Die deutsch-spanische Kulturzeitschrift Österreichs

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Donnerstag, 09 Mai 2013 13:48

Österreichischer Kunstbotschafter Erwin Wurm „ein talentiertes Genie“

Geschrieben von
Sonia Montiel de Muhm mit der Kunstbotschafter Erwin Wurm Foto: Albertina Museum

Von Sonia Montiel de Muhm. Seit zwanzig Jahren ist Erwin Wurm einer der bedeutendsten österreichischen Künstler auf nationaler und internationaler Ebene. Er zeigt sich selbst unprätentiös, charmant und kreativ. Die Vanitas Symbole, die eigene Philosophie über das Leben, die Wurm in pink oder besser gesagt in zuckerlrosa verpackte. Seine Leichtigkeit mit einem Schuss Pikantem dazu.

Übrigens, die zuckerlrosa verpackte Kunstwerke waren meine erste Begegnung mit der Kunst von Erwin Wurm, die er damals im Essl Museum und danach im Gustinus Ambrosi Museum im Augarten ausstellte.

Sich selbst immer wieder neu zu entdecken ist sein Geheimnis. In seinen unfassbaren Werken gibt es Videos, Kunstaktionen, Photographien, Zeichnungen, oder besser gesagt, keine Grenzen in seinen Ausdrücken. Materialien und Objekte wie Holz, Wolle, Silikon, Häuser, Autos, Pullover sind seine Begleiter.
Er besuchte die Universität Mozarteum Salzburg, die Hochschule für angewandte Kunst Wien und die Akademie der bildenden Künste Wien.

In Österreich waren seine Werke schon in bedeutende Museen wie im MAK (Museum für angewandte Kunst), im Essl Museum in Klosterneuburg, Gustinus Ambrosi Museum und  in der Museum Albertina zu sehen.

Er ist seit zwanzig Jahren mit seiner Kunst auf der ganzen Welt von Wien bis New York zu Hause.

2003 hat die Gruppe Red Hot Chilli Peppers Erwin Wurm‘s One Minute Skulpturen in dem Video zu ihrer Single Can´t Stop verwendet.

2006: Titel „Keep a Cool Head“ (Bewahre einen kühlen Kopf) im MUMOK - Museums Quartier, die Ausstellung die für Aufregung sorgte, wo ein Einfamilien Haus in Originalgröße schräg und verkehrt am Dach des MUMOK Gebäudes angebracht wurde und in ganz Europa große Beliebtheit erfuhr. Das entstand in Zusammenarbeit mit den Deichtorhallen Hamburg, dem Kunstmuseum St. Gallen und dem Musée d'Art Contemporain de Lyon.

2010 war Wurm mit „Narrow House“ auf der 54 Kunstbiennale in Venedig vertreten; mit  ein Model des Elternhauses des Künstlers, das auch in Klosterneuburg 2010 zu sehen war.

In den letzten zehn Jahren enthüllte die Salzburg Fundation zwölf Skulpturen von bedeutenden Künstlern.

2011: Schöner Wohnen, MAK – Museum für angewandte Kunst, Vienna, Austria 2011 "Beauty Business" for Whitewall Magazine “PRIVATE WURM" im Essl Museum Kunstbiennale Venedig.

Im Jahr 2012, zum Abschluss dieses Projektes wurden nun drei große Skulpturen präsentiert. Die Gurken-Skulpturen vor dem Eingang der Universität von Erwin Wurm, der Künstler Manfred Wakolbinger mit der Edelstahl- Skulptur „Connection“. Salzburg ist ein Juwel in Österreich und großer Förderer der modernen Künstler, wir freuen uns auf zukünftige Kunst Projekte, die die Stadt Salzburg schmücken können.

2012: Museum Albertina mit dem Vorwort von Klaus Albrecht Schröder, Burgtheater - Direktor Matthias Hartmann mit Texten von Konrad Paul Liessmann und Christina Natlacen, sowie einem Gespräch mit Erwin Wurm von Antonia Hoerschelmann.

Freunde, wie Michael Haneke österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor wurden eingeladen. Seine Spielfilme (Die Klavierspielerin, Caché, Das weiße Band, Liebe). Er war Gewinner 2012 Europäischer Filmpreis für Liebe für die beste Regie, 2013 Oscarpreis Träger.

Hermann Nitsch, ein Freund Wurms, ist ein bedeutender Österreicher Künstler, der auch international eine Berühmtheit ist, hat große Erfolge mit Orgien und Mysterien-Theatern, Opferritualen, Messliturgien, etc. Sein Haus kann man in Wien sehen. Er präsentierte seine Werke in den bedeutendsten Museen und Galerien der Welt; Herman Nitsch Museum, Museumzentrum in Mistelbach; Gewinner 2005 des Großen Österreicher Staatspreis für Bildende Kunst. 2009 wurde die Nitsch Fundation gegründet, Ziel ist die Vermittlung, Verbreitung und Dokumentation von Nitsch - Kunstwerken.

Sonia Montiel de Muhm mit Dr. Klaus Albrecht Schröder Geschäftsführer des Albertina Museums. Foto: Albertina Museum

2013: Museum Albertina, anlässlich seiner Ausstellung DE PROFUNDIS, durfte ich Erwin Wurm persönlich kennenlernen. Für mich ist er ein talentiertes Genie! Ich war so begeistert und als ich um ein gemeinsames Foto bat, bin ich versehentlich auf seine Füße gestiegen. Ich wusste nicht was gerade passiert war, aber es war mir sehr peinlich. Herr Wurm war aber sehr charmant und hat mich aus der misslichen Lage elegant befreit und zu unserem Foto gelächelt.

Dieses Jahr ist Erwin Wurm Träger des Großen Österreicher Staatspreis, eine hochkarätige Auszeichnung die von der Republik Österreich einmal im Jahr einem Künstler für hervorragende Leistung verliehen wird.

In meinem Beruf als Fremdenführerin und Weltenbummlerin, ist es mir immer eine Ehre, meine internationale und nationale Gäste einen Künstler wie Herrn Wurm zu erwähnen, der die moderne Kunst dieses Landes präsentiert und so die Gäste für das Alpenland Österreich zu begeistern.
Er ist ein Österreichischer Kunstbotschafter und es wäre sehr schön einmal ein ERWIN WURM MUSEUM in Wien zu haben.

Lassen Sie sich von der Grammatik der Leibesübungen verführen, die in der Galerie Thaddaeus Ropac, Paris Pantin, Frankreich zu sehen ist.

Interesse an Ausflugszielen und Spaziergängen in Wien und Niederösterreich? Ein Spaziergang durch die moderne Kunst mit Sonia Montiel de Muhm lohnt sich! Anmeldungen erforderlich.

Alternative Orte zu besuchen:
-Gustinus Ambrosi Museum
-Museum Albertina
-MAK – Museum für angewandte Kunst
-MUMOK im Museums Quartier
-Kunsthalle Krems
-Die Landesgalerie Burgenland u.a.


Kontaktdaten:
Sonia Montiel de Muhm
staatlich geprüfte Fremdenführerin
Adresse: Nordwestbahn Str 25/5, Wien 1020
Telefon: +43  699 1 925 17 12 oder
E-Mail: sonia.muhm@chello.at

Besonderer Dank ergeht an die Albertina Wien und Herrn Direktor Dr. Klaus Albrecht Schröder für die Bereitstellung der Fotos.

Sonia Montiel de Muhm und österreichischer Filmregisseur Michael Haneke. Foto: Albertina Museum

Letzte Änderung am Montag, 13 Mai 2013 08:15
Redaktion

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  • El trazo iberoamericano in Wien: Humor um die Realität zu sehen

    Der „Iberoamerikanische Club von Wien” beginnt Aktivitäten diesen Montag, den 07.06., mit der Karikaturenausstellung „El trazo iberoamericano”, die die Arbeit von 23 hervorragenden Künstlern aus 17 Ländern, mit insgesamt fast 100 Werken, zeigt. 

    Kontinente, Kulturen und Personen zusammenführen war die gelungene Parole des „Iberoamerikanischen Clubs von Wien” mit seiner ersten Aktivität: „El trazo iberoamericano”. 

    Bis zum 6. Juli kann man die Ausstellung genießen, die auf eine witzige Art über aktuelle, politische und soziale Themen reflektieren lässt. Mit Kritiken der grafischen Künstler, die ihre Werke in Zeitschriften veröffentlichen aber auch Künstler der Witzgrafiken sowie Komiks, Künstler die dafür leben die Realität ihrer Länder mit der Linienführung zu zeigen. 

    „El trazo iberoamericano": Eine Ausstellung, die die Enthüllung der iberoamerikanischen Ereignisse bis Wien freigibt. 

    Eine Karikatur ist eine humoristische grafische Darstellung, angenehm für die Augen, witzig und kreativ. In ihnen sehen wir wie die Künstler Formen, physische Wesenszüge, Verhalten einschließlich Aktivitäten, übertreiben oder vereinfachen. Aber über das Witzige hinaus, was eine Karikatur sein kann, beabsichtigt der Künstler eine Realität, politische und soziale Veränderungen in einer Denunzierung, die sich als Kritik interpretieren lässt, zu machen. 

    „Die Karikatur ist eine der expressivsten, künstlerischen Medien, weil in ihr Ironie, Sarkasmus, Humor und die Fähigkeit steckt, mit wenigen Linien die Realität von allen Ländern zu beschreiben“, sagte bei der Eröffnung der Repräsentant des Institutes Cervantes von Wien.

    Director del Instituto Cervantes de Viena, Dr. Carlos Ortega Bayón al momento de dar inicio a la exposición
    Direktor des Cervantes-Instituts Wien, Dr. Carlos Ortega Bayón bei seiner Rede zur Ausstellungseröffnung "El trazo Iberoamericano". (Foto: CulturaLatina)

    Künstler und teilnehmende Länder:

    - Xavier Casals (Andorra)
    - Jordi Planellas (Andorra) 
    - Ricardo Siri “Liniers” (Argentina)
    - Laerte (Brasil)
    - Vladimir Flórez "Vladdo" (Colombia)
    - Luis Demetrio Calvo “Mecho” (Costa Rica)
    - Arístides Esteban Hernández Guerrero “Ares” und Gerardo Hernández (Cuba)
    - Marcelo Escobar (Chile)
    - Pancho Cajas (Ecuador)
    - Paco Calderón und Abel Quezada (México)
    - Rafael de los Santos (República Dominicana)
    - Carlos Alfredo Ruiz Moisa “Ruz” (El Salvador)
    - Lowis Rodríguez “Lowi” (Panamá)
    - Robin Wood und Roberto Goiriz (Paraguay)
    - Jorge Vinatea Reynoso, Pancho Fierro und Elena Izcúe (Perú)
    - André Carrilho (Portugal)
    - Andrés Rábago “El Roto” (España)
    - Jimena Merchán und Lucía Borjas (Venezuela).

     

    Die Ausstellung ist für das Publikum öffentlich zugänglich im Institut Cervantes (Schwarzenbergplatz. 2, 1010 Wien). Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten von Montag - Freitag: 10:00h – 13:00h & 14:00h – 16:00h, Freitag: 10:00h – 13:00h.

