Die deutsch-spanische Kulturzeitschrift Österreichs

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Montag, 29 Juni 2015 17:39

Nord- und Lateinamerika: attraktive Märkte für österreichische Exportbetriebe

Geschrieben von

Ulrike Rabmer-Koller: Nord- und Lateinamerika bietet lukrative Exportperspektiven für heimische Wirtschaft. Wachstumsregionen mit rund 1 Milliarde Einwohnern.

In Oberösterreich wird bereits jeder zweite Arbeitsplatz direkt und indirekt durch den Export gesichert, 6 von 10 Euro werden im Ausland verdient. Oberösterreich ist mit einem Anteil von 24,8 Prozent an den gesamtösterreichischen Warenexporten das mit Abstand führende Exportbundesland Nr.1.

  •  ✔ Seit dem Jahr 2000 haben sich die oberösterreichischen Exporte verdoppelt
  •  ✔ 31,8 Milliarden Euro prognostiziertes oö. Exportvolumen für 2014
  •  ✔ 8700 oberösterreichische Exporteure
  •  ✔ OÖ ist das Land der - „Hidden Champions“ – Weltmarkführer in Nischen 

Exporte nach Nord- und Lateinamerika wuchsen in den letzten zehn Jahren mit 61,5 Prozent überproportional stark

Österreichs Exporte entwickelten sich im Jahr 2014 trotz schwierigerer Rahmenbedingungen insgesamt positiv. Durch den Anstieg der Exporte um 1,7 Prozent auf 127,9 Mrd. Euro sowie den Rückgang der Importe um 0,8 Prozent auf 129,7 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr konnte das Handelsbilanzdefizit weiter verringert werden. 

Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage in manchen lateinamerikanischen Ländern legten Exporte nach Nord- und Lateinamerika im Jahr 2014 um rund 7 Prozent auf über 11 Mrd. Euro zu. Etwa 8,6 Prozent des gesamten österreichischen Exportvolumens wird mit den Ländern Nord- und Lateinamerikas erzielt. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass in gut zehn Jahren mehr als 10 Prozent der österreichischen Exporte in diesen wichtigen Überseemarkt gehen.  

Mehr als 5 Mrd. Euro Handelsbilanzüberschuss im 2014 

Knapp über 11 Mrd. Euro an Waren wurden im Jahr 2014 von Österreich in die Länder Nord- und Lateinamerikas geliefert. Österreich konnte in diesem Jahr somit einen Handelsbilanzüberschuss von über 5 Milliarden Euro mit diesem wichtigen Absatzraum in Übersee erwirtschaften. 

Besonders stark wuchsen die österreichischen Exporte 2014 in die Vereinigten Staaten und Kanada mit über 10 Prozent 
Exportsteigerung. Die Länder Lateinamerikas sind hingegen differenziert zu betrachten. Die Exporte nach Mexiko stiegen 2014 um 7,6 Prozent, wo hingegen der einstige Shooting Star Brasilien sich aktuell in der Rezession befindet und die österreichischen Exporte demnach um 17,3 Prozent zurückgegangen sind. Nichts desto trotz gibt es für heimische Exporteure auch auf dem brasilianischen Markt interessante Geschäftschancen.  

Rund 1 Milliarde Menschen leben in Nord- und Lateinamerika  

Potenzial im Bereich erneuerbare Energien, Umwelttechnologie und Infrastruktur

In den Bereichen Umwelttechnologie und Infrastruktur sind die Aussichten für heimische Unternehmen in Nord- und Lateinamerika insgesamt sehr gut. Einerseits haben auf diesen Gebieten viele Länder speziell Lateinamerikas noch Nachholbedarf, andererseits zählen sie zu den Stärkefeldern der heimischen Wirtschaft. Darüber hinaus gibt es Chancen im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Bereich Automotive, Luftfahrt und Kunststoffindustrie.  

Die Länder Nord- und Lateinamerikas sind jedenfalls differenziert zu betrachten. Die österreichischen Wirtschaftsdelegierten kennen sowohl die jeweilige Situation, die Chancen und Risiken vor Ort, als auch die Stärkefelder der oö. Wirtschaft und die Bedürfnisse der Unternehmen sehr gut. Mittels verschiedener Aktivitäten werden beide Seiten effizient mit-einander verbunden, damit die Erfolge der heimischen Wirtschaft auf ausländischen Märkten bestens unterstützt werden können. 

