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Donnerstag, 08 Oktober 2015 13:45

¡EL CINE! Zeitgenössische Filme aus Spanien und Mexiko

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Das Blickle Kino im 21er Haus präsentiert von 22. Oktober bis 12. November ein vierwöchige Zyklus voller Kino aus Spanien und Mexico. Filme auf Spanisch mit englischem Untertitel.

In enger Zusammenarbeit mit den Botschaften der beiden Länder wurden Filme ausgewählt, die das außergewöhnliche Kino jenseits der weltbekannten filmischen Produktion im spanischsprachigen Kulturraum repräsentieren. Bei einigen Terminen werden Regisseure anwesend sein, um im Anschluss an die Projektion gemeinsam mit dem Publikum über ihre Werke zu reflektieren.

Der Eintritt ist kontenlos, die Besucher müssen sich anmelden. Hier der Link zum Programm und Anmeldung:

http://www.21erhaus.at/de/events?&duration=365&eventType[0]=SCREEN&venues[0]=107&venues[1]=61438 unter ">Details anzeigen" kann man sich anmelden.

Detailliertes Programm 

Antonio del Real, La Conjura de El Escorial (ES 2008, 128 min.)
Donnerstag, 22. Oktober 2015 | 18 Uhr
(Spanischer Botschafter und Regisseur anwesend | Ambassador of Spain and Director will be present)

Das Historiendrama spielt am Hof von Philipp II. (1559–1598), Schauplatz einer Serie politischer Intrigen. Juan de Escobedo wird in der Ostermontagsnacht des Jahres 1578 von Auftragsmördern in eine Falle gelockt und getötet. In den Fokus der Ermittler geraten Persönlichkeiten, die dem Hof El Escorial sehr nahestehen.

Sandra Rozental, Jesse Lerner, La Piedra Ausente (MX 2013, 80 min.)
Mittwoch, 28. Oktober 2015 | 18.30 Uhr
(Mexikanischer Botschafter anwesend)

1964 wurde die größte Steinskulptur Amerikas – ein Monolith, der eine prähispanische Wassergottheit symbolisiert – aus San Miguel Coatlinchán im Staat Texcoco in das Nationalmuseum für Anthropologie und Geschichte nach Mexiko-Stadt gebracht. Der Transfer löste eine Rebellion der Dorfbewohner aus und endete in einer militärischen Intervention. Heute ist der riesige Stein das Monument der Hauptstadt und eine der wichtigsten nationalen Ikonen. Mithilfe von Animationen, Archivmaterial aus den 1960er-Jahren und rekonstruierten Szenen mit den Hauptakteuren des Transports analysiert dieser Dokumentarfilm die Bedeutung von geschichtlichen Zeugnissen für die Gegenwart.

Fernando Trueba, Javier Mariscal, Tono Errando, Chico y Rita (ES 2010, 94 min.)
Donnerstag, 29. Oktober 2015 | 18.30 Uhr

Ein Animationsfilm für Erwachsene, inspiriert von den späten 1940er-Jahren in Kuba: Die beiden Hauptfiguren Chico und Rita leben eine leidenschaftliche Liebesgeschichte. Chico ist ein junger jazzliebender Pianist und lebt in Havanna, während Rita davon träumt, eines Tages eine große Sängerin zu werden. Ihre Wege in Liebe und Beruf nähern sich einander an und entfernen sich wieder – wie die Schritte der Tänzer in einem Bolero. Kritiken bezeichneten den Film als eine „köstliche Mischung aus Zeichentrickanimation und Digitalstil“.

Hari Sama, El Sueño de Lu (MX 2011, 106 min.)
Mittwoch, 4. November 2015 | 18.30 Uhr
(Regisseur anwesend; Drinks und Snacks im Anschluss)

Nach einem Selbstmordversuch muss Lucía ihr Leben wieder mit Sinn erfüllen. Während sie darum kämpft, den Verlust ihres Sohnes zu überwinden, knüpft sie neue Kontakte und erlebt kleine Wunder. Eine Begegnung und eine unverhoffte Reise geben ihr neuen Lebensmut, und sie realisiert, dass die Ewigkeit in einem Augenblick liegen kann.