     

    Über den iboamerikanischen Club 

    Der iberoamerikanische Club hat als Ziel, die größte Ausstellung der lateinamerikanischen Kultur, von Portugal, Andorra und Spanien, in Österreich zu schaffen. Die Botschaften dieser Länder und das Institut Cervantes in Wien haben ihre Kräfte vereint und einen Block von Aktivitäten vorbereitet.

    „Wir wollten gemeinsame Projekte voranbringen mit der ausreichenden Organisation und Natürlichkeit, damit sich das Publikum nicht in einer Stadt verirrt und es möglich wird, ein iberoamerikanisches kulturelles Angebot sichtbarer zu machen. Wir wollten nicht nur bei der Öffentlichkeit überzeugend und kongruent ankommen, sondern beim breiten Publikum, das gierig auf Neuigkeiten und neugierig auf unsere Kulturen kommt“, erklärt Dr. Carlos Ortega Bayón bei seiner Eröffnungsrede.

    Genannt werden auch der Gebrauch der neuen digitalen Informations-Medien, der sozialen Netze, sowie auch ihrer neuen Webseite: www.clubiberoamericanodeviena.at und ihr Facebook-Auftritt:  www.facebook.com/clubeiberoamericanodeviena 


    Der neue iberoamerikanische Club, seine Events, sowie andere Leistungen für die iberoamerikanische Gemeinschaft, konsolidieren die Kraft und die Popularität dieser Kultur und ihrer Sprachen (Spanisch und Portugiesisch) in Österreich.

     

    Fotos der Eröffnung „El trazo iberoamericano en Viena": www.facebook.com/CulturaLatina.at

     

  • Faszinierende Schätze im Kunsthistorischen Museum Wien

    Die Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, Dr. Sabine Haag, erzählt uns in einem persönlichen Gespräch über eines der größten und bedeutendsten Museen der Welt.

    Das Kunsthistorische Museum ist aus den Sammlungen der Habsburger von Kaiser Karl V., Kaiser Maximilian I., Kaiser Rudolf II., Ferdinand II. von Tirol, Erzherzog Leopold Wilhelm, bis zu Kaiser Franz Joseph, Sammler und Erbauer des KHM, entstanden.

    Hier befindet sich ein historisches und wunderbares Weltkulturerbe, Schätze der Kunstgeschichte, wie der Turmbau zu Babel von Pieter Bruegel dem Älteren, die Porträts von Giuseppe Arcimboldo, großartige Werke von Sir Peter Paul Rubens, Albrecht Dürer, Tizian, Jan Vermeer, Jan van Eyck, Michelangelo Merisi da Caravaggio, die Saliera von Benvenuto Cellini, spanische Kunstschätze von Diego Velázquez und vieles mehr.

    Die Architekten des Kaisers, Carl von Hasenauer und Gottfried Semper, benutzten exquisite Materialien um das Museum zu erbauen. Die Skulpturen wurden von Edmund Hellmer, Carl Kundmann, Viktor Tilgner und Caspar Zumbusch gearbeitet.

    Das Stiegenhaus gleicht einem Juwel, ist ausgestattet mit Frühwerken von Gustav Klimt, seinem Bruder Ernst Klimt und dem Mitglied der Maler Kompanie, Franz Matsch. Auch mit Lünettenbildern von Hans Makart, dem bedeutendsten Maler seiner Zeit, sowie dem Deckengemälde von Mihály Munkácsy.

    In Paris wurde die ehemalige königliche Residenz - das Palais du Louvre - 1793 zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, heute besser bekannt als das Museum de Louvre. In Wien wurden die Zwillings-Museen vom Erbauer und Sammler, Kaiser Franz Joseph, von Anfang an als öffentliche Häuser geplant und gebaut.

    Wir hatten das Glück, Frau Dr. Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums in Wien, zu interviewen, um zu erfahren, welche faszinierenden Schätze das KHM für das Publikum, insbesondere für das Spanisch sprechende, beherbergt.

    Dr. Sabine Haag: Das KHM geht auf eine sehr lange Sammeltradition der Familie Habsburg zurück. Die Habsburger haben schon im 12. Jahrhundert zu sammeln begonnen. Sie waren Herrscher des Heiligen Römischen Reichs, haben die Könige von Spanien gestellt, die Königin von Brasilien und Portugal, u. s. w. Das heißt, die Habsburger haben Kunstwerke aus der ganzen Welt gesammelt und natürlich sind hier viele Arbeiten aus Spanien und den spanischsprachigen Ländern heute in unseren Museen zu sehen. Das Weltmuseum Wien hat natürlich eine große Sammlung davon, mit der Ikone des Hauses, dem alten aztekischen Federkopfschmuck „Penacho“ des Moctezuma, aber auch die Sammlung im KHM hat einen ganz starken Bezug zu Spanien und zu den spanischsprachigen Ländern. Bilder des wahrscheinlich berühmtesten Künstlers Spaniens, Diego Rodríguez de Silva Velázquez (1599 Sevilla-1660 Madrid), welcher Hofmaler des spanischen Königshauses Phillip IV. war. Ganz bekannt sind natürlich die Heiratsbeziehungen die die Familie Habsburg über ganz Europa gesponnen hat. Zwischen Spanien und Österreich gab es auch mehrfache Heiratsverbindungen, und so hat zum Beispiel Kaiser Leopold I., die berühmte Infantin Margarita Theresa geheiratet. Sie waren Onkel und Nichte mit einem beträchtlichen Altersunterschied. Velázquez hat dieses wunderbare Porträt der spanischen Infantin gemalt, das dann nach Wien gesandt wurde.

    Wir besitzen natürlich hier im Museum noch viele andere wunderbare Werke von Velázquez, aber auch von Francisco Pacheco (Lehrer Diego Velázquez), Juan Bautista Martínez del Mazo, Franzisco Herrera (Lehrer Diego Velázquez), Mérida, Alfonso Sánchez Coello, Juan Pantoja de la Cruz. KHM hat eine sehr schöne Sammlung spanischer Meister in der Gemälde Galerie, aber auch in der Kunstkammer gibt es sehr viele Objekte mit Bezug zu Spanien, Portugal, sowie zu spanischsprachigen Ländern in Übersee. Eine ganz besonders prächtige Sammlung mit starkem Bezug zu Spanien ist die Sammlung der Hofjagd- und Rüstkammer in der Neuen Burg. Sie ist so etwas wie ein Stammbaum aus Stahl und eine der größten ihrer Art. Hier sind nicht nur Rüstungen der Familie Habsburg, sondern all ihrer Verwandten und wichtigen historischen Persönlichkeiten Europas, quer durch die Jahrhunderte, ausgestellt. Durch die weite Verwandtschaft der Familie der Habsburger, mit der engen Bindung zu Spanien und Portugal, ist der Fokus auf die internationale Kunst gerichtet und für die spanischsprachige Gemeinde gibt es da natürlich viel zu entdecken. Auch im Münzkabinett wird immer wieder auf historische Ereignisse Bezug genommen und wir laden alle LeserInnen von CulturaLatina ein uns hier im KHM zu besuchen.

    Dr. Sabine Haag berichtete uns welche faszinierenden Schätze das KHM für das Publikum, insbesondere für das Spanisch sprechende, beherbergt. (Foto: Sonia Muhm).
    Dr. Sabine Haag berichtete uns welche faszinierenden Schätze das KHM für das Publikum, insbesondere für das Spanisch sprechende, beherbergt. (Foto: Sonia Muhm).

    Sonia Muhm: Sind Sir Peter Paul Rubens Werke „Die vier Flüsse des Paradieses“ um 1615, „Die Wunder des Hl. Franz Xaver“ 1619, „Himmelfahrt Mariens“ 1640, „Ildefonso-Altar“ 1630, „Begegnung König Ferdinands von Ungarn mit dem Kardinalinfanten Ferdinand vor der Schlacht bei Nördlingen“ 1640, unter anderem die Juwelen des KHM?

    Dr. Sabine Haag: Sir Peter Paul Rubens ein großer Maler des 17. Jahrhunderts, war ein Diplomat und Humanist, er hat sehr viele Sprachen gesprochen, war aber auch als Künstler in den wichtigsten Ländern Europas unterwegs und hat für die großen Residenzen Europas Ausstattungsbilder geschaffen. Er war ein Maler der Gegenreformation, der in seinen Werken versuchte die Worte der heiligen Schrift in große, klar lesbare Bilder für das Volk augenfällig zu malen. Rubens hat auch für verschiedene Kirchen gemalt, darunter für die Jesuiten Kirche in Antwerpen oder den Ildefonso Altar in Brüssel. In unserer Rubensaustellung „Kraft der Verwandlung“ (bis Jänner 2018), die jetzt nach Frankfurt geht, setzten wir uns mit den Bilderfindungen des großen Künstlers auseinander, welcher praktisch jedes wichtige Thema bedient hat, wie Porträt-, Landschafts-, Religiöse-Malerei und mythologische Gemälde, die er in großen Bildern und auch Altären zum Ausdruck gebracht hat. Rubens hat auch Szenen aus der Geschichte Europas in seinen Werken festgehalten, darunter als Beispiel die „Schlacht bei Nördlingen“, 1634. Es ist aber auch die unglaublich repräsentative malerische Raffinesse und Virtuosität Rubens, selbst wenn man nichts über den Inhalt weiß, man sich über die unglaubliche Schönheit seiner Gemälde erfreut. An der Pracht der Gewänder, den schönen Damen die er darstellt mit ihrem kostbaren Schmuck, all das sind die Highlights die den Besucher erwarten.

    Wenn man zu uns ins KHM kommt, dürfen wir natürlich nicht den Jüngling vom Magdalensberg vergessen, eine lebensgroße Bronze Skulptur, die in der Antiken Sammlung steht, da man geglaubt hat, es sei eine antike Bronze Statue. Erst in jüngerer Zeit wurde das Werk der Renaissance zugeordnet und das Original ist wahrscheinlich in Spanien, Aranjuez, verloren gegangen. Es ist immer traurig und ein großer Verlust, wenn ein Kunstwerk nicht mehr vorhanden ist, aus welchen Gründen auch immer, aber auch ein Glück, wenn es wenigstens noch eine Kopie davon gibt.

    Sonia Muhm: Ist die Saliera von Benvenuto Cellini die Ikone der Kunst Kammer des KHM?

    Dr. Sabine Haag: Die Saliera von Benvenuto Cellini ist eine der bedeutendsten Werke der Kunst Kammer des KHM. Die Saliera ist ein Tafelgefäß für Salz und Pfeffer, das in eine Art Prachtgefäß für den Französischen König Franz I. von Frankreich geschaffen wurde, in drei jähriger intensivster virtuoser Arbeit von einem der bedeutendsten Goldschmiede, Benvenuto Cellini. Die Saliera wiegt 7 Kilogramm und ist aus einer sehr dünnen hochkarätigen Goldfolie gearbeitet worden. Alles was sie an Gold sehen, ist tatsächlich hochkarätiges Gold. Es ist ein Abbild der Welt wo der Gott des Meeres der Personifikation der Erde gegenüber sitzt und sich Salz und Pfeffer einander reichen und miteinander verschmolzen sind, der Sockel ist aus Ebenholz. Natürlich ist es eine Hommage an den Auftraggeber an den König von Frankreich. Jeder Besucher der die Kunstkammer des KHM besucht, sieht die Saliera. Sie ist ein kostbares Gefäß aus dem französischen Kronschatz, das als Dankesgeschenk an die Habsburger nach Österreich gekommen ist. Sie war viele Jahre in der Kunstsammlung von Ferdinand von Tirol auf Schloss Ambras und ist dann in der Napoleonischen Zeit nach Wien gekommen und seither in der ehemaligen kaiserlichen Sammlung der Habsburger, heute der Kunstkammer des KHM, zu sehen.

