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Samstag, 08 November 2014 13:57

Das Projekt “Nachhilfe” für Migranten aus Lateinamerika setzt seinen Weg erfolgreich fort

Geschrieben von
Die Schülerinnen beim Kulturausgang zum Wien Museum am Karlsplatz

Außerdem wurde das Projekt von der österreichische Plattform “Respekt.net” mit großer Akzeptanz und positiver Wertschätzung anerkannt. Es wurde zu einem der 15 Besten des Jahres 2014 gekürt.

Text Olga Sancha
Rosa Euler, Gründerin und Leiterin des Projektes – obschon das Team aus 9 Leuten besteht – ist eine Frau mit großen sozialen Anliegen. So meint sie, dass „die lateinamerikanische Gemeinschaft  weniger Unterstützung im Vergleich zu anderen Migranten erhalten hat. Daher“, führt sie fort, „dachte ich mir, dass man etwas machen muss, um dieser Gruppe eine zu helfen und eine Stimme zu verschaffen . So entstand das Projekt ‚Nachilfte’ am 7. Jänner dieses Jahres“.

„Das Ziel ist ein kostenloser Zugang zum wöchentlichen Deutschkurs für lateinamerikanische Migranten  sowie zu kulturellen Einrichtungen in Wien. Darüberhinaus helfen ihnen eine Gruppe von freiwiligen „ Zeitspenderinnen“ bei bürokratischen Aufgaben.  Wir beraten sie auch bei sozialen Fragen.

Und wir sind wirklich sehr glücklich, da unsere Hilfe nicht nur den Frauen aus der Gruppe zu Gute kommt, sondern sie hat wiederum einen multiplikativen Effekt oder Nebeneffekt, da ja jede Frau eine Welt mit eigenen bestimmten Umstände ist, und sie alle die Erfolge, die sie erleben, mit ihren Familien, in ihrer Arbeit und mit ihren Freunden teilen. Weil das was sie lernen,  in ihr Leben integrieren und weitergeben. 

“Was das Thema Menschlichkeit anbetrifft”, so Rosa Euler weiter, “was ja letzten Endes das Wichtigste ist, haben es die Frauen geschafft, in ihrem eigenen Selbstbewusstsein zu wachsen. Am Anfang waren einige von ihnen fast überzeugt davon, dass sie niemals Deutsch lernen würden. Durch die Kurse unseres Projektes jedoch bemerkten sie, dass sie Deutsch erlernten und heute sprechen und lesen sie Deutsch ohne jegliche Probleme. Das erinnert mich an einen Gedanken von Pierre Leconte du Noüy: “Der beste Weg zur menschlichen Solidarität, ist die Suche nach und der Respekt vor der individuellen Würde“, so Rosa Euler.  

“Und”, so fährt sie fort, “unser Projekt erhält keinerlei staatliche Förderung – was die Finanzierung angeht – und es ist sehr schwierig, Sponsorengelder großer Unternehmen zu erhalten, da die eher die allseits bekannten Organisationen, wie die Caritas oder das Rote Kreuz, unterstützen wollen.  In unserem Fall, als private Initiative, ist Respekt.net eine große Hilfe“. Unser Link:

http://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/666/

“Unsere Sponsoren waren eine totale Überraschung. Ich habe mit Spannung festgestellt, dass Leute von Respekt.net mit eigenen Projekten dem unseren geholfen haben. Das ist das beste Beispiel für Solidarität. Auch viele Unbekannte, Mitglieder der Plattform, und natürlich viele Freunde haben mitgewirkt – alles auf privater Basis. Und ich muss noch erwähnen, dass wir das Geld – sei es wenig oder viel – nie direkt bekommen, sondern dass das immer über Respekt.net geht und alle unsere Einnahmen und Ausgaben kontrolliert werden und mit den entsprechenden Rechnungen übereinstimmen müssen.

4 Monate werden zur Finanzierung eines Projekts kalkuliert und wenn in diesem Zeitraum nicht der gesamte Betrag der Kostenaufstellung eingenommen wird, wird das Projekt von Respekt.net annulliert. Die Sponsoren werden per E-Mail kontaktiert und gefragt, ob sie das Geld zurückhaben wollen, oder es in ein anderes Projekt einfließen lassen möchten.

Al momento de la clase, Deutsch
Der Moment in der Klasse “Deutsch  Nachhilfe“ für Migranten aus Lateinamerika, ein großes Projekt, das unsere Unterstützung braucht!

“Ein anderes interessantes Thema”, so Rosa Euler, “bezüglich kleine Projekte, ist jenes der Verbreitung unserer Arbeit. In unserem Fall läuft auch das über Respekt.net und über persönliche Kontakte. Beispielsweise wird jedes Jahr im September im Museumsquartier in Wien der „Tag des Respekts“ gefeiert. Eine große Veranstaltung, bei der man seine Projekte einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen kann. Wir haben dies 2013 gemacht und haben dann die Finanzierung erreicht, um unsere Deutschkurse für Migranten kostenlos anzubieten. Wir hoffen, dass wir dies auch in den kommenden Jahren schaffen. Und eine gute Methode  ist, dass wir alle, mit möglichen Interessierten, über dieses Projekt sprechen!“

“Man sagt, dass die Solidarität “die Innigkeit der Völker“ sei“, so Rosa Euler, die stets eine soziale Berufung verspürt hat. Neben ihrer Tätigkeit als Jounalistin ist sie ja auch promovierte Soziologin „ und ich möchte noch gerne erwähnen, dass falls jemand  unser Projekt unterstützen möchte (Spenden kann man ab 10 Euro) Ihre Hilfe sehr willkommen ist! Bitte einfach ein Email an r.euler@aon.at und wir werden Ihnen gerne detaillierte Information zukommen lassen. Wir danken im Voraus, recht herzlich!“.

Artikel auf spanische Sprache lesen: http://culturalatina.at/es/cronica/item/463-el-proyecto-nachhilfe-para-las-inmigrantes-de-latinoamerica-prosigue-su-andadura-con-exito

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