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Lunes, 31 Marzo 2014 23:22

BUM Media Geschäftsführer Dino Šoše kritisiert neue Statistik-Broschüre des ÖIF

Por

Für den BUM Media Geschäftsführer sind die Erhebungen ein weiterer Beweis dafür, dass in Österreich eine falsche Integrationspolitik geführt wird.

Dino Šoše, BUM Media Geschäftsführer und Projektleiter der „Wiener Integrationswoche“Der ÖIF (Österreichischer Integrationsfonds) veröffentlichte in Kooperation mit der Statistik Austria bereits zum dritten Mal die Broschüre "migration & integration – Schwerpunkt: Jugend" 2013/14. Eines der darin veranschaulichten Ergebnisse ist beispielsweise, dass sich 9 von 10 jugendlichen MigrantInnen in Österreich „heimisch fühlen“. Außerdem wurde etwa erhoben, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund im Schnitt früher heiraten und früher von zuhause ausziehen.

Dino Šoše, BUM Media Geschäftsführer und Projektleiter der „Wiener Integrationswoche“, kritisiert diese Erhebung: „Dass der ÖIF Statistiken veröffentlicht, in denen unter anderem steht, dass sich junge MigrantInnen in dem Land heimisch fühlen, in dem sie geboren sind, verdeutlicht die Intention der Integrationspolitik in Österreich. Man muss anscheinend immer noch einem Teil der österreichischen Bevölkerung erklären, warum MigrantInnen hier leben und wozu sie gut sind. Hier geht es um eine Politik des Leistungszwanges und der Verpflichtungen. Das zeigt deutlich die Wortwahl wie zum Beispiel „Umgangssprache Deutsch“ oder „verpflichtendes Kindergartenjahr“. Was wir aber dringend in Österreich brauchen, ist eine Politik der Gleichberechtigung, Partizipation und Mitbestimung.“

Die größten Probleme, die unsere Gesellschaft in punkto Integration habe, sind laut Šoše nicht MigrantInnen, Vielfalt und Mehrsprachigkeit, sondern die Reaktionen eines Teiles der Bevölkerung darauf. „Um diese Probleme zu lösen, sollten wir Steuergelder nicht dazu verschwenden, um zu zeigen, dass junge MigrantInnen früher von zuhause ausziehen oder früher heiraten, sondern Erhebungen machen, die Diskriminierungen aufdecken und dem Zweck dienen, diese zu bekämpfen“, fordert Šoše und fragt: „Was kommt als nächstes? Statistiken, in denen steht, dass MigrantInnen aus Mazedonien weniger unter Frühlingsmüdigkeit leiden als jene aus der Türkei?“

Über BUM Media:
BUM MEDIA produziert drei österreichische Magazine: „BUM Magazin“ auf Serbokroatisch, „Gazete BUM“ auf Türkisch und das Stadtmagazin „Wiener Vielfalt“ auf Deutsch. Außerdem veranstaltet der Verlag bereits zum vierten Mal die „Wiener Integrationswoche“ (6.-18. Mai 2014) und den „MigAward“ – den Preis der österreichischen MigrantInnen.    

Link zur ÖIF-Statistik: http://www.integrationsfonds.at/news/aktuelle_news/9_von_10_jugendlichen_migrantinnen_fuehlen_sich_in_oesterreich_heimisch/



Modificado por última vez en Lunes, 31 Marzo 2014 23:34
Redaktion

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