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Galapagos-Impressionen

15. Mai 2017 - 27. Juni 2017, 00:00 - 22:00

Noch bis 27. Juni 2017 wird im Theater in der Josefstadt das Schauspiel "Galapagos" von Felix Mitterer aufgeführt.
Und ebenfalls bis 27. Juni 2017 zeigt 

Salonga - Peruvian Restaurant Bar & Gall ...




Divas Mexicanas in WIR SIND WIEN 2017 Festival

23. Juni 2017 19:00

We have the pleasure to announce our participation in the festival WIR SIND WIEN 2017. Where we'll be performing beautiful mexican and latinamerican music. All the information is down below. We ho ...




Ensemble Latin Sommernacht

24. Juni 2017 20:00

Die Gruppe Amiri präsentiert ein Programm mit besonderem Reiz: Zwanzig Musiker aus Kuba, Kolumbien, Chile, Venezuela, Bolivien und Mexiko spielen Evergreens aus allen Teilen Südamerikas.




Aulas de portugues para niños

26. Juni 2017 16:00

O governo austríaco oferece às crianças e adolescentes o ensino da sua língua de herança e as aulas são gratuitas.
Contate a professora Tatiana Mazza-Surer. até o dia 20 de maio e garanta a ...




Premiere von “Carmen Tango” in der Wiener Votivkirche

29. Juni 2017 - 01. Juli 2017, 20:00 - 20:00

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2017 feiert die Inszenierung “Carmen Tango” in der Wiener Votivkirche ihre Premiere. „Carmen Tango“ wird eine elektrisierende, spektakuläre Tanzvorführung, die ...




Coro Eurolatinoamericano Frühlingskonzert

30. Juni 2017 19:00

Acompañanos en nuestro viaje por los países latinoamericanos con sus ritmos e historias!
Entrada libre – donación voluntaria

Begleiten Sie uns auf unserer Reise durch die Länder Lateinameri ...




Vienna Beachparty - Latino Night - Sansibar Donauinsel

30. Juni 2017 21:00

Vienna Beachparty - Latino Night - Summer Opening

Poste deinen Namen + Anzahl deiner Begleitpersonen, und du steht auf der Eintrittsliste.

Wir verlosen unter allen ZUSAGEN / TEILNAHMEN auf Facebook, ...




6. Festival Latino

01. Juli 2017 14:30

Celebra con la comunidad latinoamericana el 6. FESTIVAL LATINO. Habrá música de este caliente continente, mucho idioma español, gente alegre y en plena ciudad de Viena! Por 6ta vez se realiza ...




C3 Campamento de Verano en Español - Spanisch SommerCamp

31. Juli 2017 14:00

¡Es gibt nichts Besseres als eine Sprache spielend zu erlernen bzw. zu festigen!
#Freude #Spaß #Lernen – alles zur gleichen Zeit
C3 organisiert für die spanischsprachige Community in Wien un ...




Samstag, 03 Dezember 2016 11:13

Ein Jahr mit Kindern mit Behinderungen in NPH-Honduras

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Österreichische Volontärinnen bei NPH-Honduras © NPH-Österreich

Interview mit den österreichenTerapeutinnen Johanna und Karin

Am 3. Dezember jährt sich der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderung“ der Vereinten Nationen. Das internationale Kinderhilfswerk NPH (Nuestros Pequeños Hermanos = Unsere kleinen Brüder und Schwestern) will die Lebenssituation behinderter Kinder in Lateinamerika nachhaltig verbessern. Spezielle Therapieeinrichtungen in den NPH-Projektländern und gut ausgebildete TherapeutInnen helfen Kindern mit körperlichen und geistigen Behinderungen in und um die NPH-Kinderdörfer.

