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Donnerstag, 09 Juni 2022 15:23

Ausstellung „BRASILIEN. 200 Jahre Beziehungsgeschichten“

Von
Frontispiz von Joseph Selleny © NHM Wien, Alice Schumacher

Die neue Sonderausstellung „BRASILIEN. 200 Jahre Beziehungsgeschichten“ ist vom 8. Juni 2022 bis zum 23. April 2023 in den vier Kabinetten und zwei Sonderausstellungssälen (Hochparterre) im Naturhistorischen Museum Wien zu sehen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die faszinierende Vielfalt Brasiliens aus der Perspektive der jahrhundertelangen gemeinsamen Geschichte von Brasilien und Österreich mit ihren globalen Wechselwirkungen. Diese lassen sich in vielen Bereichen verfolgen – auf politischer Ebene bei großen Handelsabkommen genauso wie auf Ebene wissenschaftlicher und kultureller Kooperationen. Und nicht zuletzt auf der privaten Ebene – bei unserem persönlichen Konsumverhalten.

Die intensiven Beziehungen zwischen Österreich und Brasilien reichen in die Zeit der Habsburger-Monarchie zurück: Die Vermählung von Erzherzogin Maria Leopoldine von Österreich, der vierten Tochter von Kaiser Franz I., mit dem portugiesischen Thronfolger Dom Pedro im Jahr 1817 hatte nicht nur politische, sondern auch weitreichende wissenschaftliche Folgen. Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck von der großangelegten Expedition, die anlässlich der Hochzeit unter der obersten Leitung des österreichischen Staatskanzlers Metternich initiiert wurde. Ein Stab von angesehenen Wissenschaftlern sammelte und dokumentierte vier Jahre lang unter enormen Strapazen die exotische Fauna und Flora, aber auch Mineralien und ethnologische Kostbarkeiten. Der Präparator Johann Natterer blieb sogar 18 Jahre lang in den Regenwäldern Südamerikas und sandte zigtausende Objekte und Präparate nach Wien. Eine kleine Auswahl aus seinen Sammlungen, heute im NHM Wien und im Weltmuseum aufbewahrt, wird in der Ausstellung ebenso gezeigt wie einige der unzähligen Herbarbögen, die dem Botaniker Johann Pohl zu verdanken sind.

Erzherzogin Leopoldine (Joseph Kreutzinger, um 1815) und Dom Pedro  von Portugal (Gianno, vo 1830). Kabinett 2, Saalansicht. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger
Erzherzogin Leopoldine (Joseph Kreutzinger, um 1815) und Dom Pedro von Portugal (Gianno, vo 1830). Kabinett 2, Saalansicht. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger

Aber auch die problematische Seite der Brasilien-Beziehungen wird aufgezeigt – einige der vielen Facetten wie Sklavenhandel und Kolonialismus haben massive Auswirkungen bis in die Gegenwart. Dazu zählen rücksichtsloses, oft brutales Verhalten gegenüber der indigenen Bevölkerung ebenso wie die radikale Ausbeutung der begehrten Natur- und Bodenschätze, zu der unser eigenes Konsumverhalten wesentlich beiträgt. Im Kontrast dazu werden die Möglichkeiten und Grenzen der Wissenschaft, aber auch der indigenen Wissens- und Erfahrungsschätze, die sich in globalem Interesse um Lösungsansätze bemühen, beispielhaft aufgezeigt.

Der größte Teil der Ausstellung ist den einzigartigen Naturräumen Brasiliens gewidmet – dem immergrünen Regenwald Amazoniens, dem tausende Kilometer langen küstennahen Bereich des Atlantiks, der dichten Wildnis des Atlantischen Waldes, der bleichen Vegetation des „Weißen Waldes“ in der Caatinga, den tropischen Sumpfgebieten des Pantanals, den hochspezialisierten Gräsern der Pampa und den verschlossenen Savannen des Cerrado. Die gigantische Vielfalt und zumindest Reste der ursprünglichen Lebensräume und Lebensweisen zu erhalten, ist eine ungeheure Herausforderung. Wissenschaftler:innen aus Österreich und dem NHM Wien sind gemeinsam mit Partner:innen aus Brasilien in vielfältiger Weise an Forschungs- und Renaturierungs-Projekten beteiligt. Diese Projekte auf gemeinschaftlicher internationaler Basis werden laufend intensiviert und immer stärker global ausgerichtet – ein positiver Ausblick in die Zukunft nach 200 Jahren wechselvoller gemeinsamer Geschichte.

