Die deutsch-spanische Kulturzeitschrift Österreichs

CulturaLatina: Lateinamerikanische Zeitschrift Österreichs auf Spanisch und Deutsch


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Freitag, 05 August 2022 21:17

¡Gracias a la música! Workshop im Lateinamerika Institut Wien

Von Patricia Heigl
Panamaischer Musiker und Autor Javier Medina Bernal Foto: ©Katherine Yurchenko

Sie lieben lateinamerikanische Musik und ihre poetischen Liedertexte?

Das Österreichische Lateinamerika-Institut bietet ab Oktober 2022 erstmalig einen Workshop zum Thema „cantautores latinoamerican@s“ an. Entdecken Sie die lateinamerikanische Kultur anhand ihrer bekannten Liedermacher*innen/cantautores!

Der panamaische Musiker und Autor Javier Medina Bernal begleitet Sie auf eine Reise quer durch die Geschichte der cantautores latinoamerican@s, welche durch ihr politisches und soziales Engagement nicht nur ganze Epochen prägten, sondern auch den Grundstein für aktuelle Liedermacher*innen legten. In diesem Kurs führen wir Sie in die großartigen Kompositionen von weltweit bekannten Liedermacher*innen wie Silvio Rodríguez, Violeta Parra und Pablo Milanés, aber auch jene der neuen Generation wie Jorge Drexler, David Aguilar, Ezequiel Borra und viele mehr ein. Freuen Sie sich in diesem einzigartigen Workshop auf ein lyrisches und musikalisches Sondererlebnis mit Live-Performance des Musikers Javier Medina Bernal in jeder Kurseinheit!

¡Cánteme, quien tenga el verso…! (Silvio R.)

 

Über Javier Medina Bernal 

Javier Medina Bernal wurde 1978 in Panama geboren und ist Sänger, Komponist, Produzent und Autor. Er ist Mitglied des Movimiento de Cantautores de Panamá Tocando Madera. Javier hat fünf Alben veröffentlicht, bei denen er Komponist, Texter, Arrangeur, Gitarrist und Co-Produzent war. Zu seinen bekanntesten Songs gehören unter anderem "Quiero incendiarme en llamas", "Tu pecho es mi hogar", "El mejor lugar para sembrar" und "Reina el caos". Er gab Konzerte in Österreich, Italien, Spanien sowie in vielen lateinamerikanischen Ländern und nahm an zahlreichen internationalen Musikfestivals teil. Neben seiner Musik hat Javier auch literarische Werke veröffentlicht und wurde viermal mit dem Nationalen Literaturpreis Ricardo Miró von Panama ausgezeichnet.

Interview

Warum bist du nach Österreich gekommen?
Ich wurde eingeladen, 2018 in Turin zu spielen, und ich habe die Gelegenheit genutzt, um Freunde in Graz zu besuchen. Meine Idee war es, Europa mit dem Zug zu bereisen, und Wien war nicht wirklich in meinen Plänen. Aber meine Freunde in Graz haben mir gesagt: Du kannst nicht wegfahren, ohne Wien zu besuchen. Das erste, was ich sah, war Wien Mitte. Es hat mir nicht gefallen, weil ich etwas Romantischeres erwartet hatte, die Donau... Aber schließlich entdeckte ich andere Teile der Stadt und blieb etwas länger.

Was ist dein Lieblingsort in Wien?
Nun, das ist auch ein bisschen schwierig zu beantworten, aber von allen Orten, die ich kenne, fahre ich am liebsten entlang der Neuen Donau. Ich fahre gerne mit dem Rad die Donauinsel entlang, um all die grünen Orte wie die Lobau zu erreichen, das liebe ich. Es gibt auch touristischere und symbolträchtigere Orte, aber was mir am meisten ein Gefühl der Freiheit gibt, ist das Radfahren entlang des Flusses. Ich spreche natürlich vom Sommer - man könnte fast sagen, dass mein Lieblingsort in Wien der Sommer ist, es ist eine Jahreszeit, kein Ort.

Was vermisst du von deiner Heimat am meisten?
Was ich am meisten vermisse, ist die menschliche Qualität in Panama, auch wenn jedes Land seine Schattenseiten hat. Die Menschen in Panama sind so freundlich und gesprächig. Ja, das ist es: Ich vermisse ein bisschen mehr die sozialen Codes von "Guten Morgen".

