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Donnerstag, 19 September 2013 18:57

"Brasilianische Literaturwoche" in der Hauptbücherei Wien vom 16. – 18.10.2013

Geschrieben von
v.l. n.r. Luiz Ruffato, João Cezar de Castro Rocha, Claudiney Ferreira, Carola Saavedra, Cao Guimarães, Beto Brant und Marcal Aquino bei der „Brasilianische Literaturwoche” in Wien.

Brasilien, das größte Land Lateinamerikas ist heuer Gast der Frankfurter Buchmesse, in diesem Sinne offeriert die Hauptbücherei Wien vom 16. – 18.10.2013 eine Vielzahl an brasilianischer Literlatur.

Brasilianische Literaturwoche | 1. Abend 

Mi, 16.10.2013, 19.00 Uhr
Luis Krausz liest aus Verbannung. Erinnerungen in Trümmern (a. d. Portugiesischen von Manfred von Conta; Hentrich & Hentrich)
Moderation: Verena-Cathrin Bauer (Literaturwissenschaftlerin).

Luis Krausz erzählt in seinem Roman von der Vielschichtigkeit seiner jüdisch-österreichischen Herkunft sowie von den komplizierten Beziehungen seiner Familie sowohl zur brasilianischen Gesellschaft als auch zur deutschsprachigen Welt. Verbannung bezieht sich einerseits auf die Auswanderung der Wiener Juden und andererseits auf das permanente Gefühl der Entfremdung, das zu einer Idealisierung der verlorenen Heimat und zugleich in Einsamkeit und Isolation führt. Die jüdisch-brasilianische Gesellschaft, die vom osteuropäischen Judentum und vom Zionismus stark geprägt ist, wirkt oft unverständlich und unwirtlich. Unter den Nachbarn sind zudem viele ehemalige Nazis, die nach Kriegsende nach Südamerika geflüchtet sind. In unmittelbarer Nähe des Familienhauses werden in den 1970er und 1980er Jahren Kriegsverbrecher wie Franz Wagner und Josef Mengele ausfindig gemacht.

Luis S. Krausz wurde 1961 als Kind exilierter Juden in São Paulo geboren. Er ist Schriftsteller und Übersetzer sowie Professor für hebräische und jüdische Literatur an der Universidade de São Paulo. Er studierte klassische Philologie und Hebräisch an der Columbia University, der University of Pennsylvania und der Universität Zürich. Krausz ist Autor einer Vielzahl literarischer Werke und übersetzte Elfriede Jelineks Die Klavierspielerin, Das Nibelungenlied und Gustav Schwabs Sagen des klassischen Altertums ins Portugiesische. Luis S. Krausz war zur Leipziger Buchmesse auf Einladung der Biblioteca Nacional Mitglied der offiziellen Delegation brasilianischer Autoren im Rahmen des Ehrengastauftritts Brasiliens zur Frankfurter Buchmesse 2013. Sein neuer Roman Deserto wurde mit dem Prêmio Benvirá de Literatura 2013 ausgezeichnet.


Brasilianische Literaturwoche | 2. Abend

Do, 17.10.2013, 19.00 Uhr
Lesungen von Beatriz Bracher, Carola Saavedra und Luiz Ruffato
Moderation: João Cezar de Castro Rocha (Literaturwissenschafter) | Deutsche Lesung: Ulrike Jürgens (Übersetzerin)

Beatriz Bracher ist Autorin der Romane Azul e dura (Blau und hart), Não falei (Ich habe nicht geredet, Assoziation A) und Antonio (Assoziation A), welcher mit dem renommierten brasilianischen Literaturpreis Prêmio Jabuti und dem Preis von Portugal Telecom, der jährlich die drei besten Romane portugiesischer Sprache ehrt, ausgezeichnet wurde.

Carola Saavedra ist Schriftstellerin und Übersetzerin mit chilenischen Wurzeln. Sie veröffentlichte die Romane Toda Terça (Jeden Dienstag), Flores Azuis (Blaue Blumen) und Paisagem com Dromedário (Landschaft mit Dromedar, C.H.Beck).
Luiz Ruffato, geboren 1961 in Cataguases. Sein Roman Eles eram muitos cavalos (2001) erschien in deutscher Übersetzung bei Assoziation A, sowie auch ein Teil des Projekts Inferno Provisório (Vorläufige Hölle). Ruffato wurde zweimal mit dem Prêmio APCA, dem Preis Machado de Assis, dem wichtigsten brasilianischen Literaturpreis Prêmio Jabuti und dem Preis Casa de las Américas ausgezeichnet. Er war überdies Writer in Residence an der UC Berkeley in den USA.