Erzherzogin Maria Leopoldine von Österreich (1797–1826)

Die intensiven politischen Beziehungen zwischen Österreich und Brasilien begannen mit der Vermählung von Erzherzogin Maria Leopoldine von Österreich, der vierten Tochter von Kaiser Franz I. und dessen Ehefrau Maria Theresia von Neapel-Sizilien, mit dem portugiesischen Thronfolger Dom Pedro im Jahr 1817. Brasilien war damals eine portugiesische Kolonie und Staatskanzler Metternich sah die Heirat als entscheidenden Schritt für Österreich, als Großmacht auch in Übersee Einfluss zu gewinnen. Die Hochzeit hatte nicht nur politische, sondern auch weitreichende wissenschaftliche Folgen.

„Naturwissenschaftlerin“ und Politikerin Erzherzogin Maria Leopoldine von Österreich (1797–1826) war keine typische habsburgische Prinzessin. Sie interessierte sich sehr für Naturwissenschaften, besonders für Mineralogie. Nach ihrer Heirat folgte sie ihrem Ehemann nach Brasilien, damals noch eine portugiesische Kolonie. Dort übernahm sie eine zentrale Rolle bei der Erklärung der brasilianischen Unabhängigkeit von Portugal und wurde 1822 zur ersten brasilianischen Kaiserin gekrönt. 1825 brachte sie den Thronfolger zur Welt. Sie starb am 11. Dezember 1826 infolge der Demütigungen und Misshandlungen durch ihren Mann. Ihre Rolle als Politikerin wird in Brasilien bis heute gewürdigt.

Johann Natterer (Michael Sandler, um 1836) und Johann Pohl (Franz Kadlik, 1823). Kabinett 2, Saalansicht. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger
Johann Natterer (Michael Sandler, um 1836) und Johann Pohl (Franz Kadlik, 1823). Kabinett 2, Saalansicht. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger

Politische Hintergründe

Der wissenschaftliche Auftrag der Brasilien-Expedition war eng mit politischen und wirtschaftlichen Zielsetzungen verknüpft. Das zeigt schon die Tatsache, dass die oberste Leitung dem österreichischen Staatskanzler, Klemens Wenzel von Metternich, vorbehalten war. Österreich, das keine Kolonien hatte, strebte nach Einfluss in Lateinamerika. In Brasilien sollten neue Absatzgebiete erschlossen werden. Man war auf der Suche nach neuen Handelspartnern und Handelswegen. Als Ansprechpartner vor Ort diente für die Wissenschaftler der österreichische Botschafter in Rio de Janeiro. Auch die Reiserouten der Forscher waren bis ins Detail vorgeschrieben. Die Dienstanweisung verwies ausdrücklich darauf, dass Informationen über wirtschaftlich interessante Produkte zu sammeln waren.

Johann Baptist Natterer (1787–1843)

Anlässlich der Vermählung seiner Tochter Leopoldine ließ Kaiser Franz I. 1817 eine Expedition nach Brasilien entsenden. Namhafte Forscher sollten ursprünglich zwei Jahre lang interessante Pflanzen, Tiere und Mineralien sammeln und nach Wien bringen. Dazu wurden nach den Vorstellungen von Staatskanzler Metternich detaillierte Reisepläne ausgearbeitet. Die Wissenschaftler bekamen darüber hinaus genaue Anweisungen für die Dokumentation der gesammelten Fundstücke und mussten auch Tagebuch über die Reise selbst führen.
Ausgangspunkt für die Vorstöße in unerforschte Gebiete war Rio de Janeiro, wo die beiden österreichischen Fregatten nach mühsamer, abenteuerlicher Seereise eintrafen. Die Strapazen im tropischen Klima waren für die Expeditionsteilnehmer enorm. Viele von ihnen litten bald an unbekannten Krankheiten und mussten vorzeitig heimkehren. 1821 wurde die Expedition offiziell für beendet erklärt.
Nur der Präparator und Naturforscher Johann Baptist Natterer (1787–1843) blieb insgesamt 18 Jahre in den Regenwäldern Südamerikas.

