Die deutsch-spanische Kulturzeitschrift Österreichs

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Cultura de Austria

  • Tracht y Dirndl
    Tracht y Dirndl El Tracht para los hombres y Dirndl para las mujeres, son los trajes típicos de…
  • ¿Qué es Krocha?
    ¿Qué es Krocha? Krocha en dialecto y Kracher en el idioma alemán estándar. Se denomina “Krocha” o “Kracher”…
  • ¿Conoce las "Mohnzelten"?
    ¿Conoce las "Mohnzelten"? Mohnzelten, en español "tiendas/carpas de amapolas" son una especialidad dulce típica de la región del…
  • ¿Comida vienesa o de Austria?
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    El Palacio de Schönbrunn El Palacio de Schönbrunn construido en el siglo XVI es una de las principales obras…
Montag, 05 Juni 2017 00:28

TV-Tipp: WELTjournal: Venezuela - ein Land am Abgrund (ORF2 Mi 7.6.2017, 22:30 Uhr)

Geschrieben von
Menschen stehen in Venezuela Schlange um an die knappen Lebensmittel zu kommen Bild: ORF

„WELTjournal“ und „WELTjournal +“ am 7. Juni: „Venezuela – ein Land am Abgrund“ und „Kinderarbeit – Bolivien bricht ein Tabu“

Venezuela ist das erdölreichste Land der Welt und steht dennoch am Abgrund. Der frühere Staatschef Hugo Chávez wollte in Venezuela das „sozialistische Paradies auf Erden“ errichten, doch nach seinem Tod ist unter seinem Nachfolger Nicolás Maduro die ohnehin schwache Wirtschaft völlig eingebrochen. Seit Monaten geht die Opposition fast täglich auf die Straße, Dutzende Menschen sind bei den Protesten getötet worden. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Christa Hofmann – zeigt dazu am Mittwoch, dem 7. Juni 2017, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Venezuela – ein Land am Abgrund“.

Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Kinderarbeit – Bolivien bricht ein Tabu“: In Bolivien dürfen Kinder ab zehn Jahren legal arbeiten. Im ärmsten Land Südamerikas sind überall arbeitende Minderjährige zu sehen. Internationale Kinderschutzorganisationen sind entsetzt, doch die betroffenen Kinder begrüßen das Gesetz, das ihnen Rechte gibt, ohne die soziale Realität zu verleugnen.

WELTjournal: „Venezuela – ein Land am Abgrund“

Da ausländische Journalisten kaum eine Einreisegenehmigung bekommen, hat sich der australische Reporter Eric Campbell als Tourist ausgegeben und die angespannte Lage in Venezuela undercover unter die Lupe genommen. Im „WELTjournal“ zeigt er, wie knapp bereits Grundnahrungsmittel geworden sind und wie sich schon ab drei Uhr früh Menschenschlangen vor den Supermärkten bilden, die auf eine Lieferung Mehl, Butter oder Toilettenpapier warten. Dass man, wenn man 500 US-Dollar wechseln will, eine Reisetasche braucht für die Berge von Geldscheinen, weil die Inflation zuletzt sagenhafte 800 Prozent betragen hat. Dass die Kriminalitätsrate in die Höhe geschossen ist und dass Zehntausende Menschen das fast bankrotte Land bereits verlassen haben.

WELTjournal +: „Kinderarbeit – Bolivien bricht ein Tabu“

Das „WELTjournal +“ zeigt, wie Boliviens Kinder sich gewerkschaftlich organisiert und für die Herabsetzung des legalen Arbeitsalters gekämpft haben. Das Gesetz zur Kinderarbeit regelt die Arbeitsbedingungen für Kinder und Jugendliche und soll sie vor Ausbeutung schützen. Solange die Armut so groß ist, sind viele Familien in Bolivien auf den Verdienst der Kinder angewiesen. „Bekämpft die Armut und nicht die Kinderarbeit“, lautet daher die Parole der Kindergewerkschaften. Mit Boliviens Tabu-Bruch wird klar, dass sich westliche Standards nicht immer auf die Lebensbedingungen in armen Ländern umlegen lassen.

