Die deutsch-spanische Kulturzeitschrift Österreichs

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Freitag, 27 Dezember 2013 10:23

Schubert szenisch und Händel konzertant an der Wien

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Das mit dem "ersten Stock" bezieht sich nicht auf Nestroy, sondern auf das Regiemuster Claus Guths mit zwei Ebenen. Trotz der Ähnlichkeiten kommt bei seinen Produktionen nie Langeweile auf; Schuberts "Lazarus" übertraf sogar die bisherigen Projekte des Regisseurs. Weniger großartig war tags darauf Händels Oper: orchestral eher schwach und gesanglich nicht berauschend - bis auf den überaus affektierten wie gleichwohl superben Countertenor Franco Fagioli.

Herbert Hiess. Händels "Rinaldo" ist eine der ersten Opern des deutschen Komponisten und wurde 1711 in London uraufgeführt. Im Gegensatz zu seinen späteren Werken war Händels Musik in jungen Jahren noch viel abwechslungsreicher und lebendiger. Gleich zu Beginn seiner Karriere konnte er mit der Arie "Lasica ch´io pianga", die er aus seiner Kantate "Il Trionfo del Tempo e del Disinganno" wiederverwertet hatte, einen Welterfolg landen.

Vor etwa einem Jahr stand in diesem Stück allerdings mit Julia Leschneva eine weitaus interessantere Sängerin auf der Bühne als bei der gegenwärtigen Aufführung. Emöke Baráth als Almirena war zwar als verkühlt angesagt; im Vergleich zur jungen Russin Leschneva sang sie aber sehr monoton und nuancenlos, was sicher nichts mit ihrer Krankheit zu tun hatte.

Die Leistung der anderen Solisten war ebenso monoton wie die Baráths; als einzige Ausnahme konnte Franco Fagiolo erfreuen. Der argentische Countertenor sang ebenso facettenreich wie lebendig und spielte mit seiner flexiblen Stimme. Das einzige Manko war sein mehr als affektiertes Gehabe, das manchmal ins unfreiwillig Komische abdriftete. In so einem Fall heißt es für den Zuseher "Augen zu und durch!"

Das italienische Barockensemble Il pomo d´oro punktete mit exzellenten Einzelleistungen, wie zum Beispiel bei den Oboen, Flöten und vor allem die Barocktrompete. Riccardo Minasi ist ein hervorragender Violinist - nur war er in der Doppelfunktion des Dirigenten und Geigers ziemlich überfordert, was man nicht nur einmal deutlich vernahm.

 

Von ganz anderer Klasse war einen Tag zuvor Franz Schuberts Fragment "Lazarus". Dieses Werk ist für den deutschen Regisseur Claus Guth eine Herzensangelegenheit. Genial, wie er die Zeitlosigkeit des Themas Tod und (für gläubige Menschen) Auferstehung servierte. Die Handlung ist in der Abfertigungshalle eines Flughafens angesiedelt und wurde mit viel tief- und unter die Haut gehender Symbolik inszeniert. Auch die Choreographie des Chores und der Sänger war ausgezeichnet - so sang beispielweise der Schoenberg-Chor auf den Takt genau im "Rückwärtsgang" einen der Schubert-Chöre.

Sehr beeindruckend war auch, wie Charles Ives´ "Unanswered Question" direkt an das letzte Wort der "abgerissenen" Arie anschloß. Die anderen Chöre von Schubert, das zusätzliche Ives-Stück, "Der Wegweiser" aus der "Winterreise" und vor allem das "Sanctus" aus Schuberts Es-Dur-Messe gaben dem Werk seinen letzten Schliff.

Die Sänger waren alle durchwegs exzellent, also muß man keinen von ihnen besonders hervorheben. Und die Wiener Symphoniker unter Michael Boder trugen das ihre dazu bei, das Werk zu einem musikalischen Höhenflug zu machen.

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