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Donnerstag, 15 Oktober 2020 21:59

AZTEKEN: Nach Deutschland und vor Holland hält die Ausstellung in Wien

Von
Räuchergefäß in Gestalt der Wasser- und Fruchtbarkeitsgöttin Chalchiuhtlicue (frühes 16. Jh.) © D.R. Archivo Digital Colecciones del Museo Nacional de Antropología, INAH.

Mit vier Monaten Verspätung eröffnet das Weltmuseum Wien die Ausstellung „Azteken“. Die beeindruckende Kultur einer Komplexe Gesellschaft.

„Azteken“ wurde im Museum Linden in Stuttgart bis zum 19. August erfolgreich ausgestellt, wo sie mehr als 60.000 Menschen besuchten. Eine Gruppe mexikanischer Komissare und Restaurateure beschäftigte sich in den letzten Wochen mit der Aufbauarbeit und Montage der Ausstellung im Weltmuseum in Wien, wo sie am 14. Oktober eröffnet wurde. Den Abschluss der Reise durch Europa bildet das Volkenkunde-Museum in Leiden, Niederlande, wo sie von Februar bis August 2021 zu bewundern sein wird. Die Ausstellung zeigt nie oder selten zuvor gezeigte Werke über eine Kultur, die in zwei Jahrhunderten (zwischen 1325 und 1521) zu einem Imperium in Mesoamerika wurde und viele Völker unterwarf.

Ein transnationales Projekt

Bei der offiziellen Pressekonferenz, die die Ausstellung ankündigte, erwähnten Sabine Haag, Direktorin des Kunsthistorischen Museums und Dr. Christian Schicklgruber, Direktor des Weltmuseums Wien, dass die Ausstellung gemeinsam von den Museen Linden in Stuttgart und Volkenkunde in Leiden Holland konzipiert wurde und in enger Zusammenarbeit mit Mexiko durchgeführt wird.

Dr. Inés de Castro, Leiterin des Lindenmuseums ist die Initiatorin der Ausstellung und verantwortlich für die gesamte Projektleitung. Doris Kurella (Linden Museum) und Martin Berger (VolkenkundeMuseum) sind die Kuratoren. Der wissenschaftliche Berater der Ausstellung war der renommierte mexikanische Archäologe Eduardo Matos Moctezuma. Die Archäologen Leonardo López Luján und Raúl Barrera Rodríguez aus Mexiko haben eng an der Ausstellung und dem Katalog mitgearbeitet.

Auf der Pressekonferenz: Sabine Haag, Direktorin des Kunsthistorischen Museums und Dr. Christian Schicklgruber, Direktor des Weltmuseums Wien. Via Zoom: Dr. Doris Kurella (links) und Dr. Inés Castro (rechts). (Foto: Stefan Galván).
Auf der Pressekonferenz: Sabine Haag, Direktorin des Kunsthistorischen Museums und Dr. Christian Schicklgruber, Direktor des Weltmuseums Wien. Via Zoom: Dr. Doris Kurella (links) und Dr. Inés Castro (rechts). (Foto: Stefan Galván).

Juan Manuel Garibay, Koordinator für Museen und Ausstellungen des National Instituts für Geschichte und Anthropologie Mexikos ist der Meinung, dass diese Ausstellung einen wichtigen Beitrag dazu leistet, die Stereotypen über eine der relevantesten mesoamerikanischen Zivilisationen zu beseitigen und dazu beiträgt ein besseres Verständnis für profundes Wissen über den Kosmos und die komplexe soziale Organisation des Aztekenreiches zu erlangen.

Von den insgesamt 228 Werken wurden 125 Werke von der mexikanischen Regierung zur Verfügung gestellt. Von diesen Stücken stammen 27 aus dem Nationalen Museum für Anthropologie und 98 aus dem Templo Mayor Museum, der Rest gehört 12 europäischen Institutionen. Für das Linden-Museum bedeutet diese große Ausstellung auch die Gelegenheit zwei Chimallis (Schilder aus Federn), aus der Sammlung des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart in ihrem kulturellen Kontext zu präsentieren. Diese Objekte werden nicht in Wien ausgestellt. Diese Chimallis gelangten im 16. Jahrhundert in das Gebiet des heutigen Deutschlands, ebenso wie andere Stücke, die in europäische Sammlungen gelangten, wie die sogenannte Federkrone Moctezumas.