    Nicht minder kostbar, aber vielleicht weniger bekannt ist, dass das KHM Gustav Klimt Werke besitzt. 2018 ist ein großes Gedenkjahr u.a. auch für Gustav Klimt, der 1918 an der Spanischen Grippe gestorben ist, wie einige andere seiner Künstler Kollegen auch. Gustav Klimt repräsentiert sicherlich das moderne Wien, den Wiener Jugendstil, den Sezessionsstil mit seinen vielen Goldelementen - Wien auf den Sprung in die Moderne - mit dem er berühmt geworden ist. Das KHM besitzt insgesamt 13 wunderbare Leinwandgemälde, die zur Ausschmückung des Hauses im Stiegenhaus angebracht sind. Wir ehren den Meister Gustav Klimt heuer damit, in dem wir unsere „Klimt Brücke“ aufbauen, den „Stairway to Klimt“. Damit ermöglichen wir unseren Besuchern, praktisch auf Augenhöhe diese wunderbaren Gemälde von Gustav Klimt im Stiegenhaus zu bewundern und seine feinen Ausführungen zu studieren. Es ist erstaunlich, dass diese Bilder 127 Jahre alt und in einem so perfekten Originalzustand sind, obwohl sie niemals restauriert wurden. Sie zeigen vor allem Klimt am Sprung zu seiner berühmten sogenannten Goldenen Epoche. Wir freuen uns, Sie ab 12. Februar zu der Ausstellung „Aug in Aug mit Gustav Klimt“ einladen zu dürfen. Hier präsentieren wir auch eine Leihgabe des Theatermuseums die Nuda Veritas (1899), eine lebensgroße Abbildung einer sehr schönen nackten Frau, die in ihrer Hand den Spiegel der Wahrheit hält, ein sehr eindrucksvolles Gemälde von Gustav Klimt. Das Theatermuseum ist Teil des Museumsverbands zu dem auch das Kunsthistorische Museum in Wien gehört.

    Dr. Sabine Haag im Interview mit CulturaLatina (Foto: Sonia Muhm).
    Dr. Sabine Haag im Interview mit CulturaLatina (Foto: Sonia Muhm).

    Sonia Muhm: Bekam der KHM-Museumsverband auch einen Würdigungspreis des Wettbewerbs „Taten statt Worte“ in dem Unternehmen gewürdigt werden, die besonders frauen- und familienfreundlich ihre Mitarbeiter unterstützen?

    Dr. Sabine Haag: Es ist gut und wichtig sowohl nach Außen als auch nach Innen ein Signal zu setzen, dass Frauen eine große Rolle spielen. In unserem Haus beschäftigen wir sogar mehr Frauen als Männer und wir bemühen uns auch grundsätzlich darauf zu achten, dass Beruf und Familie vereinbar sind, was unseren Mitarbeiterinnen, speziell wenn sie kleine Kinder haben, sicher eine große Hilfe ist. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich bin auch Mutter von drei Kindern und so versuche ich den berufstätigen Eltern zu signalisieren, dass auch mit Familie ein erfolgreiches Berufsleben möglich ist und dass das Eine das Andere nicht ausschließt. Wir bieten auch verschiedene Aktivitäten an von denen MitarbeiterInnen mit Kindern profitieren können.

    Weibliche Künstler sind leider in unserem Haus unterrepräsentiert, das liegt aber daran, dass wir hier die Sammlung alter Meister haben und es selbst im 19. Jahrhundert für Frauen sehr schwierig war anerkannt zu werden. Eine weibliche Künstlerin aus dieser Zeit war Sofonisba Anguissola. Sie schaffte es bis zum spanischen Königshof. Von ihr haben wir ein paar Porträts.

    Sonia Muhm: Können Sie uns von einem besonderen Erlebnis aus Ihrer Arbeit als Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums in Wien erzählen?

    Dr. Sabine Haag: Ein besonders schönes Erlebnis war der Besuch der Königin von Spanien, Letizia und ihre Worte bei der Eröffnung unserer großen Velázquez-Retrospektiv Ausstellung im Oktober 2014. Es war die erste Ausstellung über Velázquez im deutschsprachigen Raum, zu der wir zu unserer herrlichen Sammlung noch ganz wunderbare Leihgaben bekommen haben. Dann kamen zur Eröffnung nicht nur die Kollegen vom Prado, sondern auch als Krönung die Königin von Spanien, die als besondere Wertschätzung auch ein paar Worte auf Deutsch gesprochen hat. Ich persönlich war von ihrer Erscheinung sehr beeindruckt, wie diese elegante attraktive Frau klug und wortgewandt diese repräsentative Pflicht erfüllt hat. Mit einer Unmittelbarkeit wie man es bei einer spanischen Königin nicht so erwartet hätte. Ich war beeindruckt von dieser modernen Repräsentantin der Monarchie, wie sie Tradition und Modernität verbindet.

    Sonia Muhm: Ein schöner Moment war sicher auch der mexikanische Federkopfschmuck im Weltmuseum Wien.

    Dr. Sabine Haag: Ein sehr persönlicher bewegender Moment war für mich diesen alten mexikanischen Federkopfschmuck im Weltmuseum Wien, noch vor der Neueröffnung, gerade neu restauriert und bevor er in seine schützende Vitrine kam mit meinen lieben Kollegen Neil MacGregor, der damals Direktor des britischen Museums war, zu betrachten. Die Freude dieses Objekt zu sehen und die sichtbare Freude die mein Kollege damit hatte, war wirklich einmalig, das sind Momente die vergisst man nicht.

    Der „Penacho“ wurde in einem binationalen Forschungsprojekt untersucht und mit den modernsten Techniken restauriert und konserviert. Wir haben die Verantwortung über dieses Weltkulturerbe übernommen und ermöglichen dem interessierten Besucher dieses so fragile Kunstwerk zu bewundern.

    Dr. Sabine Haag mit Sonia Muhm von CulturaLatina (Foto: P. Muhm).
    Dr. Sabine Haag mit Sonia Muhm von CulturaLatina (Foto: P. Muhm).

    Sonia Muhm: Welche finanziellen Unterstützungen sind wichtig damit ein Museum wie das KHM weiterbestehen kann?

    Wir sind ein staatliches Museum, wir bekommen jährlich eine fixe Summe vom Staat zugewiesen, als Leistungsabgeltung. Die aber nicht ausreicht um das Museum so zu führen. Wir sind auch noch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Beziehungsweise leisten wir unseren eigenen Anteil zur Finanzierung, zum Beispiel mit dem Erlös der Eintritte, dem Verkaufserlös unseres Shops, sowie durch Vermietungen und Veranstaltungen. Besonders schön ist zu sehen, wie wir in den letzten Jahren ein Sponsoring- und Fundraising System aufbauen konnten. Durch die Übernahme einer Kunstpatenschaft, wo man der Pate eines Objekts wird oder einen Beitrag zur Restaurierung spendet, aber auch größere Beträge bei der Übernahme von Forschungsprojekten oder Ausstellungsprojekten. Es gibt sehr viele Möglichkeiten uns finanziell zu unterstützen. Ich denke, dass besonders Schöne bei solchen Aktivitäten ist, dass das keine Einbahnstraße ist, sondern dass sich eine Verbindung mit dem Unterstützer und dem Museum aufbauen kann, um die Objekte für zukünftige Generationen zu bewahren. ♦

     

    Cultura Latina Edición 6 Cover Carla nNataschaDieser artikel stammt aus CulturaLatina Ausgabe 6 ∙ Quartal 1/2018

    Das aktuelle Heft können Sie im handel oder via E-Mail erwerben.

    Wo kann ich das Magazin CulturaLatina kaufen?  Lesen Sie hier: www.culturalatina.at/de/bestellung 

  • Ausstellung “IKEA Relationships" der Künstlerin Anarel·la Martínez-Madrid

    Die Bäckerei – Kulturbackstube stellt vom 1. bis 22. April Werke von der Künstlerin Anarel.la Martínez aus.

    In der aktuellen Ausstellung präsentiert sie ihre Visionen von emotionalen und sexuellen Ebenen zwischenmenschlicher Beziehungen. Als Ausgangspunkt für die vorgestellten künstlerischen Positionen, verwendet die Künstlerin ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen. Das Ergebnis ihrer künstlerischen Arbeit sind regelmäßige Performances, die ihr ganz Verständnis weiblicher Sexualität ausdrücken.

    Dabei arbeitet sie mit verschiedenen Medien, wie Fotografie, Texte, Installationen, Video und Audio.
    Mit dem Titel IKEA Relationships formuliert AMM ein Konzept, in dem menschliche Beziehungen, ähnlich dem Beziehen eines Wohnraums nach einem IKEA Einkauf eingerichtet werden. Die Künstlerin drückt dies folgendermaßen aus: “Man geht zu IKEA, weil man weiß, dass es sich aktuell um eine unbeständige Situation handelt. Du weißt, dass es Möbel sind, die du in ein bis drei Jahren wieder austauschen wirst. Es sind leichte Einrichtungsgegenstände, die sich beliebig verschieben lassen und mit denen wir uns im Moment neue Sicherheitszonen definieren können. Allerdings sind darunter auch immer ein paar wenige Stücke, die du so gerne hast, dass du sie nicht ersetzen möchtest, aber natürlich schiebst du auch diese hin und her. Diese Einstellung lässt sich auch auf Beziehungen, Freundschaften und unser Berufsleben anwenden. Wir brauchen ständig Veränderung.”

    IKEA Relationships der Künstlerin Anarel·la Martínez-Madrid
    IKEA Relationships der Künstlerin Anarel·la Martínez-Madrid / Foto: Anarel.la Martínez.

    In ihrem Schaffen verfolgt Anarel·la den Ansatz einer “kreativer Recherche”, in dem ihre Persönlichkeit, ihre Sexualität und ihre Kunstfigur gleichermaßen berücksichtigt werden. Ein klares Beispiel ist die Performance “Dear you”, in welcher sie symbolisch einen Brief an Menschen schrieb, die mit ihr ihre Erwartungen an Liebe, Verbindungen, das Leben und Sex teilen wollten. Der kreative Kern liegt dabei tief in ihr selbst; in ihren Wunden, Traumata, Sorgen und Verlangen. Gleichzeitig leben ihre Phantasien in ihren Begierden, Träumen, Leidenschaften, Lüsten, Fetischen, Morgen und Tage-danach, Sackgassen, Labyrinthen aus Leintüchern und über allem, ihrer Liebe. Und alles das hat sehr viel mit Sex zu tun.
    Anarel·la suchte sich die Künstlerin Irene Cruz für die Zusammenarbeit beim Kunstwerk „Wild“ aus. Es handelt sich dabei um eine Video- und Fotoinstallation mit Musik von Sound Awakener. Das audiovisuelle Werk erkundet die Rohheit menschlichen Wesens.

