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Mittwoch, 11 März 2020 02:14

Corona-Krise: Bundesmuseen schließen in Österreich

Von Redaktion
Außenansicht der Albertina mit Soravia Wing (Foto: © Harald Eisenberger - Albertina)

Infolge der drastischen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus bleiben die österreichischen Bundesmuseen bis zumindest Ende März geschlossen. Man habe eine einheitliche Lösung für alle Häuser angestrebt, die der Empfehlung des Bundeskanzleramtes und des Kunst- und Kulturstaatssekretariats Folge leiste, wurde mitgeteilt. Abgesagt wurde unterdessen auch die Diagonale in Graz.

Weitere Absagen und Schließungen: Die Spanische Hofreitschule cancelt Vorführungen, das Wien Museum schloss sämtliche Standorte, ebenso das Heeresgeschichtliche Museum, die Wiener Bezirksmuseen und Sondermuseen. Die Museen des Universalmuseums Joanneum in der Steiermark haben den Ticketverkauf eingestellt. Auch das Leopold Museum in Wien bleibt bis Ende März zu.

Nach Vorliegen des Erlasses der Regierung habe sich die Bundesmuseen-Direktorenkonferenz in der vergangenen Nacht entschlossen, einer entsprechenden Empfehlung zu folgen, sagte ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger. Sie hat derzeit den Vorsitz der Bundesmuseen-Direktorenkonferenz inne. Geschlossen werden auch die Lesesäle der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB).

Die Formulierungen des Erlasses hätten Interpretationsspielraum gelassen, so Albertina-Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder. Man habe aber eine einheitliche Lösung für alle Häuser angestrebt. Die Albertina sagt den heutigen Pressetermin für die neue "Albertina modern" ab und verzichtet auch auf die für Freitag vorgesehen gewesene erstmalige Publikumsöffnung der neuen Räumlichkeiten im renovierten Künstlerhaus. Man hoffe, im April aufsperren zu können und werde dann auch die abgesagten Eröffnungsfeierlichkeiten nachholen.

In den vergangenen Tagen seien vor allem in den normalerweise stark von Touristen frequentierten Museen große Besuchereinbußen zu verzeichnen gewesen, so Rachinger. Auch zahlreiche eingemietete Veranstaltungen seien bereits von Kunden abgesagt worden. Der Entfall von Eintrittsgeldern und Mieteinnahmen werde in den Museen zu einer schwierigen wirtschaftlichen Situation führen, die sicher thematisiert werden müsste. "Es wird schwierig werden, unsere Budgets zu halten."

Abgesagt wurde am Mittwoch auch das Festival des österreichischen Films, die Diagonale 2020 in Graz vom 24. bis zum 29. März. "Ob der erhöhten Reiseaktivitäten von nationalen und internationalen Gästen sowie einer starken Verschränkung innerhalb einzelner, auch weniger als 100 Besucher zählender Programmpunkte versteht sich diese Absage als alternativlos", hieß es. "Rechtliche Vereinbarungen, temporäre Verträge sowie finanzielle und personelle Ressourcen machen eine Verschiebung zudem unmöglich", so die Begründung, warum das Festival nicht einfach verschoben wird.

Einzelne Veranstaltungen wie das Festkonzert im Musikverein für Steiermark sollen zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Bereits gekaufte Tickets dafür behalten ihre Gültigkeit. Näheres werde auf der Website der Diagonale bekanntgegeben.

In den Museen in Oberösterreich sind Besuche derzeit noch möglich, es gibt aber diverse Einschränkungen: So soll darauf geachtet werden, dass sich nicht mehr als 100 Personen gleichzeitig in den Ausstellungsräumen befinden. Veranstaltungen sowie Vernissagen finden nicht statt.

Bei den Wiener Festwochen hofft man noch auf eine Durchführung. Intendant Christophe Slagmuylder geht derzeit davon aus, "dass die Festwochen stattfinden und wir arbeiten weiter an den Vorbereitungen." Da der aktuelle Veranstaltungserlass bis Anfang April ausgesprochen wurde, hofft man bis zum Start Mitte Mai auf eine Entspannung der Lage.

Angesichts der Einschränkungen bei Kulturveranstaltungen hat sich am Mittwoch die IG Autorinnen Autoren mit einem "dringenden Hilferuf an die Regierung" gewandt. Die vielen Absagen aufgrund des Coronavirus würden für Kunst- und Kulturschaffende eine "Einkommenskatastrophe" bedeuten.

Die in den kommenden Wochen nicht stattfindenden Veranstaltungen bedeuten etwa für Autoren "erhebliche Einnahmenverluste", wie Gerhard Ruiss von den IG Autorinnen Autoren schreibt. "Wir steuern auch auf eine Existenzkrise bei den Literaturveranstaltern zu." Ruiss forderte die sofortige Einberufung "eines Krisengipfels mit Repräsentant/inn/en aus allen Bereichen der Kunst und Kultur" sowie die Einrichtung von Soforthilfefonds. (APA).

Letzte Änderung am Sonntag, 15 März 2020 02:22

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