iberische Flamenco-, Jazz- & Copla Andaluza-Sängerin BUIKA  ( Album Warner 2013) –  ein in dieser Form noch nie dagewesenes Retro-Soul-„Super“-Package bestehend aus CHARLES BRADLEY/SHARON JONES/ ANTIBALAS/ THE SUGARMAN 3 (+ weiteren special guests im Rahmen der „Daptone Super Soul Revue“) –  als Botschafter New Orleans: DR. JOHN/PRESERVATION HALL JAZZ BAND* (* erstmals in Ö!)  -  Großbritanniens Electropop-, Disco- & New Wave- „Party-Könige“ PET SHOP BOYS (i. R. „Electric-Tour“) – Irlands wunderbar eigensinnige, mit Nichts zu vergleichende SINÉAD O’CONNOR (neues Album August!) -  Nat „King“ Cole-Tochter & eine der großen Stimmen des LATIN, R&B und JAZZ, US-Vokalistin NATALIE COLE – und dann natürlich jede Menge Acts in Wiens Clubszene, Rathaus/Summerstage, usw.

    Die ERÖFFNUNG erfolgt Do.26.06. im Wiener Jazzland mit einem Konzert des legendären DUSKO GOYKOVICH QUARTETT!

    JAZZ FEST WIEN 2014 – PROGRAMMPLANUNG

     

    •    STAATSOPER

    1. Juli 2014, Beginn 19:30h
    DAPTONE SUPER SOUL REVUE feat. Sharon Jones + Charles Bradley
    Kartenpreise: € 88,-- / € 74,80 / € 63,80 / € 52,80 / € 38,50

    2. Juli 2014, Beginn 19:30h
    BUIKA
    Kartenpreise: € 66,-- / € 59,40 / € 55,-- / € 48,40 / € 38,50

    3. Juli 2014, Beginn 19:30h
    AL  JARREAU
    Kartenpreise: € 88,-- / € 74,80 / € 63,80 / € 52,80 / € 38,50

    4. Juli 2014, Beginn 19:30h
    …off opera
    PET SHOP BOYS
    Kartenpreise: € 99,-- / € 88,-- / € 77,-- / € 66,-- /€ 49,50

    5. Juli 2014, Beginn 19:30h
    SINÉAD O`CONNOR
    Kartenpreise: € 77,- / € 68,20 / € 60,50 / € 50,60 / € 38,50

    6. Juli 2014, Beginn 19:30h
    AL DI MEOLA „Beatles & More“
    CODY CHESNUTT
    Kartenpreise: € 66,-- / € 59,40 / € 55,-- / € 48,40 / € 38,50

    7. Juli 2014, Beginn 19:30h
    NATALIE COLE
    Kartenpreise: € 88,-- / € 74,80 / € 63,80 / € 52,80 / € 38,50

     

    •    FERNWÄRME OPEN AIR

    5. Juli 2014, Beginn 16:00h
    JIMMY CLIFF
    OSIBISA
    CÈLIA MARA
    Kartenpreise: € 2,--


    •    ARKADENHOF RATHAUS

    6. Juli 2014, Beginn 20:00h
    ARNI KARLSSON TRIO  
    ANDREAS VARADY
    FREIKONZERT!

    7. Juli 2014, Beginn 20:00h
    HARRI STOJKA – INDIA EXPRESS
    Kartenpreise: € 38,50

    8. Juli 2014, Beginn 20:00h
    DR. JOHN & THE NITE TRIPPERS feat. SARAH MORROW
    PRESERVATION HALL JAZZ BAND
    Kartenpreise: € 49,50

     

    •    PORGY & BESS

    1. Juli 2014, Beginn 20:00h
    TROKER
    Kartenpreise: € 22,--

    2. Juli 2014, Beginn 20:00h
    MALIA & BAND
    Kartenpreise: € 22,--

    3. Juli 2014, Beginn 20:00h
    TAKUYA KURODA
    Kartenpreise: € 22,--

    4. Juli 2014, Beginn 20:00h
    JULIA BIEL
    Kartenpreise: € 22,--

    5. Juli 2014, Beginn 20:00h
    GERALD CLAYTON TRIO
    Kartenpreise: € 27,50

    6. Juli 2014, Beginn 20:00h
    WARREN WOLF & THE WOLFPACK
    Kartenpreise: € 27,50

    7. Juli 2014, Beginn 20:00h
    AMBROSE AKINMUSIRE
    Kartenpreise: € 22,--

    8. Juli 2014, Beginn 20:00h
    MELISSA ALDANA & CRASH TRIO
    Kartenpreise: € 19,80

    •    WIENER RATHAUSPLATZ - Freikonzert

    6. Juli 2014, Beginn 18:00h
    CHRISTIANA UIKIZA
    FREIKONZERT!

    7. Juli 2014, Beginn 18:00h
    ALBARE
    FREIKONZERT!

    8. Juli 2014, Beginn 18:00h
    NIKKI YANOFSKY
    FREIKONZERT!

     

