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Samstag, 22 Juni 2024 12:58

Alexander Köck von Gmundner Keramik: Tradition trifft Moderne bei „Griass di Dahoam“

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Ing. Alexander Köck, Prokurist von Gmundner Keramik. Foto: CulturaLatina

Am 21. Juni fand in der „Welt der Gmundner Keramik“ in Wien das Event „Griass di Dahoam“ statt. Diese im letzten Jahr eröffnete Einrichtung bringt die reiche Tradition Oberösterreichs in die Hauptstadt und hat sich zum Ziel gesetzt, das Kulturerbe dieses einzigartigen Handwerks weltweit bekannt zu machen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Ausstellung der 23 Salzkammergut Präsentierteller eröffnet. Diese Teller wurden exklusiv für die 23 Gemeinden der Europäischen Kulturhauptstadt "Salzkammergut 2024" angefertigt. Wir hatten die Gelegenheit, Ing. Alexander Köck, Prokurist von Gmundner Keramik, zu interviewen.

Warum wird jedes Objekt 60 Mal in die Hand genommen?

Ing. Alexander Köck: Das zeigt, dass wir ein großer Handwerksbetrieb sind. Bei uns wird fast alles handgefertigt, unterstützt von ein paar Maschinen. Rund 85 bis 90 % unserer Kosten sind Personalkosten, was unsere starke Ausrichtung auf Handarbeit unterstreicht. Die "60 Hände" sind ein plakatives Beispiel, um festzuhalten, dass unsere Keramik wirklich handgemacht ist.

 Ing. Alexander Köck, Prokurist Gmundner Keramik. Foto: Culturalatina
Ing. Alexander Köck, Prokurist Gmundner Keramik. Foto: Culturalatina

Wer gestaltet die Designs?

Unsere Designs sind zum Teil historisch gewachsen, wie das Motiv der grüne Hirsch, das es seit etwa 45 Jahren gibt. Aktuelle Designs, wie unsere Afrika-Edition, entstehen in Zusammenarbeit mit lokalen Künstlern. Andere Designs, wie unser Regenbogendesign, werden von unseren hauseigenen Künstlern weiterentwickelt, die oft schon seit Jahrzehnten bei uns sind. 

Wie stellt sich das Unternehmen für die Zukunft auf?

Unsere Strategie ist es, die Kunst und Tradition der Keramik in die Moderne zu führen. Wir wollen international expandieren, beispielsweise in die USA, China und Großbritannien, während wir unsere Wurzeln bewahren und weiterentwickeln.

Welche Zielgruppe sprechen Sie derzeit an?

Unsere Zielgruppe ist sehr breit gefächert. Von jungen Leuten, die Wert auf Tradition und Nachhaltigkeit legen, bis hin zu älteren Generationen, die unsere Keramik schon lange kennen. Wir bieten Produkte für verschiedenste Lebensstile und Altersgruppen an.

Wie steht das Unternehmen zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz?

Wir haben schon vor Jahren auf Elektrobrennöfen umgestellt und beziehen unsere Rohstoffe aus einem Umkreis von 400 Kilometern. Unser Hauptrohstoff kommt aus dem Schwarzwald, da es in Österreich keine Mine mehr gibt, die die benötigte Qualität liefert. Wir nutzen 100 % erneuerbare Energien und setzen auf lokale Produktion, um lange Transportwege zu vermeiden.

 Ing. Alexander Köck, Prokurist Gmundner Keramik. Foto: Culturalatina
Ing. Alexander Köck, Prokurist Gmundner Keramik. Foto: Culturalatina

Was ist Ihre Botschaft für die heutigen Veranstaltung?

Wir möchten ein Stück Oberösterreich nach Wien bringen und die Kunst der Keramik präsentieren. Die Ausstellung der Präsentierteller aus der Kulturhauptstadt "Salzkammergut 2024" zeigt, wie wir Tradition und Moderne verbinden. Besucher können die Kunst der Keramik hautnah erleben und selbst kreativ werden.

