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Dienstag, 06 September 2016 16:09

Migrantenmedien: „Kommunikation mit MigrantInnen ist die beste Vorsorge gegen Parallelgesellschaften“

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„Kommunikation mit Migrantinnen und Migranten ist die beste Vorsorge gegen die Bildung von Parallelgesellschaften“, sagt Bum Media Herausgeber Dino Schosche angesichts des erschütternden Ergebnisses einer internationalen GfK-Studie. Yetkin Bülbül, Herausgeber der türkischsprachigen Monatszeitung Yeni Hareket betont die Wichtigkeit des gemeinsamen Agierens. Željko Tomić, Chefkorrespondent der österreichischen Ausgabe der serbischsprachigen Tageszeitung VESTI: „Migrantenmedien sind unerlässliche Partner in der Kommunikation mit Communities!“

„Es ist fünf Minuten vor zwölf. Wann startet endlich ein offener Dialog mit Migrantinnen und Migranten? Und wann ist Schluss mit Politikermonologen, die zu keinem Ergebnis führen?“, fragt sich der Initiator der Wiener Integrationswoche und Bum Media Herausgeber Dino Schosche angesichts der Veröffentlichung einer internationalen GfK-Studie.

Die Analyse bestätigt, dass ein Richtungswechsel in der Integrationspolitik eingeleitet werden muss. Und zwar besser heute als morgen. Die von GfK durchgeführte internationale Studie „Challenges of Nations“ zeigt ein erschütterndes Ergebnis: An der Spitze der Sorgenliste in Österreich steht das Thema „Zuwanderung“.
 
Nur durch konstruktive Diskussionen und ein Miteinander ist ein konfliktloses Zusammenleben – abseits von Hass und abseits von Hetze – möglich.  „Statt sich darüber zu echauffieren, dass migrantische Communities ausländische Politik nach Österreich importieren, sollten Institutionen dem aktiv entgegenwirken, indem sie Migrantenmedien aktiv unterstützen und sie nicht kaputt sparen. Denn diese sind ein wichtiger Teil der österreichischen Medienszene und dazu ein wichtiges Sprachrohr der Migrantencommunities“, betont Schosche.
 
Gemeinsamer Weg für ein friedliches Miteinander
„Obwohl die Community-Medien die wichtigsten Integrationsmultiplikatoren sind, sind sie, was die Förderungen betrifft, im Vergleich zu deutschsprachigen österreichischen Medien zu Unrecht völlig benachteiligt“, so Željko Tomić, Chef der österreichischen Ausgabe der serbischen Tageszeitung VESTI.
 
Yetkin Bülbül, Herausgeber der türkischen Monatszeitung Yeni Hareket, betont auch die Wichtigkeit des gemeinsamen Agierens: „Migrantinnen und Migranten müssen in den Diskurs und die Diskussion aktiv eingebunden werden, denn nur dann kann der Weg der Integration gelingen. Deshalb wünschen wir uns eine engere Zusammenarbeit mit politischen Parteien und Institutionen.“
 
Eines ist nämlich sicher: Worte sind gut, Taten jedoch besser, denn Politiker-Monologe alleine, führen zu keinen sinnvollen Lösungen. „Packt die Integrationskeule ein und redet mit uns! Gehen wir einen gemeinsamen Weg für ein friedliches Miteinander. Kommunikation mit Migrantinnen und Migranten ist die beste Vorsorge gegen die Bildung von Parallelgesellschaften“, ist sich auch Bum Media Herausgeber Schosche sicher.

Redaktion

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