    •    JAZZLAND

    26. - 28. Juni 2014, Beginn 21:00h
    DUSKO GOYKOVICH QUARTETT

    1. – 5. Juli 2014, Beginn 21:00h
    BARBARA DENNERLEIN

     

    •    CLUB REIGEN

    4. Juli 2014, Beginn 20:30h
    MARKUS GOTTSCHLICH

    5. Juli 2014, Beginn 20:30h
    TRIO BALKAN STRINGS

    •    MILES SMILES

    2. Juli 2014, Beginn 21:00h
    TRIBAL DIALECTS

    •    SUMMERSTAGE

    27. Juni 2014
    CLARA BLUME

    3. Juli 2014
    ANNE MARIE HÖLLER und MARIO BERGER

    6. Juli 2014
    BEN SKY

    •    WIENER RATHAUSPLATZ

    FRÜHSCHOPPEN
    Jeden Sonntag 12:00 – 14:30 Uhr
    Eintritt frei!

    29.6.    EDDIES SWING CATS
    6. 7.     BLUE NOTE SIX    
    13.7.    BURGUNDY STREET JAZZBAND
    20.7.    VSOP JAZZBAND
    27.7.    AQUARIUS JAZZBAND
    3.8.      MARTIN JANK
    10.8.    TURNAROUND
    17.8.    VIENNA JAZZ SERENADERS
    31.8.    RIVERSIDE STOMPERS

    FILME
    Beginn ca. 21:00 Uhr, Eintritt Frei!

    ----------------------------------------------------------------
    Jazz Fest Wien 2014 Tickets online unter www.viennajazz.org

  • 15. Internationales Akkordeon Festival Wien

    Auch im 15. Jahr seines Bestehens bietet das Internationale Akkordeon Festival 2014 von 22. 2. bis 23. 3. 2014 einen Monat lang in zahlreichen renommierten Wiener Spielstätten genussfreudigen FreundInnen von Musik und Kultur Gelegenheit sich mit dem Instrument Akkordeon und dessen zahlreichen künstlerischen Facetten auseinanderzusetzen.

    Ein besonderer Programmschwerpunkt ist heuer der Akkordeon-Musik aus allen Nachbarländern Österreichs gewidmet.

    Die 15. Ausgabe des Festivals bleibt diesen Prinzipien treu! Große Namen wie Bratsch (16.3., Metropol), die ihr 40jähriges Bandjubiläum feiern,  das Riccardo Tesi Cameristico mit der Sängerin Luisa Cottifogli (28.2., Stadtsaal), Herbert Pixner Projekt (1.3., Theater Akzent), der Argentinier Chango Spasiuk mit seinem Duo (6.3. Sargfabrik) oder die portugiesischen Dancas Ocultas mit Maria Joao (18.3., Theater Akzent) ebenso wie der fast 80jährige Luis di Matteo (2.3. Haus der Begegnung Floridsdorf) werden dem Publikum musikalische Sternstunden bereiten, die Konzertreihe „Nachbarn“ lässt Akkordeonmusik aus allen österreichischen Nachbarländern hören.

    Größen der heimischen Musik wie Attwenger (22.3., Reigen, Abschlußgala 1), Dobrek Bistro (26.2., Orpheum) oder Die Wiener  Tschuschenkapelle, die ihr 25-jähriges Jubiläum feiert (15.3., Metropol), geben sich gerne die Ehre, wie auch aufstrebende jüngere Formationen künstlerisch Neues im Rahmen des Festivals umsetzen werden, wie zum Beispiel die Großmütterchen Hatz 11 Piece Band  (23.2., Porgy & Bess, Eröffnungsgala 2).

    Dazu kommen heuer erstmals die Swing Night und bewährte flankierende Veranstaltungs-Reihen wie die Stummfilm Matinee – jeweils am Sonntag um 13 Uhr wird dabei im Filmcasino ein Kino-Klassiker aus der Ära vor dem Tonfilm live vertont, logisch mit Akkordeon – und der Magic Afternoon im Dschungel Wien für Kinder aller Altersstufen.

    Zahlen des Akkordeonfestivals 2014:
    51 Veranstaltungen
    20 Spielstätten
    36 Konzerte (davon 14 Doppelkonzerte)
    5 x Stummfilm-Matinee
    5 x Workshop
    3 x Magic Afternoon
    2 x Tanz-Performance.

