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Freitag, 27 Dezember 2013 10:46

Rafael Gutiérrez Donadío präsentiert seit mehr als 20 Jahren das lateinamerikanische Kino in Österreich

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Seit 23 Jahren genießen wir das lateinamerikanische Kino unter der Führung von Rafael Gutiérrez Donadío hier in Wien (Foto: Cultura Latina)

Interview von Laura Garrido Moreno mit dem Mexikaner Rafael Gutiérrez Donadío, im Rahmen des "LATKINOFEST",  das Festival, das das 23 jährige Bestehen des lateinamerikanischen Kinos in Wien zelebriert.

Rafael Gutíérrez Donadío bezeichnet sich als „kultureller und audiovisueller Manager der Latinidade Cultural & Film Services“. Jedoch zeigt seine Biografie weit mehr. Gutíérrez ist der Pomoter des Ersten lateinamerikanischen Filmfestivals in Österreich, nun schon seit 23 Jahren gefeiert und ein wahrer Anhänger der lateinamerikanischen Kultur, für die er weiterhin arbeiten wird.

Ein langer Weg, der mit einem großen Fest gefeiert wurde und viele Freunde und Liebhaber der lateinamerikanischen Kultur versammelte. Und dies im Filmcasino Wien, ein großartiges Haus in der Stadt für das lateinamerikanische Kino. Eine Reise voller Erlebnisse und Eindrücke. Eindrücke, mit denen sich Filme und Träume machen lassen. Träume, wie Gutíerrez meint, sind die Filme, die wir alle jede Nacht produzieren.

Rafael Gutiérrez Donadío, gestor cultural y audiovisual de Latinidade (Foto: Laura Garrido Moreno)
Rafael Gutiérrez Donadío, kultureller und audiovisueller Manager der Latinidade      (Foto: Laura Garrido Moreno).

Eine sehr intensive Feier, mit der mehr als 20 Jahre lateinamerikanisches Kino in Österreich zelebriert wurde.
- Ja. Auf der einen Seite haben wir ein Jahr „Festival in Progress Latin Film Lounge“ gefeiert. Wir nennen es „in Progress“, da es ein Festival ohne Ende ist, das ein monatliches Format hat, in dem wir Filme aus Spanien, Portugal und ganz Lateinamerika zeigen. Und es ist ein Festival, weil wir immer Erstaufführungen zeigen, die noch nicht in Österreich gespielt wurden und es wahrscheinlich auch nicht mehr werden. Außerdem werden auch einige der Filme des Festivals auch in anderen Städten Österreichs aufgeführt. Und eben auf der anderen Seite feierten wir, dass es 23 Jahre sind, als das erste Festival des lateinamerikanischen Kinos in Österreich präsentiert wurde.

Nach 23 Jahren, wenn man zurückblickt, wie waren diese ersten Schritte?
-Ich hab begonnen, da es mir keine Ruhe ließ, die audiovisuelle Kreativität Lateinamerikas in Österreich bekannt zu machen. Vor allem auch in einer Zeit, in der es kaum Referenzen gab, in der man klar machen musste, dass es in Lateinamerika nicht nur Telenovelas, sondern eben auch Filme gibt. Die Menschen, die heute im Filmcasino arbeiten, sind dieselben, die damals verrückt oder motiviert genug waren, die Idee eines Festivals wachsen zu lassen. Ich sage „verrückt“, weil es die einzigen waren, die dies machen wollten. In allen Filmhäusern wurde mir gesagt, dass es Unfug sei, 23 unbekannte Filme von unbekannten Regisseuren eines unbekannten Kinos zeigen zu wollen und dass es ein Flop sei. Der einzige, der mir sagte „Lass es uns probieren“, war der damalige und derzeitige Chef des FilmCasinos, Hans König, den man als großen Freund des lateinamerikanischen Kinos bezeichnen kann.

Portada del Primer Festival de Cine Latinoamericano (Foto: Latinidade)
Flugblatt des Ersten Filmfestivals Lateinamerikas (Foto: Latinidade).
Was anfangs jährliche Anlässe waren, ist zu monatlichen Ereignissen geworden – dank der guten Aufnahme durch das Publikum?
-Seit dem ersten Festival war es für mich ganz klar, es gab ein Land, das eine große Faszination im Publikum auslöste und das war Brasilien. Einen brasilianischen Film zu zeigen, war eine Garantie, das Haus voll zu bekommen. Heutzutage hat sich der Geschmack nicht geändert, jedoch gibt es auch andere Länder, die das Interesse wecken, wie Kuba. Es war sehr angenehm zu sehen, wie man das Bild eines Landes zeigen konnte, seine Menschen, seine Musik, seine Kultur…. so stieg der Gusto des Publikums an, um Filme zu sehen.

