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Freitag, 14 November 2014 21:52

Brasilianische Literaturwoche 2014: Zweisprachige Lesungen und Diskussionen

Geschrieben von
Ana Paula Maia. (Foto: Marcelo Correa - Orelha)

Am 19. November, 2., 3. und 5. Dezember mit Ana Paula Maia, João Paulo Cuenca & Cristovão Tezza und Daniel Munduruku.

Brasilien steht im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe, die die Literatur des größten Landes Südamerikas dem österreichischen Publikum vorstellen will. Zweisprachige Lesungen und Diskussionen mit Ana Paula Maia, João Paulo Cuenca, Cristovão Tezza, Kathrin Rosenfield und Daniel Munduruku sollen die künstlerische und intellektuelle Vielfalt des Landes abseits exotisierender Klischees präsentieren.

Organisation: Kathrin Sartingen, Ulrike Jürgens, Carolina Santana Borges und Melanie Strasser. Institut für Romanistik & Zentrum für Translationswissenschaft, Universität Wien.

19. November, 19 Uhr – Ana Paula Maia

Moderation: Verena-Cathrin Bauer
Deutsche Lesung: Melanie Strasser
Botschaft von Brasilien, Pestalozzigasse 4/3. Stock, 1010 Wien

Ana Paula Maia feierte ihren ersten großen Erfolg mit A guerra dos bastardos (2007), der als Krieg der Bastarde auf Deutsch erschien und auf der Frankfurter Buchmesse 2013 für Furore sorgte. In Wien präsentiert Ana Paula Maia ihr jüngstes Werk, den Roman De Gados e Homens (2013, Editora Record; Von Vieh und Mensch). In diesem Text treffen wir wieder auf die Figur des Edgar Wilson, der auf einem Schlachthof arbeitet; einem Mikrokosmos, in dem die Grenzen zwischen dem Menschlichen und dem Animalischen manchmal zu verschwimmen scheinen. Makaber, maskulin und morbid – man möge sich nicht wundern, dass Ana Paula Maia oft mit Filmemachern wie Quentin Tarantino, Sergio Leone und den Cohen-Brüdern verglichen wird.

2. Dezember, 19 Uhr – João Paulo Cuenca & Cristovão Tezza

Moderation: Kathrin Sartingen
Deutsche Lesung: Uli Jürgens
Hauptbücherei Wien, Urban-Loritz-Platz 2A, 1070 Wien

João Paulo Cuenca, der vom Literaturmagazin Granta zu einem der wichtigsten jungen brasilianischen Autoren gewählt wurde, wird seinen Roman Das einzig glückliche Ende einer Liebesgeschichte ist ein Unfall (übers. Michael Kegler) präsentieren. Cuenca erzählt in diesem Roman von einem komplexen Beziehungsgeflecht in der futuristisch anmutenden japanischen Metropole Tokio.

Cristovão Tezza, Journalist, Chronist, Dozent für brasilianische Literatur und Autor, der in seinen bislang zehn veröffentlichten Romanen die Handlung immer wieder in seiner Wahlheimat Curitiba ansiedelt, wird aus seinen Erzählungen vorlesen, die in mehreren Anthologien ins Deutsche übersetzt wurden. Im Jahre 2008 erhielt er die beiden höchsten brasilianischen Literaturpreise, den Prêmio Jabuti sowie den Prêmio São Paulo de Literatura.

3. Dezember, 19 Uhr – Diskussion über zeitgenössische Literatur aus Brasilien mit Cristovão Tezza & João Paulo Cuenca

Moderation: Kathrin Rosenfield
Deutsche Lesung: Uli Jürgens
Residenz der brasilianischen Botschaft, Prinz-Eugen-Straße 26, 1040 Wien

Cristovão Tezza, Journalist, Chronist, Dozent für brasilianische Literatur und Autor, der in seinen bislang zehn veröffentlichten Romanen die Handlung immer wieder in seiner Wahlheimat Curitiba ansiedelt, wird seinen Roman O filho eterno (2007, Der ewige Sohn, unveröffentlichte Übersetzung) vorstellen, in welchem er die Geschichte eines Vater mit seinem Sohn, der an Down-Syndrom leidet, erzählt. Die Schilderung von dessen Erfahrungen, Tiefschlägen wie Erfolgserlebnissen brachte dem Roman im Jahre 2008 die beiden höchsten brasilianischen Literaturpreise, den Prêmio Jabuti sowie den Prêmio São Paulo de Literatura ein.

João Paulo Cuenca, der vom Literaturmagazin Granta zu einem der wichtigsten jungen brasilianischen Autoren gewählt wurde, wird seinen Roman Mastroianni Ein Tag (übers. Michael Kegler) präsentieren. Cuenca schildert in diesem hoch-ironischen Roman einen einzigen Tag irgendwo in der Großstadt São Paulo, keine vierundzwanzig Stunden, in denen die Protagonisten Pedro Cassavas, Tomás Anselmo, Verônica und die „süße Maria” durch ihre selbststilisierte, idolisierte Welt aus Karaokebars, Barbierläden, Hotelzimmern und Villen auf der grenzenlosen Suche nach Sinn, Sinnlichkeit und dem perfekten Moment ziehen.

Kathrin Rosenfield, Professorin für Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universidade Federal do Rio Grande do Sul, Übersetzerin u.a. von Robert Musil ins Portugiesische, und Gewinnerin des renommierten Prêmio Mario de Andrade für ihr Buch zu Guimarães Rosa Desenveredando Rosa. Ensaios sobre a obra de J. G. Rosa (2006), wird als ausgewiesene Mittlerin zwischen der brasilianischen und österreichischen Literatur den Abend moderieren.

Für die Lesung an der Residenz bestätigen Sie bitte, unbedingt, Ihre Anwesenheit:
E-Mail: cultural.viena@itamaraty.gov.br oder Tel.: 01 512 0631-17.


5. Dezember, 19 Uhr – Daniel Munduruku

Moderation: Carolina Borges
Deutsche Lesung: Melanie Strasser
Botschaft von Brasilien, Pestalozzigasse 4/3. Stock, 1010 Wien

Der preisgekrönte Schriftsteller Daniel Munduruku ist der bedeutendste indigene Autor in Brasilien heute. Der Schwerpunkt seines Schaffens liegt in der Kinder- und Jugendliteratur. Als unermüdlicher Forscher mit einer beeindruckenden akademischen Laufbahn und mehr als 40 veröffentlichten Werken widmet Munduruku seine Arbeit der Verbreitung und Anerkennung des indigenen Erbes in Brasilien, und setzt dabei die Literatur als Mittel zur Identitätstiftung und Aufklärung von Vorurteilen ein. An diesem Abend wird der Autor indigene Erzählungen aus verschiedenen Werken vorlesen.

 

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