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Dienstag, 19 Juni 2018 00:05

Mexikanerin Mónica Delgadillo Aguilar "tanzt die Toleranz"

geschrieben von María Taramona
Mónica hat seit ihrer Kindheit eine große Leidenschaft für den Tanz gehabt. (Foto: María Taramona)

Mónica Delgadillo Aguilar wurde in Mexiko geboren, ist Tänzerin und Choreographin und leitet heute das partizipative Tanzprogramm „Tanz die Toleranz” der „Caritas der Erzdiözese Wien”.

Sie konzipiert und organisiert mit ihrem Team unterschiedliche Projekte für diverse Zielgruppen. Mónica war als Kind eher schüchtern und entdeckte für sich Kunst und dabei besonders Tanz als Medium, um sich auszudrücken. Diese Begegnung mit Kunst im frühen Alter war für sie entscheidend. Aktuell setzt Mónica Tanz als Instrument der sozialen Inklusion bei den Projekten von „Tanz die Toleranz“ (TdT) ein.

Tanz die Toleranz (TdT)
Das Programm entstand, als Dr. Werner Binnenstein-Bachstein, Direktor des Community Arts Laboratory und ehemaliger Geschäftsführer der Caritas Wien, den Dokumentarfilm “Rhythm is it” der Berliner Philharmoniker sah. Überzeugt von der Wirkung von Tanz und den daraus resultierenden positiven Veränderungen – wie Empowerment und die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen- bei den Teilnehmer*innen, initiierte er „Tanz die Toleranz“ im Jahre 2007.
TdT ermöglicht die Teilhabe an künstlerischen Prozessen für alle Menschen. Jeder ist willkommen, unabhängig von Talent und Erfahrung, Alter oder Geschlecht, Hautfarbe, Religion, ethnischer Zugehörigkeit oder sozialer Herkunft. „Tanz die Toleranz“ ist heute eines der wichtigsten und nachhaltigsten Community Dance- Programme in Österreich.

Mónica war als Kind eher schüchtern und entdeckte für sich Kunst und dabei besonders Tanz als Medium, um sich auszudrücken. (Foto: © Rodrigo Courtney)
Mónica war als Kind eher schüchtern und entdeckte für sich Kunst und dabei besonders Tanz als Medium, um sich auszudrücken. (Foto: © Rodrigo Courtney)

Ziel ist es, einen Rahmen zu schaf-fen, in dem die Vielfalt individueller Ausdrucksformen, Interaktions- und Mitwirkungsmöglichkeiten gefördert werden. Die Projekte werden nicht nur in Wien und Österreich, sondern auch international umgesetzt. Die Performance am Ende der Projekte ist ein wichtiger Bestandteil der Methode von TdT, ein Ziel, auf das alle gemeinsam hinarbeiten und für dessen Gelingen alle verantwortlich sind. Die Professionalität mit der das geschieht und der künstlerische Einsatz der Mittel bestimmen die Qualität der Aufführungen – nicht der Fakt, das alle Tänzer*innen Laien sind. Damit wird ein gesteigertes Erfolgserlebnis bei den Teilnehmenden selbst und eine neue Sichtweise auf die Teilnehmenden sowie Anerkennung durch die Rezipient*innen erreicht. „Der Körper ist das Mittel, mit dem wir uns ausdrücken und die Bewegung ist unsere Sprache”, sagte Mónica.

Wer sind die Teilnehmer*innen?
Sehr unterschiedlich, weil wir ein Programm mit diversen Projekten gestalten, wie zum Beispiel die Reihe „Montagsprojekte”, bei denen z.B. Hip-Hop, orientalische Tänze, sizilianischer Tanz und übrigens ab September mexikanischer Tanz erlernt werden können. Momentan läuft das Projekt „Tango Inklusion” für Menschen mit und ohne Behinderung.
Hauptanliegen von TdT ist aber, zeitgenössischen Tanz für alle erfahrbar zu machen. Daher werden Projekte für bestimmte Altersgruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene), zwei Mal jährlich angeboten. Die Gruppen arbeiten für die Dauer von vier Monaten gemeinsam an einer Choreographie die anschließend vor Publikum gezeigt wird.

Wie bist du zur Kunst des Tanzes gekommen?
Seit meinem fünften Lebensjahr hat meine Mutter uns zu allen möglichen Kursen und kulturellen Aktivitäten - vor allem Tanz - gebracht, weil sie selbst als Kind das gern gemacht hätte, aber ihre Eltern leider Kunst nicht geschätzt haben. Und was mir am besten gefallen hat, war klassisches Ballett, deshalb begann ich mit 8 Jahren in Guadalajara meine Ausbildung zur Bühnentänzerin.

Was magst du am meisten am Tanzen?
Wenn du tanzt, fühlst du deinen Körper, du kannst dich ausdrücken. Derzeit tanze ich nicht viel auf der Bühne, weil ich mich vor allem mit Choreographie beschäftige, aber ich tanze natürlich bei jeder Probe mit. Ein Leben ohne Tanz wäre für mich unvorstellbar. Tanz ist die ursprünglichste Kommunikations- und Ausdrucksform, ist nonverbal, daher sehr hilfreich als Instrument der sozialen Inklusion. Tanz ist unsere gemeinsame Sprache, durch unsere Projekte wollen wir zeigen dass Diversität eine Bereicherung für die Gesellschaft ist und setzen uns daher für ein Miteinander statt ein Gegeneinander ein.
Um die 15 Choreograph*innen und zahlreiche Tanzpädagog*innen sind bei uns beschäftigt. Unsere Projekte stehen allen Menschen offen. An einigen musst du regelmäßig teilnehmen, andere – wie Saturdance – sind offene Workshops. Da musst du dich nicht anmelden, du kommst einfach, ziehst dich um und tanzt. ♦

Tanz die Toleranz
Absberggasse 27 / Objekt 19, Stiege 3, 2. Stock, 1100 Wien
Tel: 01 367 255 441 • E-Mail: tanzdietoleranz@caritas-wien.at
Web: www.tanzdietoleranz.at 

 

Cultura Latina Edición 7 Cover Mónica Delgadillo Aguilar / tanz die ToleranzDieser Artikel stammt aus CulturaLatina Ausgabe 7 ∙ Quartal 2/2018

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