Bei NPH Honduras gibt es Betreuungseinrichtungen im Kinderdorf sowie das Wohn- und Therapiehaus „Casa Ángeles“ in der Hauptstadt Tegucigalpa. Auch in Im Therapiezentrum Casa Samaritano in Nicaragua un in dem Physiotherapie- und Rehabilitationszentrum Kay St. Germaine in Haiti verbessert NPH die Lebenssituation von behinderten Kindern. Seit Jänner 2016 sind Karin Leitner aus Oberösterreich und Johanna Böhm aus Niederösterreich im NPH-Kinderdorf in Honduras als Therapeutinnen im Einsatz. Die 25-jährige Karin aus St. Veit im Mühlkreis arbeitet dort als Physiotherapeutin, die 24-jährige Johanna aus Wolfpassing als Ergotherapeutin.

Im Interview geben die beiden Einblick in ihren Arbeitsalltag im Kinderdorf.

(Interview von NPH)

Ihr habt ja Physio- bzw. Ergotherapie studiert und arbeitet jetzt als Freiwillige für mehr als ein Jahr bei NPH Honduras. Was motiviert euch?

Karin: Viele meiner PatientInnen strahlen eine immense Lebensfreude aus. Sie freuen sich über Zuneigung und Aufmerksamkeit. Obwohl es oft anstrengend ist, bestärkt mich das in meiner Arbeit ungemein. Hier kann ich mein Fachwissen in einem anderen Teil der Erde sinnvoll einbringen und anderen helfen. Und weil es mir hier so gut gefällt, habe ich meinen Aufenthalt verlängert und bleibe bis Juli 2017.

Johanna: Das Schönste an meiner Arbeit hier mit behinderten Menschen ist die Beziehung, die wir zueinander aufbauen. Jedes der Kinder und jeder der Erwachsenen hat seine Eigenheiten, die ihn liebenswert machen und mich oft zum Lachen bringen.

Warum sind therapeutische Angebote für behinderte Kinder so wichtig?

Karin: Behinderte Kinder bekommen leider oft kaum individuelle Aufmerksamkeit - brauchen diese aber besonders. Normal entwickelte Kinder lernen alles, was sie brauchen, von klein auf durch soziale Interaktion, durch Ausprobieren und durch den Besuch von Kindergarten und Schule. Vieles davon fehlt behinderten Kindern. Es ist wichtig herauszufinden, was ein Kind benötigt und wie viel es trotz seiner Behinderung erreichen kann.

Johanna: Ergotherapie hat immer das Ziel, dass die Kinder im Alltag möglichst selbstständig werden. Das kann zum Beispiel heißen, alleine oder mit wenig Unterstützung essen zu können oder beim Anziehen mitzuhelfen. Für mich ist es wichtig, dass behinderte Kinder in der Therapie das Gefühl bekommen, selbstständig Dinge angehen zu können.

Karin (links) und Johanna (rechts) helfen Kindern mit Physio- und Ergotherapie in Honduras. © NPH
Karin (links) und Johanna (rechts) helfen Kindern mit Physio- und Ergotherapie in Honduras. © NPH

Jetzt seid ihr schon fast ein Jahr im Kinderdorf. Wie schaut euer Arbeitsalltag aus?

Karin: Ich arbeite bei NPH in verschiedenen Bereichen als Physiotherapeutin: In der Schule oder in den Wohnhäusern mit behinderten Kindern, im „Casa Eva“, dem Haus für ältere Menschen, und auch im NPH-zugehörigen Chirurgiezentrum. Am Abend verbringen wir immer Zeit mit einer Gruppe Kinder, wir helfen beim Essen austeilen, Duschen, Hausaufgaben machen, Putzen und ins Bett bringen.

Johanna: Ich kümmere mich als Ergotherapeutin unter anderem um Kinder mit Entwicklungsverzögerungen. Einmal pro Woche fahren Karin und ich in die Hauptstadt Tegucigalpa ins „Casa Ángeles“, unser NPH-Haus für schwerbehinderte Menschen zwischen vier und 29 Jahren. Die meisten im „Casa Ángeles“ können sich nicht selbstständig fortbewegen, sprechen oder essen.

Hat euch bisher etwas besonders bewegt?

Karin: Ja, die Vergangenheit vieler Kinder, vor allem familiäre Geschichten, die oft von Gewalt, Vernachlässigung und Missbrauch geprägt sind. Umso bewegender sind die Freude und Dankbarkeit, welche diese Kinder oft ausstrahlen, sowie ihre Fähigkeit, ihre Vergangenheit zu akzeptieren, aber im Moment zu leben.

