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CULTURA DE AUSTRIA

Mittwoch, 21 Dezember 2022 22:07

Schweden verstärkt sich im Bereich Innovation und Digitalisierung und sucht in Österreich neue Start-Ups

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Paul Turac, Präsident der Schwedischen Handelskammer in Österreich, hielt die Begrüßungsrede beim Luciafest. Foto: CulturaLatina

Die Schwedische Handelskammer in Österreich bietet eine Plattform für Networking an, um den Handel zwischen Österreich und Schweden auszubauen. Ebenso haben Entrepreneure die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen zu präsentieren. Im Bereich Innovation und Digitalisierung, wie etwa Cybersicherheit und Smart Industry Projekte möchte sich Schweden 2023 noch verstärken.

Die Schwedische Handelskammer in Österreich bringt durch verschiedene kulturelle und wirtschaftliche Veranstaltungen beide Länder zusammen. Dies ermöglicht einen Austausch zwischen Firmen, wie es letzte Woche beim Luciafest der Fall war. Anwesend waren Unternehmen wie Mercuri Urval, UnitCargo - Transport Intelligence und Camfil unter anderem.

Die Schwedische Handelskammer bietet auch ein anderes Projekt, das Schwedisch Management Forum, wo nationale Persönlichkeiten eingeladen werden, wie z.B. Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich oder Andreas Treichl von European Forum Alpbach an. Dabei findet auch ein interessanter Erfahrungsaustausch und Networking statt.

Die schwedische Handelskammer in Österreich setzt sich aktiv für die Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen ein. Foto: CulturaLatina.
Die schwedische Handelskammer in Österreich setzt sich aktiv für die Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen ein. Foto: CulturaLatina.
Schweden wird 2023 in den Bereichen Digitalisierung und Innovation gestärkt. Foto: CulturaLatina
Schweden wird 2023 in den Bereichen Digitalisierung und Innovation gestärkt. Foto: CulturaLatina.

Digitalisierung und Innovation – Start-Ups gefragt

Schweden ist weltweit führend in den Bereichen Digitalisierung und Innovation und möchte sich 2023 noch verstärken. In diesem Sinne veranstaltet Schweden am 22. März eine interessante Konferenz im Bereich Digitalisierung, wo sich die österreichischen Start-ups präsentieren können, um mit großen schwedischen Firmen zusammenarbeiten zu können.

Die schwedische Kultur

Auf dem Luciasfest trafen wir Paul Turac, Präsident der Schwedischen Handelskammer in Österreich, den wir fragten, wie er die schwedische Kultur definieren würde, und er sagte uns:

„Die schwedische Kultur ist vielleicht klimatisch bedingt, mehr an Zuhause gebunden. Deswegen haben sie auch eine besondere Einrichtungskultur, die Skandinavische. Das skandinavische Möbeldesign ist ja allen bekannt. Die Schweden sind überaus höflich, sehr fleißig und strebsam, dadurch sind ja so viele große Firmen in Schweden entstanden. IKEA, Tetrapak, Ericsson, KF Group und andere, das sind schon einige Firmen, die Welt Berühmtheit erlangt haben. Das zeigt irgendwie unsere Arbeitsmentalität, würde ich sagen“, so Paul Turac.

Woher kommt diese Mentalität?

Ich denke nicht, dass ich das auch auf das Klima zurück führen will, wenn man sich nicht frei bewegen kann. Dann ist man gerne in der Garage und erfindet neue Sachen. Ja, so stelle ich mir das vor. Eigentlich habe ich mit vielen schwedischen Firmen gearbeitet. Die kommen alle mit neuen Ideen, die sie im Ausland platzieren wollen. Sie sind enorm kreativ.

Schweden exportiert vor allem Maschinen und Fahrzeuge, Pharmazeutika, Chemikalien, Elektronik und Telekommunikationsgeräte sowie Mineralien, Papier und Holz. Auch die Musikbranche Schwedens ist das Nonplusultra.

Mitglieder des schwedischen Chors und die Inszenierung von St. Lucia machten die Veranstaltung der Schwedischen Handelskammer zu einem kulturellen und magischen Erlebnis. Foto: Hermann Kroiher
Mitglieder des Lucia Chors der schwedischen Kirche Wien und die Inszenierung von St. Lucia machten die Veranstaltung der Schwedischen Handelskammer zu einem kulturellen und magischen Erlebnis. Foto: Hermann Kroiher

Über das traditionelle Luciafest

Das Fest der heiligen Lucia ist ein Brauch in Schweden aber auch in Dänemark und Norwegen. Es findet normalerweise am 13. Dezember statt, dem Gedenktag der heiligen Lucia, der Lichterkönigin und ein wichtiges Ereignis in der Weihnachtszeit.

Bei diesem Fest geht es um die Geschichte einer Märtyrerin, die durch einen grausamen und boshaften Mann starb. Die Legende besagt, dass Lucias kranke Mutter sie mit einem jungen Heiden verheiraten wollte. Um diese Verbindung zu vermeiden, schlug Lucia ihrer Mutter vor, sie aus der Verlobung zu entlassen, wenn sie sie heilen könnte. Die Mutter willigte ein und Lucia nahm sie mit, um an einem Grab zu beten. Nach kurzer Zeit war ihre Mutter geheilt und die junge Frau sagte sich von dieser unerwünschten Heirat los, an der sie nicht teilhaben wollte. Der junge Heide, der wütend darüber war, dass er sie nicht heiraten konnte, beschuldigte sie der Hexerei und das arme Mädchen wurde gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt, wo man ihr auch die Augen ausstach, aber Lucia starb nicht. Darauf hin wurde sie schließlich enthauptet.

Das Fest besteht aus einer Prozession bei der Lucia, ein Mädchen mit leuchtendem Haar, also mit einer Kerzenkrone, weiß gekleidet, mit einem roten Band um die Taille, und begleitet von anderen (mittelalterlichen und himmlischen) Burgfräulein und Burschen, die klassische schwedische Weihnachtslieder singen. Einige tragen weiße Kapuzen, die mit goldfarbenen Sternen verziert sind. So wird die reine Liebe gefeiert, die niemals stirbt, ein Akt voller Magie, Mystik und Licht.

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Schwedische Handelskammer in Österreich
www.swecham.at

 

Letzte Änderung am Freitag, 23 Dezember 2022 22:26
Redaktion

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