Jetzt reden wir über dein künstlerisches Schaffen. Was war dein größter künstlerischer Erfolg?
Erfolg ist, wenn ich von dem leben kann, was ich gerne tue. Das ist Musik und Literatur. Und natürlich gibt es auf dem Weg dorthin einige Auszeichnungen, Dinge, die passieren, welche die Entscheidung, Künstler zu sein, mehr oder weniger gesellschaftlich bestätigen. Eigentlich sind diese Auszeichnungen nicht unbedingt notwendig. Sie sollten nicht etwas sein, das man herbei zwingt. Der größte Erfolg ist also, ein Leben mit der Kunst führen zu können und auch zu wissen, dass man für die Kunst lebt.

Und woher nimmst du deine Inspiration?
Aus dem Leben selbst, aus dem Bewusstsein, zu beobachten, zu sehen, dass das Leben sehr dunkel, aber auch sehr hell sein kann. Zu sehen, wie das Leben auf und ab fließt und wie es an einem Tag voller Dinge sein kann, die das Leben rechtfertigen, und in einem anderen Moment sieht man keine menschliche Gnade. Wenn ich Lieder und Bücher schreibe, dann tue ich das wirklich für mich, um einen Weg zu finden, ohne zu sehr an das Umfeld zu denken. Wenn man teilt, wenn man sieht, dass es eine Verbindung gibt, dann sieht man, dass es nicht nur eine Welt gibt. Dann entsteht eine Art von Empathie mit dem anderen und das Wissen, dass es vielleicht etwas jenseits des Offensichtlichen gibt.

Was ist dein Lieblingsort in Wien?
Nun, das ist auch ein bisschen schwierig zu beantworten, aber von allen Orten, die ich kenne, fahre ich am liebsten entlang der Neuen Donau. Ich fahre gerne mit dem Rad die Donauinsel entlang, um all die grünen Orte wie die Lobau zu erreichen, das liebe ich. Es gibt auch touristischere und symbolträchtigere Orte, aber was mir am meisten ein Gefühl der Freiheit gibt, ist das Radfahren entlang des Flusses. Ich spreche natürlich vom Sommer - man könnte fast sagen, dass mein Lieblingsort in Wien der Sommer ist, es ist eine Jahreszeit, kein Ort.

Hast du eine*n Lieblings-cantautor*a aus Lateinamerika?
Es ist unmöglich, nur eine oder einen zu nennen, aber natürlich die Klassiker wie Silvio Rodríguez aus Kuba, Violeta Parra aus Chile, die eine großartige Songwriterin ist, eine Vorreiterin in vielerlei Hinsicht. Und andere Songwriter, die man vielleicht nicht als solche wahrnimmt, weil sie zum Beispiel eher aus dem Rock kommen. Das war Gustavo Cerati aus Argentinien, der eine Gruppe Soda Stereo hatte, später aber auch als Solokünstler tätig war. Und natürlich neue Leute wie David Aguilar, wie Ezequiel Borra, die sehr jung sind.

Was erwartet die Teilnehmer*innen bei diesem großartigen Workshop?
Neben dem Essen, neben der Sprache, ist die Musik etwas sehr Wichtiges, das viel über ein Land aussagt. Liedermacher aus Lateinamerika haben mit ihrer Musik ganze Generationen geprägt und zählen zu den Besten weltweit. Ich möchte, dass die Teilnehmer*innen ihr Wissen über Lateinamerika durch diesen wichtigen Teil der Kultur vertiefen können und ich sie für die Musik noch mehr begeistern kann. Und natürlich freue ich mich sehr darauf, Ihnen die bekanntesten Liedermacher durch meine Interpretation vorzustellen.

Vielen Dank, lieber Javier und wir freuen uns auf den Workshop mit dir ab 12. Oktober bei uns im LAI!

Weitere Infos und Anmeldung:
Österreichisches Lateinamerika-Institut
+43 1 89174-163 100
office@lai.at 
Schlickgasse 1, 1090 Wien
Mo-Do 9:00–12:30 Uhr, 16:00–21:00 Uhr, Fr geschlossen
www.lai.at 

Küntler Javier Medina Bernal:
www.instagram.com/javiermedinabernal

facebook.com/javiermedinabernalartistadepanama

Letzte Änderung am Montag, 08 August 2022 11:41

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