Die Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

Letzte Änderung am Dienstag, 06 Juni 2017 23:02
Redaktion

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    27 Spiel- und Dokumentarfilme aus 11 Ländern sind heuer zu entdecken. Zahlreiche Gäste, Musik und Kulinarisches aus Lateinamerika machen das Filmcasino für eine Woche zum lebendigen „Cine Latino-Treffpunkt“. Der lateinamerikanische Film trägt in den letzten Jahren vermehrt eine weibliche Regiehandschrift. Mehr als 50% der Filme des Festivalprogramms stammen diesmal von Regisseurinnen, darunter preisgekrönte Filme wie „Matar a Jesús“ (Laura Mora Ortega), „Los perros“ (Marcela Said) und „Los adioses“ (Natalia Beristáin).

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    Die Zeitschrift CulturaLatina ist stolz, Sie zu dieser neuen Festival-Ausgabe einladen zu dürfen, die Sie überraschen und faszinieren wird. Lassen Sie sich auf eine imaginäre Reise durch das Universum der lateinamerikanischen Filmkunst mitnehmen und erleben Sie die Leidenschaft dieser außergewöhnlichen, spanischen Kultur! 

    7. CINE LATINO FESTIVAL PROGRAMM

    Do., 28.03.2019
    20.15 Uhr
    ERÖFFNUNG
    Pájaros de verano / „Birds of Passage“ - „Das grüne Gold der Wayuu“
    Cristina Gallego, Ciro Guerra | Kolumbien/Dänemark/Mexiko 2018 | 125 Min. | span. / Wayuu OV. mit dt. UT

    Fr., 29.03.2019
    17.30 Uhr
    Oso polar
    Marcelo Tobar | Mexiko 2017 | 70 Min. | span. OV mit engl. UT

    19.00 Uhr
    Todo mal
    Issa López | Mexiko 2018 | 105 Min. | span. OV mit engl. UT

    21.00 Uhr
    El ángel
    Luis Ortega | Arg./Spanien 2018| 118 Min. | span. OV mit engl.UT

    Sa., 30.03.2019
    14.00 Uhr
    Los adioses
    Natalia Beristaín | Mexiko 2017 | 85 Min. | span. OV mit engl. UT

    14.00 Uhr
    Los perros
    Marcela Said | Chile/Argentinien/Frankreich/Portugal 2017 | 94 Min. | span. OF mit dt. UT

    19.00 Uhr
    Mi obra maestra
    Gastón Duprat | Argentinien/Spanien 2018 | 100 Min. | span. OF mit engl. UT

    21.00 Uhr
    Vuelven
    Issa López | Mexiko 2017 | 83 Min. | span. OF mit engl. UT

    So., 31.03.2019
    11.00 Uhr
    Distancias cortas
    Alejandro Guzmán Alvarez | Mexiko 2015 | 104 Min. | span. OF mit dt.UT

    16.00 Uhr
    Sueño Florianópolis
    Ana Katz | Argentinien/Brasilien 2018 | 106 Min. | span./port. OF mit engl. UT

    17.30 Uhr
    El Pepe, una vida suprema
    Emir Kusturica | Uruguay/Argentinien/Serbien 2018 | 74 Min. | span. OF mit engl. UT

    18.00 Uhr
    Las herederas
    Marcelo Martinessi | Paraguay 2018 | 97 Min. | span. OF mitdt. UT

    20.00 Uhr
    Roma
    Alfonso Cuarón | Mexiko/USA 2018 | 135 Min. | span. OF mit dt. UT

    Mo., 01.04.2019
    16.30 Uhr
    El comienzo del tiempo
    Bernardo Arellano | Mexiko 2014 | 110 Min. | span. OF mit engl. UT