João Cezar de Castro Rocha, Literaturwissenschaftler an der Universidade do Estado do Rio de Janeiro und Autor mehrerer Büchern. Er ist Herausgeber von über 20 Titeln und Editor in Chief der Zeitschrift Portuguese Literary & Cultural Studies, sowie Berater der Conexões Itaú Cultural.

 

Brasilianische Literaturwoche | 3. Abend

Fr, 18.10.2013, 19.00 Uhr
Lesung von Marcal Aquino und Diskussion mit den Regisseuren Beto Brant und Cao Guimarães
Moderation: Claudiney Ferreira (Journalist; Itaú Cultural) | Deutsche Lesung: Ingo König (Übersetzer)

Marçal Aquino ist Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor. Er veröffentlichte u.a. Eu receberia as piores notícias dos seus lindos lábios (Flieh. Und nimm die Dame mit, Edition Büchergilde). Für mehrere Filme von Beto Brant fungierte er als Drehbuchautor, darunter Os Matadores (Die Killer), Ação entre Amigos (Freundschaftsdienst), O Invasor (Der Eindringling) und O Cheiro do Ralo (Der Gestank des Abflusses).

Beto Brant ist Regisseur und führte bei sieben Spielfilmen Regie. Sein Film O invasor wurde beim Sundance Festival 2002 als bester Film ausgezeichnet. Eu receberia as piores notícias dos seus lindos lábios wurde 2011 in Huelva zum besten Film gewählt.

Cao Guimarães arbeitet als Künstler und Regisseur. Er studierte Journalismus und Philosophie, sowie Photographic Studies. In seinen Werken kombiniert er Fotografie, Film (vor allem Video und Super 8) zu Installationen. Seine Arbeiten wurden u.a. in der Tate Modern, im Guggenheim Museum und dem Museum of Modern Art NY ausgestellt. Zu seinen jüngsten filmischen Werken zählen Andarilho (Drifter), Acidente (Accident) und A Alma Do Osso (The Soul Of The Bone).

Claudiney Ferreira, Leiter der Abteilung für Audiovisuelles und Literatur von Itaú Cultura, Journalist und Kulturberater. Er arbeitete für Magazine, Radio- und TV-Sender, u.a. CBN, TV Cultura, Fundação Roberto Marinho und BBC London, Initiator des Radioprogramms Certas Palavras - Programa de Livros e Ideias.

 

Brasilien – Im Land des Fußballs

Do, 24.10.2013, 19.00 Uhr
Martin Curi präsentiert im Gespräch mit Reinhard Krennhuber (ballesterer fm) seine Sicht auf Brasilien.
2014 findet die Fußball-WM in Brasilien statt. In dem Land also, das bisher die meisten Titel holte, die meisten internationalen Stars hervorbrachte und in dem Fußball eine Rolle spielt wie sonst wohl nirgends auf der Welt. Brasilien ist das Land des Fußballs. Martin Curi, der seit zehn Jahren in Brasilien lebt, gibt in diesem Buch einen umfassenden und vielschichtigen Einblick in die Kultur, die Geschichte und die Gegenwart des Fußballs in Brasilien. Seine persönlichen Erlebnisse inmitten brasilianischer Fans sowie seine spannenden Analysen zeichnen ein lebendiges Bild einer komplexen Fußballwelt. Genau richtig vor dem großen Turnier 2014.


Fakten:

-Brasilien ist nach 1994 zum zweiten Mal Gastland der Frankfurter Buchmesse.

-Die Frankfurter Buchmesse findet in diesem Jahr vom 9. bis 13. Oktober 2013 statt.

-Die Tradition der Ehrengäste der Frankfurter Buchmesse gibt es seit vier Jahrzehnten.

-92 brasilianische Stimmen stellen Brasilien und ihre Literatur vor. Hervorragende Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Andréa del Fuego, Beatriz Bracher, Patrícia Melo, Paulo Lins oder Bestseller-Autor Paulo Coelho sind dabei.

-Brasilien fördert bis zum Jahr 2020 mit rund 35 Millionen US-Dollar Übersetzungen in den Bereichen Belletristik und Sachbuch. Insgesamt erscheinen im Rahmen des Übersetzungsprogramms bis zum Oktober 270 geförderte brasilianische Titel, 48 davon in deutscher Sprache.


Hauptbücherei | 1070, Urban-Loritz-Platz 2a, Tel. 4 | www.buechereien.wien.at
000-84548

II. BRASILIANISCHE LITERATUR- & fILMWOCHE/ II. SEMANA BRASILEIRA DE LITERATURA & CINEMA

 "Brasilianische Literaturwoche" in der Hauptbücherei Wien

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