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Freitag, 27 Februar 2015 09:03

Ein lateinamerikanischer Triumphator: Rubén Contreras Salazar, die Prophezeihung erfüllt sich von selbst

Geschrieben von
Rubén Contreras Salazar: “Es gefällt mir, Neues zu erschaffen, die großen Ziele, jene, die unerreichbar scheinen”. (Foto: Österreichischer Integrationsfonds)

Rubén Contreras Salazar: Ich arbeite sehr hart und das ist der Unterschied und daher bin ich im Markt gewachsen. Mein Motiv war immer schon, das „Notwendige“ zu opfern, um meine Ziele zu erreichen“.

Text Dr. Olga Sancha / Übersetzung Michael Puchner
  
Rubén Contreras Salazar erscheint in dem Buch, das vom Integrationsministerium, dem ÖIF, der WKW und der IV herausgegeben wurde: "50 unternehmerisch erfolgreiche Zuwander/innen und ihre Erfolgstipps", als einer der ausländischen Unternehmer, die in Österreich erfolgreich wurden. Nicht zu vergessen, dass die andere einzige spanischsprachige Unternehmerin María Taramona ist, die in „"50 unternehmerisch erfolgreiche Zuwander/innen und ihre Erfolgstipps" erscheint, sie ist Gründerin und Leiterin der „Taramona Werbeagentur“ und des online Magazins „Cultura Latina“.

„Oft zögern Menschen, mit ihren Plänen fortzufahren, weil sie an ihren Fähigkeiten zweifeln“, das schrieb einst Michael Levine, ein amerikanischer Schriftsteller und Publizist. Nicht so im Fall des von uns Interviewten, ein junger Mann (34 Jahre), der nicht einfach nur als Migrant in Europa geblieben ist – er ist Mexikaner – sondern er hat sich seinen eigenen Traum („sein eigener Chef zu sein“) erfüllt, er hat seine eigene Firma gegründet und Geld in seiner Wahlheimat, Österreich, verdient.

Der europäische Traum

…der natürlich nichts mit dem „amerikanischen Traum“ zu tun hat – der aufgrund seiner Nähe den Lateinamerikanern näher zu sein scheint. „Der Beginn war nicht einfach“, so der Jungunternehmer.. „ich kam aufgrund der Liebe und durch meinen Beruf als American Footballer zunächst nach Budapest und dann nach  Wien.
Ich habe Deutsch gelernt und Arbeit gesucht. Man hat mir das Grundlegendste angeboten, Hilfskoch, Koch,… aber es war nicht das, er war das feindselige Ambiente, in dem ich mich befand. Eines Tages hat man meine Würde im angesprochenen Sinn attackiert und da habe ich beschlossen, etwas auf eigene Faust zu machen. Das war zufälligerweise gleichzeitig mit einer Reise nach Mexiko. Dort hatte er die Idee, „geblasene Gläser“ mitzunehmen und die habe ich dann verkauft. Ich war in dieser Stimmung und eines Tages bekam ich Hunger auf Tacos, die man hier in Wien aber nicht fand. Nur diese Tortillas in Paketen. Da dachte ich: wenn es keine Tortillas gibt, dann mach ich eine Tortillería auf.“

Wie die Römer

Rubén Contreras Salazar (Foto: Österreichischer Integrationsfonds)Unsere Vorfahren, die Römer sagten: „wenn wir den Weg nicht finden, dann machen wir ihn uns“. Das klingt wie die Geschichte unseres Interviewpartners – wenn es keine Tortilla gibt, dann eröffne ich eine Tortillería. Und er wollte das Gegenteil erreichen, dass man sie findet und zwar viel davon. Das aber auch vor allem durch die bedingungslose Hilfe seiner Frau, der Österreicherin Carmen Schiner, die ihm € 20.000,-- borgte, mit denen er begann und der Hilfe seiner Eltern, die ihm aus Mexiko mit der notwendigen Logistik unterstützten.

„Auch das ganze Thema der Bürokratie, die Bescheide, das Magistrat, all das war sehr kompliziert, z.B. war dieses Gewerbe in Österreich nicht vorhanden. Aber ich habe ohne alle Papiere zu haben, begonnen zu produzieren. Ich produzierte, aber niemand kaufte meine Ware. So beschloss ich, es der Mexikanischen Botschaft zu schenken. Und von da an kamen die Kunden. Einen Monat später eröffnete ich die erste und einzige Tortillería in Österreich, mit der ich sehr zufrieden bin. Ich exportiere in 8 europäische Länder und habe ein Team aus 9 Leuten. Ich habe mit € 20.000,-- begonnen und heute ist mein Unternehmen € 300.000,-- wert.“

Rubén Contreras Salazar erzählt weiter, dass „ die Arbeit ist das Geheimnis meines Erfolgs“. Er ist auch sehr versiert in der Wirtschaft, da er an der Technischen Universität Monterrey, Mexiko, Internationalen Handel studiert hat. „Ich arbeite sehr hart und das ist der Unterschied und daher bin ich gewachsen. Mein Motiv war immer schon, das „Notwendige“ zu opfern, um meine Ziele zu erreichen. Eine Idee, die vom American Football kommt, ein Sport, den ich mit 5 Jahren begann und der mir viel Disziplin einbrachte und durch den ich gelernt habe, das opfern zu ertragen.“

Blick in die Zukunft

Bei einem solchen Mann ist es normal, dass er weiter wachsen möchte. „Ja“, so der lateinamerikanische Unternehmer, „Ich möchte die Nummer 1 werden, der erste unter den mexikanischen Gastronomen in Europa. In Kürze, als Beispiel werde ich 6 mexikanische Salsas auf den Markt bringen und traditionelle, mexikanische Speisen zum mitnehmen.“

„Außerdem war ich immer schon Sportler und ich möchte ein Ausbildungscenter für Profisportler aufbauen. Es gefällt mir, Neues zu erschaffen, die großen Ziele, jene, die unerreichbar scheinen. In dieser Hinsicht denke ich an den deutschen Philosophen Hegel, der uns folgendes lehrte. Man muss für das Unmögliche kämpfen, um das Mögliche zu erreichen.“

Es war mir eine Ehre, diesen jungen Mann, der erfolgreich im Ausland geworden ist, zu interviewen. Einer, der nicht aufgibt, der Träume hat und diese verfolgt. Ein Mann, der wie er selbst sagt, „keine Haare auf der Zunge hat“, der selektiv ist („ich suche mir meine Kundschaft aus“ und den nichts und niemand aufhalten kann. Es ist bewundernswert, solche Menschen kennenzulernen, vor allem heutzutage, wo sich alle über die Krise beschweren. Wirklich, meinen herzlichen Glückwunsch zur österreichischen Anerkennung und es war mir eine Ehre, mit einem Triumphator zu sprechen.

Mehr Information unter www.moctezuma.at (Moctezuma Foods GmbH).   

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