    18.30 Uhr
    Temporada de caza
    Natalia Garagiola | Argentinien/USA/Deutschland/Frankreich/Quatar 2017 | 105 Min. | span. OF mit dt. UT

    20.30 Uhr
    Matar a Jesús
    Laura Mora Ortega | Kolumbien 2017 | 99 Min. | span. OF mit engl. UT

    Di., 02.04.2019
    17.00 Uhr
    Cenizas
    Juan Sebastián Jácome | Ecuador/Uruguay 2018 | 80 Min. | span. OF mit engl. UT

    18.30 Uhr
    Allende, todo sobre mi abuelo
    Marcia Tambutti Allende | Chile/Mexiko 2015 | 98 Min. | span. OF mit dt. UT

    20.30 Uhr
    Sueño en otro idioma
    Ernesto Contreras | Mexiko 2017 | 100 Min. | span./zikril OF mit engl. UT

    Mi.,03.04.2019
    17.00 Uhr
    Viaje
    Paz Fábrega | Costa Rica 2015 | 71 Min.| span. OF mit engl. UT

    18.30 Uhr
    Retablo
    Alvaro Delgado Aparicio | Peru/Deutschland/Norwegen 2017| 101 Min. | Quechua OF mit engl. UT

    20.30 Uhr
    Winter in Havanna
    Walter Größbauer | CU/AT 2018 | 90 Min. | spanische OF mit dt. UT
    Zu Gast: Regisseur Walter Größbauer

    Do., 04.04.2019
    16.00 Uhr
    Yuli
    Icíar Bollaín | ES/UK/DE 2018 | 112 Min. |Span. OF mit dt. UT

    18.15 Uhr
    Mamacita
    José Pablo Estrada Torrescano| Mexiko/Deutschland 2018 | 75 Min. | span. OF mit dt. UT

    20.00 Uhr
    ABSCHLUSS-ABEND
    Territorios Ocupados - Das indigene Mexiko
    Präsentiert vom Österreichischen Lateinamerika Institut
    Mit den Filmen:
    Don de ser (Ambulante Más Allá, Mexiko 2015, 45 Min., OF mit engl. UT)
    Unter Normalistas (Fernando Romero, Östreich/Mexiko 2019, 15 Min., OF mit engl. UT)
    Cabeza de Vaca (Nicolás Echevarría, Mexiko 1991, 112 Min., OF mit engl. UT)
    Zu Gast: Regisseur Néstor Jiménez (Don de ser) aus Chiapas, Mexiko, vom Kollektiv Ambulante Más Allá.

    Organisator des Festivals: Filmcasino, Margaretenstraße 78, 1050 Wien - 01 / 587 90 62, kassa@filmcasino.at

    Erreichbarkeit: U4 Kettenbrückengasse, 13A und 59A Ziegelofengasse.

    Vorverkauf: An der Kassa des Filmcasinos und online auf www.filmcasino.at (Keine Reservierung möglich).

    Preise: € 9,00, Ermäßigt € 8,00 (Studierende, Lehrlinge, SchülerInnen, Senioren, Arbeitssuchende, Ö1 Club, LAI).
    10er Block € 65,00, (2 Jahre gültig für andere Filmcasino-Vorführungen).

    Alle Filme in Originalsprache(n) mit deutschen oder englischen Untertiteln.

    Programm und weitere Infos auf: www.filmcasino.at

     

    Cultura Latina Edición 10 -  sonderbeilage-KINO

    Lesen Sie die sonderbeilage-KINO aus Lateinamerika

    Verpasse nicht die sonderbeilage-KINO - nur im Magazin CulturaLatina Ausgabe 10-2019.

