Magazin für Kultur, Integration und spanische Sprache in Österreich
Cover CulturaLatina & Österreichische Kultur

Jetzt Abo bestellen!
Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular an: anzeigen@culturalatina.at,
Fax: +43 (0)134242414 987

[Hier klicken - Formular Download 46KB]

… … …

Veranstaltungen

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
6
8
9
10
12
16
18
19
21
22
23
24
25
30

Cultura de Austria

  • Comida vienesa o de Austria?
    Comida vienesa o de Austria? La gastronomía vienesa no se puede comparar con la del resto de los Estados austriacos.
  • Tracht y Dirndl
    Tracht y Dirndl El Tracht para los hombres y Dirndl para las mujeres, son los trajes típicos de…
  • El Palacio de Schönbrunn
    El Palacio de Schönbrunn El Palacio de Schönbrunn construido en el siglo XVI es una de las principales obras…
  • ¿Qué es Krocha?
    ¿Qué es Krocha? Krocha en dialecto y Kracher en el idioma alemán estándar. Se denomina “Krocha” o “Kracher”…
  • ¿Conoce las "Mohnzelten"?
    ¿Conoce las "Mohnzelten"? Mohnzelten, en español "tiendas/carpas de amapolas" son una especialidad dulce típica de la región del…
Samstag, 13 Mai 2017 15:33

Jalisco Philharmonic Orchester beeindruckt im Wiener Konzerthaus

geschrieben von Montserrat Zamora
Jalisco Philharmonic Orchestra: großartiger Auftritt in Österreich (Foto: Marco Ayala)

Das Philharmonische Orchester aus Jalisco, Mexiko präsentierte sich im Wiener Konzerthaus mit einem speziellem Programm.

Das mexikanische Philharmonische Orchester Jalisco, zwei Jahre nach seinem 100. Jubiläum, reiste anlässlich der “Año dual entre Alemania y México” (“Deutschlandjahr in Mexiko 2016-2017”)   durch Deutschland und Österreich.

Nach drei erfolgreichen Konzerten in Deutschland (Essen, Berlin und München), präsentierte es sich im Wiener Konzerthaus mit einem sehr speziellen Programm: am Anfang Redes von Silvestre Revueltas, ein wichtiger mexikanischer Komponist aus der klassischen Musikwelt in Mexiko, danach Danzón No. 2 von Arturo Márquez. Das Perkussionsensemble TAMBUCO spielte das Quartett für Perkussionen und Orchester Metal de Tréboles von Javier Álvarez. Das Programm endete mit der 1. Sinfonie von Johannes Brahms.

Ich hatte die Gelegenheit mich für CulturaLatina nach der Generalprobe mit dem Dirigenten Marco Parisotto zu unterhalten, der schon seit 2014 das mexikanische Ensemble führt. Wir befanden uns in seiner Künstlergarderobe, hinter ihm ein Bösendorfer Flügel, auf dem Tisch entdeckte ich die Partituren des Programms, darauf seine Brille und seinen Taktstock.

Marco Parisotto (Foto: Artefakt-Kulturkonzepte)
Direktor Marco Parisotto (Foto: Artefakt-Kulturkonzepte)

 

“Alles ist bis jetzt wunderbar gelaufen. Das Publikum hat immer sehr lange geklatscht, die Kritiken waren sehr erfreulich. Wir freuen uns alle sehr, heute in Wien spielen zu können!” erzählte Marco Parisotto von den bisherigen drei Aufführungen.

Es ist eine wichtige Herausforderung für das Jalisco Philharmonische Orchester, klassisches Repertoire in deutschen Städten zu spielen. In Wien dann sowieso! Die Sinfonie von Brahms wurde genau deswegen als Teil des Programms ausgesucht: um zu zeigen, was ein mexikanisches Orchester auch schaffen kann. Er erzählte mir über das Teatro Degollado, der Hauptsitz des Orchesters sowie über die große Operntradition, die es in Mexiko schon seit mehreren Jahren gibt, mit wichtigen Vertretern wie Plácido Domingo, Rolando Villazón und Javier Camarena. Jetzt kommt aber die Zeit, in der sich Mexiko in der Welt der Orchestermusik auch präsentiert. “Wir erregen viel Aufsehen. In ein paar Monaten werden wir bei der San Francisco Symphonics spielen. Wir haben vor, die Musik, die in Mexiko gemacht wird, überall auf der Welt vorzustellen.”