    Zur Eröffnung am 1. April wird die Künstlerin ab 19.00Uh persönlich anweisen sein und sich den fragen der Presse stellen.

    Programm:
    19:00 Vernissage IKEA Relationships
    20:00 Performance Anarel·la Martínez-Madrid
    20:30 Lick&Listen - Porn Films with Live Music
    21:30 Performance GESCHLECHTSKÄLTE - David Prieth
    23:00 Afterfun Haltestelle

    Monatsausstellung IKEA Relationships, Anarel·la Martínez-
    Madrid in Kollaboration mit Irene Cruz.
    Kuratiert von Alberto Sánchez und Marta Rey.

    Ort: Die Bäckerei – Kulturbackstube
    Dreiheiligenstraße 21a, 6020 Innsbruck, Österreich.
    0043 (0)680 2472260

    IKEA Relationships der Künstlerin Anarel·la Martínez-Madrid
    IKEA Relationships der Künstlerin Anarel·la Martínez-Madrid / Foto: Anarel.la Martínez.
  • Latino Film Festival 2017 in Salzburg und Wien

    Als einziges österreichisches Festival für den Neuen Lateinamerikanischen Film präsentiert das LATEINAMERIKA-KOMITEE Salzburg mit dem Salzburger Filmkulturzentrum DAS KINO zum 12. Mal und mit dem FILMCASINO Wien zum 6. Mal Premieren, Erstlingswerke, Klassiker sowie Gespräche mit Filmschaffenden, Experten und Expertinnen.

    Zur Eröffnung am 22. März 2017 zeigt das Salzburger Festival im Salzburger Filmkulturzentrum DAS KINO den Film über den chilenischen Nationaldichter und Nobelpreisträger Pablo NERUDA. Dem Regisseur Pablo Larrain ist überdies eine Retrospektive gewidmet: Neben seinem jüngsten Film JACKIE (der in englischer Sprache gedreht wurde) wird auch den Berlinale-Preisträger EL CLUB, für den der chilenische Regisseur vor zwei Jahren mit dem „Großen Preis der Jury“ ausgezeichnet wurde gezeigt. Weiters zu sehen sind sein vielfach prämierter Film NO! mit Gael García Bernal, der auch in NERUDA eine Hauptrolle spielt, sowie seine Frühwerke TONY MANERO und POST MORTEM.

    Das Filmcasino Wien eröffnet das Cine Latino Festival am 21. April 2017 mit dem in Venedig ausgezeichneten Spielfilm EL CIUDADANO ILUSTRE, für den der Hauptdarsteller Oscar Martinez mit dem „Silbernen Löwen“ ausgezeichnet wurde.

    Der lateinamerikanische Film feiert sowohl im Kino als auch bei Festivals große Erfolge, wie die letzten Internationalen Filmfestivals mit zahlreichen Auszeichnungen eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Es ist auch dieses Jahr wieder gelungen, prämierte Filme verschiedenster Genres für das Festival nach Österreich zu holen: neben NERUDA sind EL CLUB und EL CIUDADANO ILUSTRE sind COMO GANAR ENEMIGOS, LOS DECENTES oder RARA aus Argentinien, PARIENTE aus Kolumbien, PARAISO aus Mexico oder IXCANUL aus Guatemala zu sehen. Dazu gibt es mit COLONIA DIGNIDAD einen politischen Gesprächsabend mit dem Regisseur Florian Gallenberger und mit SUR und TANGOS – EL EXILIO DE GARDEL bedeutende Filmklassiker von Fernando „Pino“ Solanas, die neu fürs Kino restauriert wurden.
     
    Renate Wurm (Das Kino Salzburg), Richard Pirngruber (Lateinamerika-Komitee Salzburg), Gerald Knell (Filmcasino Wien), Rafael Donnadio (Latin Film Lounge) und Hans König (Polyfilm Wien) präsentieren mit über 20 Spiel- und Dokumentarfilmen ein vitales und vielseitiges Panorama des aktuellen Filmschaffens in Lateinamerika, das mit seiner raffinierten Erzählweise, ästhetischen Bildsprache und nicht zuletzt mit niveauvoller Unterhaltung eine cineastische Entdeckungsreise von Mexiko bis Feuerland verspricht.

     

    12. LATEINAMERIKA-FILMFESTIVAL Salzburg (22. März – 3. April 2017)
    SALZBURGER FILMKULTURZENTRUM DAS KINO

    Programm des 12. Lateinamerika Filmfestivals | www.daskino.at

    15.03. 14:30 SEMINARIO - EL CINE CHILENO
    120 Min.

    22.03. 19:00 NERUDA
    Pablo Larraín, 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch

    23.03. 14:00 LA SUERTE EN TUS MANOS
    Das Glück in deinen Händen
    Daniel Burmann, 113 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      15:15 TONY MANERO
    Pablo Larraín, 97 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      16:15 PARAISO
    Was wiegt die Liebe?
    Mariana Chenillo, 99 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      17:10 HORTENSIA
    Diego Lublinsky, Álvaro Urtizberea, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      18:15 BUEN DIA, RAMON
    Guten Tag, Ramon
    Jorge Ramírez Suárez, 120 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      19:00 IXCANUL
    Traeume am Fuße des Vulkans
    Jayro Bustamante, 91 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      20:30 EL CLUB
    Pablo Larraín, 97 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      20:50 EL INVIERNO
    Der Winter
    Emiliano Torres, 95 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch

    24.03. 14:15 EL CLUB
    Pablo Larraín, 97 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      15:00 ¡NO!
    Pablo Larraín, 108 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:15 NERUDA
    Pablo Larraín, 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      17:15 EL ADN DEL CEVICHE
    Ceviche, mein Lieblingsgericht aus Peru
    Orlando Arriagada, 85 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      18:15 ULTIMOS DIAS EN LA HABANA
    Letzte Tage in Havanna
    Fernando Pérez, 92 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      19:00 HORTENSIA
    Diego Lublinsky, Álvaro Urtizberea, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      20:00 COLONIA DIGNIDAD
    Es gibt kein Zurück
    Florian Gallenberger, 110 Min., OF Englisch, Spanisch mit UT in Deutsch
      20:50 PARIENTE
    Guilty Men
    Iván D. Gaona, 115 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch

    25.03. 14:50 COMO GANAR ENEMIGOS
    So macht man sich Feinde
    Gabriel Lichtmann, 78 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      15:15 EL ADN DEL CEVICHE
    Ceviche, mein Lieblingsgericht aus Peru
    Orlando Arriagada, 85 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:30 PARAISO
    Was wiegt die Liebe?
    Mariana Chenillo, 99 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      17:00 TONY MANERO
    Pablo Larraín, 97 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      18:30 NERUDA
    Pablo Larraín, 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      19:00 RARA
    Pepa San Martin, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      20:30 EL CIUDADANO ILUSTRE
    Ein ehrenwerter Bürger
    Gastón Duprat, Mariano Cohn, 118 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      20:50 LA SUERTE EN TUS MANOS
    Das Glück in deinen Händen
    Daniel Burmann, 113 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch

    26.03. 10:00 LA SUERTE EN TUS MANOS
    Das Glück in deinen Händen
    Daniel Burmann, 113 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      11:00 EL ADN DEL CEVICHE
    Ceviche, mein Lieblingsgericht aus Peru
    Orlando Arriagada, 85 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      12:20 ULTIMOS DIAS EN LA HABANA
    Letzte Tage in Havanna
    Fernando Pérez, 92 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      12:45 HORTENSIA
    Diego Lublinsky, Álvaro Urtizberea, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      14:15 NERUDA
    Pablo Larraín, 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      14:40 SUR
    Sueden
    Fernando E. Solanas, 127 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:15 EL CIUDADANO ILUSTRE
    Ein ehrenwerter Bürger
    Gastón Duprat, Mariano Cohn, 118 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      17:00 IXCANUL
    Traeume am Fuße des Vulkans
    Jayro Bustamante, 91 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      18:30 LOS DECENTES
    Die Liebhaberin
    Lukas Valenta Rinner, 100 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      18:50 EL INVIERNO
    Der Winter
    Emiliano Torres, 95 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      20:45 COLONIA DIGNIDAD
    Es gibt kein Zurück
    Florian Gallenberger, 110 Min., OF Englisch, Spanisch mit UT in Deutsch
      21:00 PARIENTE
    Guilty Men
    Iván D. Gaona, 115 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch

    27.03. 14:20 HORTENSIA
    Diego Lublinsky, Álvaro Urtizberea, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      15:30 EL ADN DEL CEVICHE
    Ceviche, mein Lieblingsgericht aus Peru
    Orlando Arriagada, 85 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:10 BUEN DIA, RAMON
    Guten Tag, Ramon
    Jorge Ramírez Suárez, 120 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      17:15 RARA
    Pepa San Martin, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      18:30 EL CIUDADANO ILUSTRE
    Ein ehrenwerter Bürger
    Gastón Duprat, Mariano Cohn, 118 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      19:00 CHRISTOPH JANACS - DER BLICK DES LEGUANS
    90 Min.
      20:45 COMO GANAR ENEMIGOS
    So macht man sich Feinde
    Gabriel Lichtmann, 78 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      21:00 POST MORTEM
    Pablo Larraín, 98 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch

    28.03. 15:00 IXCANUL
    Traeume am Fuße des Vulkans
    Jayro Bustamante, 91 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:30 ULTIMOS DIAS EN LA HABANA
    Letzte Tage in Havanna
    Fernando Pérez, 92 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:45 ¡NO!
    Pablo Larraín, 108 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      18:30 NERUDA
    Pablo Larraín, 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      19:00 VON REALITAETEN UND UTOPIEN
    90 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      20:30 EL CLUB
    Pablo Larraín, 97 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      21:00 TONY MANERO
    Pablo Larraín, 97 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch

    29.03. 14:20 RARA
    Pepa San Martin, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      14:45 EL ADN DEL CEVICHE
    Ceviche, mein Lieblingsgericht aus Peru
    Orlando Arriagada, 85 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:10 EL CIUDADANO ILUSTRE
    Ein ehrenwerter Bürger
    Gastón Duprat, Mariano Cohn, 118 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:30 COLONIA DIGNIDAD
    Es gibt kein Zurück
    Florian Gallenberger, 110 Min., OF Englisch, Spanisch mit UT in Deutsch
      18:30 PARAISO
    Was wiegt die Liebe?
    Mariana Chenillo, 99 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      18:45 BUEN DIA, RAMON
    Guten Tag, Ramon
    Jorge Ramírez Suárez, 120 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      20:30 ULTIMOS DIAS EN LA HABANA
    Letzte Tage in Havanna
    Fernando Pérez, 92 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      21:00 HORTENSIA
    Diego Lublinsky, Álvaro Urtizberea, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch

    30.03. 14:15 NERUDA
    Pablo Larraín, 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      14:30 BUEN DIA, RAMON
    Guten Tag, Ramon
    Jorge Ramírez Suárez, 120 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:15 PARIENTE
    Guilty Men
    Iván D. Gaona, 115 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      16:45 POST MORTEM
    Pablo Larraín, 98 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      18:30 COMO GANAR ENEMIGOS
    So macht man sich Feinde
    Gabriel Lichtmann, 78 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      18:45 SUR
    Sueden
    Fernando E. Solanas, 127 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      20:00 EL INVIERNO
    Der Winter
    Emiliano Torres, 95 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      21:00 LA SUERTE EN TUS MANOS
    Das Glück in deinen Händen
    Daniel Burmann, 113 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch

    31.03. 14:40 ULTIMOS DIAS EN LA HABANA
    Letzte Tage in Havanna
    Fernando Pérez, 92 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      15:00 PARAISO
    Was wiegt die Liebe?
    Mariana Chenillo, 99 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:30 EL CLUB
    Pablo Larraín, 97 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      17:00 EL INVIERNO
    Der Winter
    Emiliano Torres, 95 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      18:30 RARA
    Pepa San Martin, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      19:00 HORTENSIA
    Diego Lublinsky, Álvaro Urtizberea, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      20:20 NERUDA
    Pablo Larraín, 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      20:50 LOS DECENTES
    Die Liebhaberin
    Lukas Valenta Rinner, 100 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch

    01.04. 14:00 PARIENTE
    Guilty Men
    Iván D. Gaona, 115 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      15:10 EL INVIERNO
    Der Winter
    Emiliano Torres, 95 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      16:15 NERUDA
    Pablo Larraín, 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      17:00 RARA
    Pepa San Martin, 90 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      18:15 EL CIUDADANO ILUSTRE
    Ein ehrenwerter Bürger
    Gastón Duprat, Mariano Cohn, 118 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch

    02.04. 10:00 SUR
    Sueden
    Fernando E. Solanas, 127 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      10:20 BUEN DIA, RAMON
    Guten Tag, Ramon
    Jorge Ramírez Suárez, 120 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      12:20 NERUDA
    Pablo Larraín, 107 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      12:40 PARAISO
    Was wiegt die Liebe?
    Mariana Chenillo, 99 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      14:30 EL CIUDADANO ILUSTRE
    Ein ehrenwerter Bürger
    Gastón Duprat, Mariano Cohn, 118 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      15:10 IXCANUL
    Traeume am Fuße des Vulkans
    Jayro Bustamante, 91 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      16:50 COMO GANAR ENEMIGOS
    So macht man sich Feinde
    Gabriel Lichtmann, 78 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch
      17:00 LOS DECENTES
    Die Liebhaberin
    Lukas Valenta Rinner, 100 Min., OF Spanisch mit UT in Englisch
      18:30 ULTIMOS DIAS EN LA HABANA
    Letzte Tage in Havanna
    Fernando Pérez, 92 Min., OF Spanisch mit UT in Deutsch

    03.04. 18:30 PUBLIKUMSPREIS
    12. Lateinamerika- Filmfestival Salzburg
    , 90 Min.

     

    6. CINE LATINO Wien (21. – 27. April 2017) FILMCASINO WIEN

    Filme des 6. Cine Latino Festivals | www.filmcasino.at

    EL ADN DEL CEVICHE

    Ceviche, mein Lieblingsgericht aus Peru

    Kanada/Peru 2016; Regie: Orlando Arriagada; Drehbuch: Louis-François Grenier; Kamera: Alain Fournier; Musik: Orlando Macedo Conceição; 85 Min; spanische Originalfassung mit dt. Untertiteln

    In den letzten 10 Jahren hat Peru die Welt mit seiner innovativen, wohlschmeckenden und abwechslungsreichen Gastronomie erobert. Das wichtigste Gericht hierbei ist Ceviche, frischer Fisch mariniert im Saft der Limette mit Koriander, Chili sowie den Beilagen Mais oder Süßkartoffeln. Und es gibt so viele unterschiedliche Rezepte wie Köchinnen und Köche.

    Von der nördlichen Küste Perus über den Amazonas bis nach Lima durchstreift Regisseur Orlando Arriagada die historischen, kulturellen, soziologischen und vor allem kulinarischen Aspekte dieses Gerichts, das seit der präkolumbianischen Zeit in Peru gegessen wird und nun die Küchen auf der ganzen Welt erobert. Eine köstliche und lukullische Reise durch Peru.
        

    EL CIUDADANO ILUSTRE

    Ein ehrenwerter Bürger

    "Coppa Volpi" für den Besten Darsteller Oscar Martínez, Filmfestspiele von Venedig 2016
    "Premio Coral" für das Beste Drehbuch, Int. Filmfestspiele La Habana 2016
    „Goya“ für den Besten iboamerikanischen Film 2017

    Argentinien 2016; Regie: Gastón Duprat, Mariano Cohn; Drehbuch: Andrés Duprat; Kamera: Mariano Cohn; Musik: Toni M. Mir; mit: Oscar Martínez, Dady Brieva, Andrea Frigerio, Nora Navas, Manuel Vicente, Marcelo D'Andrea u.a.; 118 Min; spanische Originalfassung mit dt. Untertiteln

    Der weltberühmte Literaturnobelpreisträger Daniel Mantovani ist soeben in Stockholm geehrt worden und hat die noblen Juroren und sogar das Monarchenpaar bei der Preisverleihung vor den Kopf gestoßen. Zurück in Spanien, wo der gebürtige Argentinier lebt, kann er sich vor Lesungen kaum erwehren. Als er eine Einladung in seine Geburtsstadt erhält, beschließt er spontan dorthin zu reisen. ›Meine Figuren haben es nie geschafft, herauszukommen, ich habe es nie geschafft, zurückzukehren‹, sagt er über seinen verschlafenen Heimatort in der argentinischen Provinz. Als er zum ersten Mal nach 40 Jahren an den Schauplatz all seiner Bücher zurückkehrt, freut er sich auf das Wiedersehen mit seiner ersten Liebe, den alten Freunden und Bekannten. Doch die realen Vorbilder für die pittoresken und skurrilen Gestalten aus seinen Romanen sind nicht alle zufrieden mit ihrem ›Schöpfer‹. Bewunderung und Stolz auf den frisch ernannten Ehrenbürger schlagen bald um in Neid und Missgunst, und als Mantovani von einer jugendlichen Dorfschönheit im Hotelzimmer aufgesucht wird, nimmt das Unheil unerbittlich seinen Lauf.
    EL CIUDADANO ILUSTRE besticht durch seine geschliffenen und klugen Dialoge über die Kunst und den Kulturbetrieb. Der grandiose Hauptdarsteller Oscar Martínez wurde mit dem Preis für den ›Besten Darsteller‹ bei den Filmfestspielen von Venedig 2016 ausgezeichnet. Bei den Filmfestpielen von La Habana wurde diese witzig-ironische Tragikomödie für das Beste Drehbuch prämiert.


    CÓMO GANAR ENEMIGOS

    So macht man sich Feinde

    Argentinien 2015; Regie/Drehbuch: Gabriel Lichtmann; Kamera: Nicolás Trovato; Musik: Diego Voloschin; mit: Martin Slipak, Inés Palombo, Eugenia Capizzano, Javier Drolas, Fabián Arenillas, Carla Quevedo u.a.; 78 Min; spanische Originalfassung mit dt. Untertiteln

    Lucas ist ein sympathischer, junger Anwalt, der in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires arbeitet. Im Vergleich zu seinem Bruder Max ist Lucas immer ein Schritt zurück, aber auch von einem anderen Schlag. Die großen Partys und Exzesse von Max interessieren ihn nicht, er liest lieber Romane und schreibt selbst an einem. Lucas liebt Kriminalromane über alles. Insofern scheint Bárbara, die er eines Tages in einem Café kennenlernt, seine Traumfrau zu sein, denn auch sie teilt sein literarisches Interesse. Obwohl Lucas sonst eher schüchtern ist, nimmt er Bárbara bereits nach dem ersten Treffen mit nach Hause – nur um am nächsten Morgen festzustellen, dass sie sich mit seinem Geld, einer beträchtlichen Summe, fortgestohlen hat. Fieberhaft begibt sich der Betrogene mithilfe skurriler Gestalten auf die Suche nach ihr – und macht überraschende Entdeckungen.

    Regisseur Gabriel Lichtmann erzählt seine äußerst unterhaltsame Geschichte sehr dynamisch und temporeich. CÓMO GANAR ENEMIGOS überzeugt mit dem Charme einer Krimi-Komödie und witzigen Dialogen.

    LOS DECENTES

    Die Liebhaberin

    Österreich/Süd-Korea/Argentinien 2016; Regie: Lukas Valenta Rinner; Drehbuch: Lukas Valenta Rinner, Ana Godoy, Martin Shanly, Ariel Gurevich; Kamera: Roman Kasseroller; Musik: Jimin Kim, Jongho You; mit: Iride Mockert, Martin Shanly, Andrea Strenitz; 100 Min; spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln

    "Preis für die Beste Regie", Int. Filmfestival Mar del Plata 2016
    "Preis für die Beste Darstellerin", Int. Filmfestival Mar del Plata 2016
    "Spezialpreis der Jury", Toronto Filmfestival 2016
    “Preis der Jury”, Turin Filmfestival 2017

    Regisseur Lukas Valenta Rinner zu Gast am 26. April um 20:30.

    Die alleinstehende, schüchterne Belén findet nach langem Suchen endlich einen Job als Haushälterin in einer wohlhabenden Gated Community außerhalb von Buenos Aires. Fortan lebt sie unter einem Dach mit der redseligen, reichen Hausherrin Diana und ihrem erwachsenen Sohn. Belén ist bescheiden und arbeitet hart, in ihrer Freizeit streift sie einsam durch die leere und steril getrimmte Anlage. Eines Tages dringen vom Nachbargelände seltsame Geräusche zu ihr herüber. Neugierig macht sie sich auf die Suche und entdeckt hinter einem schweren Eisentor ein Nudisten-Camp.

    ›Mich beschäftigen soziale Lebenswelten und was sie aus Menschen machen‹
    so der Regisseur Lukas Valenta Rinner in einem Interview. Zwei Gemeinschaften haben sich in LOS DECENTES hinter Zäunen und Mauern verschanzt – die einen um ihre Ängste zu kultivieren, die anderen um ihrer Freiheit zu frönen. Abschottung als Prinzip und Eskalation als unumgängliche Folge ziehen sich als roter Zündfaden auch durch sein zweites in Argentinien gedrehtes Gesellschaftsbild, in dem entlang des dünnen elektrifizierten Grenzdrahts zwischen den beiden Communities nicht nur Konzepte von Moral und Unmoral kollidieren.

    Mit PARABELLUM (2015) feierte der in Argentinien lebende Salzburger Lukas Valenta Rinner sein mehrfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt.