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  • Venezuela: Was im Januar ein Bolívar kostete, kostet heute 1.400.000 Bolívares

    Der Abgeordnete und Mitglied des Finanzausschusses der Nationalversammlung von Venezuela, José Guerra, sagte am Montag 17.12., dass 2018 ein katastrophales Jahr für die venezolanische Wirtschaft gewesen sei.

    „Was im Januar 2018 ein Bolívar kostete, kostet heute bis Dezember 2018 ungefähr 1.400.000 Bolívares. Das ist der Effekt einer gewaltigen Hyperinflation, die das Maduro-Regime ausgelöst hat“, sagte er während der Präsentation einer wirtschaftlichen Bilanz der Partei „Primero Justicia“.

    Der Parlamentarier schätzte auch, dass die Wirtschaft im nächsten Jahr zwischen 25% und 28% fallen wird. Und er warnte davor, dass „es keine Rente, Gehalt oder Ruhestand gibt, der eine Hyperinflation erträgt“. Die Berechnungen legen nahe, dass die Hyperinflation bis Ende dieses Jahres im Dezember sicher 1.400.000% (...) überschreiten wird und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Ende 2018 um mehr als 20% schrumpfen wird.

    „Wir glauben, dass es eine Lösung gibt, und dies geschieht durch eine Veränderung und Orientierung der Wirtschaft und der venezolanischen Regierung“, fügte Guerra hinzu. „Ohne Erdöl kann man sich nicht erholen. Unsere Lösung besteht darin, die Ölproduktion zu aktivieren“ empfahl Guerra. ♦

  • Das Alter der Erde

    Unveröffentlichter Text des Schriftstellers José Emilio Pacheco (Mexiko, 1939 - †2014) über das erste lateinamerikanische Filmfestival in Österreich 1991.

    Im Mai 1991 bot José Emilio Pacheco dem „Latinidade Kultur Forum“ einen Einführungstext für das erste lateinamerikanische Filmfestival in Österreich zu schreiben an. Ein Festival mit dem Titel „Das Alter der Erde“, das im Filmhaus Stöbergasse stattfand.

    In dem ausschließlich im Festivalkatalog veröffentlichten Text reflektiert der Autor universelle Aspekte Lateinamerikas. Reflexion, die heute aktueller als je zuvor ist.
    Er spielt auch auf einige der auf dem Festival gezeigten Filme an, wie „Orinoco Nuevo Mundo“ von Diego Risquez, „Cabeza de Vaca“ von Nicolás Echevarria, „Frida - Naturaleza Viva“ von Paul Leduc, „Goitia, ein Gott für sich“ von Diego López und „La Edad de la Tierra“ von Glauber Rocha.

    Cultura Latina in Zusammenarbeit mit Latinidade Kultur Forum veröffentlicht diesen Text zum ersten Mal seit seiner ersten Offenlegung.

    Mexikanischer Schriftsteller José Emilio Pacheco (* 30. Juni 1939; † 26. Januar 2014) en el Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Monterrey, Ciudad de México, el 12 de octubre de 2012. (Foto: Angélica Martínez)
    Mexikanischer Schriftsteller José Emilio Pacheco (* 30. Juni 1939; † 26. Januar 2014) im Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Monterrey, Ciudad de México, am 12. Oktober 2012. (Foto: Angélica Martínez)

    Das Alter der Erde

    Am Anfang gab es eine einzige Erde: Pangea.
    Viel später trennten sich die Kontinente
    und dazwischen blieb das Meer, das verbindet und trennt.

    Vor 500 Jahren begann Europa durch Spanien mit der Eroberung von dem, was ein deutscher Geograph „Amerika“ nannte. Im Jahre 1991, im Zeitalter der sofortige Kommunikation, ist die Entfernung größer denn je.
    Das spanische, portugiesische und französische Amerika ist ein Teil von dem geworden, was die Vereinte Nationen mit dem Euphemismus „Dritte Welt“ bezeichneten, die Peripherie, die die industrialisierten Länder mit billigen Arbeitskräften und Rohstoffen beliefert.

