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Freitag, 20 April 2018 13:38

Klima ohne Grenzen: Ein Peruaner gegen einen deutschen Riesen

geschrieben von Andreas Prucha
Saúl Luciano Lliuya vor dem Churup-Gletscher (Foto: Germanwatch)

Saúl Luciano Lliuya lebt unterhalb des Palcacocha-Sees inmitten der peruanischen Anden. Durch die Erderwärmung schmelzen die Gletscher rasch ab und lassen den Wasserspiegel im See mehr und mehr ansteigen, wodurch ein Überlaufen und eine Überflutung der darunter gelegenen Stadt Huaraz droht.

Unterstützt von der deutschen NGO Germanwatch, zog er 2017 gegen den deutschen Energieriesen RWE vor Gericht. In erster Instanz wurde die Klage noch zurückgewiesen, doch im November 2017 ließ das Oberlandesgericht Hamm die Beweisaufnahme zu. Erstmals hat ein Gericht bejaht, dass prinzipiell ein privates Unternehmen für seinen Anteil an der Verursachung klimabedingter Schäden verantwortlich ist.

Mögliche Folgen

Eigentlich geht es für RWE in diesem Fall nicht um viel Geld. Lediglich 0,47 % der Kosten (rund 17000 Euro) werden zum Schutz von Huaraz eingeklagt. Die Bedeutung dieses Prozesses geht freilich weit über diesen kleinen Betrag hinaus: Schon allein der Eintritt in die Beweisaufnahme führt dazu, dass Unternehmen in Zukunft prinzipiell damit rechnen müssen haftbar gemacht zu werden, wenn ein Anteil konkreter Schäden und Risiken den Aktivitäten eines Unternehmens zugeordnet werden können. So entspricht der eingeklagte Kostenanteil von 0,47 %, dem Anteil RWEs an den globalen CO2-Emissionen. In der ersten Instanz wurde die Klage noch zurückgewiesen mit der Begründung, der Schaden träte auch ohne RWE ein. Die zweite Instanz kam jedoch zum Schluss, dass - wenn auch die RWE-Emissionen nicht für das gesamte Flutrisiko auf Grund der Gletscherschmelze verantwortlich sind – es jedoch ausreicht, dass sie teilweise für das aktuelle und gegebene Flutrisiko verantwortlich sein könnten.

Paint it White

Ein anderes kreatives Projekt in Peru ist „Paint it White“, welches von der Weltbank unterstützt wird. Die Idee ist simpel: Abgeschmolzene Eisflächen werden weiß eingefärbt. Die Theorie dahinter: Weiße Oberflächen reflektieren das Sonnenlicht stärker als dunkle. Durch diesen Effekt – Albedo genannt - erwärmt sich die Erdoberfläche weniger. Im Fall der peruanischen Berge könnte sich das lokale Klima wieder abkühlen bzw. könnte sich die Erwärmung verlangsamen, sodass sich das Gestein weniger stark erwärmt. Die dabei verwendete Farbe wird lokal hergestellt und ist unbedenklich. Sie besteht nur aus Kalk, Wasser und Eiweiß. ♦

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