    HORTENSIA

    Argentinien 2015; Regie: Diego Lublinsky, Álvaro Urtizberea; Drehbuch: Alicia Giménez Guspí; Kamera: Guido Lublinsky; Musik: Panchi Quesada; mit: Camila Romagnolo, Agustín Scalise, David Szechtman, Gozalo Urtizberea, Paula Carruega, Martín Policastro u.a.; 90 Min; spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln

    "Preis für Beste Darstellerin" für Camila Romagnolo, Raindance Filmfestival 2016

    Im Leben der argentinischen Mittzwanzigerin Hortensia geht es gerade steil bergab. Ein Schicksalsschlag jagt den anderen. Es ist der Monat Dezember und ihr Vater wird beim Öffnen des Kühlschranks von einem Elektroschlag getötet. Am letzten Tag des Jahres wird sie zudem von ihrem Job gefeuert. Als wäre das nicht genug, erwischt sie ihren Freund beim Fremdgehen mit ihrer besten Freundin. Als sie schon völlig mit den Nerven am Ende ist, findet sie eine Anleitung zum Glücklichsein, die sie mit 14 Jahren verfasst hat. Zwei Punkte auf dieser Liste findet sie besonders spannend: 1. Finde einen jungen blonden Mann zum Heiraten; 2. Entwerfe die schönsten Schuhe der Welt. Hortensia schöpft nun wieder Hoffnung, ihr Glück im Leben zu finden. Doch bevor es wieder berg-auf geht, muss Hortensia noch einige Hürden meistern.

    Mit originellen Charakteren und voll trockenem Humor erschaffen die beiden Regisseure Diego Lublinsky und Álvaro Urtizberea eine wunderbar entrückte Welt rund um Hortensia.

    Camila Ramagnolo, die im Rahmen des Raindance Film Fesitvals 2016 als ›Best Actress‹ ausgezeichnet wurde, wird von Kritikern zu Recht als die ›argentinische Amélie‹ bezeichnet.

    EL INVIERNO

    Der Winter

    Argentinien 2016; Regie: Emiliano Torres; Drehbuch: Emiliano Torres, Marcelo Chaparro; Kamera: Ramiro Civita; Musik: Cyril Morin; mit: Alejandro Sieveking, Cristian Salguero, Adrián Fondari, Pablo Cedrón, Mara Bestelli, Violeta Vidal u.a.; 95 Min; spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln

    "Spezialpreis der Jury" und "Beste Kamera", San Sebastian Filmfestival 2016
    "Premio Coral" für das Beste Spielfilmdebüt, Int. Filmfestival La Habana 2016

    Drehbuchautor Marcelo Chaparro zu Gast am 23. April um 20:15

    Unendliche Weite, hochaufragende Gebirge am fernen Horizont: Im tiefen Süden Patagoniens hat Evans fast sein ganzes Leben als Vorarbeiter auf einer abgelegenen Ranch verbracht. Der mittlerweile 70-Jährige empfängt jeden Sommer eine neue Gruppe von Saisonarbeitern. Doch nun ist es an der Zeit, sowohl seinen Posten, als auch das dazugehörige Haus an den jüngeren Indígena Jara abzugeben. Für Evans bedeutet das, in Ruhestand gehen zu müssen. Für den Neuankömmling Jara bedeutet die neue Arbeitsstelle die erste Begegnung mit Schafen und Pferden – und mit dem kalten, patagonischen Winter. Als der erste Schnee fällt, muss Jara mit der Kälte und Einsamkeit zurechtkommen. Zur gleichen Zeit ist der pensionierte Evans verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Aber er kennt nichts anderes als das eine Haus, das eine Bett – und will seinen Platz nicht so leicht hergeben.

    Die imposante und karge Landschaft Patagoniens bildet die Kulisse dieses beeindruckenden Dramas, das mit viel Suspense von der Einsamkeit und dem Überlebenskampf zweier Männer erzählt.

    Regisseur Emiliano Torres schaffte es mit seinem Spielfilmdebüt, gleich zwei der begehrten Preise beim San Sebastian Film Festival abzuräumen, in den Kategorien ›Special Jury Award‹ und ›Best Cinematography‹.

    PARAÍSO

    Was wiegt die Liebe?

    Mexiko 2014; Regie/Drehbuch: Mariana Chenillo; Kamera: Yaron Orbach; Musik: Dario González Valderrama; mit: Andrés Almeida, Daniela Rincón, Camila Selser, José Sefami, Luis Gerardo Méndez u.a.; 99 Min; spanische Originalfassung mit dt. Untertiteln

    Carmen und Alfredo sind seit ihrer Jugend ein sehr verliebtes Paar und leben glücklich in einem Vorort von Mexico-City. Als Alfredo ein verlockendes Jobangebot in der mexikanischen Metropole bekommt, verlassen sie das gemütliche Vorstadtleben und ziehen in die hektische, laute und auf Äußerlichkeiten bedachte Riesenstadt. In der neuen Umgebung beginnt Carmen an ihrem Aussehen und ihrem Gewicht zu zweifeln. Voller Motivation stürzt sie sich in eine Diät und überredet auch Alfredo, daran teilzunehmen. Doch während Alfredo schnell Erfolge verbuchen kann, lässt die Maßnahme bei
    Carmen zu wünschen übrig. Aus Frust belegt sie daraufhin einen Kochkurs und entdeckt damit nicht nur ihre wahre Leidenschaft.

    Ein Film über korpulente Menschen mag nicht gerade das Sujet sein, das Kinogänger auf der Leinwand suchen. Doch die mexikanische Regisseurin Mariana Chenillo (FÜNF TAGE OHNE NORA) setzt sich in ihrem warmherzigen, flott erzählten romantischen Liebesdrama auf unterhaltsame Weise mit Schönheitswahn und Körperkult auseinander. Feinsinnig schenkt
    sie ihren übergewichtigen Hauptdarstellern, die alles andere als makellose, glatte Film-Helden sind, jene überzeugende Mischung aus Stolz und Verletzlichkeit.

    PARIENTE

    Guilty Men

    Kolumbien 2016; Regie/Drehbuch: Ivan D. Gaona; Kamera: Juan Camilo Paredes; Musik: Edson Velandia; mit: Willington Gordillo, Heriberto Palacio, René Díaz, Alfonso López, Leidy Herrera, Cristian Hernández u.a.; 115 Min; spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln

    Der LKW-Fahrer Willington lebt in der Provinz Santander, wo die größte Öl-
    Raffinerie Kolumbiens beheimatet ist. Er ist in seine Schwägerin verliebt und in zwielichtige Machenschaften mit paramilitärischen Kräften in seiner Heimatstadt verstrickt. Bei einem der nächtlichen Treffen für die Übergabe von Schutzgeldern, die die Ältesten des Dorfes an die Paramilitärs übergeben,
    laufen jedoch die Dinge nicht wie geplant …

    Der kolumbianische Regisseur Iván D. Gaona verzichtet in PARIENTE auf professionelle Besetzung und setzt stattdessen auf authentische Einheimische
    als Darsteller. Die Musik von Edson Velandia unterstreicht den greifbaren Sinn für Realismus, der sich durch den ganzen Film zieht.  Sergio Leone und ein gebrochenes Herz haben den Regisseur für PARIENTE inspiriert - und auch Quentin Tarantino ist oftmals zitiert. Ein politischer und zugleich unterhaltsamer Western mit einem erdigen und pulsierenden Soundtrack.

    RARA

    Chile/Argentienien 2016; Regie: Pepa San Martin; Drehbuch: Pepa San Martín, Alicia Scherson; Kamera: Enrique Stindt Art; Musik: Ignacio Pérez Marín; mit: Mariana Loyola, Agustina Muñoz, Julia Lübbert, Emilia Ossandon, Daniel Muñoz, Sigrid Alegría, Coca Guazzini u.a.; 90 Min; spanische Originalfassung mit dt. Untertiteln  

    Großer Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus, Berlinale 2015

    Auf den ersten Blick sieht der Alltag in Saras Familie ganz normal aus: Schule, Hausaufgaben, Knatsch mit der Schwester, Herzklopfen bei einem der Jungs in der Klasse, Hänseleien, gemeinsames Essen am Familientisch. Sara ist 12, bald kann sie ihren 13. Geburtstag feiern und freut sich schon auf ihr Fest. Eigentlich möchte sie das ganz normal zu Hause feiern, doch in der Schule hört sie ab und an Fragen, die sie verunsichern. Denn Saras Mutter hat den Vater ihrer beiden Töchter verlassen und lebt nun mit ihnen und einer Frau zusammen. Für Sara und ihre jüngere Schwester Catalina die selbstverständlichste Sache der Welt, fürs Umfeld nicht immer. Und gerade jetzt wieder nicht, wenn es um die Einladungen geht und darum, wer zur Geburtstagsparty kommen soll.

    Die junge Regisseurin Pepa San Martín hat bei Alicia Schersons Spielfilm
    TURISTAS als Darstellerin mitgewirkt und mit ihrer Landsfrau nun dieses
    federleichte Drehbuch über den ganz gewöhnlichen Alltag einer Zwölfjährigen geschrieben.

    Sie hat ganz bewusst ihren Blickwinkel eingenommen und erzählt einfühlsam aus dem Alltag eines Mädchens an der Schwelle zur Pubertät. Das einfühlsame Spielfilmdebüt der Regisseurin Pepa San Martín beruht auf wahren Ereignissen.

    Eine wahre Filmperle und eine große Entdeckung auf der Berlinale 2015.

    LA SUERTE EN TUS MANOS

    Das Glück in deinen Händen

    Argentinien/Spanien 2012; Regie: Daniel Burman; Drehbuch: Daniel Burman, Sergio Dubcovsky; Kamera: Daniel Ortega; Musik: Nico Cota; mit: Jorge Drexler, Valeria Bertuccelli, Norma Aleandro, Luis Brandoni, Gabriel Schultz, Paloma Alvarez Maldonado, Lucciano Pizzichini u.a.; 113 Min; spanische Originalfassung mit dt. Untertiteln

    Uriel hat eine gut gehende Firma, das Pokern ist seine Leidenschaft. Seine Ehe aber ist schon lange kaputt und nun frisch geschieden und er versucht, seinen Kindern trotz Trennung ein guter Vater zu sein. So läuft sein Leben gemächlich dahin: Uriel genießt sein erneutes Single-Dasein und will dieses durch eine Vasektomie noch entspannter gestalten. Bis er eines Tages völlig unerwartet seiner Jugendliebe Gloria über den Weg läuft …

    Der renommierte argentinische Regisseur Daniel Burman feierte bereits
    mit seinen frühen Filmen große Erfolge. Für EL ABRAZO PARTIDO aus dem Jahr 2005 erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Mit der Komödie ALLE STEWARDESSEN KOMMEN IN DEN HIMMEL bewies er erneut sein Talent für gute Geschichten, spritzige Dialoge und herausragende Darsteller.

    Nun besetzte er die Hauptrolle mit niemand geringerem als den Oscar-prämierten Musiker und Songwriter Jorge Drexler, der mit dem Titelsong zu DIE REISE DES JUNGEN CHE seinen Durchbruch schaffte. Eine herzerwärmende Liebesgeschichte.

    ÚLTIMOS DÍAS EN LA HABANA

    Letzte Tage in Havanna

    Cuba 2016; Regie: Fernando Pérez; Drehbuch: Fernando Pérez, Abel Rodríguez; Kamera: Raúl Pérez Ureta; mit: Jorge Martinez, Yailene Sierra, Patricio Wood u.a.; 92 Min; spanische Originalfassung mit engl. Untertiteln

    "Spezialpreis der Jury", Int. Filmfestival La Habana 2016

    Diego und Miguel, beide Mitte vierzig, leben in einer heruntergekommenen Wohnung mitten in Havanna, ohne fließendes Wasser und jeglichen Komfort. Miguel verdient sein Geld als Tellerwäscher in einem privat geführten Restaurant und kümmert sich, gemeinsam mit Nachbarn und Familie, um Diego, den seine HIV-Infektion ans Bett fesselt. Diego versucht, sich seine Lebensfreude zu erhalten, während Miguel sich immer mehr verschließt. Nur die beiden
    kennen Miguels Geheimnis: Er plant, in die USA auszuwandern und wartet
    auf sein Visum.