Zunächst sprach er ein bisschen mehr über die Stücke im Programm: „Redes“ von Silvestre Revueltas eröffnet das Konzert mit einem sehr starken Stück dem die mexikanische Folklore zugrunde liegt, jedoch ziemlich modern, dem Danzón No. 2 von Arturo Márquez, ein Stück, das die mexikanische populäre Musikkultur sehr widerspiegelt, folgt. Das Quartett für Perkussionen und Orchester des mexikanischen Komponisten Javier Álvarez war ein Wunsch für die Deutschland-Österreich Tour. “Wir wollten die Klangfarbe Mexikos durch die Perkussion vorstellen, welche vielleicht die älteste Musiksprache  ist”, erklärt Parisotto. Der Wunsch war auch, die mexikanische klassische Musik zum klingen zu bringen, die man nicht so oft hört. Von Revueltas, zum Beispiel, hört man La Noche de los Mayas oder Sensemayá viel mehr als Redes.

Am Ende unseres Gespräches fragte ich, wie seine Verbindung zu Mexiko überhaupt entstanden ist, worauf hin er mir erzählte, wie er zum ersten Mal mit dem Orchester der Nationaluniversität in Mexiko gespielt hat, was zu weiteren Kontakten innerhalb des Landes führte, auch zu seinem jetzigen Orchester. Nach der ersten Zusammenarbeit wurde er vom jalisciense Orchester eingeladen, die Stelle des Dirigenten zu übernehmen, “und ich habe ja gesagt!”, rief er fröhlich.

Antonio Dubatovka, erste Flöte des Orchesters aus Jalisco, erzählte mir danach über seine Erfahrungen während der Tour als Orchestermitglied. Für ihn war diese nicht die erste Tour in Europa. Er hat es nämlich während seiner Studentenzeit am Tchaikovsky Konservatorium in Moskau schon erlebt. Außerdem nahm er an einer anderen Tour mit dem Jalisco Philharmonisches Orchester im Jahre 2015 durch Südkorea teil. Jetzt aber in Deutschland und Österreich auftreten zu können ist natürlich eine ganz andere Sache wegen der musikalischen Tradition die in diesen Ländern lebt. Die Ansprüche sind höher, das bedeutet aber kein bisschen, dass die Mitglieder des Ensembles sich nicht sehr freuen, teilnehmen zu können. Die Tage reichen nicht, um sich die vielen Sehenswürdigkeiten in den schönen Städten anschauen zu können.

Endlich beginnt das Konzert um Punkt 20 Uhr mit einem ausgebuchten Saal im Wiener Konzerthaus und einem größeren mexikanischen Publikum als üblich. Den Zuschauern war die Aufführung jedoch nicht lang genug und man fordert zwei Encores: das in Lateinamerika sehr berühmte Huapango von José Pablo Moncayo und das Arrangement für Orchester des Volkslieds Guadalajara als Huldingung der Heimat des Orchesters, das einem wiener Publikum zum ersten Mal einen schönen Abend schenken konnte.

Año Dual Alemania-México
Im Rahmen des Deutschlandjahres in Mexiko 2016 – 2017 wurde mit dem Matching Funds ein Projektfonds ins Leben gerufen, aus dem Projekte von Akteuren der Zivilgesellschaft gefördert werden. Gleichzeitig erweitert diese Initiative die Vielfalt und Bandbreite der Veranstaltungen, setzt neue Impulse und ermöglicht neue Allianzen für zukünftige Zusammenarbeit. Weitere Informationen: www.alemania-mexico.com

Website: www.ofj.com.mx

Letzte Änderung am Samstag, 13 Mai 2017 23:32
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten
Don't have an account yet? Register Now!

Sign in to your account