    Das Alter dieser Erde beginnt für das europäische Gewissen in diesem Moment, als die Eroberer ihre Zerstörungs- und Aufbauarbeit begannen. Während fünf Jahrhunderten war diese Erde ein unbeflecktes Paradies, ein Raum, der unbedingt von den Damönen befreit werden sollte, eine Mine voll Gold und Silber, Schlachtfeld der Kolonialmächte, Hoffnung, Land des Morgens, das nie Wirklichkeit wird, Ort der Zuflucht – Karneval, revolutionäre und folkloristische Mode, Enttäuschung.
    Jetzt ist dieser Erdteil der Ort, woher die Drogen kommen, wo die Naturkatrastophen stattfinden, wohin die Epidemien wie die Cholera, die man für besiegt glaubte, zurückkehren. Länder die unter allen Übeln des Fortschritts leiden und von allen Tragödien der Rückständigkeit geprägt sind. Grandiose Ruinen und primitive Hütten – alle Zeitalter koexistieren auf dieser Erde, Bewohner von Höhlen leben neben Wolkenkratzern voll mit Faxgeräten, Computern, Modems und Handys.
    „Lateinamerika“ als solches existiert nicht. Zwanzig, oder mehr, ganz unterschiedliche Länder können nicht auf einen gemeinsamen Nenner reduziert werden. Es ist unmöglich von Europa zu verlangen jedes Land von ihnen, als eine Einheit zu betrachten. Aber zumindest ist es möglich Europa vorzuschlagen, die Klischees über das „Lateinamerikanische“ nicht zu akzeptieren.
    Diese zwölf Filme dieser Reihe geben dem österreichischen Zuschauer Beispiele, wie die Wirklichkeit und Phantasie dieser Länder vom Kino gesehen wurde. Indem es diese beschreibt, erfindet es sie und verwandelt sie in Kunst. Etwas das seltsamerweise in unserem Amerika bisher gut funktioniert hat und trotz aller Krisen weiter besteht. Das Kino hat sich der Einsamkeit und Weite dieser Erde bemächtigt. Es hat ihre Menschen, ihre Wüsten, ihre Urwälder, ihre Städte beschrieben.

    Die Filmreihe „Das Alter der Erde“ beschreibt unter anderem, den Eroberer, verloren in der feindlichen Natur einer „Neuen Welt“, die für ihn eine „Andere Welt“ ist. Den europäischen Gelehrten, der versucht das Unerklärliche auf Wissenschaft und Vernunft zu reduzieren. Die Chroniken der neuen Eroberungen, die sich heute anderer Mittel bedienen, den einsamen Krieg zweier Maler die ihre Identität zu finden suchen, indem sie ihre innere Welt und die Wirklichkeit die sie umgibt wiedergeben.
    Die Funktion unserer Kinos als ein Mittel die Vergangenheit in Gegenwart zu verwandeln und das Ferne nahe zu bringen, verbindet sich mit der Fähigkeit das Europäische anzueignen und daraus Neues zu schaffen.
    Dieser Reihe zeigt, dass die ganze Erde unsere einzige Erde ist, ihr Alter ist unser Alter.

    JOSÉ EMILIO PACHECO
    Mexiko, Mai 1991

  • Treffen katholischer Politiker aus Lateinamerika geplant

    Generalsekretär von Lateinamerikanischem Bischofsrat CELAM: "Wollen offenen, freundschaftlichen und solidarischen Dialog führen".