    Anhand des Lebens in einem Mietshaus präsentiert Fernando Pérez, der neben Daniel Díaz Torres und Tomás Gutierrez Alea zu den renommiertesten Regisseuren Kubas zählt, ein schillerndes Kaleidoskop der Gefühle. Die in ruhigen Einstellungen erzählte Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft ist auch ein Blick auf eine Kultur im Umbruch, die ständige Flexibilität und unglaublichen Optimismus fordert.

    Die internationale Premiere feierte der Film im Rahmen der Berlinale 2017 und ist eine Liebeserklärung an die kubanische Hauptstadt und ihre Bewohner.

    EL CLUB

    Chile 2015; Regie: Pablo Larraín; Drehbuch: Guillermo Calderón, Daniel Villalobos; Kamera: Sergio Armstrong; Musik: Miguel Hormazábal; mit: Roberto Farias, Antonia Zegers, Alfredo Castro, Alejandro Goic, Jaime Vadell u.a.; 97 Min; spanische Originalfassung mit dt. Untertiteln

    "Großer Preis der Jury", Berlinale 2015

    An der stürmischen chilenischen Nordküste lebt eine Gruppe von Priestern unterschiedlichen Alters gemeinsam in einem Haus. Die Männer wurden von der katholischen Kirche exkommuniziert, weil sie in der Vergangenheit schwere Vergehen auf sich geladen haben und fristen nun ihr Dasein unter der strengen Aufsicht von Ordensschwester Mónica. Unruhe kehrt in die Geistlichen-WG ein, als eines Tages ein neuer Bewohner in das Haus einzieht und sich noch am selben Tag das Leben nimmt. Um den mysteriösen Fall aufzuklären und einen öffentlichen Skandal zu verhindern, schickt die katholische Kirche einen Abgesandten in den abgelegenen Küstenort. Auf der Suche nach den Hintergründen der Tat offenbaren sich schließlich noch tiefere Abgründe.

    Mit einer Mischung aus ätzendem Sarkasmus und unerbittlichem Realismus zeichnet Pablo Larraín in EL CLUB ein bitterböses Bild der katholischen Kirche. Die Kargheit der Inszenierung und eine düstere Bildsprache verstärken hierbei die zunehmend beklemmende Atmosphäre. Große Teile der Handlung spielen sich in dämmrigen Abend- oder Morgenstunden ab. Passend zu dem ewig grauen Himmel über der schroffen Küstenszenerie sind auch sämtliche Figuren in diesem Mikrokosmos ambivalent angelegt und zeigen erschreckend wenig Einsicht und Reue angesichts ihrer vergangenen Taten.

    EL CLUB ist packender Mystery-Thriller und Abrechnung zugleich‹ (Der Spiegel).

    In EL CLUB zeigt sich Pablo Larraín in seiner größten   Meisterschaft. Seit Polanskis CUL-DE-SAC oder Tarkovskys STALKER wurde Verlassenheit nicht mehr so gewaltig und in solcher Schönheit gezeigt‹ (The Guardian).

    TONY MANERO

    Chile/Brasilien 2008; Regie: Pablo Larraín; Drehbuch: Pablo Larraín, Alfredo Castro, Mateo Iribarren; Kamera: Pablo Larraín, Sergio Armstrong; Musik: Frecuencia Mod, Bee Gees, José Alfredo Fuentes, Juan Cristóbal Meza; mit: Alfredo Castro, Amparo Noguera, Paola Lattus, Héctor Morales, Elsa Poblete, u.a.; 97 Min; 35mm; spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln

    Ende der 70er Jahre, am Höhepunkt der Pinochet-Diktatur, versucht sich der kleine Vorstadt-Tänzer Raul als Imitator der legendären John Travolta-Figur aus SATURDAY NIGHT FEVER. Jeden Abend schlüpft er in den billigen Clubs von Santiago de Chile in die Rolle Tony Maneros und legt sein Herzblut in die Figur des Discohelden. Als er die Chance eines großen Fernsehauftritts zu erhalten scheint, ist Raul bereit, sich für kriminelle Komplizenschaft und politische Intrigen herzugeben. Zur gleichen Zeit sind die Kollegen in seiner Tanztruppe bereit, ihr Leben im Kampf gegen die Diktatur aufs Spiel zu setzen.
    Pablo Larraín lässt in TONY MANERO Disco-Fieber, politischen Widerstand und Diktatur miteinander kollidieren. Das Ergebnis ist eine subtile Parabel über die Diktatur in Chile Ende der 70er Jahre.

    PABLO LARRÁIN

    Pablo Larraín, 1976 in Santiago de Chile geboren, zählt zu den wichtigsten und erfolgreichsten Regisseuren des chilenischen Gegenwartskinos. Er studierte Film an der Universidad de las Artes, Ciencas, y Comunicaciones in Santiago, arbeitete als Fotograf und Werbefilmer.

    2005 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder die Produktionsfirma Fábula. Ein Jahr später gab er sein Spielfilmdebüt mit dem Musikerdrama FUGA.

    Bekannt wurde Larraín in der Folge mit einer Trilogie von Filmen – TONY MANERO, POST MORTEM und NO!, die sich allesamt mit der Geschichte der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet auseinandersetzen. Als erster chilenischer Film überhaupt wurde NO! für einen Oscar als ›Bester fremdsprachiger Film‹ nominiert.

    In seinen beiden neuesten Filmen, den ungewöhnlichen Biopics JACKIE und NERUDA, beleuchtet Larraín das Spannungsfeld zwischen Politik, Mythos und Wahrheit.

    Neben seiner Regietätigkeit tritt Larraín auch als Produzent viel beachteter chilenischer Filme der letzten Jahre auf.

    SUR

    Süden

    Argentinien 1988; Regie/Drehbuch: Fernando E. Solanas; Kamera: Félix Monti; Musik: Astor Piazolla, R. Goyeneche, Fernando E. Solanas; mit: Susú Pecoraro, Miguel Ángel Solá, Philippe Léotard, Lito Cruz, Ulises Dumont, Roberto Goyeneche u.a.; 117 Min; spanische Originalfassung mit dt. Untertiteln.

    1983 endete die Militärdiktatur in Argentinien. Viele hatten sich ins Exil abgesetzt. Floréal ist einer, der im Land geblieben war, der verschleppt wurde und die fünf Jahre in Gefangenschaft in Patagonien überlebt hat. Nun kehrt er heim zu seiner Frau und zu seinem mittlerweile sechsjährigen Sohn. Nach all den Jahren überkommt ihn auch die Angst vor dem Wiedersehen.
    Das Kino von Altmeister Fernando E. Solanas (TANGOS - EL EXILIO DE GARDEL, 1985, EL VIAJE, 1992) ist betont visuell und ausgesprochen musikalisch. Solanas spart mit Dialogen und entwickelt sein Thema mehr über die Komposition der Bilder, über die Rhythmen, die Montage und vor allem über die Musik, die vom legendären Komponisten Astor Piazzolla, dem Begründer des Tango Nuevo, stammt. Der Film wird in einer restaurierten Fassung gezeigt.



  • „BOLIVIA: gemalt mit Farbe und Licht“ von Francisco Claure & Silvia Weiss in Gumpoldskirchen

    Am 9. September 2016 fand in Gumpoldskirchen (Niederösterreich) die Ausstellung „BOLIVIA: gemalt mit Farbe und Licht“ von dem bolivianischen Fotografen Francisco Claure und der österreichischen Malerin Silva Weiss statt.

    Eröffnet wurde die Ausstellung von Herrn Günter Weiss, Ehemann der Malerin Silva Weiss in der Galerie [Weinhauerhaus]KUNST, dem ehemaligen Weingarten von Rudolf Weiss. Während der Begrüßung hob Herr Weiss vor allem die technischen Varietäten zwischen den beiden Künstlern hervor, die gemeinsam in ihrer Kunst die Kultur und Landschaft Boliviens darstellen.

    Die Fotografien von Francisco Claure Ibarra spiegeln auf der einen Seite das alltägliche Leben in Bolivien wider, haben gleichzeitig aber auch einen spirituellen Hintergrund. Seine Bilder sind Fotografien, die er selbst bearbeitet und auch das Papier, auf dem sie entwickelt werden, ist die Arbeit von dem Künstler. Dazu benutzte er oft Blattgold und einen bestimmten Toner, wodurch die Bilder einen heiligen Touch bekommen.

    Seine Arbeit stellen die andinen Kosmovisionen schließlich auf drei Ebenen dar: Die unterste Ebene wird durch die Chakana (andines Kreuz) dargestellt, das als Wurzel von allem verstanden werden kann und alles Spirituelle und das Leben nach dem Tod umfassen.

    Die mittlere Ebene ist alles Lebendige und Materielle und wird durch die Fotos selbst, Männer, Frauen und Kinder dargestellt.

    Die höchste Ebene wird dann über Symbole und einen goldenen Schimmer dargestellt, das heißt durch die Sonne und alle übernatürlichen Wesen.
    Francisco Claure Ibarra und Silvia Weiss haben bisher fünf Ausstellung gemeinsam organisiert und auch für das kommende Jahr ist schon eine nächste Ausstellung mit dem Namen „BOLIVIA II“ geplant.

    Die Künstlerin Silva Weiss zeigt in ihren Werken die Landschaft Boliviens mit all seinen Farben und Architekturen. Werke wie „El Lago Titicaca“ (Der Titicacasee) und „Las Salinas“ oder in seinem Original „Salar de Uyuni“ (bolivianischer Salzsee) konnten vom anwesenden Publikum bewundert werden.

    Für das musikalische Ambiente sorgte das Duo Ives und Fernando Claure und die eingeladenen Gäste wurden darüber hinaus mit kolumbianischen Köstlichkeiten verwöhnt.
    Die Ausstellung wurde mit der freundlichen Unterstützung der Botschaft der Plurinationaler Staat Bolivien organisiert.

    Kontaktdaten:

    Francisco Claure Ibarra
    fclaure@hotmail.com
    www.franciscoclaure.com

    Silvia Weiss
    www.silviaweiss.at

    Ort:  Badenerstraße 33, 2352 Gumpoldskirchen, Österreich

    Visitantes al Vernissage „BOLIVIA: gemalt mit Farbe und Licht“ de Francisco Claure & Silvia Weis
    Besucher der Vernissage „BOLIVIA: gemalt mit Farbe und Licht“ von Francisco Claure & Silvia Weiss. Foto: [Weinhauerhaus]KUNST
  • Theater an der Wien gewinnt International Opera Award

    Das Theater an der Wien ist am letzten Sonntag bei den International Opera Awards für beste Neuproduktion mit der Britten-Oper „Peter Grimes“ in London ausgezeichnet worden.