Vitrine mit verschiedenen Arten. Saal 18. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger
Vitrine mit verschiedenen Arten. Saal 18. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger
Saal 17, Saalansicht. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger
Saal 17, Saalansicht. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger
Saal 17, Cerrado. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger
Saal 17, Cerrado. Foto: © NHM Wien, Christina Rittmannsperger

Fasziniert von Brasilien

Natterer war fasziniert von Brasilien und seinen Naturschätzen. Er weigerte sich, auf Befehl des Kaisers nach Wien zurückzukehren und setzte die Expedition auf eigenes Risiko und mit eigenen Mitteln fort. Auf insgesamt 10 Reisen erkundete er die Gebiete um São Paulo und Rio de Janeiro, drang aber auch in die Amazonas-Region vor. Dabei arbeitete er keineswegs als allein reisender Forscher, sondern nutzte lokale Institutionen, brasilianische Helfer und auch Sklaven. Erst 1836 kehrte er nach Wien zurück und begann mit der wissenschaftlichen Auswertung seiner Sammlungen. Leider wurde ein Großteil seiner Tagebücher, Manuskripte und Notizen 1848 beim Brand der Hofburg vernichtet.

40 Jahre danach – Die Novara

Die wohl ehrgeizigste Expedition der österreichischen Wissenschaftsgeschichte war die Weltumsegelung der Fregatte Novara 1857–1859. 1857 gelangte die Novara auch nach Brasilien. Die gesamte Fahrt wurde vom Landschaftsmaler Josef Selleny in hunderten Bildern und Skizzen dokumentiert. Wiederum war die Ausbeute an Mineralien, Tieren, Pflanzen und völkerkundlichen Objekten riesig. Die wissenschaftliche Aufarbeitung dauerte Jahrzehnte, und selbst heute bringen die damals mitgebrachten Objekte noch neue Erkenntnisse.

Weggenommen? Bewegte Sammlungsvergangenheit

Mehr als 150.000 Objekte gelangten im Zuge der Brasilien-Expedition ab 1817 nach Wien. Viele waren im Brasilianum in der Johannesgasse zu bestaunen. Nach dessen Schließung wurden sie in der Hofburg untergebracht. Als 1848 das Dach der Hofbibliothek in Brand geschossen wurde, wurden neben einem großen Teil der Insekten- und Wirbeltiersammlungen auch viele unersetzliche wissenschaftliche Aufzeichnungen vernichtet. Über 30.000 Pflanzenbelege – vor allem von Johann Pohl – sowie wesentliche Teile der Sammlung Johann Natterers blieben verschont und gingen 1889 an das neu eröffnete Naturhistorische Hofmuseum am Ring. In den 1920er Jahren wurden die ethnographischen Objekte in das 1928 eröffnete heutige Weltmuseum Wien übersiedelt.. Die Sammlungen des NHM Wien wuchsen weiter. Aus allen Teilen der Welt kamen Tiere, Pflanzen, Mineralien und Gesteine hinzu. Was damals aus wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Interessen voller Stolz gesammelt wurde, wird heute allerdings aufgrund von teilweise kolonialen und ausbeuterischen Kontexten kritischer gesehen.

Global Scientific Commons

Die Objekte - in zunehmendem Ausmaß auch die Digitalisate – stehen der globalen Forschungscommunity seit jeher offen zur Verfügung. Wichtige Forschungsthemen sind die Beschreibung der biologischen Vielfalt, Erfassung ihrer räumlichen Verteilung und Veränderung und darauf basierend ihr langfristiger Schutz. Außerdem stellen die objektassoziierten Daten eine Basis für vielfältige systemische Forschungsansätze, wie zur nachhaltigen Ressourcennutzung oder zum Verständnis von Ökosystemfunktionen. Ein bahnbrechendes Pilotprojekt war REFLORA. Gefördert und initiiert von brasilianischer Seite haben über 900 Forschende aus aller Welt Millionen von Herbarbelegen digitalisiert und zusätzlich in einem Online Portal eine aktuelle Übersicht der Pflanzenwelt Brasiliens gegeben.