    Der Lateinamerikanische Bischofsrat CELAM plant im kommenden Jahr in Mexiko ein Treffen katholischer Politiker aus ganz Lateinamerika. "Wir wollen Katholiken mit politischer Verantwortung zusammenbringen und mit ihnen einen offenen, brüderlichen, freundschaftlichen und solidarischen Dialog führen", sagte CELAM-Generalsekretär Juan Espinoza Jimenez, Weihbischof von Morelia (Mexiko) der Nachrichtenagentur Notimex. Das Treffen soll vom 15. bis 17. November 2019 am Sitz der Mexikanischen Bischofskonferenz stattfinden. Der Vatikan unterstütze die Initiative, hieß es. (KAP/KNA) 

  • Carla Natascha widmet die neue CD „Tierra Linda“ ihrer Heimatstadt "Santa Cruz de la Sierra"

    „Santa Cruz de la Sierra“ liegt in Bolivien am Ufer des Piraí-Flusses. Mit mehr als 1.500.000 Einwohnern ist es die bevölkerungsreichste Stadt und das wirtschaftliche Zentrum dieses Landes.

    Diese Stadt ist die "Tür Boliviens zur Welt". Wichtige Veranstaltungen finden hier statt, wie der Iberoamerika-Gipfel und die Gruppe der 77.

    Am 24. September 1810 schlossen sich Antonio Vicente Seoane, José Manuel Lemoine und Oberst Antonio Suárez der revolutionären Bewegung an, um für die Unabhängigkeit der Stadt zu kämpfen.

    Die Bevölkerung traf sich in einem offenen Stadtrat, um die spanischen Besetzer von der Macht zu entfernen.

    So feiert „Santa Cruz de la Sierra“ heute 208 Jahre seiner Befreiungsbewegung. 15 Jahre später wurde es zum "Departamento de Santa Cruz" und zu einem der Gründungsreferate von Bolivien.

    Von Wien aus feiert die "Botschaft / Permanente Mission des plurinationalen Staates Bolivien" dieses Datum. Und zusätzlich widmet die austro-bolivianische Sängerin Carla Natascha ihre neue CD "TIERRA LINDA" (Schöne Heimat) als Hommage diesem historischen Ereignis.

     

    Carla Natascha

    Die Sängerin aus Santa Cruz produzierte ihr neues Musikwerk "Tierra Linda" in Wien. Ein Album mit tropischer Tanzmusik mit Themen ihrer Urheberschaft. Eine lateinamerikanische CD mit tanzbaren Genres wie Salsa, Rumba Cubana, Merengue, Bachata, Latino Pop und Cumbia del Sur.

    Ihre neuen Songs erzählen von Reflexionen ihres Lebens. Carla Natascha erreicht mit dem Text dieser CD, dass sich das Publikum der Bedeutung von Lebensfreude bewusst wird. Auf die gleiche Weise fühlen wir uns nostalgisch, wenn wir das Lied TIERRA LINDA, das Bolivien gewidmet ist, hören. Es ist die Verbindung unserer Wurzeln mit den Heimatländern, die uns für unsere Herkunft dankbar macht. Eine CD, die man immer wieder hören will!

    Weitere Informationen über die Sängerin: CarlaNatascha.com 

  • Die Aymara Kultur

    Aymara: ethnischer Volksstamm und Sprache in Bolivien und Perú. Eine der am meisten gesprochenen indigenen Sprachen Südamerikas. Die anderen sind Quechua und Guaraní.

    Die Aymara sind neben den Quechua Nachkommen der Inka.

    Die Aymara Kultur entwickelte sich viele Jahrhunderte lang in der Hochlandregion, bevor sie zu einem Inkakultur-Volk wurde, die später von Spaniern unterworfen war.

    Mit den Spanisch-Amerikanischen Unabhängigkeitskriegen (1810-1825) wurden die Aymaras Bürger der Länder Bolivien und Peru, aber nach dem Pazifikkrieg (1879-1883) Chile annektierte Territorien und erwarb eine große Aymara Bevölkerung.

    Die Aymara Bevölkerung leben als Bauern und Viehzüchter in den kargen Hochanden Boliviens, Perus und Chiles.