    In einer Inszenierung des renommierten Opernregisseurs Christof Loy sowie unter der musikalischen Leitung von Cornelius Meister war diese Neuproduktion im Dezember 2015 mit dem kanadischen Tenor Joseph Kaiser in der Titelpartie am Theater an der Wien zu sehen.

    Intendant Roland Geyer und VBW-Generaldirektor Thomas Drozda nahmen den Preis im Savoy Theatre entgegen und bedankten sich bei der Jury der International Opera Awards für die Auszeichnung.

    „Im Jänner feierte das Theater an der Wien sein zehnjähriges Bestehen als neues Opernhaus der Stadt Wien und dieser Preis ist eine schöne Würdigung unserer Arbeit. Gemeinsam mit außergewöhnlichen Künstlerinnen und Künstlern und meinem Team habe ich das Theater an der Wien als international agierendes Stagione-Opernhaus positioniert und mein Dank gilt allen, die von Beginn an mitgewirkt und mitgestaltet haben. Besonders danke ich Christof Loy, mit dem mich seit 2007 eine intensive und regelmäßige Zusammenarbeit verbindet, für diesen ausdrucksstarken wie berührenden „Peter Grimes“, fasst Intendant Roland Geyer in einer ersten Reaktion auf den Preis zusammen.

    „Ich gratuliere Intendant Roland Geyer und dem Leading Team von „Peter Grimes“ zu dieser internationalen Auszeichnung und freue mich besonders, dass wir diese im Jubiläumsjahr 2016 entgegen nehmen können. Das Theater an der Wien ist nicht nur eines der erfolgreichsten Stagione-Opernhäuser Europas, sondern steht für musikalische wie szenische Top-Qualität und das bei bis zu zwölf Premieren sowie Neuproduktionen im Jahr.

    Auch hochkarätige Partner sind Teil dieses schönen Erfolgs: Unser Dank gilt u.a. dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien sowie dem Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner), die in „Peter Grimes“ wieder einmal ihr außergewöhnliches Können unter Beweis gestellt haben“, fügt Generaldirektor der VBW Vereinigte Bühnen Wien, Thomas Drozda hinzu.

    Links:

    www.theater-wien.at

    www.operaawards.org

    #OperaAwards2016

    Quelle: OTS

  • Kurzklasse “kreatives schreiben auf Spanisch” in Wien

    Kurzklasse “kreatives schreiben auf spanisch” für spanisch lernende und spanisch native speakers mit Daniel Saavedra Aguirre, am 23. und 24. Mai 2016 in Wien.

    Daniel Saavedra Aguirre (1975) aufgewachsen in Chile, studierte an der Universidad Complutense in Madrid. Journalistische Tätigkeiten. Mitbegründer und Leiter des virtuellen Campus der Escuela de Escritores de Madrid. Dozent für “kreatives schreiben auf spanisch”, “periodismo on-line”, “expresión oral y escrita” und “landeskunde lateinamerikas” an der Ludwig-Maximilians Universität München.

    Curso “Escritura creativa en español” en Viena

    Seit 2003 Mitwirkung an mehreren Anthologien (Erzählungen und Gedichte): nada normal, baraka, balas perdidas u.a. Sprecher und Übersetzer von Hörbüchern und Multimediakursen für Spanisch als Fremdsprache.

    Termine:
    6 Unterrichtseinheiten:
    23. Mai 2016: 17.00 bis 20.00 Uhr
    24. Mai 2016: 16.00 bis 19.00 Uhr

    Kosten: 40 EUR.

    Anmeldung ist notwendig bis 20.05. Info und Anmeldung: http://sfd.at/spanisch
    Webseite: schule für dichtung

    Curso “Escritura creativa en español” en Viena

    Clase “escritura creativa en español” / Kurzklasse “kreatives schreiben auf Spanisch”

    Curso “Escritura creativa en español” en Viena

  • Open Air Kurzfilmfestival: Best of Barrierefreitag im Metro Kinokulturhaus

    Um das Warten auf die nächste Festivalausgabe (5.7.–26.8.2016) zu verkürzen, lädt das barrierefreie Kurzfilmfestival dotdotdot in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria alle hörenden, gehörlosen und schwerhörigen Menschen gemeinsam zu einer langen Nacht des kurzen Films. Auf dem Programm stehen eine Reprise knisternder und komischer Kurzfilme der barriereFREItage des vergangenen Festivals und Filmgespräche mit den anwesenden RegisseurInnen. Alle Filme werden mit Untertitelung gezeigt (HoH, Deutsch bzw. Englisch), die Filmgespräche werden in Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) übersetzt.

    KINO & TICKETS

    METRO Kinokulturhaus • Historischer Saal • Johannesgasse 4 • 1010 Wien
    Für RollstuhlfahrerInnen steht leider nur ein Platz zur Verfügung – wir ersuchen um Reservierung.
    Ticketpreis frei wählbar: Pay as you can!

    Reservierungen unter reservierung@filmarchiv.at oder telefonisch unter +43 1 512 18 03 (ab 14:00 Uhr). Reservierte Karten bitte bis 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abholen.
    Infos (in ÖGS): http://dotdotdot.at/programm/best-of-barrierefreitag/

    19:00 UHR • KURZFILMPROGRAMM: ON LOOP
    Programmdauer: 75 min • Filme mit HoH-Untertiteln • Filmgespräch mit Übersetzung in ÖGS
    Filmgespräch mit Carola Dertnig (... A CAR ...) und Hubert Sielecki (RADETZKYPLATZ & ÖSTERREICH!) im Anschluss an die Filmvorführung. Programminfo: http://dotdotdot.at/programm/on-loop/

    Mit acht eloquenten Kurzfilmen, deren Spektrum von subtil bis haarsträubend komisch reicht, zollt dieses Programm dem sportlichen Ehrgeiz Tribut, im Alltag gegen alle Widerstände doch noch ans Ziel zu gelangen.

    Montag, 7:00 Uhr. Mit einem gezielten Schlag auf den Snooze-Button eröffnet Stian das härteste Match des Tages, die Aufwärmübung für eine Reihe von Verrenkungen, die nötig sind, um den Alltag zu meistern.
    Selbst schuld, wer die Familienkutsche in Wiens kleinste Parkgarage stellen will? Wer sich einbildet, mit dem O-Wagen zügig durch die Stadt zu kommen? Oder wer mit verschwiegenen NachbarInnen rechnet, wenn eine verbotene Party steigt? Und wie kommt es, dass gerade die unerfreulichen Nachrichten loopartig immer wiederkehren? Mit acht eloquenten Kurzfilmen, deren Spektrum von subtil bis haarsträubend komisch reicht, zollt dieses Programm dem sportlichen Ehrgeiz Tribut, gegen alle Widerstände doch noch ans Ziel zu gelangen.

    KURZFILME
    HOME GAME (HJEMMEKAMP) Martin Lund • Norwegen 2004 • 10 min • Farbe • OmeU (HoH-UT)
    ... A CAR ... Carola Dertnig • Österreich 2010 • 8 min • Farbe • OmeU (HoH-UT)
    RADETZKYPLATZ Hubert Sielecki • Österreich 2010 • 4 min • Farbe • OmdU (HoH-UT)
    BLA Martina Meštrović • Kroatien 2013 • 8 min • kein Dialog (HoH-UT)
    MOLII Carine May, Hakim Zouhani, Mourad Boudaoud & Yassine Qnia • Frankreich 2013 • 14 min • OmeU (HoH-UT)
    ON LOOP Christine Hooper • Großbritannien 2013 • 5 min • Farbe • OmeU (HoH-UT)
    ÖSTERREICH! Hubert Sielecki • Österreich 2001 • 4 min • Farbe • OmdU (HoH-UT)
    HOUSE PARTY (CHEFU) Adrian Sitaru • Rumänien 2012 • 18 min • Farbe • OmeU (HoH-UT)

    21:00 UHR • KURZFILMPROGRAMM: IN LOVE
    Programmdauer: 75 min • Filme mit HoH-Untertiteln • Filmgespräch mit Übersetzung in ÖGS. Filmgespräch mit Rafael Haider (ESEL), Adele Raczkövi (WURSCHT) und Hubert Sielecki (DER
    LÄNGSTE KUSS) im Anschluss an die Filmvorführung. Programminfo: http://dotdotdot.at/programm/in-love/

    Zu späterer Stunde knistert es im Kurzfilmkabinett mit sechs Liebesgeschichten der besonderen Art, in denen unter anderem ein Esel namens Oskar die Herzen rührt und der längste Kuss der Welt vollzogen wird.

    Es knistert im Kurzfilmkabinett. Da ist die unglückliche Liebesgeschichte des Teenagers Noah, die sich via Facebook, Skype, Chatroulette, YouPorn und iTunes entspinnt. Die Liebe ist schön, auch wenn vergangen, wie Adele Raczkövi in einer Fleisch bzw. Wurst gewordenen Telefontirade bekräftigt. Selbst die Tatsache, dass der längste Kuss der Welt auf eine Initiative des Apothekerverbandes zurückgeht, tut der Stimmung keinen Abbruch. Stellt sich nur noch die Frage, ob ein Hamam wirklich der passende Ort für ein Blind Date ist. Vincent Macaigne, sympathischer Loser des neuen französischen Films, wird es jedenfalls ausbaden müssen.

    KURZFILME
    LIZARDS (LES LÉZARDS) Vincent Mariette • Frankreich 2013 • 14 min • s/w • OmeU (HoH-UT)
    NOAH Patrick Cederberg & Walter Woodman • USA 2013 • Farbe • 17:30 min • OmeU (HoH-UT)
    DER LÄNGSTE KUSS Hubert Sielecki • Österreich 2014 • 4:30 min • Farbe • OmdU (HoH-UT)
    WURSCHT Adele Raczkövi & Julian Vavrovsky • Österreich 2005 • 4 min • Farbe • OmdU (HoH-UT)
    BUT MILK IS IMPORTANT Anna Mantzaris & Eirik Gronmo Bjornsen • Norwegen 2012 • 10 min • Farbe • OmdU (HoH-UT)
    ESEL Rafael Haider • Österreich 2014 • 23 min • Farbe • OmdU (HoH-UT)

    BARRIEREFREI
    Als erstes Filmfestival in Österreich setzt das internationale Open Air Kurzfilmfestival dotdotdot schwerpunktmäßig inklusive Strategien um, um Menschen verschiedener Generationen, Menschen mit und ohne Behinderungen und Menschen mit und ohne Budget gemeinsam ins Kino zu bringen. Mit dem barriereFREItag hat dotdotdot bereits in der ersten Saison 2015 einen wöchentlichen Fixtermin etabliert, an dem nicht nur wie an allen Spieltagen der Eintrittspreis selbst gewählt werden kann (Pay as you can!), sondern das gesamte Programm – Workshops, Filme, Filmgespräche – durch entsprechende Untertitelungen und Übersetzungen in Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) für gehörlose Menschen und Menschen mit Hörbehinderungen (HoH) aufbereitet ist. In der kommenden Festivalsaison (5.7.–26.8.2016) wird dieses Angebot an ausgewählten Spieltagen durch Audiodeskriptionen für blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderungen ergänzt.

    Mehr über die barrierefreien Angebote von dotdotdot erfahren Sie auf unserer Website:
    http://dotdotdot.at/barrierefreie-angebote/

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