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Mittwoch, 04 März 2015 16:53

Es ist schön, Glück zu schenken: „Rote Nasen“ 20 Jahre Lächeln dorthin bringen, wo es schmerzt

Geschrieben von
… „Manchmal wissen Kinder nicht, was Glück bedeutet und sobald sie die Clowns sehen, lachen sie und freuen sich….“, so Monica Culen (Foto: Verein Rote Nasen)

Monica Culen, Gründerin und Präsidentin der Roten Nasen spricht in einem Interview über den Entstehungsprozess der Organisation und was ein Lächeln alles bewirken kann.

„Ein Lächeln ist wahre Lebenskraft, die Einzige,
die das Versteinerte in Bewegung zu setzen vermag“
Orison Swett Marden.

Text Dr. Olga Sancha / Übersetzung Michael Puchner

Es ist wirklich sehr erfreulich, positive Reportagen scheiben zu können, vor allem, weil wir in einer Gesellschaft leben, in der es vorwiegend entmutigende Neuigkeiten gibt. Umso mehr bedanke ich mich bei Frau Monica Culen, Gründerin und Präsidentin der Organisation „ROTE NASEN“, dass sie die Zeit für dieses Gespräch gefunden hat.

„Wir schenken Freude und Humor und das macht glücklich. Andere Organisationen machen andere Sachen, etwas, das eher materiell ist. Wir bringen Hoffnung und Freude dorthin, wo dies nicht existiert. Es ist seltsam, denn oft wissen die Kinder nicht, was es heißt, glücklich zu sein. Sobald sie den Clown sehen, freuen sie sich. Wir gehen auf die Leute zu und bringen ihnen eine Art moralische Kraft. Im Mittleren Osten trafen wir eine Frau mit drei Kindern, die ihren Mann und den Rest ihrer Familie verloren hatte und sie war in der Lage zu lachen, zu lächeln. Sie sagte uns, dass sich seit dem wir dort waren, ihr Leben verändert hat.“

Eine fruchtbringende Idee

Der mexikanische Tenor Rolando Villazon mit Monica Culen, CEO und  Giora Seeliger, künstlerischer Leiter der RED NOSES International (Foto: Verein Rote Nasen)

Der mexikanische Tenor Rolando Villazon mit Monica Culen, CEO und Giora Seeliger, künstlerischer Leiter der RED NOSES International (Foto: Verein Rote Nasen) 

„In Wirklichkeit“, erzählt Monica Culen, „entstand die Idee, (anfänglich) Clowns zu Kindern in Spitäler zu schicken, in New York, aber es gab nichts Ähnliches in Europa. Also informierte ich mich und es erschien mir faszinierend. Ich habe für die OPEP der Vereinten Nationen gearbeitet im Bereich PR und daher kenne ich diese Form der Arbeit und deren Strukturen. Auf der anderen Seite hat mich die Kunst schon immer begeistert. So, ich unternahm die Arbeit  (wenn ich es nicht gemacht hätte, hätte es niemand getan, sagte Monica Culen). Und wir starteten mit nur 2 Künstlern. Mit zwei guten Profis, wir haben schon von Beginn an Qualität geboten.“

Alles Gute zum Geburtstag!

„Am 30. November letzten Jahres haben wir im Volkstheater in Wien unseren 20. Geburtstag gefeiert, bei dem der große Tenor aus Mexiko, Rolando Villazón, der auch einer unserer Botschafter ist, dabei war. Rolando Villazón ist übrigens einer unserer Botschafter für Humor. Selbstverständlich haben viele großartige Künstler mitgearbeitet, für das Glück derer, die wir versammeln. Es war sehr emotional und wir haben sehr viele Briefe bekommen, in denen uns Hilfe zugesagt wurde. Tatsächlich, es ist schon sehr erfreulich, wenn man sieht, wie sehr wir in dieser Zeit gewachsen sind: begonnen haben wir damit, Kindern ein Lächeln zu schenken, dann folgten die Älteren in Altersheimen, auch bei den Hospizen und derzeit in der Rehabilitation. Wir arbeiten darüber hinaus mit allen Sinnen (sehen, berühren, hören, riechen, schmecken) mit geistig Behinderten und sind noch größer geworden.“

Internationalisierung und Ausbau

„Derzeit“, so Frau Culen weiter, „arbeiten wir in Litauen, Polen, Deutschland, der Tschechei, der Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien, Neu Seeland und Palästina. Und wir haben in Jordanien ein Projekt, bei dem wir mit Kindern, Frauen und Exilanten in Flüchtlingsheimen arbeiten. Wir kooperieren auch stark mit Spanien. Wir sind natürlich auch bei der Europäischen Föderation der Clown-organisationen vertreten. Z.B. haben wir vor einem Jahr Portugal besucht. Es ist nicht leicht, aber der Spaß gibt uns Kraft, so diese solidarisch denkende Dame, die praktiziert, was sie gibt.“

Mittlerer Osten

„Aktuell arbeiten wir an einem Projekt im Mittleren Osten, was gar nicht leicht ist, da – wie wir alle wissen – dies eine sehr konfliktbeladene Zone ist. So aber auch in Polen“, meint Frau Culen. „Es ist nie zu spät, eine bessere und neuere Welt zu suchen, wenn wir Courage und Hoffnung in unser Bemühen stecken.“ Das scheint ihr Motto und das des gesamten Teams zu sein. Sie haben alle ökonomischen Schwierigkeiten mit viel Humor überwunden. Sie finanzieren sich über Spenden von Unternehmen und Privatpersonen, da nur die großen Projekte Hilfe von der Europäischen Kommission erhalten und der Logistik (es braucht Fachmänner und Fachfrauen mit profunder Ausbildung). Daher wird die Ausbildung durch eigene Lehrer ins Auge gefasst.

„Kleines Wunder“

Das ist ein Buch, das von den verschiedenen Erfahrungen des Teams der Roten Nasen in diversen Ländern der Welt mit unterschiedlichen Patienten. Zu Beginn, erklärt Monica Culen, erscheint es nur in limitierter Auflage und wird nur intern verbreitet, aber wir haben vor, dies auszubauen, damit es bekannter wird.

Die Arbeit der Roten Nasen ist wirklich bewundernswert und lobenswert. Niemand ist so arm, dass er nicht ein Lächeln schenken könnte und niemand so reich, dass er keines brauchen könnte. Es ist eine Freude, über solche schönen Neuigkeiten, voller Menschlichkeit, Solidarität und Hoffnung schreiben zu dürfen. Chapèau!!!

Mehr Informationen: www.rotenasen.at

ROTE NASEN Clowndoctors
Verein zur Unterstützung von kranken oder leidenden Menschen durch Humor und Lebensfreude
Wattgasse 48
1170 Wien
Tel.: (01) 318 03 13-0
Fax: (01) 318 03 13-20
E-Mail: office@rotenasen.at
www.facebook.com/rednosesinternational

Admirable labor del equipo de Rote Nasen (Foto: Cortesía Asociación Rote Nasen)

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