TTIP als Chance für oö. Unternehmen

Vor dem Hintergrund der überragenden Stellung der USA als wichtigstem Überseemarkt für die oö. Wirtschaft sind die derzeit laufenden Verhandlungen zwischen der EU und USA zur Schaffung einer Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) gerade für Oberösterreichs Wirtschaft von besonderer Bedeutung. Der damit angestrebte Zollabbau etwa im automotiven Bereich oder im Lebensmittelsektor bringt den heimischen Unternehmen ebenso wie der Abbau technischer Handelshemmnisse nicht nur Kosten– und Wettbewerbsvorteile, damit kann zusätzliches Wachstum und ein mehr an Beschäftigung geschaffen werden.  

Gerade in Zeiten einer aktuellen Wachstumsschwäche in Europa und steigender Arbeitslosenzahlen, sollten diese Aspekte mit in den Vordergrund gestellt werden. Die derzeitige stark emotionalisierte und ideologisierte Diskussion rund um das TTIP-Abkommen würde dadurch an Qualität gewinnen. So wie auch die WKOÖ Verständnis für jene Argumente zeigt, die eine Gefährdung der heimischen Standards aufzeigen. Für die WKOÖ ist daher beides wichtig: die Chancen durch einen Abbau von Zoll- und Handelsschranken ebenso wie der Erhalt der heimischen Standards im Lebensmittel-, Gesundheits- und Umweltbereich. Daher plädiert die WKOÖ nur dort Harmonisierungen und Angleichungen vorzunehmen, wo nicht einseitig Nachteile hinzunehmen sind. Dies muss aber auf dem Verhandlungswege erreicht werden und nicht durch einen generellen Stopp der Verhandlungen.  

Am 21. September trifft sich die heimische Exportwirtschaft unter dem Motto „Die Welt: mein Markt!“ am OÖ Exporttag 2015

Der vom Exportcenter OÖ (Initiative WKOÖ und Land OÖ) erfolgreich etablierte „OÖ Exporttag“ ist der Treffpunkt und das Highlight für Oberösterreichs Exportwirtschaft. Neben 20 spezifischen Schwerpunktveranstaltungen beraten 40 Wirtschaftsdelegierte. Zu den heurigen Schwerpunktmärkten zählen insbesondere die USA. Mehr Infos 
unter www.exportcenter.at/exporttag  

Exportoffensiven begleiten die heimischen Exporteure auf neue Überseemärkte

Die aktuellen Internationalisierungsförderprogramme des Landes OÖ und des Wirtschaftsministeriums/WKÖ setzen Schwerpunkte auf Überseemärkte: 

Neuauflage des Export- und Internationalisierungsprogrammes des Landes OÖ

Ein Erfolg für den heimischen Wirtschaftsstandort ist die Neuauflage des Export- und Internationalisierungsprogrammes des Landes OÖ. Die zur Verfügung stehenden Mittel konnten für das wichtige Feld Export- und Internationalisierung für oö. Unternehmen gehalten werden und betragen 0,8 Mio. Euro pro Jahr. Vor allem KMU erhalten Unterstützung für die erstmalige Erschließung eines neuen internationalen Zielmarktes, für neue Marketingmaßnahmen und erstmalige Messeteilnahme in bereits bestehenden internationalen Zielmärkten.   

„Export- und Internationalisierungsoffensive der Ökoenergie- und Umwelt-Technologien des Landes Ober-österreich

Ziel dieser aktuell neu gestarteten Export- und Internationalisierungsinitiative ist, oö. Unternehmen aus den Bereichen Ökoenergie- und Umwelt-Technologien sowie Ressourcen- und Energieeffizienz beim Markteintritt in außereuropäische Märkte zu unterstützen. Die maximale Förderhöhe beträgt 20.000 Euro pro Projekt und Unternehmen, die Förderintensität beträgt max. 50 Prozent der förderbaren Kosten. 

Neues go-international–Förderprogramm kurz vor dem Roll-out

Die Exportoffensive „go-international“ des Wirtschaftsministeriums und der WKÖ unterstützt Unternehmen mit Beratungen, Veranstaltungen und auch Förderungen beim ersten Schritt über die Grenzen. Bereits exportierenden Unternehmen wird die Bearbeitung neuer Wachstumsmärkte erleichtert. Hoch im Kurs stehen dabei die attraktiven Direktförderungen wie z.B. die Export-Schecks für Europa, Fernmärkte, Dienstleister und Technologieunternehmen. Hier werden je nach Förderschiene bzw. individuellen Voraussetzungen bis zu EUR 12.000 der direkten Markteintrittskosten kofinanziert. Damit soll für größeren Schwung bei den Ausfuhren - besonders in Fernmärkte - gesorgt und die Zahl der Exporteure gesteigert werden. Mehr Infos unter www.go-international.at

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