Die deutsch-spanische Kulturzeitschrift Österreichs

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Freitag, 13 März 2015 10:37

Mordillo-Ausstellung im Karikaturmuseum Krems

Geschrieben von
Argentinier Guillermo Mordillo Menéndez, einer der wichtigsten Künstler der Branche weltweit (Foto: Karikaturmuseum Krems)

Das Karikaturmuseum Krems, einziges Haus für Karikatur, Satire, Comic und Cartoon in Österreich, präsentiert mit MORDILLO erstmals mit über 100 Originalcartoons aus dem Privatbesitz des Zeichenstars und za hlreichem dokumentarischem Material, wie historischen Fotos den erfolgreichen argentinischen Künstler mit seinem farbenfrohen Universum in Österreich.

MORDILLO (Detail) © 1998 Oli Verlag N.V. in der Ausstellung

Guillermo Mordillo ist seit über 40 Jahren für seine strahlend weißen Knollennasenfiguren, farbenfrohen skurrilen Tiere und fantastischen Fabelwesen weltbekannt. In nur einem Bild erzählt er ganze Geschichten voller Humor und kritischem Hintersinn, der sich oft erst auf den zweiten Blick offenbart. Die Inspiration zu seinen Sujets erhält er im Alltag, indem er Menschen in Allt agssituationen, Gebäude und scheinbar Unsichtbares fotografisch festhält.

Seine Protagonist(inn)en geraten in alle möglichen und unmöglichen Situationen, für die sie mit viel Witz und Schläue absurde und zugleich ganz logische Lösungen finden. Seine Figuren, so meint der Künstler, sind nicht besonders mutig oder naiv, sie sind nur nicht bereit, Bestehendes einfach hinzunehmen.

„Ich wollte eine Figur schaffen, die die Menschheit darstellt. Ich dachte nicht an einen bestimmten Typ. Deshalb haben die Männchen auch keine Namen. Als ich anfing zu zeichnen [...], da habe ich Glückwunschkarten entworfen. Ich wusste natürlich nicht, wer die Karte am Ende bekommen würde - ob eine Frau, ein Mann oder ein Kind. Deshalb brauchte ich eine möglichst neutrale Figur, die alle Leute gleichermaßen mochten.“

Genau das macht sie so beliebt. Mordillo eröffnet den Betrachter(inne)n die Möglichkeit, die eigene Welt mit anderen Augen zu sehen, Undenkbares zu denken und vor allem zu lachen – auch über sich selbst. Der Meister des Humors ohne Worte kommt ohne Sprache aus, seine Bildsprache kann auf der ganzen Welt von allen Bevölkerungsschichten und Altersstufen verstanden werden. Seine Figuren sprechen über die Augen, die, so der Künstler, ihre Seele wid erspiegeln. Mit wenigen Strichen variiert er zwischen Langeweile, Entsetzen und Verzücken.

Argentinier Guillermo Mordillo Menéndez„Meine Sprache ohne Sprache ist die beste. Es ist die einzige, die ich ohne Akzent beherrsche.“

Mordillo arbeitet sehr akribisch an seinen Cartoons, er beherrscht Farbe wie Bildraum. Zuerst skizziert er seine Idee mit Bleistift. Die Konturlinien zeichnet er mit Tusche nach. Zusätzlich fertigt er auf Transparentpapier eine Kopie seines Motivs. Anschließend wird seine Zeichnung koloriert, heute mit Acrylfarben und Pastell oder auch mit Copic-Stiften, früher mit chinesischer Tinte. Meistens arbeitet Mordillo gleichzeitig an mehreren Werken, vor allem um die Lebendigkeit und Frische der einzelnen Ideen zu erhalten.

Über Guillermo Mordillo
Guillermo Mordillo Menéndez wurde 1932 in Buenos Aires geboren, wo er auch aufwuchs. 1955 verließ er sein Elternhaus, um in Lima (Peru) erste Arbeitserfahrungen in eine r Werbeagentur zu sammeln. Von 1960 bis 1962 arbeitete er als Zeichner für die Paramount Cartoon Studios in New York.Argentinier Guillermo Mordillo Menéndez
Anschließend ging er nach Paris, wo er seine unverkennbaren Figuren entwickelte, die unter anderem in Paris Match und dem Stern erschienen. 1972 begann er eine Zusammenarbeit mit dem Heye Verlag, für den er heute noch Puzzles und Kalender entwickelt. Mordillos Cartoons erscheinen weltweit in bedeutenden Zeitungen und Zeitschriften, für seine Arbeiten wurde er vielfach mit wichtigen internationalen Preisen ausgezeichnet, zuletzt 2014 in Venedig mit dem renommierten Pulcinella Award. Zurzeit arbeitet Mordillo a n einem animierten 3D -Kinofilm für die ganze Familie.

Eine Frage stellt sich im Hinblick auf seine unleugbare Popularität: Was ist das Geheimnis des Erfolgs beim Publikum?
„Ich glaube, in meinen Zeichnungen geht’s um Dinge, die mich zum Lachen bringen oder auf irgendeine Weise bewegen. Ich schätze, vielen Leuten geht’s genauso.“
Mordillo

Rund um die Ausstellung

#MORDILLOVE Fotocontest
#mordillove setzt sich aus zwei Worten zusammen: Mordillo und Liebe. Guillermo Mordillo, Meister des Humors ohne Worte und Erfinder der kleinen, weißen Knollennasenfigur, nimmt sich das Thema Liebe sehr oft zum Vorbild für seine Cartoons.

Beim Fotocontest #mordillove mitmachen!
Das Karikaturmuseum Krems sucht klassische, lustige oder skurrile Fotos aller Art, die eine Liebeserklärung an eine Person, einen Gegenstand, ein Tier oder eine Sache zeigen. Für Unentschlossene stehen Requisiten zum Download bereit, die direkt aus Mordillos Feder kommen. Via Facebook oder Instagram hochgeladen und mit dem Hashtag #mordillove gekennzeichnet, steht jedes Foto in der Bildergalerie der Startseite. Monatlich gewinnt jenes Foto, das die meisten Votingstimmener hält. Aus den monatlichen Gewinnern wird am Schluss der Hauptpreis gezogen!
www.facebook.com/Karikaturmuseum.Krems
www.twitter.com/Karikaturmuseum

Aus: El Galeón / Das Piratenschiff © 1970 Oli Verlag N.V. in der Ausstellung "MORDILLO", Karikaturmuseum Krems, 08/03 - 22/11/2015

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