Für Österreich leistete die Botanische Abteilung des NHM Wien mit geschätzt mehr als 60.000 Herbarbelegen aus Brasilien (getrocknete, gepresste Pflanzen auf Papierbögen montiert und mit Namen und Sammelinformationen versehen), von denen bisher 40.000 digitalisiert wurden, als auch mit Fachexpertise einen wesentlichen Beitrag.

Perfekt im Umgang mit Ressourcen

Schon vor ca. 17.500, vielleicht sogar bereits vor 27.000 Jahren wurde Amerika von Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt besiedelt. Jahrtausende vor der Kolonisierung durch die Europäer konnten sie als relativ kleine und isolierte Gruppen im Einklang mit ihrem Lebensraum existieren. Mit Kreativität und technischem Geschick gestalteten sie ihre Umwelt und verbesserten durch Anbau von Nutzpflanzen und Haltung von Nutztieren ihre Lebensbedingungen. Heute gibt es ca. 900.000 Indigene in Brasilien, die 300 unterschiedlichen ethnischen Gruppen angehören und über 150 verschiedene Sprachen sprechen. Ihr Umgang mit Ressourcen hat eine jahrtausendealte Geschichte. Ihre Traditionen sind ein wesentlicher Schlüsselfaktor für die Bewahrung der Naturräume in Brasilien.

Ausgebeutet?

Nach der Eroberung Brasiliens durch die Portugiesen im Jahr 1500 führte der Reichtum an Naturschätzen mehrere Jahrhunderte lang zu extremer Ausbeutung – ohne Rücksicht auf Naturkreislaufe oder Überleben und Kultur der indigenen Bevölkerung. Der Anbau von Zuckerrohr, Baumwolle, Tabak und Kaffee, aber auch die Goldgewinnung basierten vom Ende des 16. bis zur zweiten Hälfte des 19.

Jahrhunderts auf Sklaverei. Die Gewinnung des begehrten Brasilholzes hatte bereits im 16. Jahrhundert die Vernichtung großer Waldgebiete an der Atlantikküste zur Folge. Riesige Landflächen wurden dort von portugiesischen Landbesitzern nach Gutdünken genutzt, um die Erschließung ins Landesinnere voranzutreiben. Sie ließen zunächst Zuckerrohr, im 18. Jahrhundert zunehmend Baumwolle und im 19. Jahrhundert Kaffee anpflanzen. Zusätzlich baute man im Gebiet des heutigen Minas Gerais Gold und Edelsteine ab. In der Amazonasregion wurde aus dem Milchsaft der Kautschukbäume Kautschuk zur Gummi-Erzeugung gewonnen. Heute zählen Gewinnung von Energie und Bodenschätzen, Anbau von Soja und Schaffung riesiger Weideflächen zur Rinderzucht zu den Hauptursachen für die Zerstörung intakter Naturräume.

Eröffnung "BRASILIEN. 200 Jahre Beziehungsgeschichten"

Botschafter von Brasilien in Wien Nelson Antonio Tabajara de Oliveira bei der Eröffnung
Botschafter von Brasilien in Wien, Nelson Antonio Tabajara de Oliveira bei der Eröffnung "BRASILIEN. 200 Jahre Beziehungsgeschichten". Foto: NHM/APA-Fotoservice/Tanzer.
V.l.: Dr. Christian Bräuchler (Leiter der Botanischen Abteilung, NHM Wien), Mag. Jürgen Meindl (Leiter der Sektion Kunst und Kultur, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport), Dr. Katrin Vohland (Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin, NHM Wien), Botschafter Nelson Antonio Tabajara de Oliveira (Brasilianische Botschaft in Wien), Prof. Dr. Sabine Eggers (Kuratorin der Anthropologischen Abteilung, NHM Wien), Botschafter Dr. Marcus Bergmann (Stv. Leiter der Sektion Internationale Kulturangelegenheiten, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten), DDr. Martin Krenn (Leiter des Archivs für Wissenschaftsgeschichte, NHM Wien). Foto: NHM/APA-Fotoservice/Tanzer.
V.l.: Dr. Christian Bräuchler (Leiter der Botanischen Abteilung, NHM Wien), Mag. Jürgen Meindl (Leiter der Sektion Kunst und Kultur, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport), Dr. Katrin Vohland (Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin, NHM Wien), Botschafter Nelson Antonio Tabajara de Oliveira (Brasilianische Botschaft in Wien), Prof. Dr. Sabine Eggers (Kuratorin der Anthropologischen Abteilung, NHM Wien), Botschafter Dr. Marcus Bergmann (Stv. Leiter der Sektion Internationale Kulturangelegenheiten, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten), DDr. Martin Krenn (Leiter des Archivs für Wissenschaftsgeschichte, NHM Wien). Foto: NHM/APA-Fotoservice/Tanzer.