Der Penacho / Quetzalfeder-Kopfschmuck, um 1520. (Foto: Stefan Galván)
Der Penacho / Quetzalfeder-Kopfschmuck, um 1520. (Foto: Stefan Galván).

Die berühmteste Krone Mexikos

Parallel zu „Azteken“ wird man in Wien den berühmten Federkopfschmuck, auch als „Federkrone Moctezumas“ bekannt, sehen können. Die Federkrone wurde im Laufe der Zeit vom Weltmuseum Wien immer wieder umbenannt. Noch vor zwanzig Jahren war von „der sogenannten Federkrone Moctezumas“ die Rede, dann ab 2012 mutierte sie zum „altmexikanischen Federkopfschmuck“ und seit kurzem lautet der offizielle Name: „Quetzalfeder Kopfschmuck“. In der dritten Ausgabe unserer Sonderserie „EL PENACHO ¿VUELVE?“ (Print-Ausgabe CulturaLatina) können Sie mehr über dieses bedeutende Stück des mexikanischen Kulturerbes erfahren.

Adlerkopf, Stein
Adlerkopf, Stein. Umgebung von Tehuacán, Puebla, (Mitte 14. Jh. bis 1521). (Foto: Stefan Galván).
Vogelkopfmaske, Holz - Azteken
Vogelkopfmaske, Holz. (Mitte 14. Jh. bis 1521) © Stiftung Schloss Friedenstein Gotha / Weltmuseum Wien.
Die Ausstellung AZTEKEN bis 13. April in Weltmuseum Wien. (Foto: Taramona)
Die Ausstellung AZTEKEN bis 13. April im Weltmuseum Wien. (Foto: Taramona)
Stab- oder Statuenaufsatz (JPG, 660 KB) Holz, Türkis, Spondylusmuschel, Harz, Perlmutt, Malachit H: 29 cm; B: 12 cm; T: 17 cm Mexiko, aztekisch, Mitte 14. Jh. bis 1521 National Museum of Denmark, Kopenhagen, Inv. Nr. ODIh.41 © National Museum of Denmark, Roberto Fortune
Stab- oder Statuenaufsatz, Holz. (Mitte 14. Jh. bis 1521). © National Museum of Denmark, Roberto Fortune.

Der Ursprung Lateinamerikas
Dr. Inés Castro

„AZTEKEN“ ist ein Blick auf die mexikanische Kultur von außen nach innen.

Zu Beginn werden seine Kosmogonie- und Schöpfungsmythen gezeigt, dann Aspekte des täglichen Lebens, die Provinzen, die ihnen Tribut zollen, und schließlich kann der Besucher die Hauptstadt Tenochtitlán betreten. Die Tour endet mit dem Betreten des sogenannten Templo Mayor, ihrem Haupttempel.

Der ursprüngliche Grund für die Durchführung dieser Ausstellung war die respektvolle Errichtung eines Denkmals im übertragenen Sinne, das an die Ankunft (und ihre Folgen) vor 500 Jahren von Hernán Cortés in Tenochtitlan erinnert. Es erinnert auch daran, dass seit damals die Mischung der Kulturen zwischen Europa und den indigenen Völkern begann, aus der das heutige Lateinamerika hervorging.

Dra. Inés de Castro, argentinisch-deutsche Ethnologin und Altamerikanistin
Dra. Inés de Castro, Initiatorin der Ausstellung und Direktorin der Lindenmuseums in Stuttgart.

 

Daten der Ausstellung

„Azteken“ im Weltmuseum Wien.
Von 15. Oktober bis 13. April, täglich außer Mittwoch, 10.00 bis 18.00 Uhr.
Adresse: Heldenplatz, 1010 Wien

KATALOG
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog auf Deutsch und Englisch.
360 Seiten, 21,5 × 27,5 cm, Hardcover, € 30.

+43 31 534 30 – 5150 · info@weltmuseumwien.at
www.weltmuseumwien.at 

Letzte Änderung am Donnerstag, 15 Oktober 2020 23:53
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