-Das erste Festival unter dem Namen „Días de cine Latinoamericano”, wurde über 7 Jahre hinweg aufgeführt und dem folgte für 2 Jahre das Filmex mit mexikanischen Filmen. Wir haben den ersten Cine Club Lateinamerikas gegründet und danach fingen wir mit dem iberoamerikanischen Festival an, wo auch Filme aus Spanien und Portugal gezeigt wurden.

Erfolg vor dem österreichischen Publikum. Aber ist nicht auch eine der Ideen von Latinidade, den Latinos, die in Wien leben, die Möglichkeit zu geben, mit ihren cineastischen Ursprüngen und der Kultur generell in Kontakt zu bleiben.
-Ganz klar. Als wir 1990 mit der Idee, lateinamerikanisches Kino zu zeigen, begannen, muss man bedenken, dass es damals in Wien keine sogenannte Latino-Community gab. In der Schule, in der ich begann, wo es auch ein Kino gab, war es auch so; das war der einzige Ort, an dem man Salsaunterricht nehmen konnte und das war unglaublich exotisch. Als die Anzahl der Latinos anstieg, kamen auch viele glaublich aufgrund des Stolzes, da sie sahen, dass in ihren Ursprüngen auch gutes Kino gemacht wurde. Trotzdem ist es unsere Priorität, ein vielfältiges und differenziertes Bild Lateinamerikas zu zeigen, wie es Iberoamerika mit seinem Kino tut.

Außerdem sind es immer Erstaufführungen.
-Seit wir begonnen haben, war es unser oberstes Ziel, auf der einen Seite Filme zu zeigen, die von Lateinamerikanern gemacht, realisiert und produziert worden sind und andererseits Erstaufführungen zu präsentieren. Aufgrund des gemachten, kamen dann andere Initiativen des lateinamerikanischen Kinos auf, nicht nur in Wien, sondern auch in anderen Städten. Ich sehe das nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung der Kultur.

Trotzdem offeriert Latinidade derzeit ein kulturelles Angebot, das über das Kino hinausgeht. Wie ist das Projekt entstanden?
-Das Projekt entstand in meinem persönlichen und professionellen Umfeld. Ich bin Pianist. Daher kam ich nach Wien. Ich stamme aus einer Familie, in der sich alles um Theater, Kino, Malerei oder Musik dreht. Immer, wenn ich im Ausland war, war ich bestrebt, zuerst Konzerte zu organisieren und dann durch eine Art Selbsterkenntnis, eröffneten sich mir neue Wege. Unsere Interessen sind so unendlich, wie die lateinamerikanische Kultur. Wir haben ein Projekt initiiert, das „Offene Szene“ heißt, das ist eine Idee, ein Forum zu kreieren und all diese Personen und Organisationen zusammen zu bringen, wie Schauspieler, Produzenten, etc. unter anderem, da es nicht diesen Boom des Spanischen gab, den es heute gibt.   

Werden die folgenden 23 Jahre auch so intensiv mit Film und Kino auf uns zukommen?
-Wir wissen nicht, ob das Kino in 23 Jahren noch so sein wird, wie es das jetzt ist. Ich persönlich glaube ja, wenn auch in anderen Formaten wie heute und wir können uns das ja nicht einmal vorstellen. Ich sage das, weil die Wurzel des Kinos einerseits im Menschen steckt, der alle diese wichtigen Momente wiedererleben möchte es aber auch so ist, dass man sich Dinge vorstellen möchte, die nicht real sind. Daher gefiel es uns allen so gut, als man uns als Kindern Geschichten vorlas, bevor man einschlief. Und im Schlaf machen wir Erwachsene Kino mit unseren Träumen. Wenn Du von jemandem träumst, den Du liebst, ist es ein Liebesfilm, wenn Du einen Albtraum hast, ist es ein Horrorfilm und wenn es etwas Verrücktes ist, ist es experimentelles Kino. Das Kino ist nicht mehr als eine Erweiterung des Sehens und sich eine Welt vorstellen, wie sie war, ist und wie wir sie gerne hätten.

„Unsere Interessen sind so unendlich, wie die lateinamerikanische Kultur.“
Rafael Gutíérrez Donadío, der kulturelle und audiovisuelle Manager der Latinidade „Cultural & Film Services“.

Webseite: http://www.latinidade-iberforum.com

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