Carlos Saura, Goya en Burdeos (ES 1999, 104 min.)
Donnerstag, 5. November 2015 | 18.30 Uhr

Der Maler Francisco de Goya befindet sich mit seiner Geliebten Leocadia Zorrilla de Weiss und seiner Tochter Rosario im Exil in Bordeaux. Am Sterbebett erzählt Goya Rosario von den Vorfällen und Geschehnissen, die prägend für sein Leben waren – ein Leben voller Leidenschaft, politischem Aufruhr und Ekstase des Ruhms.

Jorge Pérez Lozano, Espiral (MX 2009, 99 min.)
Mittwoch, 11. November 2015 | 18.30 Uhr

Erzählt wird die Geschichte von Diamantina und Araceli, zwei jungen Mixtekinnen aus Oaxaca, deren Männer in den Norden gezogen sind, wo sie sich ein besseres Leben erhoffen. Santiago möchte Geld sparen, um Diamantina heiraten zu können. Macario will seine Familie aus der Armut retten. Als die Männer in ihr Dorf zurückkehren, ist nichts mehr, wie es war.

Vicente Pérez Herrero, Flamenco de raíz (ES 2011, 85 min.)
Donnerstag, 12. November 2015 | 18.30 Uhr
(Regisseur anwesend)

Der Dokumentarfilm Flamenco de raíz widmet sich den historischen Wurzeln des Flamenco sowie dem Zelebrieren dieses Tanzes auf Straßen und privaten Festen. Er bietet Einblicke in vielfältige Perspektiven und Ausdrucksformen, die mit der Welt des Flamenco in Verbindung stehen – sowohl aus persönlicher als auch aus professioneller Sicht. Dabei wird die Rolle des Tanzes im Kontext der Kulturindustrie wie auch im engeren Familienkreis analysiert. Flamenco de raíz bringt uns denen näher, die Singen zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben. Außerdem gibt der Film Einblick in das Leben jener Tänzer/innen und Musiker/innen, die die Kunst des Flamencos Tag für Tag bereichern.

 

Über das Blickle Kino

Das Blickle Kino im 21er Haus ist das einzige komplett erhaltene Kino Wiens aus den 1950er-Jahren. Die großzügige Unterstützung von Ursula Blickle ermöglichte die Renovierung dieses von Karl Schwanzer bereits für den Weltausstellungspavillon in Brüssel 1958 entworfenen Kinoraums durch Adolf Krischanitz. Das Blickle Kino entspricht allen heutigen kinotechnischen Standards und ermöglicht die Präsentation der gesamten Bandbreite des Films.

Das Blickle Kino wird über verschiedene Programmschienen bespielt, wie die Blicke Series, Portraiture Series, profil Series, Exhibition Series, Blickle Artists’ Docs sowie Art Education Series. Zentrale Aufgabe ist es den öffentlichen Diskurs zwischen Film und Kino, Kunst und Wissenschaft zu fördern, und Debatten um Geschichte und Zukunft der bewegten Bilder im Kontext der Bild- und Medienkultur des 21. Jahrhunderts zu initiieren. Das Blickle Kino verfolgt gemeinsam mit seiner Partnerin, der Ursula Blickle Stiftung, das Ziel, zeitgenössische Film- und Videoarbeiten in einen film- und zugleich kunsthistorischen Kontext einzubinden und damit Querverbindungen und historische Linien aufzuzeigen. Alle Facetten heutigen Film- und Videoschaffens werden vor- und zur Diskussion gestellt. Filmemacher, Kuratoren und Programmer werden eingeladen, zu ihren Arbeiten Stellung zu beziehen, wodurch ein Forum entsteht, in dem neueste Tendenzen erfahrbar werden.

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