Die Ausstellung wurde am 7. Juni 2022 zwischen brasilianischen Klängen der Band Mandando Brasa und prächtiger Pflanzendekoration der Österreichischen Bundesgärten feierlich eröffnet. NHM Wien-Generaldirektorin Dr. Katrin Vohland und wirtschaftlicher Geschäftsführer Mag. Markus Roboch empfingen die Eröffnungsgäste.  

Als Vertreter der Republik Brasilien sprach Botschafter Nelson Antonio Tabajara de Oliveira Grußworte, ebenso wie Botschafter Dr. Marcus Bergmann (Stv. Leiter der Sektion Internationale Kulturangelegenheiten, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten).

Eröffnet wurde die Ausstellung von Mag. Jürgen Meindl (Leiter der Sektion Kunst und Kultur, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport). Die Eröffnung wurde eingebettet in wissenschaftliche Beiträge des Kurator:innen-Teams: Zu den verschiedenen Themen der Schau sprachen neben Generaldirektorin Dr. Katrin Vohland der Leiter der Botanischen Abteilung, Dr. Christian Bräuchler, die Kuratorin der Anthropologischen Abteilung, Prof. Dr. Sabine Eggers, und der Leiter des Archivs für Wissenschaftsgeschichte, DDr. Martin Krenn.

Band Mandando Brasa. Foto: NHM/APA-Fotoservice/Tanzer
Band Mandando Brasa. Foto: NHM/APA-Fotoservice/Tanzer

„Es ist eine besondere Freude, diese Ausstellung, die mir persönlich und wissenschaftlich sehr am Herzen liegt, nun eröffnet zu sehen! Sie zeigt die lange zurückreichenden Beziehungen zwischen Brasilien und Österreich, die historische und aktuelle Verbundenheit, aber auch die vielfältigen Naturräume Brasiliens und die wissenschaftlichen Ansätze zur Erhaltung und zum Schutz der Biodiversität. Ich freue mich, dass der Eröffnungsabend so gelungen und feierlich war“, betonte NHM Wien-Generaldirektorin Dr. Katrin Vohland.

„BRASILIEN. 200 Jahre Beziehungsgeschichten“ ist bis 23. April 2023 zu sehen und wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Symposien, Workshops, Führungen und interaktivem Programm auf Deck 50 begleitet, wie auch mit einem Blog mit thematisch vertiefenden Text- und Videobeiträgen. 

Vorträge:
Gültige Eintrittskarte erforderlich.
Der Besuch der Vorträge ist frei.

Mittwoch, 8. Juni 2022, 19.00 Uhr:
Symposium: Wessen Unabhängigkeit? 200 Jahre Brasilien

Donnerstag, 9. Juni 2022, 09.30 Uhr:
Symposium: Wessen Unabhängigkeit? 200 Jahre Brasilien

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 18.30 Uhr:
Tropenbiologische Forschungen und Filmstudien in Brasilien
Walter Hödl (Universität Wien)

Mittwoch, 23. November 2022, 18.30 Uhr:
Österreichisch-Brasilianische Wissenschaftsgeschichten im „langen“ 19. Jahrhundert
Martin Krenn (Archiv für Wissenschaftsgeschichte, NHM Wien)

Mittwoch, 14. Dezember 2022, 18.30 Uhr:
Brasilien – gel(i)ebte Vielfalt 
Christian Bräuchler & Heimo Rainer (Botanische Abteilung, NHM Wien)

Mittwoch, 11. Jänner 2023, 18.30 Uhr:
Was gefährdet bzw. schützt den Brasilianischen Regenwald?
Walter Hödl (Universität Wien)

 

Weitere Informationen: www.nhm-wien.ac.at/brasilien 

Letzte Änderung am Freitag, 10 Juni 2022 22:47
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