    Das Aymara weist noch ein zusammenhängendes Sprachgebiet in Bolivien und den angrenzenden Gebieten Perus auf. Im ländlichen Raum wird es von allen Generationen gesprochen. Eine starke Zweisprachigkeit mit Spanisch und eine Tendenz, das Aymara nicht mehr an die Kinder weiterzugeben, gibt es insbesondere in den Städten. Für Bolivien wird das Aymara (wie auch das Quechua) als potenziell gefährdet eingestuft.

    Wie denkt der Familienvater?
    Wenn ein Familienvater mal mit einem Kind unzufrieden ist, wirft er ihm die Frage vor: "Bist du etwa noch ein Baby? Wenn dann später geheiratet wird, kommt die Bildung der Persönlichkeit an ihr Ende; Verheiratete werden zu "jaqi", ein Begriff, der ganz allgemein "Leute" bedeutet. Nur wer zu den Leuten gehört, hat volle rechte und Pflichten in der Aymara Gesellschaft.1

    Regionen mit signifikanten Populationen:
    Bolivia: 1,5 Millionen.
    Peru: 440 Tausend
    Chile: 41 Tausend.
    Argentinien: 35 Tausend.


    1: "Religion und Riten der Aymara: Feldforschungen in der Region um den Titicacasee in Bolivien und Peru", von Dieter Grotehusmann. Seite 243.

  • Preise in Venezuela steigen jeden Tag um fast drei Prozent

    Im krisengebeutelten Venezuela steigen die Preise nach Berechnungen des Parlaments jeden Tag um 2,8 Prozent.

    Im ersten Halbjahr 2018 habe die Inflationsrate 4684,3 Prozent betragen, sagte der Abgeordnete Alfonso Marquina vom Finanzausschuss der von der Opposition kontrollierten Nationalversammlung am Sonntag. "Wir haben jeden Tag eine Preissteigerung, die größer ist als jene von Chile im ganzen Jahr", sagte Marquina.

    Wegen Korruption und Misswirtschaft leidet Venezuela seit Jahren unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt verfügt kaum noch über Devisen, um Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs einzuführen.

    Die venezolanische Zentralbank veröffentlicht seit vier Jahren keine offiziellen Daten zur Inflation mehr. Der Internationale Währungsfonds rechnet für das laufende Jahr mit einer Teuerungsrate von über 13 000 Prozent. Die Wirtschaftsleistung dürfte 2018 laut der Prognose um 15 Prozent einbrechen.

  • El trazo iberoamericano in Wien: Humor um die Realität zu sehen

    Der „Iberoamerikanische Club von Wien” beginnt Aktivitäten diesen Montag, den 07.06., mit der Karikaturenausstellung „El trazo iberoamericano”, die die Arbeit von 23 hervorragenden Künstlern aus 17 Ländern, mit insgesamt fast 100 Werken, zeigt. 

    Kontinente, Kulturen und Personen zusammenführen war die gelungene Parole des „Iberoamerikanischen Clubs von Wien” mit seiner ersten Aktivität: „El trazo iberoamericano”. 

    Bis zum 6. Juli kann man die Ausstellung genießen, die auf eine witzige Art über aktuelle, politische und soziale Themen reflektieren lässt. Mit Kritiken der grafischen Künstler, die ihre Werke in Zeitschriften veröffentlichen aber auch Künstler der Witzgrafiken sowie Komiks, Künstler die dafür leben die Realität ihrer Länder mit der Linienführung zu zeigen. 

    „El trazo iberoamericano": Eine Ausstellung, die die Enthüllung der iberoamerikanischen Ereignisse bis Wien freigibt. 

    Eine Karikatur ist eine humoristische grafische Darstellung, angenehm für die Augen, witzig und kreativ. In ihnen sehen wir wie die Künstler Formen, physische Wesenszüge, Verhalten einschließlich Aktivitäten, übertreiben oder vereinfachen. Aber über das Witzige hinaus, was eine Karikatur sein kann, beabsichtigt der Künstler eine Realität, politische und soziale Veränderungen in einer Denunzierung, die sich als Kritik interpretieren lässt, zu machen. 