Handwerksbetrieb mit Tradition

Das Interview mit Prokurist Ing. Alexander Köck hat einen tiefen Einblick in die Bedeutung dieses traditionsreichen Handwerksbetriebs und dessen Engagement für Tradition und Nachhaltigkeit gegeben.

Das Unternehmen blickt optimistisch in die Zukunft, mit Plänen zur internationalen Expansion und einem starken Fokus auf nachhaltige Praktiken wie der Nutzung von Elektrobrennöfen und erneuerbaren Energien. Die Tatsache, dass jedes Objekt 60 Mal in die Hand genommen wird, unterstreicht die handwerkliche Qualität und Authentizität ihrer Produkte sowie ihren Preis.

Griass di Dahoam

„Griass di Dahoam“ bot mit der Ausstellung der 23 Salzkammergut Präsentierteller eine greifbare Erfahrung der meisterhaften Handwerkskunst von Gmundner Keramik. Diese Verbindung von Kunst, Tradition und Nachhaltigkeit repräsentiert nicht nur die Vergangenheit und Gegenwart der österreichischen Keramik, sondern auch ihre vielversprechende Zukunft. Der Kauf von Traditionsprodukten wie der Gmundner Keramik unterstützt nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern bewahrt auch ein wertvolles Kulturerbe.

Weitere Informationen erhalten Interessierte in der Welt der Gmundner Keramik in Wien, Auerspergstraße 3 Ecke Trautsongasse 2, 1080 Wien, telefonisch unter 07612 786388 oder auf der Website www.gmundner.at 

Mehr zur Veranstaltung „Griass di Dahoam“ finden Sie hier: Gmundner Keramik in Wien: „Griass di Dahoam“ feiert Erfolg 

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Eckdaten
Die Welt der Gmundner Keramik in Wien
Auerspergstraße 3 Ecke Trautsongasse 2, 1080 Wien
Telefon: 07612 786388
www.gmundner.at 

Letzte Änderung am Montag, 24 Juni 2024 23:41
Maria Taramona

María Elena Taramona de Rodríguez, Direktorin der Zeitschrift „CulturaLatina & Österreichische Kultur“, ist Journalistin und Grafikdesignerin. Sie hat auch ein Studium in Informatik absolviert und ein Diplom im Bereich Marketing erworben.

Seit 2005 lebt sie in Österreich und gründete 2009 ihr eigenes Unternehmen, die Taramona Werbeagentur, in Wien. Von dort aus initiierte sie das Magazin „CulturaLatina & Österreichische Kultur“, um als Kommunikationsmittel den Bedürfnissen der spanischsprachigen Community in Österreich, unabhängig von ihrem internationalen Hintergrund, gerecht zu werden. Für sie ist Integration unerlässlich und kann nur in beide Richtungen erfolgreich funktionieren.

Das zweisprachige Magazin „CulturaLatina & Österreichische Kultur“ ist seit dem 12. Oktober 2010 online präsent und veröffentlichte seine erste gedruckte Ausgabe im Jahr 2016 mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren, die hauptsächlich in Wien und Niederösterreich verteilt werden.

Das Ziel des Magazins ist es, die hispanoamerikanische Kultur in Österreich bekannter zu machen, Aspekte zu beleuchten, die die österreichische Kultur eng mit der iberoamerikanischen verbinden, sowie die Verbreitung der österreichischen Kultur und derjenigen Gemeinschaften zu fördern, die mit Österreich verbunden sind. Denn wenn man die Denkweise anderer Kulturen kennt, kann man sie auch besser verstehen.

Darüber hinaus setzt sie sich aktiv für die Förderung der spanischen Sprache, die Integration spanischsprachiger Einwander:innen, das gegenseitige Verständnis und den Austausch zwischen den Kulturen ein.

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