Johanna: Ich erinnere mich an einen Abend, als eines meiner Mädchen im Bett geweint hat. Es hat mir von seiner Zeit vor NPH erzählt und wie sehr es seine verstorbene Mutter vermisst. Das hat mir unglaublich nahe gezeigt, was manche unserer Kinder miterleben mussten und wie stark sie sind. Der Alltag lässt mich das nämlich überraschend oft vergessen.

Wie ist die Situation von Menschen mit Behinderung in Honduras?

Karin: Ein Problem ist, dass Frauen oft nicht bezüglich Risikofaktoren während der Schwangerschaft aufgeklärt werden. Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen sind häufig Opfer von Mobbing und Ausgrenzung. In ländlichen Gegenden wird eine Behinderung oft noch immer (!) als Strafe oder Probe Gottes verstanden. Die medizinische und therapeutische Versorgung ist sehr schlecht, auch die Infrastruktur. Der Großteil der Menschen kann sich notwendige Medikamente oder Behandlungen kaum oder nicht leisten.

Johanna: Baulich bzw. infrastrukturell ist die Situation beispielsweise für Rollstuhlfahrer oder für Menschen mit Sehbehinderung eine Katastrophe, sowohl in Tegucigalpa als auch auf dem Land. Natürlich gibt es Organisationen, die sich für behinderte Menschen einsetzen und Einrichtungen wie Schulen für behinderte Kinder. Das Angebot ist aber mit Sicherheit nicht so groß wie in Österreich. Viele Personen können es sich nicht leisten, leben zu weit weg oder wissen gar nichts von dem Angebot. Verglichen mit Honduras können wir uns in Österreich wirklich sehr glücklich über unsere Gesundheits- und Sozialversorgung schätzen.

Und im NPH-Kinderdorf?

Karin: Der Großteil unserer Kinder mit Behinderung besucht vormittags die Schule, dort werden sie - soweit möglich - unterrichtet. Mein Eindruck ist, dass Behinderung bei NPH als viel „normaler“ wahrgenommen wird als in Österreich. Im Kinderdorf wachsen alle Kinder gemeinsam auf, sie begegnen einander mit Neugierde und Hilfsbereitschaft. Barrierefreiheit besteht zwar grundsätzlich im Kinderdorf, aber natürlich gibt es noch einiges zu verbessern.

Johanna: Im Kinderdorf wird versucht, behinderte Kinder und Erwachsene so gut wie möglich in den Alltag zu inkludieren - durch medizinische Betreuung, Therapie oder Beschäftigungs- und Förderungsmöglichkeiten im Kinderdorf und im „Casa Ángeles“. Der Großteil nimmt an Aktivitäten teil und arbeitet je nach Fähigkeiten zum Beispiel in der Wäscherei oder anderen Bereichen mit. Ich finde es toll, dass hier niemand kontaktscheu ist. Alle sind gewohnt, dass wir eine große Familie sind, in der alle gleichwertig sind.

 

 

Über NPH Österreich:

Das internationale Kinderhilfswerk NPH (Nuestros Pequeños Hermanos, dt. unsere kleinen Brüder und Schwestern) sorgt für Waisen und in Not geratene Kinder in neun Ländern Lateinamerikas. Seit der Gründung 1954 sind mehr als 18.000 Kinder in den NPH-Kinderdörfern aufgewachsen,

Spenden und Patenschaften sichern ihre Betreuung und Ausbildung.

Spendenkonto: Erste Bank, IBAN: AT85 2011 1822 4309 5500, BIC: GIBAATWWXXX

Online-Spendenshop: www.nph.at/spendenshop

NPH Österreich ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet, Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Rückfragehinweis: Carina Kirisits, MSc, BSc, BA | Communications & Sponsorship Manager NPH Österreich – Hilfe für Waisenkinder

Zollergasse 37/5 | 1070 Wien Telefon: +43 1 526 0220-17 carina.kirisits@nph.at | www.nph.at

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 03 Dezember 2016 11:39
Laura Garrido

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