    Weitere Informationen: http://www.akkordeonfestival.at

  • Chailly im Festspielhaus St. Pölten: Glanzvoller Klang an der Traisen

    Herbert Hiess. Nach etwa 16 (versäumten) Jahren kommt der italienische Stardirigent Riccardo Chailly wieder zu philharmonischen Ehren und dirigiert ein Abonnement-Konzert mit anschließender Europa-Tournee. Das Niederösterreichische Festspielhaus in St. Pölten hatte das Glück, am 10. Jänner 2013 der Aufführungsort des ersten Konzerts dieser Serie sein zu können.

    Riccardo Chailly ist ein akribischer Arbeiter und Orchestererzieher, der seine Wünsche den Musikern gegenüber zeitweise sehr direkt und unmißverständlich äußert. Offenbar hat das einige Zartbesaitete damals im Orchester so verstört, daß man eine Ewigkeit von knapp 16 Jahren auf seine Dienste bei den Wiener Philharmonikern verzichtete. Nach dem Erfolg des ersten Konzerts in St. Pölten muß aber eigentlich jedem Mitglied des Ensembles klar geworden sein, daß man diese Jahre nicht nur dem Publikum, sondern auch den Musikern selbst genommen hat. Doch der Mailänder Maestro ist ein hochintelligenter Mann, der immer nach vorne schaut - und auch in diesem Konzert demonstriert hat, wie musikalische Sternstunden zu klingen haben.

    Auf dem Programm standen Jean Sibelius´ Ohrwurm "Finlandia", das Violinkonzert in d-moll desselben Komponisten sowie Anton Bruckners 6. Symphonie in A-Dur. Chailly schaffte den Spagat, in einer romantischen Klangwolke zu schweben, ohne daß er auch nur einen Takt lang die Transparenz, Klarheit und Prägnanz vermissen ließ. Geradezu grandios klangen die Schattierungen und Nuancen in der symphonischen Dichtung "Finlandia" und vor allem im Violinkonzert.

    Leonidas Kavakos (Foto: Daniel Regan)Chaillys Lieblingsgeiger Leonidas Kavakos spielte sich geradezu mit der hochvirtuosen Partitur und ließ gemeinsam mit den Musikern die nordische Schwermütigkeit und vor allem im dritten Satz den morbiden Tanzrhythmus hören und fühlen. Bei dem griechischen Geiger sitzt jeder Ton perfekt; beeindruckend war vor allem die Flageolettpassage (Anm.: flötenartige Töne der Geige, die durch eine spezielle Grifftechnik entstehen) über das Tanzthema im dritten Satz. Jedes Piano war so perfekt mit dem Orchester und Dirigenten abgestimmt, daß man meinen könnte, nur ein einziger Musiker habe das Konzert gespielt.

    Bruckners A-Dur-Symphonie wurde nach ihrer schwierigen Anfangsphase (bei der Erstaufführung in Wien wurden zum Beispiel nur zwei Sätze gespielt) zu einer echten Erfolgsgeschichte. Chailly, der sich schon am Beginn seiner Karriere immer wieder mit Bruckner beschäftigte, führte das phantastische Orchester hier zum symphonischen Olymp. Es wäre ungerecht, einzelne Musiker herauszuheben - aber dem ersten Hornisten Ronald Janzic muß man hier trotzdem die virtuelle Hand zur Gratulation reichen. Wie er die schwierigen Hornstellen vor allem im ersten Satz meisterte, bis hin zur musikgeschichtlich einmalig schönen Coda des ersten Satzes, das war einfach brillant!

    Das St. Pöltner Festspielhaus mit seiner monumentalen und zeitweise sonderbaren Architektur (schiefe Böden im Foyer!) mag Geschmacksache sein; die Akustik des Hauses ist aber so überzeugend, daß man sogar die gestreiften Sitze vergißt, die beim Betreten des Saals Augenflimmern verursachen. Schade, daß das "hustfreudige" Publikum so manche schöne Stelle (zum Beispiel die elegische Coda und den Schluß des zweiten Satzes) regelrecht zerbellte.

    Dafür bekam der musikinteressierte Teil der Zuhörer ein Konzert geboten, das man so schnell nicht vergessen wird. Es macht nachdenklich, wieso die Philharmoniker so lange Zeit auf diesen Ausnahmedirigenten verzichtet haben - und läßt so manch neidvollen Blick Richtung Mailand werfen, wo der aus dieser Stadt gebürtige Dirigent ab 2015 der musikalische Chef der Scala sein wird.

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