    „Die Karikatur ist eine der expressivsten, künstlerischen Medien, weil in ihr Ironie, Sarkasmus, Humor und die Fähigkeit steckt, mit wenigen Linien die Realität von allen Ländern zu beschreiben“, sagte bei der Eröffnung der Repräsentant des Institutes Cervantes von Wien.

    Director del Instituto Cervantes de Viena, Dr. Carlos Ortega Bayón al momento de dar inicio a la exposición
    Direktor des Cervantes-Instituts Wien, Dr. Carlos Ortega Bayón bei seiner Rede zur Ausstellungseröffnung "El trazo Iberoamericano". (Foto: CulturaLatina)

    Künstler und teilnehmende Länder:

    - Xavier Casals (Andorra)
    - Jordi Planellas (Andorra) 
    - Ricardo Siri “Liniers” (Argentina)
    - Laerte (Brasil)
    - Vladimir Flórez "Vladdo" (Colombia)
    - Luis Demetrio Calvo “Mecho” (Costa Rica)
    - Arístides Esteban Hernández Guerrero “Ares” und Gerardo Hernández (Cuba)
    - Marcelo Escobar (Chile)
    - Pancho Cajas (Ecuador)
    - Paco Calderón und Abel Quezada (México)
    - Rafael de los Santos (República Dominicana)
    - Carlos Alfredo Ruiz Moisa “Ruz” (El Salvador)
    - Lowis Rodríguez “Lowi” (Panamá)
    - Robin Wood und Roberto Goiriz (Paraguay)
    - Jorge Vinatea Reynoso, Pancho Fierro und Elena Izcúe (Perú)
    - André Carrilho (Portugal)
    - Andrés Rábago “El Roto” (España)
    - Jimena Merchán und Lucía Borjas (Venezuela).

     

    Die Ausstellung ist für das Publikum öffentlich zugänglich im Institut Cervantes (Schwarzenbergplatz. 2, 1010 Wien). Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten von Montag - Freitag: 10:00h – 13:00h & 14:00h – 16:00h, Freitag: 10:00h – 13:00h.

     

    Über den iboamerikanischen Club 

    Der iberoamerikanische Club hat als Ziel, die größte Ausstellung der lateinamerikanischen Kultur, von Portugal, Andorra und Spanien, in Österreich zu schaffen. Die Botschaften dieser Länder und das Institut Cervantes in Wien haben ihre Kräfte vereint und einen Block von Aktivitäten vorbereitet.

    „Wir wollten gemeinsame Projekte voranbringen mit der ausreichenden Organisation und Natürlichkeit, damit sich das Publikum nicht in einer Stadt verirrt und es möglich wird, ein iberoamerikanisches kulturelles Angebot sichtbarer zu machen. Wir wollten nicht nur bei der Öffentlichkeit überzeugend und kongruent ankommen, sondern beim breiten Publikum, das gierig auf Neuigkeiten und neugierig auf unsere Kulturen kommt“, erklärt Dr. Carlos Ortega Bayón bei seiner Eröffnungsrede.

    Genannt werden auch der Gebrauch der neuen digitalen Informations-Medien, der sozialen Netze, sowie auch ihrer neuen Webseite: www.clubiberoamericanodeviena.at und ihr Facebook-Auftritt:  www.facebook.com/clubeiberoamericanodeviena 


    Der neue iberoamerikanische Club, seine Events, sowie andere Leistungen für die iberoamerikanische Gemeinschaft, konsolidieren die Kraft und die Popularität dieser Kultur und ihrer Sprachen (Spanisch und Portugiesisch) in Österreich.

     

    Fotos der Eröffnung „El trazo iberoamericano en Viena": www.facebook.com/CulturaLatina.at

     

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